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  1. #1

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    Nachträglicher Einbau Dachgaube - Dachneigung, Dämmung und Sonstige Fragen

    Hallo zusammen,

    wir planen für unsere DHH den nachträglichen Einbau einer Gaube.

    Aufgrund planerischer Beschränkungen (max. Höhe Außendachhaut) versuchen wir so zu optimieren, dass noch eine einigermaßen akzeptable Innenhöhe (=> wahrscheinlich ca. 1,98 bis 2,08 m) übrig bleibt.

    Dabei haben sich folgende Fragen ergeben:


    1) Ist ein Gefälle von 2 Grad bei einem Titanzink-Dach noch ok?
    Mein Verständnis ist, dass 'fachgerecht' zwar mindestens 3 Grad sind, doch ist das 1 Grad in der Praxis materiell? Bei einer Gauben-Dachlänge von über 3 m würde mir dies ca. 3-4 cm mehr Innenhöhe bringen, und die scheinen mir gerade bei der genannten Höhe um 2m wertvoll.

    2) Ist eine Dämmung von 16 cm Mineralwolle 0,35 OK?
    Und: Würde der Einsatz einer Mineralwolle von 0,32 in der gleichen Stärke eine materielle Verbesserung bei der Wärmedämmung (auch im Sommer: Südseite!) bringen?

    3) Fertigt man die 'Gaubenzimmerdecke' eigentlich regelmäßig waagerecht an, oder nimmt man die o.g. Dachneigung mit auf?
    Dies würde bei 3 Grad Dachneigung und über 3 m Gaubendachlänge zumindest anfänglich zusätzliche ca. 10 cm bringen. Vor dem Gaubendachfenster wäre der Zusatzeffekt dann 0 cm. Oder sieht so etwas 'nach Pfusch' aus?

    4) Wie oben beschrieben bewegt sich je nach Ausgestaltung die 'lichte Höhe' der Gaube bei ca. 1,98 bis 2,08 m. Ist jetzt wahrscheinlich eine sehr subjektive Frage, aber ist diese Höhe 'dauerhaft aushaltbar'? (=> in der Familie ist keiner größer als 1,85 m) Gaubenbereich soll als Arbeitszimmer genutzt werden. Erfahrungswerte würden mich interessieren.

    Vielen Dank für die Unterstützung!

    Gruß

    Machetotze
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  2. Nachträglicher Einbau Dachgaube - Dachneigung, Dämmung und Sonstige Fragen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Bei der geringen Dachneigung würd ich die Finger von Zink lassen. Mach eine bituminöse Abdichtung oder eine Folienabdichtung drauf. Sieht doch sowieso keiner...

    Kenne genug Gauben, die die Dachneigung aufnehmen in der Innenverkleidung.

    Im Arbeitszimmer sitz ich normal, da ist MIR das egal wenn da nur 2 m Raumhöhe sind
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  4. #3

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    Nachträglicher Einbau Dachgaube - Dachneigung, Dämmung und Sonstige Fragen

    Für den sommerlichen Wärmeschutz brauchst du Masse. Besser als Glaswolle ist Steinwolle. Noch besser sind noch schwerere Materialien...


    MfG, Sven

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  5. #4
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    .... vielen Dank schon mal für die schnellen Antworten!

    Bitumenabdichtung wäre eher zweite Wahl, da Dach schon gesehen werden kann (Haus steht am Hang).

    Über weitere Erfahrungen wäre ich sehr dankbar.

    Beste Grüße

    Machetotze
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  6. #5
    Themenstarter

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    .... noch mal zur Dachneigung. Habe dazu im Forum nichts gefunden.

    Dachte eigentlich bisher, dass Grad = %. Scheint aber nicht zu stimmen:


    Umrechnungstabelle Prozent/Grad

    Prozent Grad
    6% 3,4 G
    5% 2,9 G
    4% 2,3 G
    2% 1,1 G


    Die Flachdachrichtlinien schreiben vor, dass Flachdächer mit einem Gefälle von mindestens 2% gebaut werden sollen. Stehendes Wasser auf dem Dach kann zur statischen Überlastung der gesamten Gebäudekonstruktion führen. Bei einem nicht ausreichenden Gefälle oder auch bei Sonderkonstruktionen ohne Gefälle - den sogenannten Nulldächern - kann bereits eine einzige undichte Stelle dazu führen, dass das komplette Dachschichtenpaket durchnässt wird. Ein ausreichendes Gefälle bei Flachdächern ist demnach nicht nur statisch relevant, sondern auch für den Feuchteschutz wichtig.

    Das Gefälle sorgt dafür, dass das Niederschlagswasser schneller abfließt, Pfützenbildung und Wasseransammlungen vermieden werden. Zudem vermindert es die Gefahr einer Beschädigung der Abdichtung durch Scherkräfte bei Eisbildung. Beim Gefälle-Dach kann ein Großteil der Dachfläche auch dann weiter funktionsfähig sein, wenn einzelne Stellen beschädigt sind. Durch das Gefälle wird meist die Lebensdauer der Abdichtung erheblich verlängert.

    Zwar sieht die Richtlinie lediglich ein Gefälle von mindestens 2% vor, Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass ein effektiver Abfluss des Niederschlagswassers erst ab einer Neigung von mehr als 3% gewährleistet ist. Die Flachdachrichtlinie selbst verwendet zur Bezeichnung der Dachneigung (3.3.1) sowohl Prozent- als auch Gradangaben, dies führt immer wider zu Verwirrungen. In der beigefügten Grafik finden Sie eine Umrechnungstabelle von Prozent/Grad.


    Danach müßten die 2 Grad Gefälle für das Titanzink-Dach doch ausreichen, oder?

    Danke!

    Gruß
    Machetotze
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  7. #6

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    In den Klempnerfachregeln ist als Mindestdachneigung für TiZi- Dächer 3° angegeben. Dies entspricht 5,2%.
    Dann aber mit Zusatzmaßnahmen: Dichtungsband in Falz, strukturierte Trennlage.
    Erst über 7 bzw. 15° kann auf die Zusatzmaßnahmen verzichtet werden.
    Die oben zitierten Flachdachrichtlinien beziehen sich auf verschweißte Flachdächer(Bitumen, Kunststoff)
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