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  1. #1

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    Eignet sich jedes Grundstück zur Bebauung?

    Guten Abend,
    ich habe eine doofe Anfänger/Laienfrage und hoffe, von euch eine konkrete -und trotz der Doofheit- nette Antwort zu erhalten :-)

    Vorausgesetzt alle gesetzlichen und rechtlichen Parameter stimmen, keine starke Hanglage vorhanden - eignet sich dann jedes Grundstück für eine Bebauung ohne Keller? Ich meine jeder Untergrund? Es kann natürlich sein, dass noch Erde ausgetauscht werden muss, aber ansonsten müsste man doch auf jedem Grundstück ein EFH ohne Keller bauen können, oder?
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  2. Eignet sich jedes Grundstück zur Bebauung?

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  3. #2
    MoRüBe
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    Keller ist ne regionale Spezialität und keine Pflicht.

    Über Sinn oder Unsinn kann man sich vortrefflich streiten...
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hm. Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt.

    Ich schildere mal den konkreten fall:

    Ich habe dieses Grundstück mit erfasster Quelle in Aussicht (dazu hab ich schon n anderes Thema eröffnet). Nun ist es so, dass wirklich alles passt, das einzige, was fehlt, ist ein Baugrundgutachten.

    Dieses will der Eigentümer aber nicht durchführen, weil es neben mir noch einen anderen stark interessierten potentiellen Käufer gibt (das ist tatsächlich so, wir leben wir ja auf nem Dorf).

    Da ich quasi einen Tag früher für eine Woche reserviert habe, hab ich bis morgen noch Vorkaufsrecht. Nach Telefonaten mit zwei verschiedenen Geologen (bei denen natürlich auch zwei verschiedene Meinungen raus kamen), hab ich Angst, ohne Grundgutachten zu kaufen. In dem Gebiet gibt es Probleme mit Hangwasser (Bei sehr starken Regenfällen) und dazu sagen die alten Anwohner "Der Berg hat viel Wasser", was ja allein schon durch die gefasste Quelle auf dem Grundstück belegt wird - und was hier bei fast jedem Berg so ist.

    Nun, da ich ja ohne Keller bauen möchte, sagt der angesprochene Architekt, ein Baugrundachten vor Kauf wäre nicht nötig, erst vor Planung und Bau. Er hat erklärt, wie die Bodenplatte gegen Wasser "geschützt" wird und, dass Wasser vom Hang über Drainagen direkt abgeleitet werden soll.

    Kann mich nun was ganz Böses überraschen, wenn ich ohne Gutachten kaufe? Oder sagt man eben, "ohne Keller" geht überall?
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Mareike Beitrag anzeigen
    Oder sagt man eben, "ohne Keller" geht überall?
    Das ist generell nicht zutreffend - es gibt Konstellationen in denen "ohne Keller" zwar geht, aber auch da ein Gründungsmehraufwand anfällt der nicht unerheblich ist. Z.B. bei nicht ausreichend tragfähigem Untergrund - dann kannst du damit konfrontiert werden eine Pfahlgründung vornehmen zu müssen die nicht gerade ein Schnäppchen ist.

    Ob das am Berg zutrifft? Keine Ahnung... aber ein Gegenbeispiel reicht ja um deine obige Frage zu beantworten ;-)
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  6. #5

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    bei uns in Hückeswagen kann man manchmal einfachnicht ohne Keller bauen... Sonst wird das EG halt zum Keller
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo H.PF,
    welche Gegenden sind das bzw. was ist da so besonders, dass man nicht ohne Keller bauen kann?
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  8. #7

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    achnee, die hattest du oben ausgeschlossen, halt Hückeswagen Peterstraße, da gehste im Keller rein und im 2. OG hinten wieder raus in den Garten...

    Musst halt mal nach Hückeswagen kommen und dir das schöne Städtchen angucken


    Grundsätzlich ist jedes Grundstück zu bebauen, selbst nasse Grundstücke.

    Irgendwie muß man ja einen Leuchtturm auch auf den Sandbänken hinbekommen...

    Alles eine Frage der Kosten...
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  9. #8

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    Ich würde erstmal klären, ob Du ein Grundstück mit einer gefassten Quelle überhaupt bebauen darfst!

    Nicht, dass Du durch das Haus die Queller versiegen läßt oder sie auf nachbarliche Grundstücke verschiebst, was Du auch nicht darfst!

    Du kannst das Haus natürlich auch auf kurze Pfähle stellen, um den Grund darunter möglichst wenig zu verändern. Da ist die Frage, ob die Lage diese Kosten rechtfertigt!
    So oder so - ich denke, Du bist mit Deinen Überlegungen deutlich zu spät.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Wieso zu spät? Immerhin noch vor dem Kauf ;-)

    Die Fassung der Quelle ist i.Ü. nirgends eingezeichnet. Außer den älteren Nachbarn kennt sie keiner. Aber ich würde sie auch nicht versiegen lassen, denn da hat man dann ja auch schon mal eine gute Wasserfangstelle. Und Nutzwasser für den Garten.

    Und nur mal angenommen, man muss auch Pfähle bauen, bei einer Grundfläche von ca. 11x11 m und zwei Vollgeschossen (massive Bauweise). Redet man da von 10T mehr oder doch eher 50T?
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  11. #10
    Avatar von Flocke
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    Niemand kennt hier den Baugrund und die örtlichen gegebenheiten. Ohne ein Baugrundgutachten kommst Du hier leider nicht weiter. Vielleicht kannst Du normal bauen, vielleicht brauchst Du eine aufwendige Gründung und Abfangung des Hanges. Ist alles möglich. Für eine beurteilung wirst Du wohl das volle Risiko eingehen müssen, da ich nicht denke das heute so ein Gutachten spontan erstellt wird. Eventuell wissen die Nachbarn am Berg ja mehr und können von Ohren Erfahrungen berichten. Allerdings muß auch das nicht auf Dein Grundstück zutreffen.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
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    Die Nachbarn habe ich schon befragt. Direkt daneben steht ein Haus von vor 1900 mit alten Bruchsteinkeller. Dadurch läuft regelmäßig (wie das so eben so ist), ein kleines Rinnsal. Daneben ist ein Haus von 1980, ebenfalls mit Keller. Die haben keine besondere Gründung und einen für die Verhältnisse der 80er Jahre "normalen" Keller, also ohne Weiße Wanne o.ä. Und das einzige Mal, dass die Wasser im Keller hatten, war 2001, als hier nahezu jeder Wasser im Keller hatte.
    Das Hangwasser in deren Grundstück hält sich im Rahmen, sie haben im Frühjahr neue Drainagen im Garten legen lassen, die das Wasser direkt abfangen und um das Haus herumleiten. So hätte mein Architekt das auch bei mir vor.
    Die Nachbarn sagen, wenn es viel regnet, kommt von dem Berg auf allen Grundstücken Wasser runter, aber dafür haben sie sich die neuen Drainagen legen lassen.

    Tja, das ist das Problem, nur weil es bei denen alles klappt, muss es ja 40 Meter weiter nicht mehr klappen.
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  14. #12
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    die ideen "deines" architekten zeugen von sehr viel einblick in den
    baugrund, dessen eignung, in (ab)wasserechtliche satzungen und
    besonders in hangtektonik
    damit ist alles kein problem, wenn du dir das schriftlich geben lässt
    und auch die aus der besonderen situation (nicht) entstehenden
    mehrkosten geklärt sind.

    baugrundgutachter müssten erstmal ein paar bohrungen machen,
    in die generalkarte und auf das grundstück und in die nachbarschaft
    schauen, um belastbare aussagen treffen zu können - dein archi
    schüttelt das aus dem handgelenk?

    tragwerksplaner müssten erstmal überlegen, wie mit den
    verschiedenen angeschnittenen bodenschichten umzugehen ist
    und ein paar gründungsüberlegungen anstellen - dein archi
    schüttelt das aus dem handgelenk?

    meine güte .. das klingt nach prächtigem dunning-kruger-effekt
    oder nach wirklich sehr, sehr (!) fundierter orts- und baukenntnis.
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