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  1. #1

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    Vorbereiten einer Wohnraumlüftung (KWL)

    Hallo Liebe Experten

    Ich möchte in unserem EFH Bj.67 eine Wohnraumlüftung im 1.OG vorbereiten.
    Da wir im Zuge einer Dachschrägendämmung sowieso die Gefache öffnen, möchte ich Luftkanäle von den Schlafzimmern in den Spitzboden verlegen.

    Ich möchte mit 5x20cm Kunststoffkanälen auf dem letzten Meter arbeiten.(siehe Bild). Je ein Kanal pro Raum (5 Räume).
    Die Kanäle sollen seitlich am Sparren fixiert werden. Sie *verbrauchen* also knapp die halbe Sparrentiefe von 13cm

    Der Trockenbauer wird die Gefache dann mit Klemmfilz (Holzfaser) und einer Kreuzlage von 6cm dämmen und mit GK verschließen.

    Meine Frage lautet nun:
    Was muss ich bedenken/vorbereiten um später eine KWL (im Spitzboden) an diese Stutzen anschließen zu können.
    Stichworte: pneumatischer Abgleich, Schalldämmung, Wartung, etc.

    Vielen Dank
    Basti
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  2. Vorbereiten einer Wohnraumlüftung (KWL)

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
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    Keinerlei Meinungen dazu ?
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  4. #3

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    Lass Dir eine Planung für die KWL machen.
    Davon kannst Du dann jedweden Teilbereich einzeln bauen. Ob das in Summe billiger ist, als gleich fertig zu bauen wage ich zu bezweifeln.
    Ohne eine auf Deine Bedürfnisse und baulichen Abhängigkeiten vor Ort durchgeführte Planung wird das nix brauchbares.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke für Deinen Tipp Peter

    Ich wollte alledings vorerst keine KWL planen - wir stecken tief genug im Pflichtteil unserer Sanierung.
    Die KWL-Vorbereitung soll ebend nur vorbereitend sein, weil die Gefache sowieso offen sind.
    Dieser letzte halbe Meter der Luftführung ist ja eigentlich kein Hexenwerk.

    Gruß
    Sebastian
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  6. #5

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    Wenn KWL so einfach ist, dann mach mal.
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  7. #6
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    Zitat Zitat von PeterB Beitrag anzeigen
    Wenn KWL so einfach ist, dann mach mal.
    Also ganz ehrlich - wenn Du eine fachliche Aussage zu meiner Frage machen könntest, wäre das toll.
    Aber nur zu polemisieren ist nicht hilfreich.

    Weder habe ich geschrieben, dass ich alles einzeln oder selber machen möchte. Noch habe ich geschrieben, das eine KWL "so einfach ist".

    Gruß
    Sebsstian
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  8. #7

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    Warum in Dreiteufelsnamen schwächt man die Dachdämmung, wenn unmittelbar angrenzend die Kehlbalkenlage ist, durch die man senkrecht nach unten kommt???

    An sonsten hat Peter recht! Es ist ganz einfach. Eine vernünftige KWL wird auch im Rohrdurchmesser berechnet. Wenn Du da jetzt irgendwas reinbaust, ist die Chance nicht gering, dass es zu klein/zu groß, jedenfalls nicht passend ist.
    Und dann ????

    Ausserdem sind solche Leitungen gerade im dann eh schon schlecht gedämmten Bereich anfällig für Kondensat! Kauf also schon mal ein paar Schüsseln zum Drunterstellen!
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  9. #8

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    nur BH-Meinung ...

    Ja, wenn das eine Kehlbalkendecke ist, dann ist das keine Frage, dass die genutzt werden sollte. Das haben wir genauso gemacht. Die spannende Frage ist eben, wie man über Hindernisse wie z.B. eine Mittelpfette oder Kehlbalken "drunter- und drüberkommt" oder wie man dann wieder runterkommt. Da muss man ein bischen planen, bevor man loslegt.
    Also w.m. lass die Schräge und Dämmschicht unangetastet.

    Das mit der Auslegung ist schon richtig, aber m.E. zuerst mal eine Frage der Systementscheidungen zu Verteilungs- und Rohrsystemen. Wenn diese steht, wird bei den Profis offenbar eh nichts mehr bzgl. Querschnitten gerechnet - was offenbar ja nicht selten gut geht.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Seev Beitrag anzeigen
    ... Systementscheidungen zu Verteilungs- und Rohrsystemen. Wenn diese steht, wird bei den Profis offenbar eh nichts mehr bzgl. Querschnitten gerechnet ...
    Jeder Meter Rohr, jede Biegung, jeder Ventiltopf, jeder Verteilerkasten, jeder Schalldämpfer wird bei den Profis in der Druckverlustberechnung berücksichtigt ... nur so kann bei allen Räumen ohne spätere große Einzeldrosseln die Sollraten erreicht und mit der Luftwechselrate zusammen das KWL-Gerät anhand der gerätespezifischen Leistungsdiagramme dimensioniert werden. Bei uns wurde sogar die Überstromdurchlässe in den Türen mit berücksichtigt. Ebenfalls wurden die Positionierung der Ventile anhand der Raumgeometrie, so fern sie nicht bestehendem Wissen entsprachen, per einfacher Strömungssimulation optimiert.

    Also möglichst vorher Grips reinstecken.

    PS: An den TE: warum nur die Lüftung im OG vorbereiten? Was ist mit dem EG? Macht Ihr das Treppenhaus später luftdicht zu?
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  11. #10
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    Zitat Zitat von ralf9000 Beitrag anzeigen
    Jeder Meter Rohr, jede Biegung, jeder Ventiltopf, jeder Verteilerkasten, jeder Schalldämpfer wird bei den Profis in der Druckverlustberechnung berücksichtigt ...
    Dem steht ja nichts entgegen, wenn ich dem Planer die Maße der verbauten Luftkanäle gebe.
    Die Zuluftmengen und maxim. Luftgeschwindigkeiten habe ich nachgeschlagen und die Querschnitte ausreichend bemessen.

    PS: An den TE: warum nur die Lüftung im OG vorbereiten? Was ist mit dem EG? Macht Ihr das Treppenhaus später luftdicht zu?
    Die Gefache sind derzeit zugänglich, daher die Vorbereitung dort.
    Da es überhaupt keinen alternativen Zuluftweg gibt, wird jeder Planer genau dort die Zuluft/Abluft setzen.
    Es sein denn, man möchte die Decke abhängen oder Kernbohrungen machen...

    Mir scheint aber Ihr wisst selber nur wenig über KWL-Konzeption, nur dass es ein komplexes Thema ist.
    Daher ändere ich meine Frage mal wie folgt ab:

    Ist es schwierig, eine KWL einfach mal selber zu machen?

    Antworten darauf sind ja schon gekommen, mit der nötigen Portion Abfälligkeit. - Danke.

    Liebe Grüße
    Sebastian
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  12. #11
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Warum in Dreiteufelsnamen schwächt man die Dachdämmung, wenn unmittelbar angrenzend die Kehlbalkenlage ist, durch die man senkrecht nach unten kommt???
    Es existiert derzeit keine Dämmung. Das Haus ist von 1967.
    Die Dämmung wird in diesem Zusammenhang erst verbaut. 16cm Holzweichfaser, bzw. im Bereich der Kanäle 10-11 cm.

    Aber das ist eine gute Idee - aus der Kehlbalkenlage kommen. Dann müsste ich also die Schüttung ausräumen und die Sauerkrautplatten durchbohren... Darüber denke ich mal nach. Danke.



    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    ist die Chance nicht gering, dass es zu klein/zu groß, jedenfalls nicht passend ist.
    Und dann ????
    Zu groß macht doch überhaupt nichts: Es verringert die Strömungsgeschwindigkeit.
    Zu klein kann ich ausschließen. Ich werde 50% überdimensionieren.
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  13. #12
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    Liebe Kollegen

    Nehmt mir meinen etwas unfreundlichen post #10 nicht so übel.
    Er bezog sich nur auf die ersten Antworten. Die restlichen posts habe ich erst nachher gelesen.


    Ausserdem sind solche Leitungen gerade im dann eh schon schlecht gedämmten Bereich anfällig für Kondensat! Kauf also schon mal ein paar Schüsseln zum Drunterstellen!
    1. Problematisch ist der Feuchteeintrag vom Innenraum. Und da die Luftkanäle luftdicht sind, tragen sie keine Feuchtigkeit ein.
    2. Es stimmt, ich schwäche die Dämmschicht. Aber durch die warmen Luftkanäle verschiebt sich der Taupunkt nach Außen, was die Kondesationsgefahr in der Dämmschicht eher verringert (Dämmung ist hinterlüftet).

    Liebe Grüße
    Sebastian
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  14. #13
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    Zu klein kann ich ausschließen. Ich werde 50% überdimensionieren.
    Auf welcher Grundlage ?
    Ich bevorzuge *passend* ....

    Ist wie bei den Schuhen ... wenn einer Größe 42 hat, nutzen ihm Latschen in Größe 46 und 4 Paar Socken nicht wirklich viel.

    2. Es stimmt, ich schwäche die Dämmschicht. Aber durch die warmen Luftkanäle verschiebt sich der Taupunkt nach Außen, was die Kondesationsgefahr in der Dämmschicht eher verringert (Dämmung ist hinterlüftet).
    Ich frag mich immer wieder warum man *ohne Not* kritische Bauwerkskonstruktionen erstellt, deren Funktion dann ausschließlich von der sauberen, absolut fehlerfreien Ausführung von Detailgefummel abhängt, weil sie als grundsätzlich *labil* anzusehen sind.

    Die *Leichtigkeit* mit der solch faule Kompromisse gegangen werden erstaunt mich immer wieder.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Vorbereiten einer Wohnraumlüftung (KWL)

    Zitat Zitat von ralf9000 Beitrag anzeigen
    PS: An den TE: warum nur die Lüftung im OG vorbereiten? Was ist mit dem EG? Macht Ihr das Treppenhaus später luftdicht zu?
    Hier sehe ich auch die größten Probleme. Du must dein gesamtes Haus so luftdicht hinbekommen, das die KWL nachher überhaupt funktionieren kann. Das Thema ist so komplex in der Umsetzung, dass das bisschen Dreck, was du jetzt versuchst für später zu vermeiden, nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist...


    MfG, Sven

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  17. #15

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    Zitat Zitat von Parkstrasse Beitrag anzeigen
    Zu groß macht doch überhaupt nichts ...
    Doch:

    • Die Luft nimmt den Weg des geringsten Widerstands, es kann sein dass andere Auslässe mit längeren Wegen nicht mehr die nötige Luft bekommen, dann fängst Du an bei dem dicken Kanal zu drosseln.
    • Die Schallübertragung von Raum zu Raum nimmt im kritischen Frequenzbereich mit dem Querschnitt zu, führt zu vermehrtem Schalldämpfereinbau, der wiederum die Balance beeinflusst.
    • Große Querschnitte haben mehr Oberfläche und wenn Sie durch kalte Bereiche geführt werden, kommt es zu Problemen.
    • In Deiner nicht ganz glücklichen Konstellation nehmen dickere Rohre mehr von der Dämmung weg ...
    • ...

    Es gibt noch beliebig viele andere Gründe, es möglichst passend zu machen und alles vorher mal rechnen zu lassen kostet auch nicht die Welt.
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