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  1. #1

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    L-Steine Fundament

    Hallo,

    welche Höhe für das Betonfundament ist bei L-Steinen von 60 oder 80 cm Höhe nach den Regeln der Technik vorgeschrieben ? Es geht um eine Stützmauer zur Hangbefestigung. Der Nachbar meint, er komme mit ca. 10 cm aus...

    Danke u. Gruß Knobler
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  2. L-Steine Fundament

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  3. #2

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    Die Regeln der Technik besagen allgemein, dass auf tragfähigem Boden/ Material frostfrei gegründet werden muss.

    In den Einbauanleitungen der entspr. Hersteller für L-Steine sind dann detailliertere Angaben zur Gründung solcher Steine vermerkt.

    Meist eine Frostschutzschicht (, die auf tragfähigem Grund gebaut werden muss), dann eine Betonschicht (bei niedrigen Höhen kenne ich auch 10cm), darüber eine Mörtelschicht in die die L-Steine gesetzt werden.
    Achtgeben, dass die Fussdicke der L-Steine im Erdreich eingebunden ist. Also Oberkante tiefes Gelände soll höher sein als Unterkante Mauerscheibenfuss (und zwar umsoviel höher wie die Dicke des Fusses).

    So kenne ich das. Aber wie anfangs erwähnt sollte der Hersteller hierzu Infos vorhalten (auch zur Rückverfüllung und Drainage), die dann beim Bauen zu beachten sind.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Und die Frostschutzschicht ist nach den Regeln der Technik 80 cm, richtig ?

    Tragfähiger Boden, gutes Stichwort: Denn es handelt sich nicht um gewachsenen, sondern um aufgefüllten Boden (Lehm), auch wenn dies schon ca. 3-4 Jahre her ist. Die L-Steine sollen also tatsächlich auf aufgefülltem Boden gestellt werden. Ist das nicht unsinnig ?
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  5. #4

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    In unseren Breiten spricht man von einer frostfreien Gründung (im Normalfall) wenn 80 cm tief gegründet werden. Da der L-Stein wie erwähnt im Erdreich eingebunden sein soll, sowie eine Betonschicht vorhanden ist, erreicht man die 80cm Tiefe schon mit einer Frostschutzschicht von cirka 50-55 cm Stärke (10-20 cm Fussdicke, Mörtelschicht, und Betonschicht).

    Wenn der aufgefüllte Boden entspr. tragfähig ist, kann man auch darauf gründen. Ob der bei Dir aufgefüllte bindige Boden (Lehm) dafür ausreicht, kann aber aus der Ferne nicht beurteilt werden. Hängt nicht zuletzt vom damaligen Einbau einschl. Verdichtung ab.
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  6. #5

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    Für L-Steine gibt es zumeist eine Typenstatik, in der Angaben zur Ausführung der Gründung und zu Bodenkennwerten gemacht werden. Sollten die laut Typenstatik vorgegebenen Bodenkennwerte vom vorliegenden Boden nicht erreicht werden, muss der Boden entsprecht ertüchtigt werden, was zumeist einen weiteren Bodenaustausch bedeutet, oder die L-Steine entsprechend angepasst werden.

    Zumeist werden recht sportliche Bodenkennwerte vorgegeben, die nur von dicht gelagerten Kiesen und ähnlichen Böden, aber nicht von geringer tragfähigen, bindige Böden und schon gar nicht von aufgefüllten Lehme erreicht werden. Manchmal haben die Betonwerke auch größer dimensionierte L-Steine mit geringeren Bodenpressungen im Angebot, die für bindige Böden besser geeignet sind.

    Prinzipiell sollte auf aufgeschütteten Böden nicht gegründet werden, wenn keine saubere Dokumentation der beim Einbau verwendeten Böden, der Einbaulagendcike und der erreichten Verdichtung vorliegt. Bindige Böden sind zumeist nur bedingt oder nicht vedichtungsfähig, so dass in diesem Fall schon mal die Alarmglocke klingelt.

    Die Typenstatik dem Bodengutachter zusenden und der soll angeben, ob die Böden die Vorraussetzungen erfüllen. Falls dies nicht der Fall ist, soll er eine wirtschaftliche Lösung für die Gründung der L-Steine ausarbeiten bzw. max. Bodenpressungen vorgeben, an die die L-Steine angepasst werden.
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  8. #6
    Themenstarter

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    jetzt muss ich doch nochmals nachfragen: wenn sich der Nachbar die frostfreie Gründung "sparen" will, was sind die Gefahren ? Kann ich als Nachbar verlangen, dass er seine Erhöhung nach den Regeln der Technik abstützt ?
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  9. #7
    wasweissich
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    60 oder 80 cm geht auch mit weniger tamtam und trarraaa
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