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  1. #1

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    Mineralischer Aussenputz aufgebrannt? Handwerkerpfusch aufgesessen?

    Hallo erstmal,

    ich habe ein kleines Problem mit meinem Handwerker: Ich habe eine Firma beauftragt den hinteren Teil unseres Hauses mit einem mineralischen Reibeputz zu versehen. Der Rest des Hauses wurde schon vor etwa 20 Jahren mit Münchner Reibeputz versehen. Ich habe der Firma gesagt ich möchte das der hintere Teil genauso aussehen soll wie der Rest vom Haus. Laut Handwerker gäbe es nicht mehr genau diesen Putz, es könnte leichte Strukturabweichungen geben. Da ich als Laie dies nicht beurteilen kann reichte mir die Aussage, es wird aber fast genauso aussehen. Als Untergrund war ein zementhaltiger Glattputz auf Ziegelsteinen vorhanden. Es wurde eine Amierung aufgezogen und dann der Reibeputz (Caparol Sackware, ich weiß aber nicht welcher) aufgebracht. Das Problem mit der Struktur kommt später, erstmal mein Hauptproblem: Der Putz scheint versandet und aufgebrannt, bei kleinen Berührungen mit einem Besen platzt die Farbe ab (Terrasse an der Fassade). Da die Macken immer zahlreicher wurden habe ich mal ein wenig getestet: Egal an welcher Stelle kann ich mit dem Fingernagel die Farbe runterkratzen, mache ich weiter kann ich den ganzen Putz mit dem Nagel von der Wand holen. Der Putz ist wie Staub! Schlage ich leicht mit einem Holzbesen gegen die Fassade habe ich quasi Löcher in der Wand! Zum Vergleich habe ich mal mit dem Besen gegen den alten Putz geschlagen, der Besen ist gebrochen und der Putz ist heile geblieben! Nun behauptet mein Handwerker mit dem Putz sei alles in Ordnung, man müsse halt etwas vorsichtiger sein, heutige mineralische Putze seien halt weicher.... Will der mich vera... was soll ich denn mit so einem weichen Zeug im Bereich der Terrasse?!? Angebracht wurde der Putz im Juli bei ca. 30-35 Grad Außentemperatur - meine Recherche machte mich dann stutzig: Wand muss gewässert werden bei so hohen Temperaturen (wurde nicht gemacht), keine direkte Sonneneinstrahlung (Südseite, haben von 07:00 bis 12:00 geputzt, danach stand den ganzen Tag die Sonne auf der Fassade). Heute war ein Aussendienstler von Caparol mit dem Handwerker vor Ort, angeblich alles in Ordnung (war leider nicht dabei). Ich könnte platzen vor Wut!!! Ein Bekannter von mir ist Stuckateur und hat sich die Geschichte angeguckt: Die erste Frage war: hast du das selbst gemacht??? Was ist denn das für ein Schrott? Wie gesagt ich wollte ja eigentlich Münchner Reibeputz, geworden ist es wohl eine Mischung von allem... Teilweise sind die Flächen gar nicht gerieben und glatt oder die Linien gehen nicht nur wie es sein soll von links nach rechts, sondern auch von oben nach unten! Im Bereich unter dem Terrassendach geht es noch mit der Struktur, da wo aber die ganze Zeit die Sonne drauf geknallt hat, ist fast gar keine Struktur zu erkennen. Da ich ja Laie bin und mir gesagt wurde genau so wird es nicht werden nur ähnlich, ist mir das gar nicht so aufgefallen. Meinem Bekannten ist allerdings die Kinnlade runtergefallen als er das gesehen hat. Dabei ist die Optik noch mein kleinstes Problem, viel schlimmer finde ich das der Putz so dermaßen weich ist. Selbst wenn ich mit der Lehne eines Kunststoffstuhls mal an die Fassade komme ist direkt die Farbe ab - Das kann doch nicht normal sein?!? Tja und nun nimmt sich der Handwerker leider gar nichts davon an, meint alles wäre toll und weigert sich die Angelegenheit zu beheben. Kennt sich jemand von euch mit der Thematik aus und kann mir sagen wie ich nun weiter vorgehen soll? Ich danke euch schon mal im voraus und wünsche eine angenehme Woche!
    Gruß Michael
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  2. Mineralischer Aussenputz aufgebrannt? Handwerkerpfusch aufgesessen?

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  3. #2
    Avatar von Hundertwasser
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    Zuerst alle von dir festgestellten Mängel aufschreiben und die Liste dem Handwerker übergeben. Dann evtl. Rechtsanwalt und/oder Gutachter einschalten.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Hundertwasser,
    Die mängelrüge habe ich bereits geschrieben, jedoch interessiert des den Handwerker nicht die Bohne... Hatte heute einen bausachverständigen vor Ort, der hat mir bestätigt das der Putz aufgebrannt und versandet ist. Durch die hohe Temperatur ist der Putz zu schnell angetrocknet und konnte nicht mehr gerieben werden. Die Ausführung ist laut Sachverständigen mehr als mangelhaft! Er hat mir aber von einem Gutachten jedoch erstmal abgeraten, da falls es zu einer Gerichtsverhandlung käme, sein Gutachten nicht als unabhängig gilt und eh eine neues vom Richter in Auftrag gegeben wird. Stattdessen soll ich meine Fristsetzung abwarten, ggf. Die zweite Frist einräumen und bei verstreichen Schadenersatz geltend machen. Dann beauftrage ich vor Gericht einen Gerichtsvollzieher, spätestens jetzt muss er in irgendeiner Form reagieren. Dann bekam ich noch den Tipp mich an die Innung zu wenden und mal zu schauen für welche Gewerke er bei der Innung eingetragen ist. Und siehe da, da bin ich wohl einem Betrüger aufgesessen... Weder für das Maler und lackierhandwerk, noch für das stuckatuerhandwerk ist er bei der Innung zugelassen. Stattdessen Raumgestalter und bautenschutz! Also nicht zulassungspflichtige Gewerke. Wenn ich das im Netz alles richtig recherchiert habe interessiert sich auch das Gewerbeaufsichtsamt für solche Praktiken... Ich werde wohl nochmal das Gespräch suchen, wenns scheitert muss ich ihn wohl anzeigen. Mal sehen wie es sich entwickelt. Tja da lernt man wohl nie aus... Hatte noch nie Probleme mit Handwerkern am Haus, eher im Gegenteil, jetzt bin ich wohl mal auf die Schnauze gefallen... Bis dahin, ich werd berichten! Gruß michael
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  5. #4

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    Der Vorwurf des Betrugs ist sehr heftig und ohne echter Beweise würde ich das sein lassen. Es ist auch sehr errfrischend zu sehen dass der AD des Hersteller KEINE Interesse an Qualität hat, wie hast du denn diese Firma gefunden, mit was wirbt denn die Frima?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo,

    na ja was ist das denn wenn nicht Betrug, wenn sich jemand Malerbetrieb nennt im Netz, auf den Briefköpfen, auf dem Fahrzeug usw. - Werbung damit macht alles rund um die Fassadengestaltung, sämtliche Malerarbeiten usw. anbietet. Letzendlich ist er weder Maler noch Stuckateur!
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  7. #6

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    Dann bekam ich noch den Tipp mich an die Innung zu wenden und mal zu schauen für welche Gewerke er bei der Innung eingetragen ist. Und siehe da, da bin ich wohl einem Betrüger aufgesessen... Weder für das Maler und lackierhandwerk, noch für das stuckatuerhandwerk ist er bei der Innung zugelassen. Stattdessen Raumgestalter und bautenschutz
    Verputzarbeiten gehören u.U. zum Bautenschutzgewerbes

    Lies' mal
    http://www.plaudern.de/buerger-gegen...ern-98_all.htm
    http://www.buhev.de/2007/08/vg-arnsberg1-l-568-07.html
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