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Schalldämmung DECKE Altbau: Meinungen zu Dämmungsvorhaben gewünscht

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  1. #1

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    Schalldämmung DECKE Altbau: Meinungen zu Dämmungsvorhaben gewünscht

    Hallo Leute ich bin der Christian und neu hier. Hoffe auch das ich im richtigen Forenbereich poste. Falls nicht, bitte seid mir nicht böse.

    Ich habe eine paar Fragen zur Schalldämmung eines Altbaus von 1955.

    Situation: Altbau aus 1955 2 Parteien; Ich selbst wohne im EG, ein Familienmitglied darüber im OG. Decke Beton, im OG ist KEIN sog. "Schwimmender Estrich" verlegt.

    Bis vor kurzem waren in allen Räumen des Obergeschosses recht dicker Teppichboden verlegt. Die Luftschall und Trittschallbelastung hielt sich relativ in Grenzen (Für einen Altbau). Seit kurzem hat das Familienmitglied in allen Räumen des OGs nun Laminat verlegt. Als Trittschaldämmung wurde leider nur der billigste, weniger als 1mm starker Trittschallschutz-Schaum aus dem Baumarkt verlegt.

    Nun ist es für mich im EG zu einer enormen Belastung geworden. Konkret hört man jetzt Sprichwörtlich "jeden Furz". Bei Luftschall zb, Gespräche werden fast perfekt übertragen, man versteht JEDES Wort, man hört jedes Räuspern, Hüsteln, etc.

    Noch schlimmer ist aber der Trittschall, bei Laufen im OG, wackelt und Vibriert bei mir im EG die Vitrine des Wohnzimmers und in der Küche klirren die Gläser im Schrank. Außerdem hört man selbst das tippen auf der Tastatur am Desktop-Computer im OG. Das ist KEIN Witz. Ich habe es selbst versucht: Haut man nur minimalst kräftiger in die Tasten, wird das ganze als Vibration/Dröhnen über den Schreibtisch auf den neuen Laminatboden und dann ungehindert auf die Decke und alle Wände übertragen.

    All dies war mit Teppichboden im OG nicht der Fall.

    Lange rede kurzer Sinn, wir wollen nachbessern. Dazu würde mich eure Meinung und Erfahrungen interessieren.


    Da ich das EG eh sanieren will, habe ich mir gedacht einen neuen Deckenaufbau im EG zu machen. Konkret möchte ich 150-180mm dicke Rockwool Schallschutzmatten "Sonorock" auf/über eine ca. 230mm tiefer gehängte Gipskartondecke legen. Die Gipskartondecke wollte ich mit Aluprofilen hängen, die von Wand und Decke mit Moosgummi entkoppelt werden. Unter die Gipskartondecke montiere ich eine neue Holzdecke. Ich habe mich mit einem Bekannten Unterhalten, der das gleiche bei sich gemacht hatte, und er hatte von enormer Verbesserung bei Luftschall gesprochen. Wichtig sei lt. ihm ein Luftspalt von wenigen Zentimetern zwischen der Betondecke und den Rockwool Dämmplatten. Was meint ihr dazu?

    Im OG muss der Laminatboden wieder raus und eine ordentliche Trittschalldämmung rein. Das ist der bisherige Konsens. Neuer schwimmender Estrich fällt leider aus. Das Familienmitglied ist nicht bereit dies zu leisten. Außerdem ist die Tragfähigkeit unbekannt. Was ist nun für diesen Fall, die wirkliche Beste Trittschalldämmung bis 10mm dicke? Auch ein mehrschichtiger Aufbau (Schaumfolie/Kork, etc) wäre ja denkbar.


    Gibt es andere Lösungen die noch besser sein könnten?

    Vielen Dank an euch, Gruß Christian :-)
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  2. Schalldämmung DECKE Altbau: Meinungen zu Dämmungsvorhaben gewünscht

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von qwertzui Beitrag anzeigen
    Da ich das EG eh sanieren will, habe ich mir gedacht einen neuen Deckenaufbau im EG zu machen. Konkret möchte ich 150-180mm dicke Rockwool Schallschutzmatten "Sonorock" auf/über eine ca. 230mm tiefer gehängte Gipskartondecke legen. Die Gipskartondecke wollte ich mit Aluprofilen hängen, die von Wand und Decke mit Moosgummi entkoppelt werden. Unter die Gipskartondecke montiere ich eine neue Holzdecke. Ich habe mich mit einem Bekannten Unterhalten, der das gleiche bei sich gemacht hatte, und er hatte von enormer Verbesserung bei Luftschall gesprochen. Wichtig sei lt. ihm ein Luftspalt von wenigen Zentimetern zwischen der Betondecke und den Rockwool Dämmplatten. Was meint ihr dazu?
    Das wird stimmen - solange es keine Schallbrücken z.B. gibt.

    Bei der Gipskartondecke evtl. noch "mehr Masse" einbringen (doppelt beplanken, schwerer beplanken) - hilft vor allem gegen die tiefen Frequenzen. Muss aber statisch machbar sein.

    Zitat Zitat von qwertzui Beitrag anzeigen
    Im OG muss der Laminatboden wieder raus und eine ordentliche Trittschalldämmung rein. Das ist der bisherige Konsens. Neuer schwimmender Estrich fällt leider aus. Das Familienmitglied ist nicht bereit dies zu leisten. Außerdem ist die Tragfähigkeit unbekannt. Was ist nun für diesen Fall, die wirkliche Beste Trittschalldämmung bis 10mm dicke? Auch ein mehrschichtiger Aufbau (Schaumfolie/Kork, etc) wäre ja denkbar.
    PE-Schaum hat eine Angabe von irgendwo bei 18dB Trittschalldämmung - ob man das glauben kann? PE-Schaum ist doch ziemllicher Billigkram - hab ich auch unter meinem Laminat und würde ich nicht wieder machen.

    Wenn du nicht auf eine Fußbodenheizung Rücksicht nehmen musst bist du relativ frei in der Wahl. Es gibt Sachen die bessere "Einzahlwerte" haben. Man kann Kork nehmen oder auch Holzfaserplatten (sofern für die Nutzung unter Laminat zugelassen)

    Zitat Zitat von qwertzui Beitrag anzeigen
    Gibt es andere Lösungen die noch besser sein könnten?
    Allerdings solltest du die Sache mit dem Estrich nochmal prüfen - ein Trockenestrich schwimmend auf Holzfaserplatten verlegt wird sicherlich (im Zusammenspiel mit der abgehängten Decke) deutlich mehr bringen als die Trittschalldämmung unter dem Laminat auszutauschen
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