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  1. #1

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    Statiker verstorben

    Hallo zusammen !

    Muss leider mal einen unangenehmen Beitrag einstellen. Wenn mein Beitrag im falschen Bereich gelandet ist, dann bitte verschieben.

    Sachverhalt:

    Unsere Altbausanierung hat ein Statiker komplett durchgerechnet und Auflagen gemacht. Wir hatten eine Baustellenbesprechung wo wir alle Punkte durchgegangen sind. Er meinte, wenn Fragen sind einfach anrufen dann wird das besprochen oder er kommt vorbei.

    Soweit so gut. Wir haben die Aufgaben abgearbeitet und sind auch fast fertig. Ich hatte dann am 21.05. eine Frage bezgl der Dachstatik (konnte auf den Statikunterlagen nicht genau erkennen wo er Sparrenpfettenanker hin haben wollte).

    Ich habe ihn angerufen, und seine Frau meinte zu mir, dass ihr Mann zur Zeit ziemlich krank ist und kaum sprechen kann. Sie würde ihm einen Zettel schreiben und wenn er wieder genesen ist, würde er mich anrufen.

    Am 02.06. lese ich zum Frühstück die Rheinische Post und mich trifft fast der Schlag. Eine Todesanzeige von unserem Statiker der 2 Wochen vorher noch bei uns war.

    Das Problem ist jetzt. Wie machen wir das mit der Abnahme?

    Ich hatte letzte Woche mal bei der Ingenieurkammer Bau in Düsseldorf angerufen und mein Problem geschildert.

    Die meinten logischerweise ich solle mal dort anrufen und fragen wie das jetzt mit den ganzen Bauprojekten aussieht.

    Aber ehrlich, seine Frau hat jetzt andere Sorgen als sich um Kunden ihres Mannes zu kümmern.

    Deshalb meine Frage an Euch, könnt ihr mir einen Tip geben wie wir uns verhalten sollen.


    Gruß

    Thomas
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  2. Statiker verstorben

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    da wird wohl ein kollege einspringen müssen. bedeutet
    einarbeitung in die unterlagen und abarbeitung ausstehender
    leistungen. wegen doppelten leistungen wirds wohl
    mehr kosten, als ursprünglich veranschlagt.

    früher wurden die immateriellen werte hinterlassener
    büros materiell bewertet. inzwischen geht das mitunter
    ruppiger zu, aber es könnte immer noch im interesse der
    witwe sein, den büroübergang oder eine "freie nachfolge"
    zu regeln. idealistischerweise würde ich annehmen, dass
    so ein anstoss von der IK kommt ..
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ok, wenn jetzt z.B. seine "Baustellen" übernommen werden sollten, kann ich dann "verlangen" das die "Nachfolger" dann auch bei uns die Abnahme machen?
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    ersteres steht in den sternen, zweiteres habe ich beantwortet.

    natürlich sollst du nicht 2-mal die "abnahme" bezahlen, wenn
    die nur einmal geleistet wird - aber einem zuschlag für die
    einarbeitung des "projektnachfolgers" wirst du kaum entgehen.
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  6. #5

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    Ja mei....das ist jetzt halt Pech.

    Pech für den TE, weil er sicher mehr wird zahlen müssen, als wenn das Projekt ohne Stolperstein durchgeflutscht wäre. Und wohl auch Pech für den ersten Tragwerksplaner....würde ich mal meinen. Insofern würde ich hier auch nicht auf die Witwe zugehen und "Honorarrückzahlungen" wegen Mehraufwandes einfordern, selbst wenn dies evtl. rechtlich machbar wäre...
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  8. #6
    Themenstarter

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    Hallo,

    geht mir ja nicht um Honorarrückforderungen. Das einzige was ich eben seine Frau fragen wollte ist, ob jemand die ganzen Baustellen übernimmt.
    Aber zum jetzigen Zeitpunkt würde ich das sehr unangebracht finden.
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  9. #7

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    nun ja, ich würde evtl. schreiben, so in der Form:Beileid bekunden und fragen, ob es jemanden gibt, der übernimmt. Da kommt es auf die Formulierung an, evtl. anbieten, dass die Witwe dich auch gern kurz anrufen kann, am Telefon kann man sowas mit ein paar netten Worten sicher besser klären.
    Selbstverständlich ist es ein schweres Schicksal einen Angehörigen zu verlieren noch dazu offenbar so plötzlich- das will erstmal verarbeitet sein, aber ich habe oft auch festgestellt, dass es den Betroffenen hilft, wenn sie dann auch wieder mit "Alltagsproblemen" ein wenig belastet werden, das lenkt ab und oft sind die Angehörigen auch froh, wenn solche Problemchen aus der Welt sind, da kommt ja oft völlig unerwartet eine ganze Menge auf die Angehörigen zu.
    Ich nehme ja auch an, dass sowieso noch keine (abschließende Rechnung) des verstorbenen Statikers vorliegt, da wird man sowieso auch nochmal Kontakt mit der Witwe haben, das muss ja auch noch irgendwie geklärt werden.
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