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Schallschutz bei gemeinsamer Abluftleitung (Wendelfalzrohr) hart einbetoniert

Diskutiere Schallschutz bei gemeinsamer Abluftleitung (Wendelfalzrohr) hart einbetoniert im Forum Bauphysik allgemein auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Avatar von rudger
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    Schallschutz bei gemeinsamer Abluftleitung (Wendelfalzrohr) hart einbetoniert

    HALLO zusammen;

    muss eine gemeinsame Abluftleitung aus dünnem Blech, nur hinter Gipsplatten versteckt, über 5 Stockwerke mit verschiedenen Eigentümer verlegt, keinen Schallschutz haben?
    Der Luftschall kann des Rohr anregen und dann über die Luftsäule doch fast beliebig weit verteilen?
    Kennt jemand die dafür zuständige Norm?

    DANKE für einen Tipp; 2 Fotos (wenn´s klappt füge ich an)

    rudger
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  2. Schallschutz bei gemeinsamer Abluftleitung (Wendelfalzrohr) hart einbetoniert

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  3. #2

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    MFH, 5 Stockwerke, da sind die grundlegenden Anforderungen der DIN4109 auf jeden Fall einzuhalten, völlig unabhängig von der Lüftung. d.h. die Lüftungsanlagen darf auch nicht zu einer Verschlechterung der Schalldämmung führen, was angesichts der gezeigten Ausführung, wohl fraglich ist.
    Es gibt eine Richtlinie des VDI, ich glaube 2081 oder so ähnlich. Dort finden sich weitere Anforderungen und Details, speziell zu Geräuschen von Lüftungsanlagen, Messverfahren usw.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Die VDI ist da nicht relevant, da geht es nur um durch Lueftungsanlagen verursachte Geraeusche. Hier handelt es sich um von Lueftungsanlagen uebertragene Geraeusche. Und da ist, wie schon beschrieben, DIN 4109 einschlaegig. Zwischen den fremden Nutzungseinheiten muss ein bewertetes Schalldaemmmass von 53 dB mindestens erreicht werden, wobei natuerlich die Uebertragung durch den Kanal mit zaehlt.
    Die Nachweismessung bietet der Bauakustiker Ihres Vetrauens an.

    Uebrigens, der Eingangtext ist etwas unklar. Solange nur das Rohr als solches fremde Nutzungseinheiten quert muss das nicht verkehrt sein. Wichtig ist wo die Ein- und Auslaesse sind, wo also konkrete (Luft-)verbindungen bestehen.
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  5. #4

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    P.S.
    ... und ob eventuell Telefonieschalldaempfer zwischen den Geschossen eingebaut wurden.
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  6. #5
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    Avatar von rudger
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    Hallo jscheller

    DANKE zunächst einmal nach Berlin; diese Antworten helfen schon wieder etwas weiter.

    Zum Rohr: da ich nicht weiß, wie so ein Schalldämpfer genau aussieht, bin ich nicht sicher, ob und wo so ein Teil eingebaut sein könnte.
    An der äußeren Führung längs des Rohr-Verlaufes jedenfalls konnte ich nichts erkennen.
    An diesem zentralen Rohr gibt es in jeder der übereinander liegenden Wohnungen mehrere Abzweige in verschiedene Räume ( Bad, WC, Küche usw.), über die sich der über Dach sitzende, gemeinsame Ventilator dann über die Ventile (einstellbare Absaugdüsen) die Luft holen kann.
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  7. #6

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    Telefonieschalldaempfer sind als "dicke" Kanalabschnitte erkennbar, aber Sie koennen vermutlich nicht die gesamte Rohrfuehrung einsehen.

    Ich verstehe das so dass aus dem durchlaufenden Zentralrohr keine Abluftoeffnungen in die Raeume abgehen, sondern nur in den Unterverzweigungen. In diesem Fall koennte die erforderliche Schalldaemmung auch ohne Schalldaempfer erreicht werden, weil (vereinfacht ausgedrueckt) der Laerm aus einer Wohnung um mehrere Ecken, durch lange Kanalstrecken und durch mehrere Querschnittspruenge muesste, um in der naechsten Wohnung austreten zu koennen - da kommt dann nicht mehr so viel an.

    Aus meiner Sicht ist das also nicht zwingend ein Schallschutzmangel.
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  9. #7
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    Hallo, nach Berlin!

    Meine Beschreibung ist wohl nicht eindeutig genug; so was kommt schon mal vor, wenn man sich in fremden Revieren tummelt.

    Also: ein Hauptrohr ca. 150 - 180 mm Durchmesser, geht durch alle Wohnungen von unten nach oben; dort sitzt der gemeinsame Ventilator.
    In jeder Wohnung hat diese Rohr Öffnungen kleineren Durchmessers ( 80 - 100 mm) an welche Alu-Schläuche angeflanscht sind, deren anderes Ende an einer Raumluft-Absaugdüse mündet. Die Strecken dieser `Schläuche´ ist verschieden; von 10 cm bis 100 cm Entfernung Sammelrohr-Düse ist alles vertreten.
    Die Räume der verschiedenen ET sind also durch eine gemeinsame Luftsäule direkt miteinander verbunden.

    Dieser Umstand und, da das Sammelrohr quasi ohne Ummauerung - nur mit Leichtbauelementen verkleidet, verlegt ist, öffnet m.E. einer unerwünschten und nicht zulässigen Schallübertragung gleich mehrere Wege.

    Da das Rohr beim Deckendurchgang auch noch einbetoniert wurde, ist m.E. zusätzlich eine Körperschallanregung eingebaut worden.
    Alle anderen Rohre sind zur Vermeidung einer Geräuschübertragung in die Wände in `Gummischellen´ gefasst; diese Stelle bildet die Ausnahme.

    mfg / Rudger
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  10. #8
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    Liest sich nach ner zentralen Entlüftung mit Anschlüssen in jedem Stockwerk.
    Bei 5 Stockwerken ... interessant.

    Denke mal es gibt 4 Schwerpunkte

    1. Brandschutz im Deckendurchgang - Anforderung vermutlich F 90
    2. Brandschutz/Rauchübertragung innerhalb des Systems - Sicherung gegen Rauchübertragung von einem Stockwerk ins andere
    3. Schallschutz gegenüber dem Baukörper - Entkopplung
    4. Schallschutz gegen Telefonieschallübertragung - Sprach- oder Geräuschübertragung

    In Bild 1 scheint *irgendwas* im Deckenbereich angeordnet zu sein ...
    Funktion und Aufgabe klären.

    Abbildung eine *Schalldämpfers* in einem Rohrsystem (Aufgabe Geräuschreduzierung und mindern von Telefonierschallübertraung) finden sich in den Bildern in meinem Profil.

    Wie die Brandschutzmaßnahmen im Detail aussehen und ob sie zulässing sind ... sehr interessantes Thema.

    Lässt sich aber auf Grund der 2 Bildchens nicht beurteilen.

    Gruß
    Achim Kaiser
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