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  1. #1

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    Gründung Bodenplatte auf ca 2m Wandkies 0-x und Frostschutzkies 0-42

    Hallo,

    unser anstehender Neubau soll auf Bodenplatte gegründet werden. Das Bodengutachten sagt soviel aus, dass etwa 20cm Mutterboden, 60-80cm Verwitterungsschicht und folgend Grundmoräne und Moränenkies bis in 6m Tiefe per Baggerschürfung und Rammsonde erkundet wurde.

    Im Bodengutachten wird weiter ausgeführt das bei belassen der Verwitterungsschicht auf Streifenfundamenten bis in die Möranenschicht und 60cm Bodenaustausch auf Bodenplatte gegründet werden kann. Beim ausheben kam bis in eine tiefe von ca 1m stinkender Boden zum, Vorschein. Also weit aus tiefer als im Gutachten angegeben. Ich habe daraufhin bis in eine tiefe von 1,8m abgegraben. Ab da kam nur noch kiesiger Boden. Diesen habe ich mit einem Ramax kreuzlagig verdichtet. da ich keine Fan von Streifenfundamenten bin, habe ich ungefähr 800t wandkies 0-x auf den Baugrund fahren lassen und lagig alle 20-30cm verdichtet. Der Statiker gibt mal soweit sein okay dazu.

    An der höchsten Stelle der OK Bodenplatte über dem Gelände liegen jetzt 2,4m verdichteter Wand- und Frostschutzkies. Und das macht mir doch etwas Bauchweh. Das Gelände fiel um etwa 1,5m ab. Das Haus ist aus dem Dreck herausgeplant worden. So steht die Bodenplatte auf einem Haufen Kies. Und rundum frei. Klar wird och angefüllt aber muss ich mir sorgen machen, dass sich der Kies unter der Bodenplatte unter Druck nach aussen verschiebt und sich die Bodenplatte setzt oder geht der Druck senkrecht in den Kieskoffer?

    Gruss

    Alex
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  2. Gründung Bodenplatte auf ca 2m Wandkies 0-x und Frostschutzkies 0-42

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Eigeninitiative ist ja lobenswert .. wenn man weiß, was man tut.


    Es gibt so einiges, was ich in dem Beitrag nicht verstehe. Ich glaube aber verstanden zu haben, dass in Eigenleistung "irgend etwas" gemacht wurde, was den Vorgaben des Bodengutachtens widerspricht.

    So weit - so schlecht.

    Abgesehen, dass ohne Ergebnisse der Bodenuntersuchung und vor allem Schnitte eine Aussage nicht möglich ist, ist aber eines klar:

    Lastausbreitung ist mit 45° anzusetzen - also "Druck senkrecht nach unten" - ist nicht. Sorgen sind also erst einmal "nicht so ganz" unbegründet.

    Davon abgesehen: mal den Bodengutachter gefragt ??
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  4. #3
    Themenstarter

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    Das Bodengutachten wurde von einem "Grossen" hier aus der Gegend gemacht. Und schickt für jede Nachfrage eine Rechnung.

    Was ist unverständlich? Dann kann ich sicher erklären.

    Alex
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  5. #4

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    Ich frag mich echt wie man so deppert sein kann und sich so weit aus dem Fenster zu lehnen, einfach mal mal eben 800t Kies zu kaufen, alles aufzufüllen etc anstatt mal eben den Bodengutachter und Statiker an die Baustelle zu rufen, die das planen zu lassen und dann zu machen was die sagen.

    Und erst Recht verstehe ich nicht wieso man ohne Ahnung sich an die Gründung des Hauses begibt. Jeder Riss, der jetzt entsteht, geht auf DEINE Kappe... SChlimmer kann man sich doch nicht ins Knie schießen.

    Du wirst nicht um den Baugrundgutachter und Statiker drumherum kommen.

    An die Baustelle zitieren, ihnen die Sache erklären, ihre Meinung hören. Dann planen lassen nach ihren Angaben. Ja, scheiße! Kostet ja Geld!

    Na und? 800t Kies gibts auch nicht für Umme! Vielleicht wäre sogar jetzt ein Keller billiger gewesen?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Guten Morgen,

    Ich weiß gar nicht wieso sich irgendwer so grausam aufregt das ihm gleich der Hals platzt.

    Wenn du oben mal gelesen hättest, hättest du auch gelesen das der Tragwerksplaner bereits auf der Baustelle war.
    Ich wollte keine Streifenfundamente, das war die alternative Lösungsmöglichkeit.

    Wandkies kostet hier nen Apfel und nen Ei. Alpenvorland. Und für 3500€ hätte ich keinen Keller bekommen. Sonst hätte ich einen.

    An der Sohle des Baugrunds befand sich ja ebenfalls Moränenkies. Das selbe Material wurde jetzt lagig aufgebracht und verdichtet. Anstatt mich und den Herren Dipl.Ing. als deppert zu bezeichnen wäre es angebrachter mir mitzuteilen wo es Probleme geben kann.
    Ich frage hier einfach um dem, " das geht schon" vom Statiker abzusichern weil ich mir meine Gedanken mache.

    Gruß
    Alex
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Gast vS Beitrag anzeigen

    Lastausbreitung ist mit 45° anzusetzen
    Mehr kann man hier eigentlich nicht sagen. Alles weitere ist dann von denen zu entscheiden, die die örtlichen Verhältnisse kennen.
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  8. #7
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    Dann hab ich eine Erklärung warum der Kieskoffer rundum 2m breiter ausgeführt werden musste.
    Der Rest bleibt mir trotzdem unerschlossen.
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  9. #8

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    abgesehen, dass Einwände zum formalen Vorgehen durchaus berechtigt sind ...

    lehnt sich da jemand aber ganz weit aus dem Fenster.

    Ich frage hier einfach um dem, " das geht schon" vom Statiker abzusichern weil ich mir meine Gedanken mache.
    Sollte die Tragfähigkeit der Auffüllung nicht baubegleitend entsprechend geprüft worden sein, ist diese Aussage des Statikers schlicht und ergreifend fahrlässig.

    Meine Meinung.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Das war natürlicht nicht der genaue Wortlaut. Aber so hab ichs aufgenommen.


    Im Prinzip ist es ja nichts anderes als ein Bodenaustausch. Oder sehe ich das falsch?
    Was habe ich denn vom Statiker zu erwarten? Was wäre denn die richtige Vorgehensweise?

    Noch kann ich da einlenken. Wenn die Bodenplatte mit ihren 50t mal betoniert ist, ists sicher zu spät. Der Spass sollte länger als drei Jahre da stehen...
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
    Themenstarter

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    Spricht denn ganz grundsåtzlich etwas gegen diese Ausführung?
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  13. #11

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    Im Prinziep ist ein Bodenaustausch in Ordnung, wenn er denn dann die geforderte Tragfähigkeit erreicht.

    Es mag auch sein, dass ein begnadeter Statiker dies durch Handauflegen beurteilen kann oder aber "Statiker bleib bei deinem Rechenschieber", weil: es ist nicht dein Gewerk.

    Und, egal, ob alles "richtig" gemacht wurde oder nicht - siehe #4:

    Wenn später Schäden auftreten, werden Architekt, Bodengutachter, Rohbauer etc. alle einig auf denjenigen zeigen, der in Eigenleistung und als Laie einen Bodenaustausch vorgenommen hat.

    Es bleibt m.E. nichts anderes zu tun, als einen Bodengutachter mit der Prüfung und Freigabe der durchgeführten Maßnahmen zu beauftragen.
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