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  1. #1

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    Nachträgliche Weiße Wanne erstellen - sinnvoll?

    Hallo Forum,

    auf Grund der Hochwassersituation kommt in meinem Elternhaus der nachträgliche Einbau einer weißen Wanne in Betracht. Ob von außen oder innen ist noch offen, beides wäre möglich.

    Grundsätzlich: Funktioniert sowas gescheit?

    Rahmenbedingungen: 25er WU-Beton-Bodenplatte, Keller, EG, OG, 36er Poroton von unten bis oben durch. Zur Zeit ist eine schwarze Wanne verbaut. Über Zustand / Dichtigkeit kann zur Zeit noch keine Aussage getroffen werden.

    Hat irgendwer Erfahrungen damit und kann zur Sinnhaftigkeit etwas sagen?

    Danke & Gruß,
    Matze12xxx
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  2. Nachträgliche Weiße Wanne erstellen - sinnvoll?

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  3. #2

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    wie soll denn der anschluss zwischen alter bodenplatte und neuer wand hergestellt werden? eigentlich ist nur aussen sinnvoll wegen der gründung oder kann die alte bodenplatte die zusätzliche last stemmen?
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  4. #3

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    Über Zustand / Dichtigkeit kann zur Zeit noch keine Aussage getroffen werden.
    Naja...schwarze Wanne und Weiße Wanne sollen ja beide die selbe Funktion erfüllen: dicht sein.

    Beide System funktionieren auch, sind nur im sanierungsfalle unterschiedlich zu behandeln:

    WW: von innen verpressen, wenn Undichtigkeiten auftreten
    SW: von außen aufgraben und schadhafte Stelle ausbessern.

    Eine WW um die SW herum zu basteln würde m.E. nicht viel bringen. An die Abdichtung der SW komme ich nicht dran, weil da ja die WW davor stht, die WW im Schadensfall von innen verpressen kann ich aber auch nicht, da davor die jetzige Kellerinnenwand steht.

    Daher: Ist die SW undicht, dann saniert diese. Ist diese dicht, ist doch alles paletti.....

    Daher mein Fazit:
    Nachträgliche Weiße Wanne erstellen - sinnvoll?
    NEIN.
    Geändert von Thomas B (13.06.2013 um 12:09 Uhr) Grund: Nachtrag
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Matze12xxx Beitrag anzeigen
    ... Einbau einer weißen Wanne in Betracht. ... Grundsätzlich: Funktioniert sowas gescheit? ... Hat irgendwer Erfahrungen damit und kann zur Sinnhaftigkeit etwas sagen?
    Ja, man kann auch im Bestand, also nachträglich, weisse Wannen bauen. Ich habe das schon zweimal in größerem Maßstab mitgemacht und auch vor kurzem auf einer Fachtagung ein entsprechendes Beispiel für ein EFH ausführlich dargestellt bekommen. Ein nachträglich erstellte wW ist immer erheblich teuerer als eine in die Baugrube gebaute. In allen mir bekannten drei Fällen wurde jeweils die Bodenplatte (nahezu) komplett wieder neu hergestellt. Meist wird raumseitig vor oder auf die vorhandenen tragenden Bauteile gebaut, an tragende Stützen oder Wände eher angearbeitet, evtl. nach einer vorherigen WU-Unterfangung. Die wW wurde also immer innen gebaut!

    Allgemeine Details weitergehend hier darzustellen bringt nicht viel. Eine fachkundige örtliche Beratung durch einen mit dem nachträglichen Herstellen von WU-Konstruktionen vertrauten (Tragwerks-) Planer ist die einzig wirlich weiterführende Vorgehensweise. Dann kann auch abgeschätzt werden, ob eine wW im konkreten Fall weiterhelfen kann, denn wW sind nicht per se besser als schwarze.
    Geändert von Skeptiker (13.06.2013 um 12:12 Uhr) Grund: Ergänzung + Teppfehlerbeseitigung
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  6. #5

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    Mag ja technisch möglich sein, aber onb es sinnvoll ist?

    Klar: Wenn man die Situation mit der vorhandenen SW, trotz Nachbesserungen/ Reparaturen nicht in den Griff bekommt, so mag es einfach nicht anders gehen. Aber in diesem Falle sehe ich hier (zumindest im Augenblick) keinen Grund so etwas anzupeilen.....
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    Mag ja technisch möglich sein, aber onb es sinnvoll ist? Klar: Wenn man die Situation mit der vorhandenen SW, trotz Nachbesserungen/ Reparaturen nicht in den Griff bekommt, so mag es einfach nicht anders gehen. Aber in diesem Falle sehe ich hier (zumindest im Augenblick) keinen Grund so etwas anzupeilen...
    Ich sehe mich kaum im Widerspruch zu Dir, den warum genau er eine wW anstrebt, hat Matze uns bisher nicht gesagt. Er fragte nach Erfahrungen und Sinn. Erstere habe ich geschildert, auf die hohen Kosten hingewiesen und die zweite von einer (örtlichen) Bewertung abhängig gemacht.
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  8. #7

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    Ich sehe hier tatsächlilch sogar einen Nachteil beim Erstellen einer zusätzlichen WW, da ich ja an diese nicht mehr so ohne weiteres ramkomme. Auch eine WW kann Undichtigkeiten aufweisen. Diese würde man, wenn man denn könnte, von innen verpressen. Davor aber steht ja die ehemalige SW. Bei einer Undichtigkeit könnte sich also das Wasser zw. neuer WW und alter SW stehen und irgendwann (oder auch nicht) ins Innere gelangen. Wahrscheinlich aber an einer gänzlich anderen Stelle, nämlich da wo die SW schadhaft ist und nicht da wo die WW ein Leckage aufzuweisen hat.

    Insoefrn mag es zwar technisch möglich sein so etwas zu bauen, aber mir erschlließt sich der Sinne einfach noch nicht, da ich hier das Problem sehe einen Schaden zu lokalisieren und ggf. zu sanieren. Oder gibt es da kluge und funktionstüchtige Lösungen?????
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  9. #8
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    vielen Dank schon für die zahlreichen Antworten! Es freut mich, dass es eine ideenreiche Diskussion ist.

    Stand jetzt gehen wir mal davon aus, dass die schwarze Wanne defekt ist und "abgerissen" wird bzw. werden muss.

    Von außen ringsrum aufschachten ist dabei dann ja klar und durchaus kalkuliert. Eine Lösung von außen ist damit denkbar.


    Der Anschluss der wW an die Platte könnte z.B. durch ein eingearbeitetes Blech (sorry, Fachbegriff kenne ich nicht), hergestellt werden. Damit gibt es dann auch eine wasserundurchlässige Fuge. Habe auch versucht, eine Skizze dazu einzufügen. Rot = Wanne + Blech. Schwarz = Platte + Mauerwerk.

    Name:  WW.JPG
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    Eine schwarze Wanne scheint mir (laienhaft) nicht so haltbar und langlebig wie eine weiße, das kann ich aber nicht beurteilen.

    Hintergrund der Geschichte: generell gestiegene Grundwasserspiegel und daher immer-mal-wieder Grundwasser auf Plattenniveau (Stichwort Flutung Tagebau) und dazu noch regelmäßige Hochwasser, bei denen der Wasserspiegel gerne mal nur knapp unter Fensterkante anliegt.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    Auch eine WW kann Undichtigkeiten aufweisen. Diese würde man, wenn man denn könnte, von innen verpressen. Davor aber steht ja die ehemalige SW. Bei einer Undichtigkeit könnte sich also das Wasser zw. neuer WW und alter SW stehen und irgendwann (oder auch nicht) ins Innere gelangen. Wahrscheinlich aber an einer gänzlich anderen Stelle, nämlich da wo die SW schadhaft ist und nicht da wo die WW ein Leckage aufzuweisen hat. ... Insoefrn mag es zwar technisch möglich sein so etwas zu bauen, aber mir erschlließt sich der Sinne einfach noch nicht, da ich hier das Problem sehe einen Schaden zu lokalisieren und ggf. zu sanieren. Oder gibt es da kluge und funktionstüchtige Lösungen?????
    Ich schrieb, dass nachträglich gebaute wW raumseitig bestehenbleibender tragender Bauteile errichtet werden, also im Normalfall eines Kellers innen, denn dann sind sie weiter zugänglich. Sie außen zu errichten, wäre mangels Zugänglichkeit wie von Dir geschrieben und auch meiner Meinung nach Unfug. Solche inneren wW können m.E. also kluge und funktionstüchtige Lösungen sein. Ob eine wW das auch für das Elternhaus des TE wäre, bleibt weiter zu untersuchen.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Matze12xxx Beitrag anzeigen
    Der Anschluss der wW an die Platte könnte z.B. durch ein eingearbeitetes Blech (sorry, Fachbegriff kenne ich nicht), hergestellt werden. Damit gibt es dann auch eine wasserundurchlässige Fuge. Habe auch versucht, eine Skizze dazu einzufügen. Rot = Wanne + Blech. Schwarz = Platte + Mauerwerk.

    Name:  WW.JPG
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    Selbst wenn die Bestandbodenplatte exakt die erforderliche Qualität für eine weisse Wanne hätte - was ich bezweifle - so wäre diese skizzierte Bauart aus den von Thomas angeführten Gründen gerade nicht empfehlenswert!
    Geändert von Skeptiker (13.06.2013 um 13:32 Uhr) Grund: tüppfähler
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  12. #11
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    Die Platte ist dicht, das haben Untersuchungen an mehreren Bohrkernen ergeben. Oder was ist mit "erforderlicher Qualität" gemeint?
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  13. #12

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    ....so wäre diese skizzierte Bauart aus den von Thomas angeführten Gründen gerade nicht empfehlenswert
    Also: so nicht!

    @Skeptiker: Stimmt: innen macht dann wieder Sinn. Ob sichs lohnt? Oder ob man dann nicht besser die SW saniert.....wer kann das aus der Ferne schon sagen?
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  14. #13

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    Im Prinzip schon die Dichtigkeit - auch als Folge der Rissbreitenbeschränkung durch ausreichende Bewehrung. In Deinem Fall sehe ich, wie schon geschrieben, auf dem aktuellen Wissenstand keinen Vorteil durch die Aufwertung zu einer "äußeren" weissen Wanne. Eine innere Ergänzung einer umlaufenden WU-Wand zur Ausbildung einer wW könnte vielleicht Sinn haben.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    wenn der schwarze aufbau auf der aussenwand runter kommt und die wand wird aussen aufgedoppelt, dann ist die wand bei rissbildung nicht kontrollierbar und die gemauerte aussenwand saugt sich voll.
    was passiert bei vorbetonierter betonwand innen und einbindender statisch notwendiger querwänden aus mauerwerk?
    ich würde den schwarzen aufbau mit scheissbahnen erneuern und eine gute schutzschicht davor stellen.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    ...ich würde den schwarzen aufbau mit scheissbahnen erneuern und eine gute schutzschicht davor stellen.
    ...sind das die braunen bahnen?
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