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  1. #1

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    FI/RCD in Schulen

    Frage an unsere Elis:
    Szenario:
    In einem Klassenraum Bj 03/04 wird eine Decke verändert. Die Deckenmonteure bohren (wohl unbemerkt) eine Leuchtenzuleitung an und schaffen irgendwie (wie genau weiß ich nicht) eine leitende Verbindung zu den freiliegenden Heizleitungen.

    Kinder mit Forscherdrang haben dann folgendes kleines Experiment ausgeführt: Auf der Heizung stehen, Heizrohr mit der einen, Aussentürklinke mit der anderen Hand berühren und ein "nettes" Kribbeln spüren.
    Das ging von allen Grossen so lange unbemerkt, bis ein Kind etwas mehr als nur Kribbeln gespürt hat.
    Nix passiert, Kind hat keinen Schaden genommen, aber der "Spass" war aufgeflogen.

    Ist es in öffentlichen Gebäuden (Bj 03/04) wie im EFH zulässig, dass die Lichtstromkreise ohne FI betrieben werden?

    Es geht nicht drum, jemandem einen rein zu würgen, nur darum, für die Zukunft Murphy ein wenig mehr zu behindern.
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  2. FI/RCD in Schulen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Ist es in öffentlichen Gebäuden (Bj 03/04) wie im EFH zulässig, dass die Lichtstromkreise ohne FI betrieben werden?
    Mir wäre nichts bekannt was dagegen spricht, weder UVV noch Brandschutz schreiben für Leuchtenkreise eindeutig einen RCD vor. Für Schulen gilt zudem, dass Leuchten niemals so montiert werden dürfen, dass sie durch Kinder erreichbar sind (also keine Wandleuchten o.ä.). Somit ist ausgeschlossen, dass Kinder jemals mit einem Leuchtenkreis bzw. Leuchten in Berührung kommen.

    Der Fehler hätte aber nach PrüfVO auffallen müssen, fragt sich halt, wann die nächste regelmäßige Überprüfung anstand. Für Schulen gilt, wenn ich mich richtig erinnere, alle 3 Jahre für el. Anlagen, anstatt der sonst üblichen 4 Jahre. Das sollte aber in der PrüfVO stehen.

    Absolute Sicherheit gibt es halt nicht.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    FI/RCD in Schulen

    Was mich hier mehr wundert ist die Gegebenheit, daß ein Heizungsrohr kribbeln kann...

    Da hat's dann mächtig was mit'n Pot-Ausgleich!

    Nebstbei sind die leuchten ja festangeschlossene Betriebsmittel- da kann's durchaus sein, daß es nicht zwingend vorgeschrieben ist- wie die tatsächliche Lage in D ist, kann ich aber nicht beantworten!
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  5. #4

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    Unabhängig davon, daß hier offensichtlich wirklich der Potentialausgleich schlampig ausgeführt wurde( es sei denn nur die Niederführung zu dem Heizkörpern wurde leitend ausgfeführt, und in der Decke VL/RL in Kunstoff, dann währe der HK/seine Rohre keinen Raumübergreifenden teile und somit nicht PA-pflichtig) glaube ich nicht daß das Unfallbild mit RCD zwingend anders ausgesehen hätte, oder?
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  6. #5

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    Grundsätzlich ist hier kein RCD erforderlich (wenn er auch sinn machen würde) weil davon auszugehen ist, dass keine Veränderung der Elektroanlage durchgeführt wird ohne das anschliesend eine Prüfung durchgeführt wird wo z.B. solche Mängel erkannt werden.
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