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Hintergrundinformationen bei der Suche nach einem Gutachter

Diskutiere Hintergrundinformationen bei der Suche nach einem Gutachter im Forum Bauüberwachung, Bauleitung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Hintergrundinformationen bei der Suche nach einem Gutachter

    Hallo,

    nachdem ich mit den Forumsteilnehmern hier meine Baumängel bei der KWL und der Heizung aufgedeckt und besprochen habe, möchte ich Euch bitten, mir bei der Auswahl eines Gutachters für ein privates Beweissicherungsverfahren zu unterstützen.

    http://www.bauexpertenforum.de/showt...ung-und-L%E4rm
    http://www.bauexpertenforum.de/showt...sung-von-Tipps

    Worauf soll ich achten, welche Dokumente soll der Gutachter vorlegen?

    Wie ist es zu beurteilen, wenn der Gutachter nicht "öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger" ist?

    Ist eine Versicherungspolice vorzulegen?

    Mit welchen Fragen kann ich im Vorfeld herausbekommen, ob der Gesprächspartner der richtige für meine Wünsche ist (unabhängig und vor Gericht glaubhaft)

    In welche Fallen kann ich bei der Beauftragung eines Gutachters treten?

    Welcher Preis ist für ein objektives Gutachten (Stundenhonorar) mit Ausblick und Wertschätzung zur Mangelbeseitigung fair?

    Vielen Dank für die Unterstützung.
    Gruss
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  2. Hintergrundinformationen bei der Suche nach einem Gutachter

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  3. #2
    Themenstarter

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    Zusatzfrage: Kann die Fragestellung beantwortet werden oder ist die Beantwortung kritisch?

    Danke!
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  4. #3

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    Du suchst also gerade einen Sachverständen für die Suche nach einem Sachverständigen...
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  5. #4
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Du suchst also gerade einen Sachverständen für die Suche nach einem Sachverständigen...
    Ich suche jemanden, der mir die Frage beantwortet, was einen Sachverständigen auszeichnet und wie ich einen guten von einem schlechten unterscheide. Genauso hätte ich gerne die Frage beantwortet, welche Unterschiede ggf. ein Richter bei der Vorlage eines Sachverständigen macht, wenn dieser öffentlich vereidigt ist oder nicht.

    Genaus wie mit Baufirmen, denen im Vorfeld der Vertragsanbahnung nicht die richtigen Fragen gestellt habe, lese ich hier von negative Erfahrungen bei der Wahl eines Sachverständigen.

    Diese negative Erfahrung möchte ich minimieren. Daher die Fragestellung, worauf ich achten sollte.

    Gruss
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  6. #5

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    Zu der Frage wie man einen guten Sachverständigen erkennt kann ich leider auch nur wenig beitragen, aber was ich zuerst hinterfragen würde ist: Was willst du denn mit einem "privatem Beweissicherungsverfahren" erreichen?

    Ggf. könnte die Beiziehung eines Baurechtsanwalts sinnvoll sein, denn der kann dann eher die richtigen Fragen stellen und hat in der Regel auch einen gewissen Überblick, welcher (wenn es ein außergerichtliches Verfahren sein sollte) Gutachter geeignet sein könnte.
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  7. #6
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    Zitat Zitat von kike Beitrag anzeigen
    Zu der Frage wie man einen guten Sachverständigen erkennt kann ich leider auch nur wenig beitragen, aber was ich zuerst hinterfragen würde ist: Was willst du denn mit einem "privatem Beweissicherungsverfahren" erreichen?

    Ggf. könnte die Beiziehung eines Baurechtsanwalts sinnvoll sein, denn der kann dann eher die richtigen Fragen stellen und hat in der Regel auch einen gewissen Überblick, welcher (wenn es ein außergerichtliches Verfahren sein sollte) Gutachter geeignet sein könnte.
    Die Sache liegt ja beim Anwalt. Der will nur am Ende nicht derjenige sein, der sich für ein schlechtes Gutachten verantwortlich fühlen möchte. Ich hoffe nicht, dass es ein Hinweis dafür ist, dass er die Situation für schlecht einschätzt. Mithilfe meiner grösstmöglichen Versuche objektiv zu sein, sollten aber in der Lieferung wesentliche Mängel vorliegen, die zum Rücktritt vom Werkvertrag berechtigen.

    Grund für das private Beweissicherungsverfahren ist, dass ich mit dem Lieferanten für meine technischen Geräte in Zukunft nichts mehr zu tun haben will.

    Schlage ich den Weg des gerichtlichen Beweisverfahrens ein, muss ich am Ende die Ausbesserungsarbeiten mit dem aktuellen Lieferanten bewerkstelligen - das Vertrauen wurde aber massgeblich zerstört. Zumindest diese Möglichkeit der Wahlfreiheit möchte ich mir noch schenken....

    Gruss
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  8. #7

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    Ich habe mir die beiden Threads noch nicht komplett durchgelesen - aber warum glaubst du, dass es einen Unterschied bei der Frage wer die festgestellten Mängel beseitigen kann/darf zwischen einem gerichtlichen Beweisverfahren und einem "privaten" geben sollte?

    Was spricht dagegen erst Mal einen Gutachter mit einer ersten Sichtung zu beauftragen, dann siehst du auch schon, in welche Richtung das Ganze geht?
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  9. #8

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    Kike, ein gerichtlich bestellter Gutachter beantwortet DIE Fragen, die ihm gestellt sind., der Private arbeitet genau DIESE Fragen aus. Man braucht beides...
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  10. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von kike Beitrag anzeigen
    Ich habe mir die beiden Threads noch nicht komplett durchgelesen - aber warum glaubst du, dass es einen Unterschied bei der Frage wer die festgestellten Mängel beseitigen kann/darf zwischen einem gerichtlichen Beweisverfahren und einem "privaten" geben sollte?

    Was spricht dagegen erst Mal einen Gutachter mit einer ersten Sichtung zu beauftragen, dann siehst du auch schon, in welche Richtung das Ganze geht?
    Ich hatte bereits einen sog. Sachverständigen im Haus. Er hat mir ein Gutachten zur Durchsicht gegeben. Dort stand nichts weiter als die Mängelauflistung mit möglichen Ursachen - die Mängel habe ich ihm fast "wortwörtlich" vorgekaut. Der Anwalt ist der gleichen Meinung, dass diese Ausarbeitung sehr dürftig ist. Jetzt will ich aber auch nicht 5 x 2-3 Stunden mit einem SV investieren, sonder einen finden, der mir entsprechende Ausarbeitungen liefert. Ich hab auch nen Job, den ich ausführen muss. Jammern aus.

    Privates Beweisverfahren in Verbindung mit Rücktrittserklärung vom Vertrag: Ich habe für den Fall, dass ich gewinne, die Rechtsfolge für den Lieferanten in der Hand, kann den Lieferanten aus dem Haus jagen und die Mangelbeseitigung selbst regeln sowie Schadenersatz fordern, wenn ich zu Recht zurückgetreten bin.

    Gerichtliches Beweisverfahren: Es wird vom Gericht ein Gutachter beauftragt, der meine deklarierten Mängel bestätigt / nicht bestätigt. Der Richter entscheidet - auch wenn ich gewinne, was weiter passiert. Er kann meinen aktuellen Lieferanten, der mich bereits von seiner hohen Inkompetenz überzeugt hat verurteilen nachzuliefern. Der Richter kann also entscheiden, dass ich die Mangelbeseitigung nicht mit einem Alternativlieferanten bestreite.

    Jemand der mir eine KWL liefert, aber keine Ahnung hat, was ein Telefonieschalldämpfer ist, sollte aus meinem Haus verbannt werden! daher brauche ich einen SV, dessen Wort und UNABHÄNGIGE Schlußfolgerung ernst zu nehmen ist.

    Es stellt sich also die Frage, ob ich auf Zertifizierungen achten soll, auf einen öffentlich Vereidigten, einen bei der IHK gelisteten oder auf andere Dinge achten soll.

    Mir liegt eine Auftragsbestätigung eines SV vor, bei dem ich zitter, ob er in der Lage ist, meine Anforderungen zu erfüllen. Ich habe ein Angebot erwartet und eine Auftragsbestätigung nach dem gemeinsamen Telefonat bekommen. Der Betreff Auftragsbestätigung ist so gross geschrieben, dass es den Anschein erweckt, dass hierüber die Intention nochmal klar ausgedrückt wird. Zudem steht dort "Sachverständigen-Beurteilung" - ist das das was ich brauche? Oder benötige ich ein SV-Urteil? Oder ein Gutachten. Oder sind am Ende alle Begriffe gleich einzuordnen.

    Schlimm genug, dass ich ein Gutachten benötige. Ich will bei der Auswahl des SV nicht die nächste Fehlerquelle öffnen...

    Gruss, vOlli
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  11. #10
    Baufuchs
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    Zitat Zitat von vOlli
    Privates Beweisverfahren in Verbindung mit Rücktrittserklärung vom Vertrag: Ich habe für den Fall, dass ich gewinne, die Rechtsfolge für den Lieferanten in der Hand, kann den Lieferanten aus dem Haus jagen und die Mangelbeseitigung selbst regeln sowie Schadenersatz fordern, wenn ich zu Recht zurückgetreten bin.
    Klär mich doch mal auf, was Du mit "wenn ich gewinne" meinst.
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  12. #11
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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    Klär mich doch mal auf, was Du mit "wenn ich gewinne" meinst.
    Ich gewinne bedeutet: Ich bin in der Lage, die bestehenden Mängel als wesentliche Mängel in der Lieferleistung so nachzuweisen, dass sie zum Rücktritt vom Werkvertrag berechtigen.
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  13. #12

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    Beim selbstständigen Beweisverfahren werden aber lediglich (Tat)sachen festgestellt. Deshalb meine Frage.
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  14. #13
    Baufuchs
    Gast
    @vOlli

    An Dein Privatgutachten ist der Lieferant/Unternehmer nicht gebunden, der kann das als Parteingutachten ablehnen.

    Außerdem berechtigt Dich eine Mängelauflistung/Gutachten nicht zum sofortigen Rücktritt vom Vertrag, die Regeln zu Nacherfüllung/Fristen etc./Rücktritt wg. Unzumutbarkeit finden sich im BGB.

    Im übrigen wird kein Gutachter rechtliche Schlussfolgerungen a la "Mängel sind so gravierend, dass ein Rücktritt vom Vertrag angeraten scheint" in ein Gutachten schreiben.
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  16. #14
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    @vOlli

    An Dein Privatgutachten ist der Lieferant/Unternehmer nicht gebunden, der kann das als Parteingutachten ablehnen.

    Außerdem berechtigt Dich eine Mängelauflistung/Gutachten nicht zum sofortigen Rücktritt vom Vertrag, die Regeln zu Nacherfüllung/Fristen etc./Rücktritt wg. Unzumutbarkeit finden sich im BGB.

    Im übrigen wird kein Gutachter rechtliche Schlussfolgerungen a la "Mängel sind so gravierend, dass ein Rücktritt vom Vertrag angeraten scheint" in ein Gutachten schreiben.
    Wahrscheinlich hast Du Recht.
    Nur soll er auf der Basis des Gutachtens das Gegenteil bewisen.

    Auf Basis des Rechtsanwalts habe ich folgende Info erhalten: Ich habe den Lieferanten seit Juli 2012 mit erheblichen Mängeln konfrontiert. Sind diese wesentlich, berechtigen diese zum Rücktritt vom Werkvertrag. Bislang ist die Wesentlichkeit eine Vemutung. Der SV soll die Wesentlichkeit der Mängel, die mehrfach angemahnt wurden und zur Beseitigung zur Disposition standen bestätigen. Bestätigt er die, ist ein Rücktritt geplant mit Folge der Rückabwicklung. Nach Rückabwicklung sind die Mämgel nicht beweisbar - daher das Gutachten vor Rückabwicklung.

    Sollte der Lieferant rückabwickeln, ist der Mangel der Lieferung nur mit Gutachten beweisbar - daher meine Penetration diese Gutachten wasserdicht erstellen zu wollen.

    Hilft das?
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  17. #15

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    M.E. ist das alleinige private Gutachten für das, was du erreichen willst nicht die beste Lösung im Sinne von "wasserdicht", denn WENN es zu einer gerichtlichen Klärung kommt ist dieses Gutachten eben nur ein Parteivortrag, dem der Richter folgen kann, aber nicht muss.

    Die Feststellungen eines selbständigen Beweisverfahrens können dagegen nur in besonderen Ausnahmefällen (offensichtliche Unrichtigkeit) angegriffen werden. Es ist halt wichtig, das dein Rechtsanwalt in Zusammenarbeit mit dem bisherigen Gutachter die richtigen Fragen stellt.

    Das selbständige Beweisverfahren dauert halt ein wenig, dafür gibt es aber mehr Sicherheit und nach den Feststellungen kannst du dann (so sie deine Einschätzung bestätigen) mit weniger Risiko den Werkvertrag kündigen.
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