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  1. #1

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    Stellt eine funktionsuntaugliche Dachkonstruktion keinen Mangel dar???

    Hallo,

    wir haben zum wiederholten Male Probleme mit der inneren Dachkonstruktion unserer Gaube, die mit einem Metallblech eingedeckt ist. Über der laut Blower-Door-Test korrekt angeschlossenen Dampfsperre kommt es zu einer erheblichen Kondenswasserbildung. Dabei tropft wiederholt Wasser aus kleinen Löchern in der Dampfsperre auf den Boden (bzw. die abgehängte Decke). Die Holzschalung unter dem Blechdach zeigt aufgrund der hohen Feuchtigkeit bereits Schimmelpilzbefall. Ein hinzugezogener Sachverständiger (Dachdecker- und Spenglermeister) sagt, dass die Dachkonstruktion "fachgerecht schiefgelaufen" sei - augenscheinlich seien die DIN-Normen alle eingehalten worden, die Kombination aus Dampfsperre, dicker Dämmung (ca. 35 cm) und Blechdach sei jedoch nicht funktionstauglich. Er verneint einen Konstruktionsfehler.
    Für mich als Laien klingt das sonderbar: Es kommt zur erheblichen Kondenswasserbildung und angesichts der dichten Dachkonstruktion in der Folge zu Schimmelpilzbefall - und das soll kein Mangel sein???

    Vielen Dank für Eure Mühe!

    Peter
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  2. Stellt eine funktionsuntaugliche Dachkonstruktion keinen Mangel dar???

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Baufuchs
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    seit wann ist eine Dampfsperre mit "kleinen Löchern" fachgerecht?
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  4. #3
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    Angeblich seien Tacker-Löcher zur Befestigung an dem hölzernen Lattengerüst zulässig. Die Tacker-Löcher lassen sich natürlich auch noch nachträglich zukleben, damit wäre das Tropfen dann abgestellt. Aber das löst unser Problem der fehlenden Gaubenbelüftung nicht: Die Holzschalung wird weiter schimmeln ...
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  5. #4

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    vielleicht hat es in das Dach reingeregnet, als es noch offen war?
    Vielleicht wurde zu nasses Holz eingebaut?
    vielleicht ist hohe Baufeuchte vor dem Schließen der Dampfsperre schuld?
    vielleicht gibt es Feuchteeintrag über Innenwandeinbindungen oder sonstige Anschlüssen (Flankendiffusion)?

    Wann tritt denn die Kondensatbildung auf? Im Sommer, im Winter, wenn es besonders heiß ist, wenn es besonders kalt ist, morgends, abends?


    Am Rande: In 4108-7 steht:
    Bahnen
    Luftdichte Bahnen können z.B. aus Kunststoff, Elastomeren, Bitumen und Papierwerkstoffen bestehe. Dieses dürfen nicht perforiert sein (dies gilt nicht für Perforierungen durch Befestigungsmittel, z.B. Klammern)
    Wie das hier zu beurteilen ist, vermag ich nicht zu sagen...
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  6. #5
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    Die Feuchtigkeitsflecken an der abgehängten Decke infolge Kondenswasserbildung treten immer im Hochsommer (Juli) auf. Uns wundert das, da wir die maximale Kondenswasserbildung ja eigentlich in der kalten Jahreszeit erwarten würden ...

    Nach der Öffnung der inneren Gaubenkonstruktion und Entfernung der feuchten Dämmung im letzten Sommer konnte die Holzschalung gründlich austrocknen.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Procomac Beitrag anzeigen
    Ein hinzugezogener Sachverständiger (Dachdecker- und Spenglermeister) ...
    Von wem hinzugezogen, zu was befragt? Wie wurde geprüft (örtlich).

    1) Auch ein Dach, dass allen Normen und Fachregeln entspricht, ist mangelhaft, wenn es z.B. undicht ist!
    Die Fachregeln und Normen bilden nur das Mindestmaß dessen ab, was zu machen ist. Ist für enen mangelfreien Aufbau mehr nötig, ist das mehr zu machen (aber auch zu vergüten!)
    Beispiel:
    DIN sagt - Wandabdichtung im Endzustand min. 15 cm über OK Gelände. Wird aber eine Bootshalle für einen Ruder-/Paddel-/Segelverein an einem Flußim Überschwemmungsgebiet gebaut, so kann zumindest für die Räume, die hochwertig sind (nicht die Bootshallen) eine wesentliche höhere Abdichtungsanschlußhöhe erforderlich sein,um zumindest das Regelhochwasser abzufangen!

    2) Zu klären wäre, woher die Feuchte kommt:
    Einige Möglichkeiten wurden schon genannt, weitere sind denkbar.
    Ob die Konstruktion durchlüftet sein muss, wäre zu klären. Auch nicht durchlüftete Konstruktionen können schadfrei funktionieren, erfordern aber ggf. einen höheren Planungs-, Ausführungs-und Überwachungsaufwand!

    3) Zu klären wäre jetzt auch, ob die Feuchte Schäden an der Metalldeckung versacht hat oder noch verursachen kann. Gerade Zinkblech ist hier empfindlich.

    Ratschlag - eigenen Sachverstand hinzuziehen.
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  8. #7

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    Ergänzung:
    Ich würde dieses Thema dabei nicht aussen vor halten wollen:
    http://www.bauexpertenforum.de/showt...-auf-Unterdach

    Ich denke, da könnte es auch Zusammenhänge geben!

    Zum DD - wer schon eine Zinkdachrinne unter ein Kupfergaubendach baut und dann noch ein Kupferfallrohr im Vollkontakt einbaut, der:
    1) gehört lebenslänglich weggesperrt
    2) ist *piep*
    3) will sich ne goldene Nase an den ewigen Reparaturen verdienen
    4) Macht noch ganz anderen
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  9. #8
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    Der Sachverständige wurde von mir selbst beauftragt. Er ist einmal aufs Dach gestiegen und hat die feuchte Dämmung über der aufgeschnittenen Dampfsperre in Augenschein genommen. Er sieht sich aus terminlichen Gründen nicht in der Lage, zeitnah ein Gutachten zu schreiben. Dies würde mir ohnehin nicht weiterhelfen (da Parteigutachten), ich solle ein gerichtliches Beweissicherungsverfahren in die Wege leiten ...
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  10. #9

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    1) Du brauchst ein Parteigutachten, um Deinen Baurechtsanwalt füttern zu können!!!

    2) Wer als öbuv so einer Art von Besichtigung machte, dem sollte man seinen Rundstempel abnehmen!

    Also - such Dir einen fähigen und vor allem willigen Sachverständigen, der sich das Gesamtkonzept der Gaube mit allen An-und Abschlüssen ansieht, bewertet und das weitere Vorgehen vorschlägt, wenn so keine eindeutige Lösung zu finden ist!
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  11. #10
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    Die Dachrinne ist aus Kupfer.
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  12. #11

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    Sieht sehr nach Zink aus, aber DU wirst es besser wissen als vielleicht auf den Fotos erkennbar ist!
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  13. #12
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    Ich bin da sicherlich kein Experte. Für mich sieht die Dachrinne nach Kupfer aus. Welche sicheren Unterscheidungsmerkmale gibt es denn? Wegen der Sonne gelingt mir jetzt leider kein aussagekräftiges Foto ...
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  14. #13
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    Jetzt verstehe ich vielleicht, was gemeint war (lange Leitung auf meiner Seite!): Mit "Zinkdachrinne unter Kupfergaubendach" meinst Du nicht die Dachrinne der Gaube, sondern die Dachrinne des Hauptdaches, oder? Die Dachrinne der Gaube sieht nämlich für mich (wie gesagt: Laie) wie Kupfer aus ...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    ich habe es schon geschrieben: meine oben in #4 genannten "vielleichts" sollten durchaus mit in Betracht gezogen werden. Gerade wenn es bei diesem Wetter tropft, würde ich eine recht hohe Feuchtemenge in der Konstruktion vermuten. Diese kondensiert dann unten, weil dort am kühlsten (auch wenn man sich diesen Begriff bei diesem Wetter nicht vorstellen kann)

    Aber auf jeden Fall auch den Einwand von Ralf berücksichtigen. Ein Zusammenhang mit dem anderen Thema ist durchaus möglich (wenn nicht wahrscheinlich).
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  17. #15
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    Vielen Dank für die Ratschläge unter #4 - ich bin nur etwas ratlos, weil ich nicht weiß, wie ich diesmal einen besseren Gutachter finden soll. Bei der IHK werden nur Experten für Gebäudeschäden angezeigt. Die sind ja sicherlich nicht alle auf Dachkonstruktionen spezialisiert.

    Anbei ein Foto von der Dachrinne des Hauptdaches (von unten aufgenommen): Zink oder Kupfer?
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