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  1. #1

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    Dachsanierung?

    Moin zusammen,

    wir bewohnen ein 3-geschoßiges Haus. Bj 1980, Mauern KS 33cm mit Innendämmung (ohne Probleme!). Der Grundriss entspricht 2 gegeneinander verschobenen Rechtecken, zusammen ca. 100 m².

    Die Problemzone: Dachgeschoß
    • Giebelhöhe im DG ca. 5 m, teils Drempel mit unterschiedlichen Höhen. Gaupen und Dachfenster.
    • Dachneigung zwischen 20 und 30°.
    • Die Mauern werden durch einen Betonringanker zusammengehalten. Die Innenwände sind bis zu den Sparren hochgemauert - 11/22er KS
    • Innenliegende Regenrinnen (ja, ja die 80er) teils schon nach außen verlegt.
    • "Traditioneller" Dachaufbau mit Sparren, teils um 90° gedreht, Dachlattung, Dampfsperre (wahrscheinlich undicht).
    • Die ursprüngliche Eindeckung war mit Bitumenschindeln. Wir haben vor 15 Jahren in einer Notaktion eine zusätzliche Unterspannbahn (auf die Bitumenziegel) und darauf Dachziegel montieren lassen.
    • Die Einfassung der Schindeln und die Ausführung von Teilen der Dachfläche erfolgte mit Zinkblech.
    • Innen abgehängte Decke (Gipskarton ohne zus. Dämmung). Dachdämmung zwischen den Sparren, teilweise gelöst und heruntergefallen.


    Das DG ist im Sommer zu warm und im Winter zu kalt, d.h die Dämmung lässt zu wünschen übrig...

    Meine Fragen:
    1. Ich habe verstanden 20-30cm Dämmung wären state-of-the-art - das würde aber die gesamte Dachform verändern. Wäre die Aufsichtsbehörde quasi gezwungen, das zu genehmigen wegen "wärmetechnischer" Sanierung?
    2. Mit welchen Kosten-Größenordnungen muss ich rechnen, wenn nichts wiederverwendbar wäre? Ist der Betrag 6-stellig oder eher 50 T€?
    3. Lieber Finger weg und mehr heizen?


    Freu mich über jeden Hinweis. Danke vorab -mgw
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  2. Dachsanierung?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wenn die Dämmung von aussen aufgebracht werden soll, also komplette Dachsanierung mit Aufsparrendämmung, sind 20-30cm Dicke wohl nicht state-of-the-art. Kommt aber auch auf das verwendete Material an. Bei PU-Platten reden wir eher über 16-20cm.
    Ich würde folgenden Dachaufbau vorschlagen:
    -kompletter Dachabbruch bis auf die Schalung! (inkl. der Bitumenschindeln)
    -Luftdichte Schicht mit geeignter Unterdeckbahn
    -WICHTIG! Luftdichte Schicht auf allen Aussenmauern luftdicht anschließen (Dazu Schalung öffnen...)
    -Dämmung z.B. PU WLG 024 Dicke 160mm
    -Konterlattung
    -Lattung
    -Dacheindeckung aus Ziegel, Betondachsteinen, Blechpfannen.....was auch immer. Ich empfehle aber immer Betondachsteine wegen der 30jährigen Garantie auch auf Frostbeständigkeit.
    -Natürlich komplette Spenglerei in neu.

    Zum Preis kann man schwer was sagen, da die Preise regional schon mal sehr unterschiedlich sind, keine Dachdetails oder Dachgröße bekannt sind...
    Gehe mal zum kalkulieren von 200-250€ /m² Dachfläche aus, Was den Preis wohl mehr an der 50 k Grenze liegen lässt als im sechsstelligen Bereich.

    Ach ja, und die allte Zwischensparrendämmung würde ich rausnehmen. Wenn die teilweise rausfällt wird´s wohl mit der Dampfsperre nicht weit her sein. (Alukaschiert?)

    zu 3tens. Mehr heizen bringt im Sommer wohl nicht das gewünschte Ergebnis!
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  4. #3

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    Wir sanieren gerade unser Haus und auch bei uns kommt ein neues Dach drauf. Es kommt eine PU Aufsparrenämmung mit 160 mm incl. Holzschalung (wegen Schallschutz) und neuer Dacheindeckung drauf. Mit 160 mm PU liegst du schon im förderfähigen Bereich der KFW. Muss man aber planen und rechnen lassen !
    Unser Dachstuhl kann erhalten bleiben und es werden noch neue Dachfenster eingebaut. Wir liegen im Bereich von ca. 35K €. zzgl. Flaschner - Maler etc.

    Grüße
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    sch... mit goldlack!

    alte beiträge zum thema (und "meckerberichte") suchen ..
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von powercruiser Beitrag anzeigen
    ...

    Ach ja, und die allte Zwischensparrendämmung würde ich rausnehmen. Wenn die teilweise rausfällt wird´s wohl mit der Dampfsperre nicht weit her sein. (Alukaschiert?)

    zu 3tens. Mehr heizen bringt im Sommer wohl nicht das gewünschte Ergebnis!
    Alukaschierung - ja!

    * Grins* das mit dem Heizen stimmt natürlich... hilft nur Schwitzen....

    Vielen Dank für Abschätzung!
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von powercruiser Beitrag anzeigen
    ... Bei PU-Platten reden wir eher über 16-20cm.
    Hmm... ich trau dem ganzen Kunststoffkrempel nicht über den Weg - mag sein, dass ich da paranoid bin, aber nachdem ich eine brennende, mit PU-isolierte Fassade gesehen haben..... Gibt es eine nichtbrennbare Alternative oder wird dann der Aufbau zu hoch? Was ist aus der "guten alten" Steinwolle geworden...?
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  8. #7

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    Guck mal nach Holzfaserplatten, Steinwolle gibts auch. Hat große Vorteile für den sommerlichen Wärmeschutz und Schallschutz. Der ist bei PU schlecht bis katastrophal...
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  9. #8
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von mgw2012 Beitrag anzeigen
    ...

    Freu mich über jeden Hinweis. Danke vorab -mgw
    Zusatzfrage:

    Die Dämmung des Daches von außen würde die Dachfläche anheben. Das wäre ein netter Nebeneffekt, weil dann das Dach über die Außenmauern des Gebäudes gezogen werden muss - das ist heute nicht so (innenliegende Regenrinnen!).

    Ist die Begründung "Wärmedämmung" erfahrungsgemäß ausreichend um die Veränderung des Gebäudes genehmigungsfähig zu machen? Ich unterstelle mal, ich komme um einen Bauantrag nicht herum...??
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  10. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Guck mal nach Holzfaserplatten, Steinwolle gibts auch. Hat große Vorteile für den sommerlichen Wärmeschutz und Schallschutz. Der ist bei PU schlecht bis katastrophal...
    Holzfaserplatten sind wahrscheinlich wegen der Masse gut für Schallschutz von außen. Wie ist das bei Steinwolle?
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  11. #10
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von powercruiser Beitrag anzeigen
    Wenn die Dämmung von aussen aufgebracht werden soll, also komplette Dachsanierung mit Aufsparrendämmung, sind 20-30cm Dicke wohl nicht state-of-the-art. Kommt aber auch auf das verwendete Material an. Bei PU-Platten reden wir eher über 16-20cm.
    Ich würde folgenden Dachaufbau vorschlagen:
    -kompletter Dachabbruch bis auf die Schalung! (inkl. der Bitumenschindeln)
    -Luftdichte Schicht mit geeignter Unterdeckbahn
    -WICHTIG! Luftdichte Schicht auf allen Aussenmauern luftdicht anschließen (Dazu Schalung öffnen...)
    ...
    Hmm, hmmm... habe ich verstanden. Der Folge wäre aber, dass ich wohl die Schalung auch anfassen muss, da die Traufe sozusagen innen unterhalb des oberen Endes der Außenwand des Gebäudes endet (wegen der innenliegenden Regenrinnen). Mit anderen Worten - das Dach muss höher gelegt werden, damit ich mit der Deckung über die Außenmauer komme.

    Wenn ich mich richtig erinnere, sind da auch seinerzeit Faserplatten verbaut worden, die bei Feuchtigkeit aufquellen...ach ja... "hau weg den Sch..."???
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  12. #11
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    sch... mit goldlack!

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    Hilft nicht - so eine Problemstellung ist nicht dabei.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    frag bei der unteren genehmigungsbehörde in welchem
    umfang bei energetischen sanierungen die gebäudekontur
    verändert werden darf.

    was genau ist bei der vielzahl von themen zur dachsanierung
    noch nicht diskutiert?
    aufdachdämmung, aufdach+gefach kombiniert .. alles da.

    zur materialisierung (auch nicht neu): steinwolle im gefach
    und aufdach ist ebenfalls möglich - wie viele andere lösungen
    auch
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  15. #13

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    Holzfaser haben gegenüber Wolle einen deutlich besseren Wärmeschutz, sind aber auch deutlich teurer
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