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  1. #1

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    Abdichtung Bodenplatte (mal wieder)

    Liebe Fachleute,

    ich bitte um ihre fachmännische Einschätzung zu folgender Situation.

    Objekt:
    Freistehendes EFH auf Bodenplatte mit Streifenfundamenten
    Hanglage, 3 UG-Seiten erdberührt, 1 UG-Seite talseitig nicht erdberührt (Terrassenseite)

    Nun zur Fragestellung:
    Die Bodenplatte steht an der Terrassenseite über den Hausgrundriss über, da im EG/OG ein Erker/Quergiebel vorhanden ist. Die überstehende Bodenplatte wurde zwar gedämmt, wie man auf den Fotos sehen kann, wurde aber keine (bituminöse) Abdichtung der Bodenplatte/Wandübergänge angebracht.
    Die drei erdberührten Seiten haben so wie es sich (hoffe ich) gehört, eine Hohlkehle+bituminöse Beschichtung+“Klebefolie“ bis über OK Gelände.
    Ist es vertretbar, dass die fragliche Seite keine Abdichtung erhalten hat? (In meinen Augen läuft doch die Brühe unter den Perimeter-Platten auf die auskragende Bodenplatte und steht dann an den aufgehenden Wänden an. Sehr spannend finde ich auch die in Bild3 erkennbare Situation, dass an der Hausecke zwar die eine Schenkel der Ecke abgedichtet ist, das andere aber blank ist.)
    Sollte die Situation untragbar sein,
    - wäre ich für Lösungsansätze dankbar.
    - bitte ich um Beurteilung ob es für den BT eine Ausrede sein kann, dass die Terrasse nachträglich bauseitig realisiert werden soll und momentan ja keine „erdberührte Wand“ vorliegt.

    Um es vorwegzunehmen, falls meine Befürchtungen begründet sind, gleich die Abbitte:
    Ja, wir haben mit einem BT/GÜ/GU (wie auch immer) und ohne „eigenen, unsere Interessen vertretenden“ Sachverstand bauen lassen. Das lässt sich nun leider nicht mehr ändern.

    Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen,
    holgito
    Bild4.jpgBild1.jpgBild2.jpgBild3.jpg
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  2. Abdichtung Bodenplatte (mal wieder)

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    bitte ich um Beurteilung ob es für den BT eine Ausrede sein kann, dass die Terrasse nachträglich bauseitig realisiert werden soll und momentan ja keine „erdberührte Wand“ vorliegt.
    Nö, da gibt es keine Ausrede. Das ist Murks, der nicht einfach zu lösen ist.

    Die Bauwerksabdichtung muß nach DIN 18 195 bis mindestens 15 cm über Oberkante Gelände bzw. bis 15 cm über OK fertiger Terrassenbelag am Außenmauerwerk hochgeführt werden. Nach unten ist die Abdichtung an die Abdichtung des Kellers überlappend anzuschließen. Da ein Keller offenbar nicht vorhanden ist, hätte die Abdichtung von oben kommend, über die auskragende Bodenplatte hinweg und nach unten auf die Stirnseite der Bodenplatte geführt werden müssen. Das ist alles nicht vorhanden. Wie die Tür nach unten eingedichtet sein soll, ist auch nicht erkennbar. Die Dämmung versperrt die Sicht und die Nahaufnahmen sind nicht zuordenbar. An der Schwelle muß jedenfalls auch eingedichtet werden und zwar im Prinzip wie vorstehend. Die Abdichtungshöhe zum Terrassenbelag müßte auch dort mindestens 15 cm betragen, da eine Rinne wegen der auskrgenden Bodenplatte nicht ausführbar ist ( dann wäre eine Reduzierung der Schwelle mit hieran aufgehender Abdichtung zum unteren Türrahmen auf 5 cm möglich ).

    Die Terrasse ist nicht fachgerecht baubar.

    Der Sinn und Zweck der auskragenden Bodenplatte ist nicht erkennbar. Das ist eine massive Wärmebrücke. da hilft auch die aufgelegte dünne Dämmplatte nicht viel. Folge: Es ist mit Kondensatausfall im Fußsockelbereich der Wohnung zu rechnen. Das würde dann zu Feuchtigkeit und Schimmelpilzbildung im Haus entlang der Außenwand führen.

    Der BT will Dich offenbar " auf den Arm " nehmen: Baut etwas, was nicht fachgerecht ist, nicht funktioniert und für die Terrasse auch nicht zu gebrauchen und will Dir dann die Schuld zuschieben, wenn es dadurch absehbar noch verschlimmert wird.

    Du solltest einen Sachverständigen hinzuziehen. Jetzt sind Lösungen noch denkbar. Der Bodenplattenüberstand sollte möglichst beseitigt und die Bauwerksabdichtung ordnungsgemäß angebracht werden.
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  4. #3

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    Wenn ich die Dämmplatten unter der Terrassentür sehe, dann kann zu 99%+ behaupten, dass diese nicht fachgerecht montiert wurde. Denn wo Dämmung ist,kann keine lastabtragende Unterklotzung sein - ergo

    An sonsten wie Eric + die Frage, wo denn die Oberkante fertiger Terrasse liegen soll. Wenn ich auf die liegende Dämmung noch nur 2 cm Splittbett und eine 5 cm Betonplatte draufpacke (was das absolute Minimum wäre), dann ist OK Belag doch schon fast höher als der Estrich innen.

    Der Belag der Terrasse mus min. 15 cm tiefer als die Schrauben des Blechs an der Tür sitzen, min. 5 cm, wenn unmittelbar vor die Tür eine entwässerte Rinne eingebaute wird.
    Wirklich höhengleich mit dem Estrich innen ist zwar grundsätzlich möglich, hier jedoch gar nicht umsetzbar.
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  5. #4

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    die bilder zeigen durch und durch baumurks und einen ungeordneten planlosen bauablauf. man sieht fast fertige oberflächen neben einem aufbauchaos bis zum rohbau runter. so etwas kommt nur zustande bei arbeiten ohne plan. besonders schön zu erkennen auf dem 4. bild.

    du musst einen sachverständigen ran holen, der muss das chaos sortieren und eventuell bei teilweise rückbau eine fachgerechte konstruktion veranlassen.
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  6. #5

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    Die Bodenplatte steht an der Terrassenseite über den Hausgrundriss über, da im EG/OG ein Erker/Quergiebel vorhanden ist.
    Verstehe ich nicht. Bopla steht über...O.K.....und auf der müßte dann eben dieser Quergiebel stehen...tut er aber nciht.....schwierig

    Gibt es einen Plan (Planausschnitt)?????

    Das könnte helfen zu ergründen, ob und wie man den offensichtlichen Pfusch glattziehen kann oder onb man nun nur noch hilflos mit den Schultern zucken kann....
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  7. #6
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    Hallo,

    zur Erläuterung:
    der Quergiebel "hängt" am EG/OG, im UG, da wo die Terrasse hinkommen wird, ist er nciht vorhanden.
    Die auskragende Bodenplatte wurde wohl wegen des "angehängten" Quergiebels ausgeführt.

    Gruß,
    holgito
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  8. #7

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    Also auf gut Deutsch - einen Fundamentplan gab es nicht und irgendein Dulli hat den OG-Grundriss fürs Erstellen der Sohlplattenrandschalung hergenommen.

    Herr, lass es Gehirn regnen, aber zieh vorher die Regenschirme ein!
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  9. #8

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    oder einen satz ausführungspläne, die unbedingt eingespart werden mussten.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Huch, ich glaube die Diskussion läuft in die falsche Richtung.
    Es gab sehr wohl einen Statiker und auch Fundamentpläne in die das Fundament genau so eingezeichnet ist.
    Evtl. habe ich auch schlecht formuliert. Das zu sehende auskragende Betonobjekt ist nicht höhengleich mit dem RFB im UG, es liegt einige cm tiefer.

    Ich werde heute Abend mal die Pläne hier dranpinnen, das führt dann hoffentlich zu einer wohlgesonneren Beurteilung der Situation.

    Gruß,
    holgito

    P.S. Noch eine grunsätzliche Frage: was bringt denn die seitliche Abdchtung der BoPla? die Bodenplatte bzw. das Fundament sind ja nicht rundherum eingepackt und sind doch vermutlich zum größten Teil erd- und somit feuchtigkeitsberührt. Was bringt es dann, die Abdichtung an den Stirnseiten der BoPLa herunterzuführen? "Von unten" bzw. strinseitig unterhlab der Abdichtung kann der Beton doch trotzdem Wasser ziehen?
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  11. #10
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    Hallo,

    hier nun wie versprochen der Auszug aus dem Fundamantplan.
    Ich muss mich für meine missverständliche Formulierung entschuldigen. Das auskragende Betonelement ist vom Fundament, nicht von der Bodenplatte direkt.

    Ich hoffe, dass hierdurch die teils vernichtenden Einschätzungen zur Ausführung revidiert werden können. Das Abdichtungsproblem besteht natürlich weiterhin.

    Gruß,
    holgitoFundament.jpg
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,

    ich wollte nochmal höflichst anfragen, ob die von mir zusätzlich geposteten Informationen etwas an der Einschätzung der Sachlage ändern.
    Der nicht abgedichtete Bereich liegt ja somit unterhalb der horiziontalen Abdichtung zwischen Beton-Bodenplatte und senkrechtem KS-Mauerwerk.

    Es wäre nett, wenn der eine oder andere Fachmann der bereits in diesem Thread gepostet hat nochmals ein paar Minuten investieren könnte.

    Die angrenzenden Räume sind übrigens Keller-/Technik-/Hobbyräume, also nicht "bewohnt".

    Danke hierfür im Voraus.

    Gruß,
    Holgito
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  14. #12

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    du musst einen sachverständigen ran holen, der muss das chaos sortieren und eventuell bei teilweise rückbau eine fachgerechte konstruktion veranlassen.
    ich zitiere mich ungern selbst, aber was anderes hilft dir überhaupt nicht weiter!
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