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  1. #1

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    Haus aus den 70er mit 24er Ytong - gut oder nicht gut?

    Hallo liebe Gemeinde,

    wir haben uns gestern ein Haus angeguckt, bzw. ein Bungalow. Es ist Baujahr 1971 und ist mit 24er Ytong Steinen erbaut worden. Der Keller ist eine weiße Wanne. Leider kann ich kaum was im Internet finden, über Häuser mit diesen Steinen. Auch unter Porenbeton gibt es nix brauchbares.

    Der Makler gestern meinte, dass eine Dämmung sich nicht lohnen würde. ´

    Ich habe leider auch keine Ahnung ob die Ytong/Porenbetonsteine aus den 60er/70er schon gut waren. Wahrscheinlich besser als die Hohlblocksteine.

    Kann mir jemand was berichten?

    Mich würde auch interessieren, wie es aussieht mit Schlitzen für eine Elektroleitung? kann man bei einem 24er Ytong ohne weiteres Schlitze machen?

    Das muss übrigens Kernsaniert werden.

    Vielen Dank und viele Grüße aus der Wetterau
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  2. Haus aus den 70er mit 24er Ytong - gut oder nicht gut?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Es wäre nicht schlecht wenn man die Rohdichte der verbauten Steine wüsste.

    Laut Hersteller wurden in den 50-70er Jahren Block- und Plansteine verbaut, Rohdichte 470-780 kg/m³. Der U-Wert einer 24er Wand kann somit zwischen ca. 0,6 und 0,9W/m2K liegen.

    Schlitze sollten gar kein Problem sein. Fachregeln sind einzuhalten.

    Es stellt sich nun die spannende Frage, ob ein WDVS sinnvoll ist. Die PB haben sicherlich einen bessere U-Wert als damalige HLZ oder Hohlblocksteine oder was weiß ich, ABER sie sind mit U-Werten heutiger Wandaufbauten nicht vergleichbar. Selbst die EnEV gibt ja für Bauten im Bestand einen U-Wert von 0,24W/m2K vor, U-Werte unter 0,2W/m2K sind heutzutage üblich.
    Unterstellen wir beispielsweise, dass der bei Dir verwendete PB eine Rohdichte von 550kg/m3 hat, dann würden 12cm EPS mit WLG035 genügen um den U-Wert auf ca. 0,22W/m2K zu bringen.

    Was sich nun wie lohnt, da kann man nur abschätzen. Im obigen Beispiel dürftest Du grob 50-60kWh/m2 Außenwandfläche einsparen, und zwar jährlich. Wie sich das in Euro und Cent bemerkbar macht, dazu müsste man jetzt den Wärmeerzeuger und die Brennstoffpreise mal genauer unter die Lupe nehmen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Ralf,

    Danke für die schnelle Antwort. Dann bin ich ja etwas beruhigter! Also es soll auf jeden fall eine FuBo eingebaut nach neustem Standard. Also für mich hört sich das sehr viel an...! Es wird ja eine Gas Heizung werden und man rechner ja ca. 10,5 kw/h pro m3. Bei 120 qm und 40kwh/m2 wären das um die 450m3 weniger Gas Verbrauch! Das wären dann ca. 270 Euro im Jahr eine Einsparung an Gaskosten. Ich habe ca. 130m2 Fassade. Wenn ich das Material selbst kaufen würde, wäre ich mit einer EPS Dämmung mit 2300Euro, da an die Wand bringen bekomme ich noch selbst hin. Ein Gerüst brauch ich nicht, somit wird alles sowieso günstiger. Dann nochmal 2500Euro Putz, dann wäre ich mit der Dämmung bei ca. 5000 Euro. Amortisation nach 16 Jahren... hmmm klingt meine Rechnung Plausibel??

    Vielen Dank schon mal..
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  5. #4

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    Zitat Zitat von kevdiablo Beitrag anzeigen
    man rechnet ja ca. 10,5 kw/h pro m3.
    Nein, rechnet man nicht.
    Und zwar, weil es diese Einheit ("kw/h") nicht gibt!!!

    klingt meine Rechnung Plausibel??
    Plausibel wäre "kWh/m³". Da kommt dann ein Wert von ca. 10 kWh/m³ Erdgas durchaus hin.

    Auch als IT-ler sollte man den Unterschied zwischen Produkt und Quotient kennen...
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  6. #5

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    Zitat Zitat von kevdiablo Beitrag anzeigen
    ...Es ist Baujahr 1971 und ist mit 24er Ytong Steinen erbaut worden. ...
    Hallo kevdiablo,

    es gibt heute noch große Hausanbieter, die mit diesem Wandaufbau Häuser verkaufen und die EnEV schönrechnen....
    Letztens erst wieder geschehen bei einem Bekannten von mir (und dem gegenüberliegenden Nachbarn). Hat ohne nachzufragen unterschrieben.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von tkoehler78 Beitrag anzeigen
    Hallo kevdiablo,

    es gibt heute noch große Hausanbieter, die mit diesem Wandaufbau Häuser verkaufen und die EnEV schönrechnen....
    Vorsicht, Porenbeton aus den 70er Jahren ist nicht zu vergleichen mit PB im Jahr 2013. Deswegen hatte ich oben bewusst Rohdichte und ca. U-Werte genannt.

    Aber auch mit "modernem" PB mit λ= 0.08 kriegt man bei 24cm Wandstärke keinen Aufbau hin der der EnEV entsprechend würde, so viel kann man gar nicht schönrechnen.

    Gruß
    Ralf
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