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  1. #1

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    Überspannungsschaden an Gastherme

    Hallo,

    meine Gasbrennwerttherme wurde bei einem Gewitter durch Überspannung beschädigt und funktioniert jetzt nicht mehr.
    Die Überspannung muss wohl durch den Außensensor zur Gastherme weitergeleitet worden sein denn sonst gibt es keine weiteren Schäden im Haus.

    Gibt es eine Möglichkeit solche Schäden zu vermeiden ? (Schutz des Außensensors?)
    Oder wurde etwas beim Einbau falsch gemacht?

    Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.

    Danke
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  2. Überspannungsschaden an Gastherme

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  3. #2

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    Als Laie kann ich mir nicht vorstellen das es der Außensensor war.

    Denn dann müsste der Blitz ja schon direkt in den Sensor gehauen haben, und das würdest du glaube ich sehen.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von icko Beitrag anzeigen
    Gibt es eine Möglichkeit solche Schäden zu vermeiden ? (Schutz des Außensensors?)
    Es gibt viele Möglichkeiten, aber keine die mit absoluter Sicherheit hilft. Das liegt allein schon daran, dass sich die Charakteristik von Blitzentladungen nur grob bestimmen lässt. Der Sensoreingang des Reglers sollte normalerweise gegen Überspannungen geschützt sein, genau so wie beispielsweise der Netzeingang im Netzteil des Reglers in der Gastherme. Hierfür gibt es Normen, wobei die Hersteller noch etwas Interpretationsspielraum haben. Üblicherweise würden solche Eingänge mit +-1kV geprüft. Es gibt jedoch Normen nach denen +-500V ausreichen, oder wenn die Leitungslänge mit < 30m spezifiziert wird, kann man sogar auf die Prüfung verzichten. Wie gesagt, hier gibt es etwas Interpretationsspielraum. Ich würde hier die Interpretation der EN55024 heranziehen, die solche Prüfungen für alle Leitungen vorsieht die aus dem Gebäude herausgeführt werden, und zwar unabhängig von der Länge. Diese Norm ist zwar nicht für solche Regler bzw. Sensoreingänge vorgesehen, aber die Interpretation ist in meinen Augen schlüssig.

    Nachträglich lässt sich an solchen Temperaturfühlern nur schwer ein Blitzschutz anbringen, und selbst wenn, dann ist die korrekte Funktion noch fraglich. Es handelt sich hierbei ja um eine unsymmetrische Überspannung, also eine Überspannung gegen Erde. Daher ist der sinnvollste Weg, den Sensor so zu platzieren, dass dieser keiner Überspannung ausgesetzt wird.

    Ich frage mich jedoch, ob der Außenfühler als Ursache überhaupt in Frage kommt. Ist dieser irgendwo an der Wand montiert und die Leitung wird auf kurzem Weg in´s Gebäude geführt, dann ist eine Überspannung sehr unwahrscheinlich. Ich setze hier voraus, dass die Leitung im Gebäude mit entsprechend Abstand zu anderen kritischen Leitungen geführt wird.

    Es wäre daher zuerst einmal zu untersuchen, was überhaupt an der Gastherme zerstört wurde, und dann kann man sich an die Ursachenforschung machen. Denkbar wäre ja, dass die Überspannung über das Stromnetz kam, rein theoretisch könnte auch die Gasleitung (aus CU oder Stahl) eine Überspannung in die Gastherme geleitet haben usw. Bevor man nicht die Ursache kennt ist es unmöglich einen sinnvollen Schutz gegen Überspannung zu planen. Man kann ja nicht alle Eventualitäten vorhersehen.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    Zitat Zitat von wadriller Beitrag anzeigen
    Denn dann müsste der Blitz ja schon direkt in den Sensor gehauen haben, und das würdest du glaube ich sehen.
    Nicht zwingend. Hohe Ströme induzieren auch in benachbarte Leitungen Ströme die dort angeschlossene Bauteile zerstören können. Es muss sich nicht um einen direkten Einschlag handeln, denn dann wäre sowieso jeder Blitzschutz überfordert.

    Gruß
    Ralf
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