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  1. #1

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    Wasser - Sand - Bodentragfähigkeit

    Guten Abend zusammen,

    wir haben ein kleines Wasserproblem auf unserem Grundstück. Hier die Fakten:

    Planung:
    - Neubau eines EFH ohne Keller
    - Geplante Gründung: Streifenfundamente bis 80 cm. unter Sandoberkante
    - Bodengutachten der benachbarten Straße besagt ca. 70cm Mutterboden dann ca. 2,5 m Lehmboden. Teilweise Schichtenwasser bei ca. 50 cm.
    - Bau mit GU allerdings Erarbeiten auf Wunsch des GU von uns selbst vergeben
    - Drainage ist nicht möglich, da wir diese nirgends anschließen können und eine Versickerung auf dem Grundstück nicht möglich ist.

    Aktueller Stand:
    - Mutterboden wurde abgetragen.
    - Es wurde ein Planum mit Sand erstellt.
    - Beim Einbau des Sandes stand laut Erdbauer ca. 15 cm. Wasser in der Baugrube. Er hatte darin wohl kein Problem gesehen
    - Drückendes Schicht bzw. Grundwasser (wenn man ein Loch buddelt bis ca. 70 cm unterhalb der Sand Oberkante) Dies sowohl im Sand als auch auf dem Rest des Grundstücks

    Problem:
    - Beim Künzelversuch wurde festgestellt, dass der Untergrund zwischen ca. 60cm und 80 cm nicht tragfähig ist(das entspricht der unteren Sandschicht und vermutlich den obersten cm Lehm). Der GU möchte so nicht anfangen zu bauen. Wir versuchen seit Tagen mit Tauchpumpen in Löchern direkt neben dem Planum dem Wasser Herr zu werden. Dies klappt aber nicht richtig.

    Mögliche Lösungen:
    1. Der Erdbauer möchte gern warten bis das Wasser von selbst verschwindet (für uns keine Option da nicht absehbar ob das überhaupt geschieht)
    2. Der GU sagt, der gesamte Sand muss wieder raus, die Baugrube muss trocken gelegt, der Sand neu eingebaut und verdichtet werden
    3. Der GU sagt außerdem, dass man die Fundamente bis auf 1,2 m Tiefe betonieren könnte.

    Und nun meine Fragen:
    - zu 2: Selbst wenn wir eine trockene Baugrube hätten, würde das Wasser beim nächsten Regen wieder in den Sand drücken? Wie verhält sich dieser dann hinsichtlich seiner Tragfähigkeit. Ist dies eine Option?
    - zu 3: Wenn wir die Fundamentgräben auf 1,2m ausheben, laufen diese voll mit Wasser. Kann man so anständig betonieren? Ist der Lehm tragfähig genug, auch wenn er vor dem betonieren direkt mit Wasser in Verbindung kommt?
    - gibt es noch andere Möglichkeiten?

    War jetzt etwas viel Text, aber ich hoffe, Sie als Experten können uns etwas weiterhelfen.

    Viele Grüße,
    der Neubauer
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  2. Wasser - Sand - Bodentragfähigkeit

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  3. #2

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    Ferndiagnose ist in dem Fall nicht machbar. Ich empfehle einen Bodengutachter vor Ort zu konsultieren.

    Zu 2.) Die Aussage des GU: "Sand ausbauen, Grube trockenlegen, Sand neu einbauen" trifft zu.

    Für das Abpumpen des Wassers wird eine wasserrechtliche Genehmigung benötigt.
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  4. #3

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    ... Sie schreiben von einem Baugrundgutachten "der benachbarten Straße" ...

    ist das Gutachten für einen Straßenbau erstellt ? ... oder für ein Gebäude in einer benachbarten Straße ... ?

    Was sagt das Gutachten über Grundwasserverhältnisse im Untersuchungsgebiet.

    Was war das für ein "Künzelversuch" ... Handgerät, leichte Rammsonde, schwere Rammsonde und was für Schlagzahlen wurden erreicht (Hintergrund: Aussagekraft des Versuchs).

    Was sie hinsichtlich des Versuchsergebnisses schreiben hört sich zumindest für mich schlüssig an. Ein Einbau von Böden unter Wasser ist immer ein Problem - vermutlich war auch die unterlagernde Lehmschicht oberflächig aufgeweicht oder zumindest durch den Aushub gestört.

    Mit Tauchpumpen kommen sie vermutlich nicht weit. In lehmigen und sandigen Böden müssen andere Entwässerungslösungen her (z.B. Drainagen mit Pumpensümpfen).

    Wie mein Vorredner schon geschrieben hat brauchen sie für die "Absenkung" eine wasserrechtliche Genehmigung. Die gibt es aber nicht inerhalb von 2 Tagen.

    Sie brauchen jetzt einen professionellen, belastbaren und verbindlichen Rat. Suchen Sie sich einen Baugrundgutachter und klären Sie mit dem das Problem.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke für die Einschätzung.

    Das besagte Bodengutachten wurde für den Bau der Straße erstellt. Es wurden hierfür an mehreren Stellen Bohrungen durchgeführt. Zum Thema Wasser besagt es, dass Wasserstände z.T. zwischen 0,2 und 1,1 m gemessen wurden. Es würde sich nicht um Grundwasser, sondern um Schichtenwasser handeln, welches auf der Lehmschicht steht.

    Der Künzelversuch wurde mit einer leichten Rammsonde durchgeführt. Im oberen Bereich des Sandes hatten wir zwischen 10 und 14 Schläge / 10cm, in den nicht tragfähigen 20 cm nur 3 Schläge. Darunter wieder zwischen 9 und 13 Schläge / 10 cm.

    Ich werde auf jeden Fall einen örtlichen Baugrundgutachter hinzuziehen.
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