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  1. #1

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    Dämpfung "Elektrosmog" bei Perlite gefüllten Ziegeln

    Hi,

    mal ne Frage nach Erfahrungen, ob das Folgende andere auch kennen, oder ob ich mir das einbilde.

    Haben letztes Jahr neu gebaut mit Coriso Perlite Ziegel 0,07.
    Uns fällt auf, dass im Haus das Mobilfunknetz rel. schwach ist; es reicht meist zum tel. aber an bestimmten Stellen ist kaum noch Netz.
    Vor der Tür alles bestens, Masten sind auch in unmittelbarer Umgebung.
    Jetzt habe ich kürzlich einen Bericht gefunden, nachdem ein Herr Prof. Pauli folgendes gemessen hat:

    Im Strahlungsbereich ab 1600 MHz schirmen
    perlitgefüllte POROTON®-Ziegel 90 % der auftreffenden
    Leistung ab. Bei 1800 MHz (E-Netz) zeigt der
    perlitegefüllte POROTON®-Ziegel gegenüber vertikal
    polarisierten Wellen eine Dämpfung von 97-99 %. Bei
    2000 MHz (UMTS-Netz) steigt diese Abschirmung auf
    99,7 % (Prüfbericht Prof. Dipl.-Ing. P. Pauli).


    Allerdings wurde dies offenbar mit einem T8/9 (?) gemessen, wo die Perlitefüllung ja deutlich fester im Ziegel ist, als bei den Corisos.
    Kann das auch einen Unterschied machen? wenn dann würde ich erwarten, dass der T8/9 stärker dämpft als ein Coriso.

    Jetzt besteht das Haus ja nicht nur aus Ziegel sondern ab und zu gibt es ja ein Loch Namens Fenster.
    Denkt Ihr, dass ein Perliteziegel wirklich die Ursache für das "Phänomen" ist oder hätte man das auch/ähnlich bei ungefüllt oder KS?
    Gibt es hier Erfahrungswerte oder "praxisnahe" Messungen/Untersuchungen?

    Zu erwähnen: mir geht es nicht darum, möglichst wenig Strahlen im Haus zu haben, das ist für mich alles Unfug. Lieber wäre mir ein stabiles Handynetz im Haus ;-)
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  2. Dämpfung "Elektrosmog" bei Perlite gefüllten Ziegeln

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Für ein stabiles Handynetz im Haus sorgt evtl. ein UMTS repeater - der hat eine Antenne nach außen und eine nach innen. Damit wird außen empfangen und nach innen abgestrahlt. Ist nicht ganz billig, aber erhöht halt den Komfort.
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  4. #3
    Inkognito
    Gast
    "Um so höher die Frequenzen, desto länger die Gesichter" - ich würd's auch mit dem Repeater probieren, wenn das das Ziel ist. Und ich würde keinesfalls die Wahl des Wandbildners vom Telefonempfang abhängig machen, da gibt es meines Erachtens gewichtigere Punkte.
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  5. #4
    Themenstarter

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    @ Ultra: Ja die Dinger kenne ich. So teuer sind sie auch nicht und evtl. kommt so was in die Technikecke, wenn die Regierung das freigibt ;-)
    Aber so schlimm ist es ja nicht. Daten mach ich über WLAN und für tel. reichts idR.
    Mir gings aber mehr um das prinzipielle, also ob Perlite wirklich DEN Unterschied ausmacht und falls ja, obs nochmal einen Unterschied zw. den unterschiedlichen Perlitedichten gibt.
    Evtl. gibt es ja Erfahrungen bzw. echte Feldvergleichstests..
    Könnte ja echt ein Argument pro/contra dieser Ziegel sind, je nachdem wie man das mit den Strahlen sieht
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  6. #5
    feelfree
    Gast
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Perlit einen entscheidenden Einfluss hat.
    Guck' mal hier zum Vergleich: http://www.thermopor.de/html/amz32.htm
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  7. #6

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    Jedes Material dämpft elektromagnetische Wellen, wobei die Dämpfung von der chemischen Zusammensetzung des Materials abhängt (siehe el. Leitfähigkeit, Dielektrizitätskontate). Bei Wänden in einem EFH reden wir von einer Dämpfung irgendwo um 10-20dB (Frequenzbereich < 2GHz), vielleicht 30 bis bestenfalls 40dB im Bereich über 2GHz. Solche hohen Werte sind aber mit üblichen Baustoffen nicht erreichbar.
    Neben dem Material ist aber der Aufbau des Steins/Ziegel von Interesse. So können große mit Luft gefüllte Kammern wie Hohlleiter wirken.

    So lange aber Fenster in den Gebäuden sind, deren HF-Dämpfung sowieso deutlich niedriger liegt, spielt die Wand keine bedeutende Rolle. Man kann sich das Haus vorstellen wie einen riesigen Eimer, der große Löcher (Fenster) hat. Je größer die Fenster, um so weniger interessiert das Material des Eimers, weil er über die Löcher viel schneller Wasser verliert als über die Wand selbst.

    Also, Perlit hat einen Einfluss (wie jedes andere Material auch). Wie groß der Einfluss ist, insbesondere der Dämpfungsverlauf über die Frequenz, hängt vom Aufbau des Ziegels ab. Aber für die Praxis spielt das kaum eine Rolle, denn der Eimer hat noch Löcher.

    Nur mal zur Erinnerung. WLAN mit 2,4GHz hat eine Wellenlänge von etwa 12cm. Um eine Schirmdämpfung zu ruinieren, genügen bereits Öffnungen mit einer Länge von Lambda/10, also 1,2cm. Wenn ich mir die Wandaufbauten in der Praxis mal so vor Augen führe, dann könnte man meinen, dass Zentimeter ein Fremdwort sind.

    Gruß
    Ralf

    Gruß
    Ralf
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  8. #7

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    Moin Ralf,

    so schlecht sind die Fenster auch nicht. Ich habe mal den ICE1 mit einem Meßhandy ausgemessen. Da hatte ich einen Pegelunterschied von bis zu 30dB.
    Die modernen beschichteten Fenster werden auch immer besser und lassen weniger Wärmestrahlung und leide auch weniger Funkwellen durch.
    Ich schau mal, ob ich heute abend mal vor und hinter unserer Wohnzimmerfenster messen kann.

    Helge
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  9. #8

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    Jetzt geht´s in die Details. Fensterglas ist halt nicht gleich Fensterglas. Es gibt auch metallisch bedampfte Gläser, deren Schirmwirkung zeigt sich aber aufgrund der Dicke der Bedampfung nur bei sehr hohen Frequenzen.
    Das hilft aber alles nichts, so lange da noch ein Fensterrahmen aus Kunststoff ist, der die HF fast ungehindert durch lässt.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    Ralf, als ob DU Ahnung von Wellen und Abschirmung hättest... *duckundweg*
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Ralf, als ob DU Ahnung von Wellen und Abschirmung hättest... *duckundweg*
    Nö, ich frage dann im Wellen- und Abschirmungs-Forum.

    Gruß
    Ralf
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  13. #11
    Themenstarter

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    @ Ralf: Danke für die Erklärungen eines Profis, auch wenn Du das aus dem Wellenforum wie üblich nur abgeschrieben hast
    @ feelfree: danke für den Link.

    Interessant daran sind weniger die Werte, als das Erscheinungsdatum 2000.
    Hm, der gefüllte Poroton kam doch erst 2000 auf den Markt...grübel grübel. Dabei sind das genau die Werte wie in dem von mir gelesenen Artikel.

    Mal etwas gesucht und siehe da: es gibt eine nicht ganz vollständige (Leseprobe) und sogar neuere Fassung der Untersuchung von eben diesem Pauli/Moldan von 2003.

    Man kann die Werte nicht genau erkennen, aber bei den untersuchten Baustoffe sind gar keine gefüllten Porotons dabei, da schau an....der normale Hochlochziegel 36,5 800 kg/m³ hat auch eine Dämpfung von über 97% oder 16dB.

    so richtig aus der Reihe tanzen nur irgendwelche KS protect 24cm und 17cm und 2200kg/m³ mit 60dB Dämpfung (wobei normaler KS viiiel weniger dämpft); auch Stahlbeton mit 2400kg/m³ mit 16cm liegt da meilenweit dahinter mit offenbar nur i-was zw. 5-10dB.

    Scheinbar ist der Artikel oben also reines Marketinggequatsche, die Dämpfung erreichen ungefüllte Ziegel genauso.

    Ist ja fast schon wie im Lebensmittelbereich: "fördert Ihre Verdauung"...da dreht sich mir immer der Magen um wenn ich das hören muss..
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