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  1. #1

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    Ausrufezeichen Wie stelle ich Qualität fest ??

    Dieses Thema sollte inhaltliche, für den zukünftigen Bauherrn einfach zu überprüfende Kriterien für einen qualitativ hochwertigen Holzrahmenbau auflisten.

    Ich fange einfach mal mit einigen Kernpunkten an:

    1.) Vorhandensein von Planungsdetails; d.h. Zeichnung aller Bauteilanschlüsse (z.B. Wand-Bodenplatte oder Wand/Wand)

    2.) Vorlage eines Luftdichtheitskonzepts

    3.) Wärmebrückenkatalog

    4.) Festlegung auf Materialien aus laufender Überwachung, resp. solchen mit bauaufsichtlicher Zulassung.

    5.) Nennung von Referenzen
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  2. Wie stelle ich Qualität fest ??

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Lächeln weiter in dieser systematik...

    6.) vollständiger rechn. wärmeschutznachweis in prüffähiger form - vor baubeginn

    7.) vollständiger rechn. feuchteschutznachweis in prüffähiger form - vor baubeginn

    8.) vollständiger rechn. standsicherheitsnachweis in prüffähiger form - vor baubeginn

    9.) vollständiger rechn. gebrauchsfähigkeitsnachweis in prüffähiger form - vor baubeginn

    10.) evtl. gütesiegel des herstellers (bdz, aköh ??)
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Außerdem ist mir die Frage zu unpräzise. Checklistenpunkte sind das eine, Zahlenwerte nebst Vergleichswerten anderer Konstruktionen, Mindestanforderungen aus Normen, das Machbare, das Sinnvolle sind das andere. Was nützt das Vorhandensein eines Wärmebrückenkatalogs oder eines Konstruktionsdetails, wenn ich nicht weiß wie gut die Details sind und wie gut sie sein könnten? Was nützt der Hinweis auf den Mindestwärme- und Schallschutz, wenn niemand sagt dass es auch besser geht? Gütesiegel gibt es auch viele.

    Qualität ist das was der Kunde will. Die perfekte Auflistung muss dem Kunden ermöglichen, seine Wünsche zu präzisieren.
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  5. #4
    Themenstarter

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    @Bruno

    es geht imho nicht um die technisch machbare Qualität, sondern natürlich auch um eine Kosten/Nutzenbetrachtung.

    Wären alle Neubauten durch das Einhalten der Mindeststandards charakterisiert, würden wir fast ausschließlich mängelfreie Bauten haben - wie wir alle wissen leider nicht immer der Fall.

    Man kann das Pferd natürlich auch von hinten aufzäumen und wichtige Kriterien auflisten, wann mit Sicherheit kein mängelfreier Bau zu erwarten ist.

    Viele Bauherren wissen nicht mals, ob die im rechnerischen Nachweis der EnEV verwendeten Materialien mit den tatsächlich eingebauten übereinstimmen.

    Diese Liste liesse sich beliebig fortsetzen.
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    das macht den unterschied ...

    zwischen lv (wie auch immer) einerseits - und minimalanforderungskatalog andererseits.

    wie wir wissen, wollen viele bauherren keine optimalplanung - wieviele, die mit ihren schäden hier gelandet sind, haben denn einen architekten planen lassen, wieviele davon haben sich darüberhinaus von tragwerks- und hsl-planern helfen lassen?
    die meisten hier hatten einen bt oder gu und -im besten fall- eine eigene alibi-bauleitung.

    für die, die so verfahren wollen, ist der oben begonnene "katalog" ein hilfsmittel, welches erstmal eine menge fragen aufwirft (!), die ohne eine solche liste überhauptnicht (!!)gestellt würden.
    allein das vorhandensein der oben genannten, groben "abhakliste" reduziert das schadensrisiko und macht schon in erster instanz die unterscheidung zwischen "guten" und "schlechten" anbietern möglich.

    es geht aber weiter:
    erst dadurch ist eine zügige und günstige, privatrechtlich vereinbarte, überprüfung und unabhängige beratung möglich.
    probleme sollte man nämlich möglichst früh lösen, dazu gehört auch die rechtzeitige problemerkennung.

    dieses modell kenne ich im efh-bereich bisher nur von 2 fällen, in denen das, auch dank unserer planprüfung, gut funktionierte.

    bei gewerbebauten ist diese variante mit
    - funktionalbeschreibung durch architekt im bauherrnauftrag
    - gu-angebot inkl. bautechnischer nachweise
    - planungsüberwachung durch ingenieur im bauherrnauftrag
    - gu-vertrag und ausführung
    - ausführungsüberwachung im bauherrnauftrag
    nicht so selten, der gu kann bei eignung "seine" bauweise/produkte einsetzen.
    dies wird -im bauherreninteresse und im bauherrenauftrag- extern und unabhängig überwacht.
    so einfach sichert man qualität! ;-)
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
    Avatar von Nanusch
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    Forumsbau

    So ein Forumsbau, den Robert Worsch und Josef Thalhammer aufgezogen haben fand ich sehr gut. Die einzelnen Bauabschnitte wurden dokumentiert und festgehalten warum was wie gemacht wurde. Dem gegenübergestellt dann die Auswirkungen, die entstehen können, wenn da Murks gemacht wird. Sicher, es gibt x Variationen, aber zumindest lässt das den Bauherren bei der Besprechung und den Leistungsbeschreibungen aufhören und man fragt nach, warum das bei der jetzigen Wunschfirma anders ausgeführt sind. Die Erklärungen lassen sich ja dann immer noch hinterfragen. Wenn ich mir überlege, wie viele Menschen sich durch Sendungen auf das Sofa fesseln lassen, die über den Hausbautraum berichten. Wären die Sendungen nur nicht so flach. Anstelle von Problemen mit Richtkränzen sollte mal mehr auf den Bau selbst eingegangen werden. Die nächsten Bauherren, die die letzten Sendungen gesehen haben, werden garantiert nachhaken, wie dick bei denen der Estrich ausgeführt wird. Na ja - aber welche Baufirma möchte schon den Fernsehsender sponsoren, um dann die Baufehler aufzuzeigen, die man selbst am Bau macht... Bilder prägen sich ein, ich merke doch an mir selbst, wie viel mehr mich Bilder aufhorchen lassen, als das geschriebene, was man evtl. gar nicht versteht, weil die Begriffe auf dem Bau gar nicht geläufig sind. Baumurksbilder gibt es doch genug - hab ich ja auch ein paar wenige - aber wo gibt es gelungene Meisterleistungen für eine gute Gegenüberstellung warum so und warum so nicht? Auch in Bezug auf den Holzrahmenbau.
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  9. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    "gelungene meisterleistungen" ...

    gibt es im echten leben
    die sieht nur keiner, weil´s -meistens- selbstverständlich ist.

    eine "Gegenüberstellung warum so und warum so nicht" erfolgt ja teilweise hier und in anderen foren, ein eingängiges "online-lehrbuch der schadensvermeidung für bauherren" kann das wegen der komplexität der verschiedenen holzbauweisen nicht sein.
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