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Fachwissen einkaufen

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  1. #1

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    Fachwissen einkaufen

    Hallo,

    bin auf einen Bautrüger hereingefallen.

    Habe bereits mehrere Themen erstellt und versucht mich schlau zu machen, bzw. eure Meinung dazu zu hören. Hierbei fiel mir oft auf, dass viele hier im Forum sind die die Meinung vertreten:
    Alle die Pech hatten beim Baus ihres Hauses hätten im Vornherein vieles verhindern können, wenn Sie doch nur so erfahrene und Kluge Menschen gehabt hätten, die hier im Forum als sogenannte Experten fungieren. Wer versichert mir denn, dass nicht genau dieser Experte mit diesem Bauträger befreundet ist und bei dem Geschäft mitkassiert?
    Wer von euch geht denn zum Bäcker und lässt sich bevor er die Semmel kauft ein Gutachten von der Verkäuferin ausstellen? Vermutlich die Experten von euch.
    Es gibt aber vermutlich 99% der deutschen Bevölkerung die das nicht machen. Meiner Meinung nach auch völlig logisch und verständlich.
    Viele von euch werden jetzt wieder sagen, ja ist ja nur eine Semmel. Diese könnte aber auch vergiftet sein. Ihr könntet dadurch euer Leben verlieren. Das war nur für die Experten unter uns. Diese Argumentieren natürlich damit, das es sich hierbei ja nur um eine Semmel handelt und nicht um ein so komplexes, sehr schwierig zu erstellendes, teures Produkt wie einem Haus handelt.
    Da liegt ihr falsch. Ich sehe hierbei keinen Unterschied. Ob Semmel oder Haus, von beiden kann und darf man erwarten, dass es so ist wie sich das der Verbraucher vorstellt und nicht anders.
    Ich sage euch eins jeder Bäcker ist ehrlicher, verantwortungsvoller und zugänglicher wie jeder Bauträger. Die verstehen ihr Geschäft und backen Brötchen nach Treu und Glauben. Das kann man von keinem Bauträger erwarten. Die wollen nur eins. Den ehrlichen Käufer übers Ohr hauen. Da kannste dich Absichern wie du willst. Ganz im Gegenteil. Wenn du noch mehr Geld investierst im Vornherein und sich danach trotzdem herausstellt das sie dich übers Ohr gehauen haben, Du noch mehr Pech hattest wie manch anderer.
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  2. Fachwissen einkaufen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    du hast ein problem, genauer gesagt hast du mehrere probleme (u.a. ein paar mängel an deinem haus).
    dein grösstes problem ist aber wohl dass ein paar andere dich über den tisch gezogen haben und du rein gar nichts dagegen machen kannst.
    es ist ein psychisches problem und da bist du hier im falschen forum.

    (ich hatte einen chef, fachlich hatte er keine ahnung aber er war super bei kunden aquirieren, wenn es bei projekten zu problemen kam blieb er immer ganz ruhig und fragte mich, den fachidioten, ob das problem mit geld gelöst werden kann, falls ja, dann hat er die paar € noch dazugegeben und das problem wargelöst oder das projekt wurde beendet. damit will ich dir sagen, was sind dir die mängel wert, was hätte die entfernung durch einen heimwerker gekostet?, wahrscheinlich einen bruchteil von den 10.000 €, vergiss die SV und RA, die werden nicht nach erfolg bezahlt und die sind, weil sie auf eigene rechnugn arbeiten, auch nicht besser oder schlechter als die vom bau oder der bäcker der vom ordnungsamt kontrollirt wird ob die semmeln die gesetzlich vorgegebenen masse haben, frag dich mal woher der spruch nach den kleineren semmeln kommt)
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  4. #3
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    Der Vergleich hinkt.
    Bei der Semmel hat man auch immer wieder Fehlgriffe. Man denke nur an den Urlaub, Umzug. Bis man da alle durchprobiert hat.
    Genau: es geht da um kleinere Einheiten, man probiert sich durch und geht demnächst woanders hin, wenn das Preis-/Leistungsverhältnis nicht stimmt, der persönliche Geschmack anders ist.

    Investiert man etwas mehr, wie Auto, Kamera, ... ist sich etwas unsicher, dann investiert man/frau auch Zeit, informiert sich, kauft Infos.

    Beim Bauen, Hauskauf informiert man sich auch, lässt sich aber eher von Dingen leiten, die man sehen kann, die man meint einschätzen zu können.

    Was sind die Unterschiede:
    Die Semmeln, die Konsumgüter sind Massen-, Serienprodukte. Wenns schief läuft schluckt mans runter, lässt nachbessern, tauscht um, wandelt. Zudem gibt das Produkt gleich, man kann vergleichen, Erfahrungen austauschen. Bei manchen Produkten hat man auch selbst jede Menge Lebenserfahrung.

    Beim Bauen setzen erstmal die gleichen Mechanismen ein. Man hat Erfahrungen im Sandkasten gesammelt, mache haben auch selbst geschraubt, gesägt, gelötet, tapeziert usw. Außerdem stehen ja auch jede Menge Gebäude herum, gibt es doch andere, die man nach ihren Erfahrungen fragen kann.
    Nur ist das Thema viel komplexer als alles was man bisher so kennt. Man/frau ist mit den Themen, die sie erst mal erkennen voll ausgelastet. Dabei ist das nur die Spitze vom Eisberg. Man verkennt, dass es sich um eine Einzelanfertigung handelt - bauen ist immer ein neues Wagnis, selbst bei einer Firma, die ständig damit zu tun hat.
    Warum: Baugrundstück, die lokalen Randbedingungen, witterungsabhängig, immer wieder andere Beteiligte, Tagesverfassung, alles Handarbeit (auch der Bäcker hat mal einen schlechten Tag). Handarbeit auch mit Maschinen, da es keine Produktionsmaschinen sind, mit Serienvorlauf usw., jeder Wunsch des Bauherrn ist ein Eingriff, eine Störung, da der Ablauf zu ändern ist, usw.
    Zudem der Hang sich reinzuhängen, sich mit Details zu beschäftigen von denen man keine Ahnung hat und nicht überblickt.
    Im Blick sind Optik, Ausstattung, vor allem Dinge man jederzeit später mal austauschen könnte. Die Grundlage, das Chassis sieht man nicht, kennt man nicht, kein Erfahrungsbereich.
    Und ich kann es nicht einfach umtauschen, zurückgeben.

    Wer aus der Produktion von technischen Gütern kommt kann vielleicht erahnen, was es bedeutet einen Prototyp zu bauen und in Verkehr zu bringen. Wie weit ist der Weg zum Serienprodukt. Schon mal mit Vorserienprodukten zu tun gehabt? Bandanlauf? Hausbau ist weit davor.

    Und dann die Krönung. Die Beteiligten sind kein Wohlfahrtsverein und wollen Geld verdienen, bei dem unvollkommen Produkt. Und für alle möglichen Kleinigkeiten, die doch kein Mensch braucht. Onkel Theodor und Nachbar Daniel haben es doch auch nicht gehabt und die Hütte steht.
    Ich bin doch eh schon auf Kante finanziert.


    Wer erkennt sich wieder?
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Ermittler Beitrag anzeigen
    .. Die verstehen ihr Geschäft und backen Brötchen nach Treu und Glauben. Das kann man von keinem Bauträger erwarten. Die wollen nur eins. Den ehrlichen Käufer übers Ohr hauen..
    auch wenn du irgendwo deine störung aufarbeiten (?) musst: es reicht!
    du stellst bauträger grundsätzlich als betrüger dar - das stimmt in der
    form sicher nicht.

    reiss dich zusammen, sonst ist schluss mit lustig!
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  6. #5
    MoRüBe
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    @ mls:

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  7. #6
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    Hallo meine sehr geehrten Herren,

    ich wüsste nicht, dass ich alle Bauträger als Betrüger hingestellt hätte.
    Wer ist der mit gesundem Menschenverstand? Der, der sich Irrational in einem Rationalem System verhält? Oder der, der sich Rational in einem Irrationalem System verhält?
    Ich habe nicht erwartet, dass sich hier einige angesprochen fühlen. Im Übrigen ist das doch ein öffentliches Forum mit indem man seine Erfahrungen und Meinungen austauschen kann. Falls hierbei einige dabei sind, die die Meinungen und Beiträge anderer nicht respektieren können, sind diese doch fehl am Platz. Insbesondere wenn gleich Drohungen ausgesprochen werden. Ich bin ja gespannt was als nächstes kommt. Also bitte keine Drohungen mehr mls. Selbst der Spiegel hat in einem Report danach geforscht: Sind alle Bauträger Betrüger?
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  8. #7
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    Dann mal selbst runter kommen und nicht überall die negativen Sichtweisen austoben.
    Öffentliches Forum hat seine Grenzen, weil es öffentlich ist.
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  9. #8
    ManfredH
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    Zitat Zitat von Ermittler Beitrag anzeigen
    ich wüsste nicht, dass ich alle Bauträger als Betrüger hingestellt hätte.
    Zitat Zitat von Ermittler Beitrag anzeigen
    bin auf einen Bautrüger hereingefallen...
    Ich sage euch eins jeder Bäcker ist ehrlicher... wie jeder Bauträger. Die verstehen ihr Geschäft und backen Brötchen nach Treu und Glauben. Das kann man von keinem Bauträger erwarten. Die wollen nur eins. Den ehrlichen Käufer übers Ohr hauen. .
    q.e.d.
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  10. #9
    wasweissich
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    Zitat Zitat von Ermittler Beitrag anzeigen
    Alle die Pech hatten beim Baus ihres Hauses hätten im Vornherein vieles verhindern können, wenn Sie doch nur so erfahrene und Kluge Menschen gehabt hätten, die hier im Forum als sogenannte Experten fungieren. Wer versichert mir denn, dass nicht genau dieser Experte mit diesem Bauträger befreundet ist und bei dem Geschäft mitkassiert?
    nicht nur dass er alle bauträger des betruges bezichtigt , er stellt auch alle hier mitschreibenden bauleute unter den generalverdacht der gemeinsamen sache mit den (allen) bauträgern .....


    hätte er vor der AWGunterschrift ein zehntel des jetzigen aufwandes betrieben .......


    erinnert mich irgendwie an den autofahrer der bei der geisterfahrerwarnung zu seiner beifahrerin sagt : ein geisterfahrer ???? die haben ja keine ahnung , das sind hunderte !!!!!
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  11. #10
    planfix
    Gast
    ich kenne in deiner / unserer stadt nur wenige BT, die ihr geschäft sauber führen.
    der markt gibts her. die nachfrage ist größer als das angebot. und die guten handwerker sind auf viele monate ausgebucht. manch einer muß dann handwerker mit zweifelhaftem oder unbekanntem ruf beauftragen.

    es ist eben auch ein geschäft, bei in dem viele versuchen schnell reich zu werden.
    um zu bauträgern muß man nicht einmal eine grundqualifikation haben. den gewerbeschein gibts zu kaufen. das sollte eigentlich jeder vorher schon mal feststellen können.
    es geht ja immer um große summen.
    ich glaube bei dir treffen nun verschiedene negative aspekte zusammen.
    eventuell führt sich das dann bei deinen anwälten fort. baurechtler mit biss kenne ich hier nur einen.

    der vergleich mit den semmeln hinkt. ein schlechtes brötchen tauscht dir auch jeder bäcker um.

    der hinweis zum "fachwissen einkaufen" nützt dir hinterher nun auch nicht, das ist schon klar.
    aber jedem, der deine erfahrungen hier sieht, wird das vielleicht in erwägung ziehen. in sofern hilft es anderen weiter.

    PeMu hat in vielen pukten recht.
    wir bauen ständig prototypen und die auch noch mit wechselnden personal (mauerkapo a beginnt, b macht weiter und c bessert den murks von a und b aus).
    was sich damit dagen will ist, daß auch ohne betrug mal mist passieren kann.

    man/frau hätte es eventuell früher feststellen können, oder mit einer besseren planung vermeiden können, oder den schaden rechtzeitig beheben können.
    alles konjunktive, die jetzt auch nicht helfen.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Hallo,
    ich will hier nicht alle über den "Kamm" scheren. Kommt es so rüber, dann liegt es nur daran, dass ich so bitter enttäuscht bin über genau diesen einen Bauträger und wie sich das ganze Entwickelt hat. Von einer einfachen Auskunft, Warum das so gebaut wurde, wurde gleich ein Megaszenario. Von Falschaussagen über mehrere Klagen und mittlerweile 7 Jahre Verfahren. Ich habe absolut den glauben Verloren an allem was mit dem Bau zu tun hat und denen die dann Dinge richtig stellen sollen. Auf der einen Seite ist es eigentlich offensichtlich und einfach Mängel zu beseitigen. Meiner Meinung nach braucht man nur einen gesunden Verstand und einen Bauträger der sich seiner Verantwortung bewusst ist und für Mängel gerade steht.
    Ist halt sein Unternehmerisiko. Es darf nicht sein, dass ein solcher aus der Verantwortung kommt, nur weil sein Rechtsanwalt allen beteiligten ein A für ein U vormachen will und damit auch noch durchkommt bzw. Tatsachen so verdreht, dass am Ende wirklich keiner mehr weis was den jetzt Fakten sind und was nicht. Das ärgert mich ohne Ende.
    Auf jeden Fall will ich nicht damit zum Ausdruck bringen, dass alle so sind. Was meinen RA anbelangt glaube ich dass ich gut beraten bin. Problem ist einfach nur der gegnerische Anwalt bzw. der Bauträger der einfach nicht verstehen kann oder will, dass er mit seiner Bauaufsicht Pfusch gebaut hat. Ganz in Gegenteil, die versuchen doch tatsächlich immer wieder mit hinterlistigen tricks aus der Sache rauszukommen. Der Clou dabei ist, es ist alles Legal. Ein Beispiel: Keller voll mit Wasser gelaufen durch festgestellten Baupfusch. Bauträger behauptet, ich wäre schuld, weil ich angeblich das Kondenswasser vom Kamin nicht aufgefangen habe.(Haben einen separaten Kamin für Holzofen, aus dem im Keller ein Schlauch herausschaut unter dem ein Eimer steht). Was macht der Richter: Stellt die Frage dem Gutachter. Im Ergebnis hat der Gutachter schon gesagt, dass dies bei diesem Schaden nicht möglich ist. Aber trotzdem, Bauträger dürfen alles behaupten, auch wenn es offensichtlich ist, dass dies mit der Sache überhaupt nichts zu tun hat.
    Zweck des ganzem: Den Bauherr mürbe machen, den Prozess verschleppen.
    So und ähnlich geht es immer wieder munter weiter. Letztendlich kann man nichts dagegen tun, außer durchhalten und alles mögliche über sich ergehen lassen. Von falschen Beschuldigungen über Beleidigungen, alles drin.
    Ihr habt ja recht, hätte ich im vornherein lieber 10 T € mehr ausgegeben für eine vernünftige Sachkundige Aufklärung des Vorhabens, hätte ich das Haus von dem BT niemals gekauft. Problem: Das weiß ich heute erst.
    Ich will mir aber gleichzeitig auch nicht vorhalten lassen, dass alle "Naiv" sind, die die 10 T € für die Aufklärung nicht ausgeben.
    Es ist in der Tat eine Investition, die sich auf alle Fälle Lohnt, wenn man damit rechnet das etwas schief gehen kann. Ich dachte am Anfang: Wer seit 34 Jahren Häuser baut, der weiß was er tut! Vor allem findet man, egal wo man sucht, keine negativen Berichte über den Bauträger. Es ist schon sehr außergewöhnlich.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Ermittler Beitrag anzeigen
    Es ist in der Tat eine Investition, die sich auf alle Fälle Lohnt, wenn man damit rechnet das etwas schief gehen kann.
    Man muss immer damit rechnen, dass etwas schief gehen kann, selbst beim Bäcker um die Ecke kann mal etwas schief gehen. Während aber beim Bäcker der Schaden für den Kunden meist sehr begrenzt sein dürfte, geht es beim Hausbau um ganz andere Summe. Wir reden hier von Summen die ganz schnell die Existenz gefährden.

    Zitat Zitat von Ermittler
    Ich dachte am Anfang:
    Das denken Viele, und Viele fallen damit auch auf die Nase. Glücklicherweise merken nicht alle was bei ihrem Bau schief gelaufen ist, sonst wären die Gerichtssäle voll.

    Der Mensch ist für sein Handeln normalerweise selbst verantwortlich, und wer meint die größte Investition seines Lebens wie den Kauf von ein Paar Schuhen aus dem Versandkatalog tätigen zu müssen, muss auch die Verantwortung dafür tragen. Es ist ja keine neue Erkenntnis, dass man für größere Investitionen externen Sachverstand hinzuzieht.

    Egal wie gut oder schlecht ein BT (oder jeder andere Vertragspartner) ist, wenn ich den Auftrag den ich erteile nicht wirklich beurteilen kann, dann greife ich auf externen Sachverstand zurück. Das gilt vor allen Dingen dann, wenn mal entsprechende Summen und somit Risiken im Raum stehen.

    Ich verstehe Deinen Ärger, aber emotionslos betrachtet trägst Du eine nicht unerhebliche Mitschuld an der Misere. Mit Misere meine ich nicht die Fehler die der BT gemacht hat, sondern der ganze Ablauf von Auftragserteilung bis hin zu den jetzt 7 Jahren Verfahren. Es hätte anders laufen können, nicht unbedingt fehlerfrei (das gibt es nicht), aber Fehler hätten rechtzeitig erkannt und beseitigt werden können. Dann wären die 7 Jahre Verfahren wohl auch nicht notwendig gewesen.

    Einen Rundumschlag gegen BT halte ich aber nicht für gerechtfertigt. Selbst beim besten BT (wie definiert man das überhaupt?) können Fehler auftreten. Das ist auch nicht das Problem. Das Problem ist, wie man damit umgeht. Hier haben beide Seiten Fehler gemacht, und nun darf ein Gericht klären, wer die Zeche bezahlt. Über die Taktik des BT bei der Verhandlung zu meckern ist müßig, denn das würde wohl jeder so machen wenn es um viel Geld geht. Da muss man halt entsprechend gegenhalten. Am Ende geht es nicht darum wer (moralisch?) Recht hat, sondern wer Recht bekommt.

    Es ist immer wieder bedauerlich wenn solche Fälle vor Gericht landen, aber ich befürchte, Du wirst nicht der Letzte sein.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13

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    Hallo,

    ich kann Deinen Frust und Deine Gedankengänge sehr gut verstehen...!Wir bauen gerade
    mit einem GU und es gab auch von Anfang an, nur Probleme.
    Klar ist es das Beste das gesamte Bauvorhaben von einem eigenen Sachverständigen begleiten zu
    lassen, aber ganz ehrlich, wer hat den soviel Geld noch extra?Meist verschlingt das Haus plus Grundstück schon soviel, daß nicht noch zusätzlich so ein großer Puffer für Sachverständige, Anwälte, Gutachter, etc. bleibt.
    Im Normalfall engagiere ich ja auch keinen Sachverständigen, der z.B. meinen Fliesenleger prüft, ob die Arbeit regelkonform ausgeführt wurde.
    Schon irgendwie erbärmlich, daß man immer jemanden braucht, der einen angeblichen Facharbeiter kontrolliert.

    Trotzdem glaube ich auch, daß Du nicht alle Bauunternehmen über einen Kamm scheren solltest,
    obwohl meine Erfahrung zeigt, daß viele Bauherren oftmals zufrieden sind, da sie gar nicht wissen/wissen wollten, was alles schief gelaufen ist.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir weiterhin viel Kraft und daß Du am Ende zu Deinem Recht kommst!

    Viele Grüße,agrokate!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Danke für die Beiträge.
    Eigentlich wollte ich ja auch nicht viel. Wollte nur einige Antworten haben. Im Grunde wollte ich auch gar nicht wissen, was alles schief gelaufen ist. Das dürfte der BT aber auch gemerkt haben. Vor Gericht wollte ich auch nie gehen. Habe vor der Sache dem BT ja auch noch ein Angebot gemacht wie die Sache erledigt werden kann. Wollte er aber nicht. Er wollte mir die Antworten auf meine Fragen nicht liefern und stellte sofort auf Stur. Was sollte ich anderes machen als zum Anwalt zu gehen? Es gab definitiv keine alternative. Auf der einen Seite bin ich auch froh, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe. Nachdem was alles passiert ist und mittlerweile festgestellt wurde bin ich auf dem richtigen Weg. Der Wassereinbruch im Keller, hätte ich vorher nichts unternommen, wäre mittlerweile verjährt gewesen. Von daher bin ich schon froh, dass ich mich auf meinen Verstand verlassen habe und nicht auf Emotionen. Wäre ich damals nicht zu RA gegangen, würde ich heute in einer Schrottimobilie sitzen und könnte gar nichts mehr dagegen tun. Hätte wahrscheinlich schon längst Priv.Insolvenz anmelden müssen. Spätestens zum Eintritt des Wassereintritts im Keller. Den allein zu beseitigen hätte mich damals schon überfordert. Nur mit RA und Gutachter haben wir bisher unsere Rechte durchsetzen können. Als Privatperson keine Chance. Ich wäre längst verhungert. Hat den Bauträger aber auch nicht interessiert. Der hätte meine Familie in einem verschimmelten Haus leben lassen. War ihm einfach schlichtweg egal. Kostet etwas, mach ich nichts! Genau so argumentierte der BT. Alles andere war und ist dem Egal.
    Naja, so kahm es Stück für Stück zu dieser Auseinandersetzung. Mittendrin kahmen dann schon immer wieder mal Angebote, man könnte sich einigen. Das waren aber so undurchsichtige Angebote, die nicht mal die Kosten für RA, Gutachter und Gericht gereicht hätten. Von den Mängeln ganz zu schweigen. Also bleibt mir einfach nichts anderes Übrig als diesen Weg zu gehen. Aber so wie ich das jetzt herausgehört habe ist das wohl gängige Praxis. Na gut. Danke für die Informationen. Ich weiß jetzt dass ich das richtige tue, auch wenn es Nerven Zeit und Geld kostet. Die Rechnung bekommt der BT dann eben am Ende. Was ich bisher gehört habe, bestärkt mich doch eigentlich. Am Ende siegt doch der Sachverstand, auch wenn dazwischen viel schief läuft. Aber was Mängel anbelangt, bin ich mir Sicher das diese früher oder später doch aufgedeckt und Sachgemäß bewertet werden. Sinngemäß kann ich nur alle bestärken die Baumängel feststellen, diese auch von Gutachtern überprüfen zu lassen und notfalls vor Gericht ziehen falls sich die verantwortlichen weigern dafür gerade zu stehen. Hat auch den Vorteil, schwarze Schafe zu entlarven bzw. andere Bauherren zu schützen nicht auf die gleiche Masche hereinzufallen. Ganz im Gegenteil, hätten das bisher viel mehr Bauherren gemacht, würden wesentlich mehr Informationen im Internet über Baumängel existieren. Es gibt zwar schon jede Menge, aber doch bei weitem nicht alle. Egal wie es bei mir ausgeht. Ich werden auf jeden Fall weiter berichten. Insbesondere dann, wenn das Urteil vorliegt und definitiv feststeht was für Mängel vorliegen und was das Kostet. Somit haben andere zukünftige Bauherren auch was davon. Ein kleiner Beitrag von mir für die Allgemeinheit. Bewusst geplant war das natürlich nicht. Ist halt eben entstanden weil ich betroffener bin. Hat aber auch sein gutes.
    Vor allem finde ich dieses Forum gut. Je mehr ich darüber schreibe, desto besser kann ich die Situation einschätzen. Gut das es auch Experten gibt, die hier ihr Fachwissen Preisgeben. Schade dass ich nicht schon viel früher hier gewesen bin.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Ermittler Beitrag anzeigen
    bin auf einen Bautrüger hereingefallen.
    Das ist Pech und kann grundsätzlich jedem passieren.

    Zitat Zitat von Ermittler Beitrag anzeigen
    Wer von euch geht denn zum Bäcker und lässt sich bevor er die Semmel kauft ein Gutachten von der Verkäuferin ausstellen? Vermutlich die Experten von euch.
    Niemand. Eine schlechte Semmel bereitet aber keine weiteren Probleme. Nutzen und Risiko stehen also hinsichtlich eines Gutachters in keinem sinnvollen Zusammenhang.

    Anders ist das beim Hausbau:

    1. Das Zusammenwirken der verschiedenen Gewerke ist zeitlich und inhaltlich komplex.
    2. Die erforderlichen Lösungen sind bei jedem Haus nie komplett "von der Stange", sondern teilweise individuell an die Rahmenbedingungen angepasst.
    3. Die Wahrscheinlichkeit von Fehlern allein aus den Punkten 1. und 2. heraus ist sehr hoch.
    4. Fehler können schnell existenzbedrohend für den Bauherrn werden.
    5. Die meisten Bauherren haben keine Ahnung und machen sich mehr Gedanken um Spielereien wie zentrale Rollosteuerungen und Netzwerkkabel.

    Hier ist es für mich eindeutig, dass ich als Auftraggeber und Bauherr einen "Beistand" brauche, der für mich die fachliche Kontrolle übernimmt und der unabhängig von den Auftragnehmern und Planern ist. Der muss nicht die ganze Zeit auf dem Bau herumstehen, aber regelmäßig nach dem Rechten schauen.

    Zitat Zitat von Ermittler Beitrag anzeigen
    Da liegt ihr falsch. Ich sehe hierbei keinen Unterschied. Ob Semmel oder Haus, von beiden kann und darf man erwarten, dass es so ist wie sich das der Verbraucher vorstellt und nicht anders.
    Dürfen darfst Du. Man darf auch erwarten, im Straßenverkehr ohne Unfall anzukommen. Trotzdem nutze ich Gurte im Auto und Helm auf dem Motorrad.

    Zitat Zitat von Ermittler Beitrag anzeigen
    Ich sage euch eins jeder Bäcker ist ehrlicher, verantwortungsvoller und zugänglicher wie jeder Bauträger.
    Mal abgesehen von dem sprachlichen Fehler in dieser Aussage finde ich es interessant, dass Du jeden Bauträger und jeden Bäcker auf dieser Welt kennst.
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