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  1. #1

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    Kündigung der Baufinazierung wegen Rückbau - Erfahrungen

    Hallo zusammen,

    hat jemand hier im Forum Erfahrungen mit der Kündigung einer Baufinzierung wegen Rückbau. Greift hier evtl. ein Sonderkündigungsrecht, da der Gegenwert der Finanzierung nicht mehr besteht ?

    Vielen Dank schon mal im voraus für eure Antworten
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  2. Kündigung der Baufinazierung wegen Rückbau - Erfahrungen

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  3. #2

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    Was wird in welchem Umfang rückgebaut?
    Was passiert mit dem Grundstück?
    Wie lange läuft die Finanzierung bereits?

    Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bank nach einer Verstärkung der Sicherheiten fragt ist wohl höher. Im besten Fall lässt Dich die Bank gegen Vorfälligkeitsentschädigung aus dem Vertrag, aber das wird abhängig von der Laufzeit, ganz schön teuer.

    Grundsätzlich gilt, Vertrag ist Vertrag. Die Bank hat ihren Teil des Vertrags erfüllt indem Sie das Darlehen ausgereicht hat. Jetzt bist Du dran Deinen Teil des Vertrags zu erfüllen, indem Du jeden Monat Deine Raten bezahlst. Du bist auch verpflichtet Veränderungen bei den Sicherheiten dem Kreditgeber anzuzeigen. Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Vertrag und sind dort nachzulesen. Dort finden sich auch die Vertragsbestandteile zur Kündigung.

    Der Rückbau ist in meinen Augen noch kein Grund für eine Kündigung des Kreditvertrags. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Bank in diesem Fall einer Kündigung zustimmt, zumal sie den Schaden ja nicht verursacht hat. Die korrekte Verwendung des Darlehens liegt/lag in Deinem Verantwortungsbereich. Du bist auch für die Sicherheiten verantwortlich. Die Bank wird also sehr wahrscheinlich auf die Erfüllung des Vertrags bestehen.

    Der entstandene Schaden wird dann demjenigen angelastet der den Schaden verursacht hat. Der Bank gegenüber bist DU verantwortlich. Ob Du Dich dann an einer anderen Partei schadlos halten kannst, das kann man aus Deiner Fragestellung nicht entnehmen.

    Die Frage ist aber, was kommt nach dem Rückbau? Wird das Grundstück veräußert, dann besteht die Möglichkeit den zugehörigen Kreditvertrag zu kündigen. Mit Kündigung musst Du natürlich die komplette Restschuld zzgl. einer Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Bei Ermittlung der Vorfälligkeit muss man höllisch aufpassen, denn Banken rechnen da gerne mal zu ihren Gunsten. Je nach Laufzeit wird diese Vorfälligkeitsentschädigung aber richtig teuer für den Kreditnehmer.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Ich denke, es hängt auch am Grad der Beleiung und am Grad des Rückbaus.

    Wird ein 100% Rückbau eines EFH angeordnet, dürfte die Kündigung absolut sicher sein, weil mehr oder weniger kein Gegenwert als Sicherheit mehr da ist!
    Müssen aber nur Garage und Nebenraum eines EFH mit einer 60% Beleihung abgerissen werden, dann sollte sich das nicht wesentlich auf den Kreditvertrag auswirken.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Ich denke, es hängt auch am Grad der Beleiung und am Grad des Rückbaus.

    Wird ein 100% Rückbau eines EFH angeordnet, dürfte die Kündigung absolut sicher sein, weil mehr oder weniger kein Gegenwert als Sicherheit mehr da ist!
    Die übliche Vorgehensweise wäre zuerst mal eine Aufforderung zur Verstärkung der Sicherheiten. Kommt der Kreditnehmer dieser Aufforderung nicht nach, dann wird die Bank die Kündigung androhen, und später auch wegen Vertragsverletzung durchziehen. Dieser Weg ist für den (dann ehemaligen) Kreditnehmer immer der schlechteste.
    Deswegen muss man schauen, dass man mit einem blauen Auge aus dieser Nummer raus kommt.

    Mal etwas überspitzt formuliert, so ein geplatzter Immo-Kredit macht sich in der Schufa gar nicht gut. Da interessiert auch niemanden wie es dazu kam, sondern nur was dort steht.

    Ich gehe mal davon aus, dass der TE die Restschuld nicht aus der Portokasse bezahlen kann. Es wäre auch gut denkbar, dass er das Grundstück neu bebauen (wer finanziert das?) oder in absehbarer Zeit ein Grundstück kaufen und bebauen möchte. Da kann ihm ein Fehler in der momentanen Situation einige Finanzierungsmöglichkeiten in der Zukunft verbauen.

    Aber ohne Infos bleibt das alles nur Spekulation.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Ich denke, es hängt auch am Grad der Beleiung und am Grad des Rückbaus.

    Wird ein 100% Rückbau eines EFH angeordnet, dürfte die Kündigung absolut sicher sein, weil mehr oder weniger kein Gegenwert als Sicherheit mehr da ist!
    Müssen aber nur Garage und Nebenraum eines EFH mit einer 60% Beleihung abgerissen werden, dann sollte sich das nicht wesentlich auf den Kreditvertrag auswirken.
    die kündigung mit sicherheit...aber wohl eher von seiten der bank mangels sicherheiten.
    das spricht einen jedoch nicht von einer entschädigung frei und die wird die bank fordern.
    ich würde hier, gerade im hinblick auf das immense finanzielle risiko, dringend raten einen fachanwalt zu konsultieren.

    wäre ja leider nicht der erste bei dem der hausbau scheitert und darauf dann die privatinsolvenz folgt, da die bank massive forderungen tituliert
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  7. #6
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    Danke für die Infos. Jetzt weiss ich schon mal in welche Richtung die Reise geht.

    Die "Zitieren"-Funktion habe ich noch nicht im Griff, daher:

    Was wird in welchem Umfang rückgebaut?
    - Evtl. Rückbau des gesamten BV. Aktueller Stand: Rohbau, Dach, Fenster, Elektro-, Sanitär- und Lüftungsleitungen.

    Was passiert mit dem Grundstück?
    - Wurde vor BV erworben, bleibt erhalten.

    Ob Du Dich dann an einer anderen Partei schadlos halten kannst, das kann man aus Deiner Fragestellung nicht entnehmen.
    - Es bestehen Chancen, muss aber erst verhandelt werden. Es handelt sich, mal milde ausgedrückt, um eine große Anzahl von Mängeln. Ich halte einige davon für unsanierbar im Verhältnis zum finanziellen Aufwand. Jedenfalls habe ich noch nicht mal hier im Forum einen Lösungsansatz gefunden.

    Wie lange läuft die Finanzierung bereits?
    - Ca. 1,5 Jahre. Laufzeit 10 Jahre. Es wurden bisher ca. 30% abgerufen.

    Gibt es eine Möglichkeit, vor Auszahlung des gesamten Darlehens in die Tilgung zu kommen ?
    Bisher werden nur Bereitstellungszinsen und Zinsen auf den ausbezahlten Anteil erhoben.
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  8. #7

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    Dann würde ich mir doch erstmal einen Fachmann zuziehen, der beurteilt, wie schlimm das alles wirklich ist!
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Nagelverbieger Beitrag anzeigen
    Gibt es eine Möglichkeit, vor Auszahlung des gesamten Darlehens in die Tilgung zu kommen ?
    Bisher werden nur Bereitstellungszinsen und Zinsen auf den ausbezahlten Anteil erhoben.
    Das ist momentan Dein geringstes Problem. Kümmere Dich um die wichtigen Dinge, die Aktion kann Dir sonst finanziell das Genick brechen.

    Jetzt muss zuerst einmal zweifelsfrei festgestellt werden, welche Mängel, ob diese behoben werden können, welche Zusatzkosten auf Dich zukommen usw.
    Wenn Du jetzt zur Bank rennst, ohne Fakten, dann gehen bei denen sämtliche Alarmglocken an. Sitzt dort dann noch ein etwas übernervöser Sachbearbeiter, oder die Finanzierung ist sowieso schon auf Kante genäht, dann hast Du innerhalb von 14 Tagen einen schönen Brief im Briefkasten, und das Ende nimmt seinen Lauf.

    Jetzt muss man verlässliche Fakten schaffen die sowohl Dir als auch der finanzierenden Bank eine Beurteilung erlauben. Deine Beurteilung hinsichtlich Mängel ist hier uninteressant, um nicht zu sagen, Du schadest Dir vermutlich. sogar selbst.

    Wie sieht das Vertragsverhältnis aus? GU? GÜ? Einzelvergabe?
    Wer hat die Finanzplanung gemacht?
    Man könnte auch fragen, "wer ist für die Mängel verantwortlich"?

    um eine große Anzahl von Mängeln. Ich halte einige davon für unsanierbar im Verhältnis zum finanziellen Aufwand.
    Das sollte jemand prüfen der Ahnung von der Sache hat. Nicht alles was Laie als unmöglich bezeichnet ist auch unmöglich. Mag sein, dass der finanzielle Aufwand erheblich wird, aber was wäre die Alternative? Dein Vertragspartner schließt seine Ltd. und haftet mit 5,- € Stammkapital. Du hast 30% des Kredits an der Backe und eine Ruine die mit Kosten abgerissen werden muss. Sieht die Bank dann noch mangels "Plan" keine Chance für eine erfolgreiche Fortführung des Vorhabens, dann kannst Du die 30% Kredit sofort an die Bank zurückzahlen. Hast Du die nicht, dann wird das Grundstück verwertet.
    Die Chance dass die Bank mit einem blauen Auge davonkommt ist sehr hoch, ob Du dieses Desaster finanziell überlebst, das steht auf einem anderen Blatt.

    Deswegen mein Rat, umgehend zu einem Fachanwalt. Der muss die Vertragskonstellation und die Verträge prüfen. Sofort einen Sachverständigen auf die Baustelle schicken um zu prüfen, welche Mängel wirklich bestehen, ob und wie die beseitigt werden können usw. Der Anwalt muss dann klären, wer für die Mängel in welchem Rahmen die Verantwortung übernehmen muss. Notfalls muss er Deine Forderungen gerichtlich einklagen.

    Alles Andere wird nur ein Eiertanz der zu nichts führt, und Dich kein Stückchen voranbringt, ganz im Gegenteil, er kann Dich auch finanziell mit dem Rücken zur Wand stellen.

    - Es bestehen Chancen, muss aber erst verhandelt werden.
    Wer will das verhandeln? Vielleicht Du? Vergiss das ganz schnell.

    Aktueller Stand: Rohbau, Dach, Fenster, Elektro-, Sanitär- und Lüftungsleitungen.
    Mal so nebenbei gefragt, hat der Bauleiter geschlafen?

    - Ca. 1,5 Jahre.
    Was wurde denn in der Zeit gemacht? Für das bisschen Rohbau braucht man doch keine 1,5 Jahre.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    ...
    Was wurde denn in der Zeit gemacht? Für das bisschen Rohbau braucht man doch keine 1,5 Jahre.

    Gruß
    Ralf
    Lass mich raten: viel Eigenleistung incl. der Bauleiterfunktion?
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  11. #10

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    Das wäre ein böser Klops, der hier nicht verraten wurde...
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  12. #11

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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Das wäre ein böser Klops, der hier nicht verraten wurde...
    Wie so oft, man kann nur beurteilen was hier mitgeteilt wird. Fehlen wichtige Informationen, dann sind die Antworten meist nur noch für den Müll.
    Deswegen auch meine Rückfragen um zumindest ein klein wenig den Nebel zu lichten.
    Man könnte auch darüber spekulieren, warum erst 30% der Fremdmittel eingesetzt wurden, obwohl der Rohbau doch schon steht. Wurden Rechnungen nicht bezahlt? Mehr EK eingesetzt als geplant? Vielleicht hat der TE auch Mängel angezeigt die gar keine sind, und die Firmen haben die Arbeit eingestellt.

    Egal wie, es klingt alles ein wenig konfus und planlos.

    Gruß
    Ralf
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
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    Unser BV ist alles andere als eine Eigenkonstruktion und Bauleiter habe ich auch nicht gespielt. Den genauen Umstand will ich hier im Unterforum Baufinanzierung nicht schildern, dafür gibt es bessere Bereiche. Alle nötigen Leute vom Fach sind für die Aufklärung beauftragt. Mir fehlten zum aktuellen Zeitpunkt aber Informationen, speziell zu meiner angefragten Kombination. Das web gibt dazu nicht viel her. Ich halte es nicht für Müll was ich bisher herausgelesen habe. Deshalb nochmal vielen Dank.
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  15. #13

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    Zitat Zitat von Nagelverbieger Beitrag anzeigen
    Ich halte es nicht für Müll was ich bisher herausgelesen habe. Deshalb nochmal vielen Dank.
    Na ja, dann lagen wir anscheinend nicht völlig daneben. Du wirst aber verstehen, dass es mit so wenig Informationen sehr schwer ist sinnvolle Antworten zu geben. Die Sache ist komplex, und es spielen viele Faktoren mit rein, die eine Einschätzung völlig auf den Kopf stellen können.

    Es geht um viel Geld, da ist normalerweise kein Platz für Experimente.

    Gruß
    Ralf
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