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  1. #1

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    Bogenschnitt 30/30 Deutsche Deckung; teils mit nur 2 Nägeln befestigt...

    Hallo,

    unser Dach wurde in den letzten Wochen gerade neu gedeckt. Wir haben uns für spanischen Schiefer, Bogenschnitt 30/30, entschieden und waren von den Arbeiten eigentlich total begeistert. Mit den Dachdecker- Gesellen war ein prima Hantieren und Umgang; es hätte Alles besser gar nicht sein können.

    Während der Bauphase habe ich auch öfters mal Fotos gemacht. Eigentlich vorrangig als Erinnerungsfotos an die Bauzeit und um sie natürlich freudig und stolz mit Freunden und Bekannten per eMail zu teilen. So weit, so gut....

    Am letzten Tag der Dachdeckerarbeiten erhielt ich dann ein Feedback eines Bekannten aufgrund meiner Fotos, das ich mir doch mal einige Bilder genauer anschauen solle. Es waren auf einigen Bildern Schiefer zu sehen, die nur mit 2 Nägeln befestigt wurden und das wäre fachlich nicht korrekt. Der gute Mann ist Zimmerer und hat die Fotos leider erst gegen Schluss unserer Bauzeit sichten können. Leider kam der Hinweis eben nun schon zu spät.

    Natürlich hat's mich sofort vom Stuhl gehauen, als er mir gleich die entsprechenden Richtlinien und Verordnungen zum Stand der Technik mitgeschickt hatte. Und die besagen halt überall.... 3 Nägel, mindestens.

    Der Chef wurde von mir informiert, der dann wiederum auch die Gesellen befragt hat. Einer von den Zweien (bzw. Dreien; an manchen Tagen waren sie zu dritt da) hat öfters mit 2 Nägeln befestigt.

    Was kann man jetzt noch tun bzw. wie kann man sich jetzt einigen. Den Mangel einfach abstellen, wie bei anderen Gewerken, geht ja hier nicht. Mann kann ja (leider) den 3. Nagel nicht mehr reinhauen.

    Vorab schon mal Danke für eure Antworten. Grüße, Thomas
    P.S. habe die Fragestellung auch schon einmal in einem anderen Forum gepostet. Ich hoffe, viele Meinungen zu bekommen, denn
    selbst habe ich ehrlich gesagt keinerlei Idee, was man tun könnte. Bei so vielen Gewerken kann man den Mangel einfach durch Nacharbeit
    abstellen - aber bei sowas halt nicht.
    Danke!
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  2. Bogenschnitt 30/30 Deutsche Deckung; teils mit nur 2 Nägeln befestigt...

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    1-2 Nagel werden zum halt gesetzt, der 3 sollte eigentlich auf Zug gesetzt werden. So hat man mir das zumindestens beigebracht. Da ich aber keine Dächer schiefer kann ich nicht viel mehr dazu sagen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    trotzdem vielen Dank, Kalle !
    Mir wurden eben gleich die Richtlinien des Dachdecker-Handwerks und der sogenannte 'Stand der Technik'
    unter die Nase gerieben. Sonst wüßte ich gar nicht, das es mindestens 3 Nägel sein müssen.
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  5. #4

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    OK dann reibe ich dir das auch nochmal unter, mit den Regeln des deutschen Dachdeckerhandwerks für die Bogenschnitt Deckung mit Schiefer unter anderem:

    3.2.3 Deutsche Deckung (Bogenschnittdeckung)

    Die Bogenschnittschablonen sind mit mindestens drei Schiefernägeln oder -stiften zu befestigen, wobei die Befestigung im Brustbereich unterhalb der Höhenüberdeckung, aber innerhalb der Seitenüberdeckung erfolgt.

    Die Frage nachdem was mache ich nun....ist berechtigt...aber so einfach wird das nicht zu klären sein, denn es liegt auch ein klarer Verstoß gegen die Fachregeln vor und danach kann das so nicht verbleiben...oh Gott der arme Dachdecker....aber das kommt auch davon wenn man diese Fachregeln nicht kennt bzw. vernachlässigt. Auch mangelhafte Kontrolle des Bauleiters bzw. des Dachdeckermeisters liegt hier vor...
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  6. #5

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    Hallo zusammen,

    auch wenn ich die Frage nach dem "was ist zu tun" leider nicht beantworten kann, habe ich eine Verständnisfrage.

    Wie ob schon geschrieben, sind nach den Fachregel die Schieferplatten 30x30 mit mind. 3 Schieferstiften zu befestigen.
    In der Fachregel für Faserzement-Dachplatten werden für das gleiche Format 30x30 Bogenschnitt nur mind. 2 Schieferstifte gefordert.
    Kennt jemand den Grund für die unterschiedlichen Vorgaben?
    Hat das etwas mit dem höheren Gewicht der Schiefer zu tun?
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  7. #6
    Themenstarter

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    anbei mal für alle Interessierten mal noch ein Link ins Google Picasa Album, einfach mal zum anschauen des Gesamten:
    https://picasaweb.google.com/1147285...lwE&feat=email
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  8. #7

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    so die bilder hab ich mir angeschaut.....da sage ich mal gut so...sprich ihn mal auf die befestigung an, denn es scheint ja so zu sein, daß nicht alle steine betroffen sind...jetzt kann man erstmal nichts mehr tun......sprich mit dem dachdecker, vielleicht kann er dir ja die gewährleistung verlängern....wäre eine möglichkeit.......ansonsten ist die arbeit sehr schön ausgeführt...
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  9. #8
    Avatar von Dachi
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    Schöne Arbeit Es scheinen ja wirklich nur vereinzelt mal welche mit 2 Nägeln befestigt zu sein. Habe auf den Bildern gerade mal ne Handvoll gesehen (geschätzt).
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  10. #9
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    Das Dach schaut optisch wirklich 1A aus, da gibt es überhaupt nichts zu beanstanden. Das macht richtig was her.

    Problem ist halt wirklich nur diese Geschichte mit der Richtlinie zur Befestigung /Stand der Technik. Inwiefern die Arbeit diesbzgl. zu
    bewerten ist, wollte ich eben gern von euch Fachleuten beurteilt haben.
    Ein Rückbau, was teils (auch in einem anderen Forum) empfohlen wurde, ist für mich keine Option. Wir sind hier auf'm Dorf;
    der Dachdecker kann sich doch sonst nirgendwo mehr blicken lassen, sondern gleich zuschließen. Ist ne Zwickmühle für beide Seiten. Ich selbst fühle mich auch grad nicht sonderlich wohl in der Rollen dessen, der mit Richtlinien ankommt, pingelig ist oder andauernd rumnörgelt. Habe aber auch ein wenig Bammel was die Langlebigkeit des Daches deswegen angeht; oder ob irgendwann ne Versicherung nach nem Sturmschaden die Regulierung ablehnen könnte, die Schiefer schneller klappern, die 'Last' sich nur auf 2 Punkte verteilt, anstatt auf 3 (mindestens 3).

    Vom Gesamtanteil her, vermute ich das so ca. reichlich 1/3 der Decksteine in Frage kommen könnte. Denn das entspricht in etwa
    dem Bereich, den der betroffene Geselle gedeckt hat. Der hat sicherlich manchmal auch 3 Nägel gegeben. ABER laut seinen eigenen Aussagen, war es sinngemäß so: 'Wenn die Schalung okay ist, keine Fuge getroffen wird und die beiden Nägel gut ziehen, dann würden 2 Nägel bei den Decksteinen reichen und das wäre halt so in Ordnung. Das würde auch so halten.'

    Auf den Fotos habe ich das Problem mit den Nägeln ja nur durch Zufall drauf. Ich habe ihm ja nicht mit Fotobeweis hinterher spionieren wollen. Bin da eh keiner, der andauernd daneben tritt und den Leuten auf'n Wecker geht.
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  11. #10

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    Erstmal schönes Dach. Schiefer auf dem Dach macht schon richtig was her.

    Das ist mal wieder so nen typischen Fall von Erfahrung meets Regelwerk. Im Grunde gibt es keine Diskussion. Regelwerk, ist Regelwerk. Vermutlich aber wird an deinem Dach die nächsten Jahre, Jahrzente nichts passieren. Wissen kann man es nie. Wie hier schon vorgeschlagen wurde würde ich mit dem Dachdecker eine Verlängerung der Gewährleistung vereinbaren. Der Geselle hat Mist gebaut weil er nicht nach Regelwerk arbeitet, der Meister weil er es nicht überwacht hat, Punkt. Ich glaube, es geht hier nicht um die Frage hält das nun oder nicht, sondern eher wer haftet wenn etwas passiert. Was passiert, wenn der Handwerker nach Regelkunde arbeitet aber es passiert trotzdem was? Wer würde dann für den Schaden der entsteht haften? Dem Handwerker könntest du wohl kaum eins reinwürgen, da er sich ja korrekt verhalten hat.

    Am Ende wärst wohl du derjenige, der auf den Kosten sitzen bleibt. Da der Handwerker in deinem Fall aber Mist gebaut hat, obwohl er sauber gearbeitet hat, schätze ich bist du in einer wesentlich besseren Lage. Mein Rat: Preisnachlass (angemessen) und eine Verlängerung der Gewährleistung. Vielleicht auch nur für den Teil wo der Handwerker gearbeitet hat.

    Ansonsten schönes Dach.
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  12. #11
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    Danke für die bisherigen Einschätzungen und Beiträge!
    Im Grunde sehe ich es genauso. Die Lösung wird wohl irgendeine Kombination aus Preisnachlass und längerer Gewährleistung
    werden. Ich warte erstmal ab, welchen Lösungsvorschlag der Chef anbietet.
    In ein paar Jahren wird er wohl in den Ruhestand gehen. Ob die Firma darüber hinaus weiterhin fortbesteht, steht auf einem anderen Blatt. Das wäre dann halt ein Risiko, zumindest was die längere Garantiezusage angeht. Es sei denn, man könnte dies mit einem Sicherheitseinbehalt auf einem Sperrkonto über die gesamte Laufzeit lösen. (wie es angeblich ja wohl öfters im privaten Baurecht Anwendung findet)
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  13. #12

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    Ehrliche Meinung: Was mit 2 Nägeln nicht hält hält auch mit 3 Nägeln nicht... (ich selber nagel aus Gewohnheit aber immer mit 3 Nägeln)

    Ich glaube hier bei diesem Haus nicht, das die Schiefer mit 2 Nägel eher kaputt gehen als die mit 3. Das Problem ist eher das die mit 2 Nägeln dann rausrutschen. Die mit 3 Nägeln nicht.

    Gewährleistungsverlängerung, kleinen Nachlass....

    Aber wie hoch der Nachlass? 10% Fänd ich schon viel zu viel für so einen Fehler.

    Was die nächsten 3 Jahre überlebt überlebt auch weiterhin...
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  14. #13
    Avatar von Dachi
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    @Holger: sehe ich aus der Sicht des Handwerkers genauso.
    Aus der Sicht des AG der fachlichen und von anderen Unbeteiligten, sieht das aber anderst aus.
    Daß das auch hält, brauchen wir nicht zu diskutieren. Einziger Nachteil ist das rausrutschen wie Du ja schreibst.
    Aber auch die Steine mit 3Nägeln "können" eher kaputtgehen wenn einer zu fest angezogen ist. Es kann was sein, muss aber nicht.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Ich wundere mich gerade ein wenig über die Meinung von meinen Kollegen das das eine schöne Arbeit sei.

    Aber erstmal zu deinem Problem mit dem 3. Nagel. Grundsätzlich ist es so, wie meine Vorredner es schon geschrieben haben, das es in den Fachregeln so geschrieben steht. Aber mal Hand auf´s Herz, wenn ein Schiefer mit 2 Nägeln befestigt ist, wo soll der den hinrutschen??? Jeder Dachdecker, der was taugt, merkt beim nageln ob er eine Fuge getroffen hat oder ins Holz und wenn 2 Nägel im Holz befestigt sind ist der 3. Nagel nicht mehr notwendig. Der ist dann nur noch dafür da um die Fachregel zu erfüllen. Und ich finde es übertrieben dem ausführenden Dachdecker dafür Geld abzuziehen. Laß dir schriftlich garantieren, das er für Schäden die durch das fehlen des 3. Nagel enstehen, 10 Jahre haftet und gut ist.

    Und jetzt mal zu dem "schönen" Dach.
    Ich muss euch ehrlich sagen das mir die Haare zu Berge stehen wenn ich die Bilder sehe.
    Ich fange mal langsam an.
    Bild 1: Die Brust vom Wasserstein ist falsch herum gehauen (wenn ich das auf dem Bild richtig erkennen kann), die Kehlsteine sind zu wenig überdeckt (Mind. 1/3 mehr Überdeckung wie in der Fläche)
    Bild 16: Die Rinne von der Gaupe hängt viel zu tief.
    Bild 17: Diese riesen Fußsteine auf der seitlichen Fläche der Gaupe sind schön???
    Bild 26: Die halbe Überdeckung von dem Kehlstein weggehauen und diesen nur mit 2 Nägeln befestigt (und dieser (!) rutscht mit der Zeit)
    Bild 30: Das Blech unter der rechten Stütze ist mind. 3cm zu kurz und damit wenig zu überdeckt. Am Endort sind die Ecken, am Fenster, nicht gestutzt
    Bild 31: Die Schieferüberstand von der Kaminseite steht zur Rückseite hin über und nicht die Rückseite über die Seitenteile.

    Das sind die Sachen die mir erstmal so ins Auge gefallen sind. Die Ausführung der Kaminkehle (Bild 65/66) finde ich auch nicht so prickelnd, kann man auf den Bildern aber auch nicht so gut erkennen und von den optischen Sachen (das sehen/erkennen nur Leute vom Fach) möchte ich gar nicht erst anfangen.


    @Themenstarter
    Die fehlenden Nägel sind wirklich das kleinste Problem von deinem Dach.



    Gruß Helmut
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  17. #15

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    Hier war nach der Befestigung gefragt.....niemand hat dich damit beauftragt hier Ausforschung zu betreiben...oder
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