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Ausführung von Gleitlager für Stahlträger

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  1. #1

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    Ausführung von Gleitlager für Stahlträger

    Hallo,

    ich weiß nicht, ob dies die richtige Kategorie ist.
    Für die Sanierung soll aus einem 2m Fenster eine 3m Hebeschiebetür werden. Hierfür hat der Statiker den Träger berechnet und Details zur Ausführung angegeben. Darunter fällt:
    • Dehnungsfuge links und recht von mind. 2 cm.
    • Auflagerplatte als Gleitlager

    Ist die Ausführung mit Stahl auf Stahl korrekt? Wird das nicht Knackgeräusche geben?
    Wie kann der Träger auf dem Mauerwerk über dem Träger gleiten, wo er vermörtelt wird?
    Es geht noch nicht klar hervor, ob das Gleitlager beidseitig notwendig ist, ich würde vermuten, eine Seite muss ein Festlager sein, und die andere Seite muss unterhalb aber auch oberhalb des Trägers als Gleitlager ausgeführt werden. Bleibt aber die Frage wie er auf der Fläche oberhalb gleitet, wo auf der ganzen Strecke Kraft auf das Mauerwerk ausgeübt wird.

    Füllt man die Dehnungsfugen mit elastischem Füllstoff?

    Vor der Fassade wird ein WDVS kommen. Muss dann überhaupt den außen sichtbaren Träger noch einputzen?

    Ich möchte nur sichergehen, dass die Firma, die es ausführen wird, auch richtig vorgeht. Risse haben wir schon genug in der Fassade durch fehlende Dehnungsfugen um die alten Fensterbänke.
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  2. Ausführung von Gleitlager für Stahlträger

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  3. #2

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    Zitat Zitat von msssmm Beitrag anzeigen
    Ich möchte nur sichergehen, dass die Firma, die es ausführen wird, auch richtig vorgeht. Risse haben wir schon genug in der Fassade durch fehlende Dehnungsfugen um die alten Fensterbänke.
    Dann empfiehlt sich doch dringend, vom Planer und Statiker Details entwickeln zu lassen, diese den Handwerkern zuzustellen und eine Bauüberwachung vornehmen zu lassen!!!
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  4. #3
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    Das hat ein Maschinenbauer ausgetüftelt, aber kein Bauingenieur.

    Willst du uns hier vorführen?



    Oder soll wirklich mal so darauf eingegangen werden?
    z.B. Lagesicherung räumlich, Auflageflächen der Träger und Lagerplatte planfräsen, Auflagerplatte auf +/-2/10tel im Raum einbauen, thermische Bewegungen ermitteln, seitliche Lagesicherungen dafür auslegen, Winkel der Auflagerverdrehungen wie groß? dann gewölbte lagerplatten einbauen, dann dickere Lagerplatten wegen Lastverteilung ermitteln, Witterungsschutz der Lager, wenn diese offen bleiben, klären ob 1.4301 reicht...
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  5. #4
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    Das hat kein Maschinenbauer ausgetüftelt. Das ist eine statische Berechnung von einem Betonbaumeister, der auch die Zulassung dazu hat.
    Ist die Ausführung denn völlig falsch? Dann bitte ich um den entsprechenden Hinweis.
    Meine Fragen können natürlich falsch oder daneben sein, vielleicht habe ich aber die Ausführung des Statikers auch nur falsch gedeutet.
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  6. #5
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    Dann kann der ja auch eine Detailzeichnung vom Lager vorgeben, bei der die angesprochenen Punkte alle erfasst sind.

    Wer das so berechnet und konstruiert muss dann auch die Ausführung austüfteln.

    Welche Stahlgüte ist denn vorgegeben? Vielleicht tue ich dir ja Unrecht? Also welchen Stahlgüten wurden für den Träger und die Auflager angesetzt?
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  7. #6

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    Zitat Zitat von PeMu Beitrag anzeigen
    z.B. Lagesicherung räumlich, Auflageflächen der Träger und Lagerplatte planfräsen, Auflagerplatte auf +/-2/10tel im Raum einbauen, thermische Bewegungen ermitteln, seitliche Lagesicherungen dafür auslegen, Winkel der Auflagerverdrehungen wie groß? dann gewölbte lagerplatten einbauen, dann dickere Lagerplatten wegen Lastverteilung ermitteln, Witterungsschutz der Lager, wenn diese offen bleiben, klären ob 1.4301 reicht...
    Da würd sich ja dann doch ein Wälzlager anbieten.

    Und ich muss bei meinem aktuell in der Statik befindlichen Projekt dringend den TWP anfunken. 7 m Stahlträger im Rinbalken eingespannt - das geht ja gar nicht.
    Er muss dringend eine Lösung finden, Druckkräfte in Trägerrichtung über ein Loselager einzuleiten.
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von msssmm Beitrag anzeigen
    .. Das ist eine statische Berechnung von einem Betonbaumeister, der auch die Zulassung dazu hat..
    klingt jedenfalls interessant.
    was er sich bei den vorgaben gedacht hat, ebenfalls.
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  9. #8

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    wie immer - es fehlt jemand, der alle planerischen dinge zusammenführt, die relevanten details erarbeitet und danach dann gebaut werden kann.

    wenn betonbaumeister einen stahlträger berechnen, liest sich das so, als wenn jeder mal im anderen gewerk was machen darf.
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  10. #9
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    Welche Stahlgüte ist denn vorgegeben? Vielleicht tue ich dir ja Unrecht? Also welchen Stahlgüten wurden für den Träger und die Auflager angesetzt?
    Ist das jetzt ernst gemeint?
    Stahlsorte ist unlegierter Baustahl S235JR. Die Auflagerplatte soll laut schemat. Ausführungszeichnung 25cm * Breite des Trägers * 2cm sein.

    Sollen die Spitzfindigkeiten bedeuten, dass bei einem solchen Vorhaben Dehnungsfugen und Gleitlager völlig unwichtig sind? Um Rissbildung zu vermeiden denke ich schon, dass man das berücksichtigen soll. Natürlich nicht in der Ausführung als Walzenlager und auch nicht im mm-Bereich.
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  11. #10

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    Da Träger und Mauerwerk sicherlich sehr ähnliche Temperaturverläufe haben werden und
    deren Längenausdehnungskoeffizienten ebenfalls sehr ähnlich sein werden wird nicht viel gleiten...
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  12. #11
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    Wir haben an den alten Fenstern Fensterbänke aus einem grauen Faserverbundstoff, irgendwas auf Zementbasis. Die Laibungen in der Mauer sind eingerissen, wahrscheinlich weil keine elastische Fuge vorgesehen wurde.
    Eigentlich soll bei allen Werkstoffübergängen zumindest ein Kellenschnitt gemacht werden, um Risse zu vermeiden. Das würde dann bedeuten, dass die Gleitlagerplatte etwas übervorsichtig vom Statiker geplant sei. Da beim Hochlochziegel aber eh eine befestigte Auflage für den Träger gemacht werden soll, liegt er mit der Stahlplatte bestimmt nicht falsch, oder?
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  13. #12
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    Bei S235JR kann man das nicht offen lassen. Da wird die Kontaktfläche Feuchtigkeit ziehen und korrodieren -> Gleitfähigkeit geht verloren.
    Welche Dimension haben die Träger? HEx, U, IPE?
    wegen der unvermeidlichen Toleranzen sollte die Auflagerplatte immer mit dem Träger eingebaut werden.
    Festlager oder Halterungen sind notwendig. Der Träger muss ja räumlich gesichert werden, damit er auch da bleibt.
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  14. #13
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    2x HEB120. Die werden ja auch zusammen eingebaut. Nur was soll man gegen die Korrosion machen bei Baustahl? Kunststofflager? Mittlerweile zweifel ich, ob die Statik ihr Geld wert ist.
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  16. #14
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    Die Träger dürfen dann nicht der Witterung ausgesetzt sein.

    Sind die Träger einfach so abgeschnitten und eingebaut? Oder werden noch Stegbleche oder eine Kopfplatte am Auflager angeschweißt?
    -> Vorgaben für den Schlossser sind notwendig.
    Werden die Träger gebohrt und verbunden?
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  17. #15

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    hallo zusammen,
    also die Diskussion ist für mich schon "eigenartig" da ich in meiner Laufbahn schon einige Fenster-Türerweiterungen
    mit Einbau von Stahlträgern hinter mir habe.(auch wesentlich länger Träger)
    Der hier besprochene Träger zur Verbreiterung hat wahrscheinlich eine Einbaulänge von ca. 3,50m.
    Je nach Beschaffenheit des Mauerwerkes sind tragfähige Auflager zu schaffen.
    Das mit den Stahlplatten für das Auflager wird sicher so gerechnet sein.
    da es 2 Träger sind sollten diese zumindest verbolzt werden (sagt aber der Statiker in der Einbauanleitung)
    Nun mal zum Einbau, Dehnungsfugen 2cm je Seite ?? wozu?
    Der (die) Träger ist im eingebauten Zustand keinerlei großartigen Temperaturschwankungen ausgesetzt
    also kann der sich auch nicht verlängern oder zusammenziehen.
    Nach dem Einbau wird der Träger allseitig eingemauert und verkleidet.
    wer es für ratsam hält kann den ja vorher noch mit Rostschutz streichen.
    bei dieser Einbauweise gab es bei mir keinerlei Risse, oder sonstige Schäden.
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