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Ausmaß der feuchten Wand im 1.OG (Kamin)

Diskutiere Ausmaß der feuchten Wand im 1.OG (Kamin) im Forum Baumurks in Wort und Bild auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Ausmaß der feuchten Wand im 1.OG (Kamin)

    Liebes Bauexperten-Forum,

    wir haben ein Reihenhaus aus den 80ern gekauft und beschäftigen uns nun erstmals wirklich mit Handwerken. Daher melde ich mich hier mal an und frage unsere erste Frage, bzw. beschreibe das Problem.

    Laut Baugutachterin war das Haus ohne Mängel, nun beim Auszug stellt der Besitzer fest, dass an einer Wand, die nach innen liegt, aber die Wand zum Kaminabzug (also das wo der Qualm aus der Ölheizung durchgeht) ist, Schimmel aufgetreten ist (es war 30 Jahre ein Schrank ganz dicht drangestanden). Anbei ein Bild. Wir möchten hier zunächst nur wissen:
    - kann ich das durch Entfernen der Tapete und neu tapezieren selbst versuchen?
    - und sollte man dann gleich eine Tapete nehmen, die gleichzeitig dämmt, also so eine dickere?
    - muss man die Wand dann noch speziell behandeln, auch wenn sie nicht feucht ist?

    Ich denke als Laie, dass es kein Mauerproblem sein dürfte im 1. OG? Im Kaminabzug steht ja kein Wasser... Im Keller wäre es vermutlich schlimmer? Die Vorbesitzer meinten übrigens, dass wenige Male in all den Jahren unten Wasser aus dem Kamin kam im Keller bei starkem Regen. Können wir (nach Schimmelbeseitigung) ein Dach auf den Schornstein setzen, oder sollen wir warten, ob das Problem wiederkommt?

    Für ein paar Tipps vielen Dank vorab!
    Peter

    PS: An anderen Stellen am Kaminabzug haben wir bisher keinen Schimmel gefunden.
    PPS: Es gibt ein 2. Rohr für eine Feuerstelle, die es aber nicht gibt.
    PPPS: Sorry, viele Fragen.

    schimmel.jpg
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  2. Ausmaß der feuchten Wand im 1.OG (Kamin)

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  3. #2

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    Für mich sind hier recht eindeutig die Fugen der Kaminsteine zu sehen. Das würde für mich bedeuten, daß hier Wasser von innen kommt. Folglich wäre auch die gesamte Dämmung durchnässt. Ist an dieser Seite der ungenutzte Kaminzug? Mal vom Fachmann ( Schorni) kontrollieren lassen, ob die Abdeckplatte und - ganz wichtig - die Schiebestücke an der Kaminmündung richtig eingebaut sind. Ich vermute die ungenutzte Seite, sonst hätte der Schorni schon mal gemeckert, der muß ja den benutzten Zug in seiner ganzen Länge prüfen.
    Also erst mal Ursache klären, dann nach Sanierungsmöglichkeiten suchen. Eine dickere Tapete gehört schon mal nicht zu denen.
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  4. #3
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    Hallo Peter,
    danke für den guten Blick, das hat mir bisher keiner gesagt. Aber nun sieht es für mich auch nach den Fugen aus. Ja, es müsste der ungenutzte Bereich sein. Wir werden irgendwann mal eine Feuerstelle einbauen, aber nicht in den nä. Jahren. Der Schornstein oben ist ganz klassisch (siehe Bild, hab kein größeres leider), also ohne Dach oder herausragendes Rohr.
    schornstein.jpg
    Wir werden den Schornsteinfeger kommen lassen. Sicherlich wäre eine Abdeckung ganz oben sinnvoll, wenn es ja sonst so viel reinregnet. Aber wenn wir dann oben alles repariert haben: Trocknet das (du hast auch die Dämmung erwähnt, falls bei uns vorhanden) dann über die Monate von alleine wieder aus, wenn kein neues Wasser nachkommt und wir keinen Schrank direkt an die Wand stellen? Oder muss bei so einem Schaden in jedem Fall Dämmung oder Wand erneuert werden? Nur mal Erfahrungswerte, keine genaue Ferndiagnose .

    Viele Grüße
    Peter
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  5. #4

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    Schorni vorbeikommen lassen ist eine gute Idee. Der kennt die Anlage.

    Ölheizung....wurde an der in letzter Zeit etwas "optimiert"? (verschlimmbessert)

    Das sieht mir jetzt zwar nicht nach einer typischen Versottung aus, aber ich würde auf jeden Fall mal die Abgastemperatur prüfen. Es wäre nicht die erste Anlage die dank hoher Ölpreise so "optimiert" wurde, dass das Kondensat eimerweise im Schornstein runterläuft. Handelt es sich definitiv um den unbenutzten Zug, dann kann man das gleich abhaken.

    Ein ungenutzter Schornsteinzug sollte natürlich abgedeckt werden. Solche Abdeckungen gibt es in allen möglichen Varianten. Auch an die Belüftung denken, danach trocknet der Schornstein auch wieder aus. Für welche Variante man sich entscheidet, das ist auch Geschmackssache. Eine Schornstein"sanierung" ist in solchen Fällen normalerweise nicht erforderlich.

    Auf jeden Fall den Schimmel im Raum entfernen. Dann abwarten.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Schimmel unbedingt entfernen wie Vorschreiber schon sagt.
    Wenn Ursache fachmännisch behoben ist, sollte Schimmel nicht mehr auftauchen.
    Sollte das widererwarten nicht die Ursache gewesen sein, wird der Schimmel wieder kommen.
    Geändert von R.B. (05.09.2013 um 12:08 Uhr) Grund: link entfernt
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  7. #6

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    (es war 30 Jahre ein Schrank ganz dicht drangestanden)

    weil dann keinerlei hinterlüftung stattgefunden hat..

    hier würde ich eher die ursache sehen...mal gut durchgelüftet...die schwarzen stellen entfernen und beobachten...ich denke mal dann hat sich das problem von alleine gelöst..
    könnte aber auch an einer Versottung liegen.....solltest du mal auf dem dachboden nachsehen ob da am kamin auch diese dunklen stellen vorhanden sind....wenn nicht siehe wie vor..
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  8. #7

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    Auch mit Schrank muss die Feuchtigkeit irgendwo herkommen. Allein aus der Raumluft, da habe ich so meine Zweifel. Dann würden die Flecken anders aussehen.

    Wie oben schon genannt, das Muster könnte den Fugen entsprechen, das wäre für Feuchtigkeit aus dem Schornstein der leichtere Weg als durch die Steine. Deswegen dürften diese Stellen feuchter sein, und Dank Schrank davor, konnte die Feuchtigkeit nicht in den Raum, folglich Schimmel.

    Die Frage ist nur, woher die Feuchtigkeit im Schornstein kam. War er bisher ungenutzt, dann wäre Regen eine Erklärung. War der Zug genutzt, dann käme auch Versottung in Frage, zumindest theoretisch.

    Eine weitere Theorie, aber wirklich weit hergeholt, die Fugen sind kälter als die Flächen der Steine. Dadurch kondensiert dort feuchte Raumluft leichter als an den Flächen, folglich gibt es dort zuerst Schimmelbildung. Dann wäre aber die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch an anderen Stellen im Raum Schimmel oder zumindest feuchte Stellen sichtbar wären.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
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    Hallo euch allen und herzlichen Dank für eure Beteiligung, die uns sehr hilft.
    Folgendes habe ich noch herausgefunden:
    - laut Grundriss läuft von der Ölheizung zum rechten Kaminrohr eine Leitung, die Feuchtigkeit kommt an der Tapete ja nicht von links, also liegt es m.E. nicht am unbenutzten Rohr. Viell. stimmt aber auch der uralte Grundriss nicht dort sind übrigens drei Rohre eingezeichnet bzw. 3x dieses s/w-Kästchen).
    - bei der letzten Schornsteinfegerrechnung (vor unserer Zeit) steht unter Abgastemperatur: 198 Grad. Laut Google sollte da Versottung eigentlich kaum möglich sein?
    -wenn es wirklich die Fugen sind: ist ein Kamin nicht mit flachen Ziegelsteinen gemauert und nicht mit so hohen Blöcken? Die Abstände der dunklen "Striche" auf dem Foto ist etwa 30cm.

    Wenn also nicht das ungenutzte Rohr schuld ist und viell. auch keine Versottung, dann müsste es durch den Regen kommen. Wir werden mal sehen, was der Kaminfeger dazu sagt - sein letzter Besuch ist noch kein halbes Jahr her. Da müssten undichte Abdeckungen ja aufgefallen sein. In jedem Fall scheint mir ein Dächlein oben sinnvoll.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von littbarski Beitrag anzeigen
    -wenn es wirklich die Fugen sind: ist ein Kamin nicht mit flachen Ziegelsteinen gemauert und nicht mit so hohen Blöcken? Die Abstände der dunklen "Striche" auf dem Foto ist etwa 30cm.
    Das hat man zwar ganz früher so gemacht, aber zur Errichtungszeit des Gebäudes waren fertige Mantelsteine schon vielfach üblich. Und die haben etwa jene Höhe!
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  11. #10
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    Hallo Julius,

    was mich zu den Abständen noch eingefallen ist: Es könnte auch genau der Abstand der Schrank-Bretter gewesen sein.

    Zur Versottung: Ist ein Versotten einer 80er-Jahre-Kamins, wenn er normal genutzt wird, bei 200 Grad Abgastemperatur überhaupt möglich?
    Wenn ja: Welchen anderen Grund außer der Temperatur gibt es da?

    Viele Grüße
    Peter
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  12. #11

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    weil der schrank zu dicht an der wand gestanden hat....ist hier keine warme umgebungsluft rangekommen....dann der kalte kamin...und schon isses passiert..........prüfe das mal....ich denke mal dann hat sich das problem von selber gelöst....
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  13. #12
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    Danke euch allen für eure schnellen und hilfreichen Antworten. Wir wissen nun besser, woran wir sind. Habe mich schon mit Schimmel-Set ausgerüstet und werde die Wand entsprechend behandeln sowie Schornsteinfeger oder Dachdecker mit Dach auf Kamin beauftragen.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von littbarski Beitrag anzeigen

    Zur Versottung: Ist ein Versotten einer 80er-Jahre-Kamins, wenn er normal genutzt wird, bei 200 Grad Abgastemperatur überhaupt möglich?
    Nein. Details (Taupunkt etc.) spare ich mir jetzt.

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Hallo zusammen,

    ein kleines Update, nachdem wir nun die Schlüssel bekommen haben. Im DG gibt es leider auch Schimmel an der Kaminwand, wie im 1.OG. Allerdings auch wieder nur da, wo direkt ein Möbel dran stand. Ich denke also, dass dies die Hauptursache ist (Schrank direkt an Kaminwand). Leider sieht die Wand unter der Tapete auch nicht rosig aus. Habe nun alles beseitigt und mit Schimmelfarbe angemalt. Im DG kommen die rostfarbenen Flecken trotzdem durch.

    Hier also ein paar neue Bilder, auch vom Kamin. Die andere Seite sieht ok aus, aber bei einem Foto sieht man, dass die Holzverkleidung schon aufgeweicht ist, und genau darunter gab es ja auch an den Wänden die Schäden. Also entweder in den Kamin regnet es wirklich derart rein, oder diese Abdichtungen ganz oben sind undicht. Auch andere Stellen rund um den Kamin, wo eigentlich Plastikfolien vor den Dachziegeln sind, sehen wüst aus (aufgerissen etc.).

    Also falls die neuen Bilder neue Diagnosen erlauben, bin ich gespannt. Wir werden die nächsten Tage einen Kaminfeger herkommen lassen.

    Viele Grüße
    Peter

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  17. #15

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    Hallo zusammen,

    ein kleines Update, nachdem wir nun die Schlüssel bekommen haben. Im DG gibt es leider auch Schimmel an der Kaminwand, wie im 1.OG. Allerdings auch wieder nur da, wo direkt ein Möbel dran stand. Ich denke also, dass dies die Hauptursache ist (Schrank direkt an Kaminwand). Leider sieht die Wand unter der Tapete auch nicht rosig aus. Habe nun alles beseitigt und mit Schimmelfarbe angemalt. Im DG kommen die rostfarbenen Flecken trotzdem durch.

    Hier also ein paar neue Bilder, auch vom Kamin. Die andere Seite sieht ok aus, aber bei einem Foto sieht man, dass die Holzverkleidung schon aufgeweicht ist, und genau darunter gab es ja auch an den Wänden die Schäden. Also entweder in den Kamin regnet es wirklich derart rein, oder diese Abdichtungen ganz oben sind undicht. Auch andere Stellen rund um den Kamin, wo eigentlich Plastikfolien vor den Dachziegeln sind, sehen wüst aus (aufgerissen etc.).

    Also falls die neuen Bilder neue Diagnosen erlauben, bin ich gespannt. Wir werden die nächsten Tage einen Kaminfeger herkommen lassen.

    Viele Grüße
    Peter

    Ich würde ´mal von Dachdecker den Schornsteinanschluss an die Dacheindeckung prüfen lassen. Durchaus möglich dass Wasser außen am Schonrnstein rinnt.
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