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Schallschutz bei Planziegel Rohdichte 1,4

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  1. #1

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    Schallschutz bei Planziegel Rohdichte 1,4

    Hallo,
    wir müssen uns entscheiden, welche Ziegel für die Innenwände genommen werden. Wir legen bei bestimmten Zimmern Wert auf Schallschutz.

    Vorgesehen sind Poroton Planziegel mit Rohdichte 1,0 oder 1,2 - das wäre lt. Planer und auch Bauunternehmer das übliche und ausreichend. Wir sind uns da aber nicht so ganz einig.

    Das Optimum wären wohl Planziegel mit Rohdichte 2,0, doch die kosten um ein vielfaches mehr als die anderen.


    Wie sieht es mit Rohdichte 1,4 aus? Ist das schon gut, was Schallschutz anbelangt? Im EG wäre es nur ums WC herum wichtig, weil der restliche Grundriss ziemlich offen ist. Im OG würden wir gerne Bad/WC und das Elternschlafzimmer etwas besser gegen Schall dämmen.

    Alternative wären natürlich noch KS mit Rohdichte 2,0. --> Aber ist das notwendig? Sind die Planziegel 1,4 schon gut genug?


    Und kann man eigentlich problemlos KS und Ziegel mischen?
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  2. Schallschutz bei Planziegel Rohdichte 1,4

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  3. #2

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    KS und Ziegel soll man nicht mischen.

    Wenn Schallschutz oberste Priorität hat, dann würde ich nicht nur den Wandaufbau genauer unter die Lupe nehmen, sondern vor allen Dingen auch das ganze drumherum. Was ist mit den Zimmertüren? Gibt es noch andere Wege für den Schall? Die beste Wand verliert ihre Wirkung wenn der Schall andere Wege findet.

    Der Unterschied zwischen Rohdichteklasse 1,2 oder 1,4 ist minimal. Eine Wand in Rohdichteklasse 1,2 mit 11,5cm, verputzt, erreicht ein Schalldämmmaß von 43dB (47dB bei 17,5cm). In Rohdichteklasse 2 wären das bei 17,5cm schon 52dB.

    Zum Vergleich, eine einfache Zimmertür bewegt sich im Bereich 20dB+-5dB. d.h. Die Schalldämmung der Wand ist selbst bei RDK 1,2 und 11,5cm deutlich besser als das was einfache Zimmertüren erwarten lassen.
    Es gibt natürlich auch schwere Zimmertüren, oder Wohnungseingangstüren, die problemlos mit 32dB, 37dB oder gar 42 dB Rw,p aufwarten können und die man optisch von einfachen Zimmertüren kaum unterscheiden kann. Deren Aufbau ist natürlich anders, teilweise mit schalldämmender Mitteleinlage, mehreren Dichtebenen usw. und bei solchen hohen Dämmwerten spielt der Einbau der Tür ebenso eine wichtige Rolle.

    Im DG kommt erschwerend hinzu, dass die Schalldämmung des Dachaufbaus bei ungenügender Ausführung einen einfachen Ausbreitungsweg für den Schall schaffen kann. Dann war alle Mühe hinsichtlich Wand und Türen umsonst. Von solchen "Kleinigkeiten" wie Installationsschächten o.ä. mal ganz zu schweigen.

    Du schreibst:

    Wir legen bei bestimmten Zimmern Wert auf Schallschutz.
    Diesen Punkt solltest Du etwas genauer definieren, und dann Deinem Planer in Form von Fakten/Daten präsentieren. Der muss dann schauen, wie er die Anforderungen erfüllen kann. Wenn er ein bisschen Ahnung von der Materie hat, was ich jetzt einmal voraussetze, dann wird er wissen, dass der Wandaufbau nur ein kleines Puzzlestück ist und Dich über die notwendigen Änderungen informieren. Einige Punkte habe ich oben bereits genannt. Wie sich das letztendlich bei den Räumen in Deinem zukünftigen Haus verhält, das sagt mir meine Glaskugel nicht.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Hallo und Danke für die Antwort!


    Wir haben im Obergeschoss auch noch eine massive Betondecke, das erleichtert die Sache etwas.


    Zur Schallproblematik: In meinem Elternhaus waren sämtlichen nichtragenden Wände aus Ytong oder Porenbeton, so ganz leichtes weisses Zeug. Da hörte man fast jeden Atemzug durch. In unserer jetzigen Wohnung wurden die WC-Trennwände aus Rigips erstellt. Aber nicht von einem Profi, sondern in Eigenleistung. Daher ist der Schallschutz hierbei auch nicht wirklich gegeben. Dazu noch billigste Baumarkt-Zimmertüren.

    Mag ja sein, dass das mit unseren zukünftigen gemauerten bzw. geklebten 1,4er Ziegeln schon eine ganz andere Liga ist.
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  5. #4

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    Wir haben auch Innenwände mit Rohdichte 1,0, manche 11,5cm stark, manche 17,5cm, manche 24cm. Klar, je dicker umso besser, aber die Unterschiede sind nicht riesig, eigentlich viel geringer, als wir erwartet hätten, wobei der Unterschied zw. 11,5 und 17,5 subjektiv größer ist, als von 17,5 zu 24.
    Viel wichtiger sind die richtigen Innentüren. Also nicht das billige Röhrenspanzeugs, sondern schwerere Türen, die den Schallschutz berücksichtigen und wo sich beim schließen am Schluss eine Gummilippe auf den Boden senkt, sonst findet der Schall da wieder seinen Weg durch.
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  6. #5
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    Das nächste Problem wird dann aber, dass die KWL keine Luft mehr bekommt, wenn die Türen dicht abschließen...
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Corinna72 Beitrag anzeigen
    Wir haben auch Innenwände mit Rohdichte 1,0, manche 11,5cm stark, manche 17,5cm, manche 24cm. Klar, je dicker umso besser, aber die Unterschiede sind nicht riesig, eigentlich viel geringer, als wir erwartet hätten, wobei der Unterschied zw. 11,5 und 17,5 subjektiv größer ist, als von 17,5 zu 24.
    Viel wichtiger sind die richtigen Innentüren. Also nicht das billige Röhrenspanzeugs, sondern schwerere Türen, die den Schallschutz berücksichtigen und wo sich beim schließen am Schluss eine Gummilippe auf den Boden senkt, sonst findet der Schall da wieder seinen Weg durch.
    Hört man denn bei euch was in den Nebenräumen, wenn man sich im anderen Zimmer normal unterhält? Wenn der TV normal laut läuft?
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7

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    Zitat Zitat von Peter Andre Beitrag anzeigen
    Hört man denn bei euch was in den Nebenräumen, wenn man sich im anderen Zimmer normal unterhält? Wenn der TV normal laut läuft?
    http://www.kalksandstein.ch/de/vorteile/schallschutz/

    Schau dir mal die letzte Tabelle an - Damit normale Gespräche aus dem Nebenraum "unhörbar" werden sind dort 60 dB angegeben - das ist dann aber das Schalldämmmaß incl. aller Nebenwege etc. Das ist bereits eine sehr hohe Anforderung.

    In normalen EFH ist durch den Grundriss der Schalldämmung meist bereits eine Grenze gesetzt.

    Zur KWL und den Türen: es gibt Türen die die Luft im Türblatt durchführen und ringsrum dann Doppelfalz und Absenklippe haben - nicht ganz billig und vermutlich rausgeworfenes Geld.

    Ich habe mich in meinem EFH dazu entschlossen eine "Zargenlüftung" zu machen - kaum Mehrkosten und immernoch besser als die Tür unten einen cm zu kürzen... aber die Türen sind immernoch der größte Nebenweg würde ich meinen...
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  10. #8

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    Zitat Zitat von Peter Andre Beitrag anzeigen
    Das nächste Problem wird dann aber, dass die KWL keine Luft mehr bekommt, wenn die Türen dicht abschließen...
    Hängt vom Konzept ab.

    Zur Schallproblematik: In meinem Elternhaus waren sämtlichen nichtragenden Wände aus Ytong oder Porenbeton, so ganz leichtes weisses Zeug. Da hörte man fast jeden Atemzug durch. In unserer jetzigen Wohnung wurden die WC-Trennwände aus Rigips erstellt. Aber nicht von einem Profi, sondern in Eigenleistung. Daher ist der Schallschutz hierbei auch nicht wirklich gegeben. Dazu noch billigste Baumarkt-Zimmertüren.

    Mag ja sein, dass das mit unseren zukünftigen gemauerten bzw. geklebten 1,4er Ziegeln schon eine ganz andere Liga ist.
    Mit solchen Infos kann Dein Planer nicht viel anfangen, da muss er sich die Anforderungen aus den Fingern saugen.

    Die bereits genannten 60dB finde ich als Zwischenwände in einem EFH etwas übertrieben.

    Gruß
    Ralf



    Gruß
    Ralf
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