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"Bauland" im Grundbuch, was kein Bauland ist?

Diskutiere "Bauland" im Grundbuch, was kein Bauland ist? im Forum Baugesuch, Baugenehmigung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    "Bauland" im Grundbuch, was kein Bauland ist?

    Hallo miteinander!

    Ich bzw. ein Freund hat aktuell ein großes Problem bei der Erfüllung seines Wohntraumes:

    Er möchte gerne auf dem Grundstück seiner Eltern ein EFH bauen. Dieses Grundstück ist riesig, so dass locker noch zwei weitere Häuser drauf passen würden. Das Grundstück wurde bereits vor etlichen Jahren auf drei Grundstücke unterteilt. Zwei davon stehen im Grundbuch als "Bauland" eingetragen, das dritte als "Grünland".
    Heute auf dem Bauamt wurde ihm aber gesagt, dass der Grundbucheintrag keine Relevanz hat, weil laut dem Bebauungsplan (aus 1980; seitdem wurde dieser angeblich auch nicht geändert) die Bebauungsgrenze an dem anderen Haus zu Ende ist.
    Das Witzige dabei ist, dass heute auf der anderen Straßenseite drei Häuser stehen, die laut genau diesem Bebauungsplan dort nicht stehen dürften, da diese Flächen als Grünland ausgewiesen sind...

    Wie würdet ihr da nun vorgehen?
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  2. "Bauland" im Grundbuch, was kein Bauland ist?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Ich würde sehr vorsichtig in Erfahrung bringen, auf welcher Grundlage die drei Häuser auf der anderen Straßenseite ihre Genehmigung erhalten haben. Liegen diese Häuse im Geltungsbereich des angeprochenen Bebauungsplanes? Wenn ja, dann muss es in der Gemeinde dazu Beschlüsse geben.
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  4. #3
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    Ist halt die Frage wie man das am besten bewerkstelligt (ohne aufs Bauamt erneut zu rennen)!?

    Hat eigentlich der Beamte recht damit, dass der Grundbucheintrag nix wert ist?
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  5. #4
    Avatar von Der Bauberater
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    Grundbuch hat mit Baurecht nix zu tun und umgekehrt!
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  6. #5
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    Ok, gut zu wissen.
    Und selbst wenn das online auf der Behördenseite so steht (Grundstück 113 mit 115), bedeutet das nichts? (Auf 115 wäre der Neubau dann geplant)

    Name:  Test111.JPG
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  7. #6

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    In den beiden hessischen Gemeinden, aus denen ich die Kenntnisse habe, lagen die Bebauungspläne jeweils vor. Ist auch logisch, weil die Gemeinde den Plan beschließt und danach das Bauamt ihn als Grundlage seiner Entscheidungen verwendet. Was sagt also der Bebauungsplan bei der Gemeinde zu dem Chefin der Verwaltung, ebenfalls unverbindlich. Wenn sich die Gemeinde als "Bürger-nah" darstellt, dann sollte sie gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer nach einer Lösung suchen. Oder habt Ihr euch mit der Gemeinde "verkracht"?
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  8. #7
    Avatar von Der Bauberater
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    Zitat Zitat von RRRSSS Beitrag anzeigen
    Ok, gut zu wissen.
    Und selbst wenn das online auf der Behördenseite so steht (Grundstück 113 mit 115), bedeutet das nichts? (Auf 115 wäre der Neubau dann geplant)

    Name:  Test111.JPG
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    Das ist eine Bodenrichtwertkarte, die hat mit Baurecht nix zu tun. Theoretisch könnte man da eine zul. Bebaubarkeit ableiten, wenn der B-Plan aber was anderes sagt, dann funzt das nicht. Gehe zu einem Kollegen, der Einsicht in alle zur Verfügung stehenden Medien schaut. B-Plan oder Abrundungssatzung, Bodenrichtwertkarte, Liegenschaftskataster, Grundbuch, Baulastenverzeichnis und schau mal in den Steuerbescheid, ob Grundsteuer A oder B angesetzt ist/war.

    P.S.
    Wo stehen die anderen drei Häuser, die lt. B-Plan da nicht stehen dürften?
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  9. #8
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    Zitat Zitat von papeFT Beitrag anzeigen
    Wenn sich die Gemeinde als "Bürger-nah" darstellt, dann sollte sie gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer nach einer Lösung suchen. Oder habt Ihr euch mit der Gemeinde "verkracht"?
    Wie oben geschrieben betrifft das Ganze einen Freund, der aktuell beruflich sehr eingespannt ist und mich gebeten hat mal hier die Fragen zu stellen (da ich mich gerade sowieso mit Bau/Kauf auseinandersetze); deshalb kann ich nicht immer sofort alle Infos liefern.

    Soweit ich weiß wohnt die Familie bereits seit einem halben Jahrhundert in der Gemeinde und hat sich auch mit niemandem dort in irgend einer Form verkracht.
    So wie er mir das gestern erzählt hat, hat der Beamte auf dem Bauamt einfach nur diesen Bebauungsplan aus dem Schrank geholt, dort gesehen dass das zwar nicht als Grünland definiert ist, aber die Baugrenze genau an dem bereits bestehenden Haus verläuft und somit bestimmt, dass man da nicht bauen kann. Dass auf der anderen Straßenseite nun die Häuser in diesem Bereich stehen, der auf dem Bebauungsplan als Grünland ausgewiesen ist, konnte er auch nichst zu sagen, wieso das so ist.

    Gehe zu einem Kollegen, der Einsicht in alle zur Verfügung stehenden Medien schaut.
    Wo find ich so einen?

    Die oben aufgeführte Karte enstpricht nicht dem Originalbauland (da ich nicht weiß, ob mein Bekannter das möchte, dass ich genau das Grundstück öffentlich zeige), aber ist vom Prinzip her fast identisch aufgebaut.
    Wenn man diese Karte betrachtet wäre es so, als ob in dem unteren grünen Bereich rechts Häuser stehen würden. Und wie gesagt, in dem Bebauungsplan vom Bauamt ist dieser Bereich als Grünland ausgewiesen.
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  10. #9
    Avatar von Der Bauberater
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    Zitat Zitat von RRRSSS Beitrag anzeigen

    Wo find ich so einen?
    hier

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  11. #10
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    Definitiv, wenn man weiß nach was bzw. wem man GENAU suchen muss.

    Wie kann ich anhand der von dir genannten Seite ausfindig machen, wer genau auf die ganzen Programme Zugriff hat und mir da eine Auskunft geben kann? (Kann das z.B. jeder "freiberufliche" "Stadtplaner"?) (Sorry wenn ich so blöd frage, aber das wäre so als würde jemand, der einen defekten Stereoverstärker hat, den er reparieren lassen möchte, eine Seite mit allen Hifi-Geschäften der Stadt genannt bekommen)
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Der Bauberater Beitrag anzeigen
    Gehe zu einem Kollegen...
    schrieb(siehe Berufsangabe) ... ein Architekt.

    Da einmal von "Grünland" und dann von einer "Bebauungsgrenze" die Rede war:
    Beginnt da der "Aussenbereich", wo erstmal nur bestimmte Nutzungen genehmigt werden?
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  13. #12
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    Zitat Zitat von juwido Beitrag anzeigen
    schrieb(siehe Berufsangabe) ... ein Architekt.
    Kann jeder Architekt das Selbe?
    Du bist ja Maschinenbauer; kennst du dich mit akustischen Mehrkörpersimulationen, numersicher Strukturmechanik, Fluidtechnik, Umformtechnik, Konstruktionstechnik, Turbomaschinen usw. aus? :-)
    Da hat wohl jeder sein Spezialgebiet und aus der Suche wird das nicht ganz klar... außerdem weiß ich immernoch nicht nach was für einem Architekten ich suchen soll.

    Wenn du das obere Bild betrachtest beginnt das Grünland hinter "115". "113" und "115" sind im Grundbuch als Bauland eingetragen, die Bebauungsgrenze (laut Bebauungsplan Bauamt) endet jedoch zwischen "113" und "115", wonach "115" kein Bauland mehr wäre.
    Im Bebauungsplan beginnt aber das Grünland hinter "115". "115" hat im Bebauungsplan die gleiche Farbe wie "113", nur die Grenze ist dazwischen gezeichnet.

    Ich hoffe das war einigermaßen verständlich!?
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  14. #13
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    Ein Archi, der LPH 1-4 macht sollte das eigentlich können, gehört nämlich zur Grundlagenermittlung, ob ein BV genehmigungsfähig ist.
    Dein Kumpel soll sich einen Archi suchen, der "Bauanträge" macht. Natürlich gibt es Kollegen, die schon x Jahre (nur) Bauleitung und Werkplanung machen und im Bauplanungsrecht nicht mehr so fit sind, aber eigentlich sollte das Jeder können. Es gibt auch Bauing's, die Vorlageberechtigt sind, die können das genau so gut.
    Es muss geprüft werden was das Bauplanungsrecht für die Grundstücke hergibt und ob und falls ja, was für Befreiungen/Abweichungen/Ausnahmen für die auf der anderen Seite ausgesprochen wurden (wenn sie im selben Geltungsbereich des B-Planes liegen)
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Danke, das hilft mir weiter.
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  17. #15

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    Nach dem letzten GEbäude beginnt immer der Außenbereich. Egal was irgendwo gekennzeichnet ist oder geschrieben steht.
    Außer es ist Teil des Bebauungsplangebietes.
    Von daher bei 115 keine Chance
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