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Ständerwände auf Holzbalkendecke im Dachgeschoss

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  1. #1

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    Ständerwände auf Holzbalkendecke im Dachgeschoss

    Hallo zusammen,

    bei uns Dachgeschoss sollen 3 Räume+Flur (2 x Kinderzimmer und angrenzend das Elternschlafzimmer)
    in Trockenbauweise enstehen.
    Die Holzbalkendecke wo die Ständerwände aufgebaut werden hat als Abschluss eine 22mm OSB Platte.
    Welche Ständerbauweise mit gutem Schall/Isolationswert ist in meinem Fall ratsam?

    Meine Vorgehensweise wäre jetzt:
    50 oder 75er CW Profile mit Entkopplungband, beidseitg mit 12,5 mm Rigips doppelt beplankt
    und mit 40 bzw. 60 mm Steinwolle oder Holzfaserdämmplatten isoliert.

    Bekomme ich mit diesem Standard einen vernüftigen Schallwert hin
    oder gibt es da noch was zu verbessern?
    Sind Gipsfaser oder OSB Platten die bessere Wahl für die Schallreduzierung?
    Steinwolle oder Holzfaserdämmplatten?

    Grüße
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  2. Ständerwände auf Holzbalkendecke im Dachgeschoss

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  3. #2

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    Für die Schalldämmung:

    Metallständer besser als Holzständer

    Doppelständer besser als Einfachständer

    Doppelt beplankt ist besser als einfach beplankt

    Höheres Flächengewicht besser als niedriges

    Die Hersteller von Plattenwerkstoffen (z.B. Kn***) haben meist ziemlich detailliertes Material zu den einzelnen Wandtypen im Netz - incl. Angaben über BRandschutzwert, Schallschutz etc.

    OSB ist für die Schalldämmung an der Wand eher schlecht - geringes Flächengewicht.
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  4. #3
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    Ich würde mir in diesem Fall auch und noch mehr Gedanken über die Luft- und Trittschalldämmung vom DG zum darunter liegenden Vollgeschoß machen. Holzbalkendecken haben insoweit eine ganz schlechte Schalldämmung. Das wurde hier im Forum bereits mehrfach erörtert. Insofern bitte zunächst die Suchen-Funktion benutzen.
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  5. #4

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    IN der Tat - der Eric hat da völlig Recht - das ist auch wirklich der einzige Punkt der mich in meinem HRB stört - und wenn ich mich vorher damit richtig befasst hätte hätte man da viel machen können ;-)

    Dem Schallschutz im selben Geschoss sind meist durch den Grundriss eh Grenzen gesetzt. Bei uns enden alle Zimmer oben auf einem kleinen Flur/Galerie. Da kann die Wand noch so toll sein, die Geometrie und die Türen bleiben die Schwachstellen. Außerdem auch Nebenwege berücksichtigen - Dachschrägen, Decken die mit Gipskarton verkleidet sind etc.

    Eine Wand mit 2 x GipsFaser oder diesen Speziellen Schallschutzplattzen sollte für den Hausgebrauch ausreichen
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  6. #5
    Avatar von Peeder
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    2 x GipsFaser oder diesen Speziellen Schallschutzplattzen
    Es reichen oft nur je seite 2 x einfache Gipskarton Platten( vorzugsweise GKF ) für den Hausgebrauch aus. Bei Sound,Piano u.v.a., auch MW Ständer , gehen die geringfügigen Verbesserungen meist bei der Montage flöten.
    Der rest über flankierende Bauteile, und Trittschallübertragung.

    M.M. 75 Ständer Moosgummi, Dübel mit Bund ( oder Kst. U-scheiben) , 60er MiWo , je 2 x GKB oder GKF , (erste Lage verspachteln), Anschlußbänder.

    Eine Doppelständerwand kommt oft aus Platzmangel nicht in Frage, aber statt 75 Profile 2 x 50er + 5 mm Trennstreifen ist der Hit.

    Peeder
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  7. #6

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    Die Statik im Dachgeschoß wurde aber schon auf Zulässigkeit geprüft?
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  8. #7

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    Ständerwände auf Holzbalkendecke im Dachgeschoss

    Ach - Trockenbau wiegt doch nix :-)


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  9. #8
    Avatar von Peeder
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    38-42 kg / m2 Wand zzgl Tapete und Farbe - entweder es ist ein -- bau doch oben selber aus , mit Plan und Statik -- oder prüfen lassen.

    @ Sarkas, der Hinweis war schon richtig.

    Peeder
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  10. #9
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    Vielen dank für die nützlichen Infos!
    Die Statik ist geprüft und dafür ausgelegt worden.
    Die neue Holzbalkendecke ist bestmöglich gegen Trittschall gedämmt worden, daher
    ist mir der obere Aufbau so wichtig.
    Holzfaserdämmplatten oder Mineralwolle?..ich dachte Masse ist Klasse?
    Die Boden OSB Platte wollte ich noch räumlich durch einen Handkreissägenschnitt+Randdämmstreifen trennen,
    ist das sinnvoll?

    Grüße
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  11. #10

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    Das Trennen der OSB-Platte kann verheerende Auswirkungen auf die Statik haben.
    Nämlich dann, wenn die Fläche als aussteifende Scheibe konzipiert ist.
    Besonders beachteten Schallschutz kann ich bei einer auf der Balkenlage liegenden OSB mit 22 mm nicht erkennen.
    Sollte die OSB der Oberbodenbelag sein, dann kommt der nach den Wänden in die einzelnen Räume, dann muß aber noch eine Fläche (evtl. Gehwegplatten als Schallschutz?) vorhanden sein.
    Schallschutz ist im Leichtbau-DG so ne Sache, gedämpfte elterliche nächtliche Geräusche können evtl. gefiltert werden, Intensivbetätigung wird hörbar sein ;-)
    Die Schalllängsleitung über die wahrscheinlich komplett durchgehende Dachuntersichtsverkleidung ist nicht zu unterschätzen und die schon erwähnten Türen, möglichst noch mit Unterschnitt für die Lüftungsanlage.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Peeder Beitrag anzeigen
    38-42 kg / m2 Wand zzgl Tapete und Farbe - entweder es ist ein -- bau doch oben selber aus , mit Plan und Statik -- oder prüfen lassen.

    @ Sarkas, der Hinweis war schon richtig.
    Und ich dachte mein Smiley hätte deutlich gemacht das der Kommentar nicht wirklich ernst zu nehmen ist... selbstverständlich muss das statisch passen!
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  13. #12

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    Zitat Zitat von alukiste Beitrag anzeigen
    Vielen dank für die nützlichen Infos!
    Die Statik ist geprüft und dafür ausgelegt worden.
    Wofür? Einfache Trockenbauwände? Oder Doppelständerwand beidseitig mit 3fach Beplankung und hoher Rohdichte (Gipsfaser etc)? Das sind ja deutliche Unterschiede!

    Zitat Zitat von alukiste Beitrag anzeigen
    Die neue Holzbalkendecke ist bestmöglich gegen Trittschall gedämmt worden, daher
    ist mir der obere Aufbau so wichtig.
    Kannst du beschreiben wie das passiert ist? Wenn deine OSB-Platte direkt auf der Balkenlage aufliegt, dann wäre interessant zu wissen was zwischen den Balken ist und wie die Unterdecke angebracht wurde. Nicht falsch verstehen: das soll dir helfen! In deinem jetzigen Rohbau kannst du mit sehr wenig Aufwand noch sehr viel Effekt erreichen.

    Leider betrachten viele Fachleute immernoch "Mineralwolle zwischen den Sparren und direkt aufgeschraubte Unterdecke" als "bestmöglichen Schallschutz"...

    Zitat Zitat von alukiste Beitrag anzeigen
    Holzfaserdämmplatten oder Mineralwolle?..ich dachte Masse ist Klasse?
    Meinst du in die Trockenbauwand? Prinzipiell dämmt die eh nicht über ihre Masse - egal was du dazwischen packst. Holzfaser wird vermutlich etwas besser sein. Steinwolle besser als Mineralwolle. Wichtiger ist aber die Beplankung und die Entkoppelung an den Seiten sowie das Material der Ständer. Metallständer sind schonmal nicht schlecht, weil flexibler als Holz z.b. Bei letzterem würde man auf einer Seite vermutlich eine Federschiene zur Entkopplung anbringen um einen optimalen Effekt zu erzielen


    Zitat Zitat von alukiste Beitrag anzeigen
    Die Boden OSB Platte wollte ich noch räumlich durch einen Handkreissägenschnitt+Randdämmstreifen trennen,
    ist das sinnvoll?
    Ohne den Bodenaufbau komplett zu kennen würde ich sagen: gefährlich.

    Ich würde vermuten das die Lage OSB die Aussteifung sind - damit darf da nix geschnitten werden.

    Du solltest mal den gesamten geplanten Aufbau von Unterdecke bis Oberkante Fertigfußboden beschreiben. Dann kann man dir mehr Tipps geben.

    Nur als Beispiel mal wie das bei uns ist:

    Deckenaufbau (oben nach unten)

    1) Oberbelag Teppich/Fliesen/Laminat - zwischen den verschiedenen Belägen unten kaum Unterschiede zu hören
    2) 65mm zementestrich (mit FBH)
    3) 30mm Rolljet 30-2 (heisst glaub ich korrekt 30/28mm)
    4) 50mm EPS WLG040
    5) 22mm Spanplatte
    6) 250mm Deckenbalken mit 50mm Mineralwolle als Bedampfung (das erscheint mir sehr wenig... )
    7) Lattung 60/27mm
    8) GKF 12.5mm

    Ich würde spekulieren das deine 22mm OSB meiner Position 5 entsprechen und darunter die Balken liegen. Dann bloß nicht einschneiden! Bringt dann auch nicht sehr viel, weil wenn der weitere Aufbau mit schwimmendem Estrich gelöst wird ist der Estrich schon von der Wand entkoppelt.

    Bei mir stehen die Trennwände oben auf der 22mm Spanplatte.

    Suboptimal bei mir:

    8) würde ich heute durch doppelte Beplankung machen
    7) durch Federschiene und nicht Lattung
    6) voll ausdämmen
    und bei 4) kann man über Holzweichfaser sprechen oder über Betonplatten falls die Statik das zulässt.

    Also: wie ist das bei dir geplant?
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  14. #13
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    Danke für die Hilfestellung!

    Die Holzbalkendecke wollten wir sichtbar haben und deshalb kommt folgender Aufbau zustande, von unten nach oben:
    Holzbalken (24x12), geschliffen und weiß geölt...scheiß arbeit :-)
    22mm OSB NF, verleimt, auf den Balken verschraubt und vor dem Einbau von unten mit Latex Farbe weiß lackiert...scheiß arbeit :-)
    Ca. 15 mm Schüttung wegen Lampenkabel
    30 mm Trittschallplatte (Holzfaserdämm)
    60 mm Wärmeschutzplatte (Holzfaserdämm)
    22 mm OSB NF, verleimt und schwimmend verlegt
    Rundum 10 mm Randdämmstreifen

    Die Wände und Dachschrägen werden neu gedämmt, Unterspannbahn ist vorhanden und noch ok.
    15 cm Zwischensparrendämmung ist möglich, darauf nochmal waagerecht eine Lattung und ca. 4 cm gedämmt
    dann Dampfsperre und GK.
    Kann ich da noch verbessern?


    Grüße
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Jetzt wäre nur noch wichtig zu wissen auf welcher der beiden 22mm OSB Schichten deine Trennwände gestellt werden - logisch wäre ja nur die erste genannte, aber man weiss ja nie...
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  17. #15
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    Zitat Zitat von ultra79 Beitrag anzeigen
    Jetzt wäre nur noch wichtig zu wissen auf welcher der beiden 22mm OSB Schichten deine Trennwände gestellt werden - logisch wäre ja nur die erste genannte, aber man weiss ja nie...
    Wollte ich so nicht machen weil ich dann an die Räumlichkeiten gebunden bin,
    deswegen kam mir die Idee mit dem Einschneiden der letzten OSB Platte um dort den Trittschall zu verringern.
    Was meint ihr dazu?
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