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Dampfbremse/sperre notwendig?

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  1. #1

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    Dampfbremse/sperre notwendig?

    Hallo zusammen,
    wir sind vor ca. 1,5 Jahren in einen Altbau gezogen und der nächste Winter steht vor der Tür.
    Um die imens hohen Gaskosten zu senken, möchten wir u.a. die Oberegeschossdecke dämmen.
    Hier die IST-Sistuation: die Decke besteht aus Rigips oder ähnlichem, welcher unter die Dachbalken angebracht ist.

    Der Aufbau von innen (warm) nach oben / außen:

    1. Rigips / Dachbalken (ca.25cm stark) und
    2. eine ur-alt Steinwolle (3-5cm) mit Alu?-Folie auf der Unterseite.

    Die Überlegung ist nun, auf diese alte, dünne Dämmung die zwichen den Dachbalken auf die Rigips-Decke aufgelegt ist,
    einfach eine weitere, neue Schicht aus ca.18- 20cm dicke Klemmfilz aufzulegen (wieder nur zwischen die Dachbalken).
    (Vorteil, keine aufwändige Entsorgung der alten Glas- oder Steinwolle)

    Macht das so Sinn bzw. wird das einen Effekt bringen, die Wärme im Haus zu halten und geht das ohne Dampfsperre?
    Vielen Dank im voraus.
    MfG Peter
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  2. Dampfbremse/sperre notwendig?

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  3. #2

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    Sinn macht das. Allerdings, wo warme Luft auf Kalte Luft trifft, gibts Kondensat. Das wird sich irgendwo niederlassen. Und jetzt raten Sie, wo dies sein wird...
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  4. #3

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    Hallo,

    für mich ergibt das keinen Sinn !!!!! Neue Dämmung auf die alte drauf zu legen und keine DB / DS zu verbauen, welche logischerweise unter die Dämmung gehört damit die warme / feuchte Luft gehindert wird in die Dämmung zu ziehen.

    So wie Sie / Du das vorhast geht das voll in die Hose.

    Das ganze ist mehr als mal eben neue Dämmung oben druf zu legen und hoffen unten wirds warm.

    Du sprichst von einer obersten Geschossdeckendämmung. Da hast bischen mehr als ein paar Kehlbalken wo Dämmung reinkommt.

    Aber horsch mal was die Spezis dazu sagen !!!!

    Gruß

    Der Tom
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  5. #4

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    Zitat Zitat von mcfly26 Beitrag anzeigen
    Sinn macht das. Allerdings, wo warme Luft auf Kalte Luft trifft, gibts Kondensat. Das wird sich irgendwo niederlassen. Und jetzt raten Sie, wo dies sein wird...
    Ok. Ich muss mich anders ausdrücken. Sinn macht das Dämmen. um die Heizkosten zu senken. Allerdings, wenn Sie es so machen, wie beschrieben werden Sie bald ein ganz anderes Problem haben
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  6. #5

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    Um genauer zu werden. Bei unsachgemäßer Ausführung werden Sie / Du dermaßen viel Schwitzwasser im Spitz bekommen dass Sie garnicht oft genug die vollen Wassereimer ausschütten gehen können.

    Tom
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  7. #6

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    Zitat Zitat von muenster Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    wir sind vor ca. 1,5 Jahren in einen Altbau gezogen und der nächste Winter steht vor der Tür.
    Um die imens hohen Gaskosten zu senken, möchten wir u.a. die Oberegeschossdecke dämmen.
    Hier die IST-Sistuation: die Decke besteht aus Rigips oder ähnlichem, welcher unter die Dachbalken angebracht ist.

    Der Aufbau von innen (warm) nach oben / außen:

    1. Rigips / Dachbalken (ca.25cm stark) und
    2. eine ur-alt Steinwolle (3-5cm) mit Alu?-Folie auf der Unterseite.

    Die Überlegung ist nun, auf diese alte, dünne Dämmung die zwichen den Dachbalken auf die Rigips-Decke aufgelegt ist,
    einfach eine weitere, neue Schicht aus ca.18- 20cm dicke Klemmfilz aufzulegen (wieder nur zwischen die Dachbalken).
    (Vorteil, keine aufwändige Entsorgung der alten Glas- oder Steinwolle)

    Macht das so Sinn bzw. wird das einen Effekt bringen, die Wärme im Haus zu halten und geht das ohne Dampfsperre?
    Vielen Dank im voraus.
    MfG Peter
    1. Schritt: jemanden holen, der sich mit sowas auskennt. Nennt sich häufig "Energieberater".
    2. Schritt: Analysieren, was die Ursache für die hohen Gaskosten ist. Vielleicht zahlen Sie einfach nur zu viel? Oder verbrauchen Sie tatsächlich zu viel? Und dann muss man sehen, wo die Energie verloren geht. Verbrauchen Sie wirklich zu viel oder denken Sie, dass Sie zuviel verbrauchen (hier spielen sehr sehr oft subjektive Eindrücke rein!)
    3. Schritt: Maßnahmen wirtschaftlich bewerten und dann fachgerecht planen.
    4. Schritt: fachgerecht ausführen.

    Die von Ihnen angedachte Vorgehensweise ist aus meiner Sicht Unfug:
    - Sie kennen nichtmal den Aufbau Ihrer Decke. Das sagt mir das Fragezeichen hinter dem "Alu". Auch glaube ich nicht, dass es Steinwolle ist. Tut aber jetzt nicht viel zur Sache
    - Sie werden zwingend eine Dampfbremse und vor allem Luftdichtheitsschicht brauchen.
    - alte Glaswolle ist in der Regel lungengängig und deshalb würde ich schon aus diesem Grund diese ausbauen.
    - Entsorgung von Glaswolle ist weder aufwändig noch sehr kostspielig.
    - wir kennen die baukonstruktiven Randbedingungen nicht.
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  8. #7

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    generell immer richtig, einen Fachmann aufzusuchen und sich dort beraten lassen.

    Ein neuer Aufbau in dieser Art (oder ähnlichem) von innen nach außen (warm nach kalt)

    Gipskartonplatten
    Unterkonstruktion für Aufnahme der GKP
    Dampfbremse
    Isolierung (Steinwolle, Glaswolle etc) zwischen den Sparren (Vollsparrendämmung)

    sollte es dann allerdings schon sein. Aber vorsiicht, ich bin Laie. Deshalb wichtig: Fachmann und vor ALLEM : Fachgerechte Ausführung.
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  10. #8
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    Danke für die vielen Antworten.

    1. Wir hatten bereits einene Energieberater involviert.
    2. Den Gas-Anbieter habe ich bereits vor einem Jahr gewechselt - Ersparnis ca. 25% !
    3. Das Haus ist von 1974 und aus energetischer Sicht eine "Katastrophe"...
    4. ich frage mich halt, warum die jetztige "Dämmung" keine Feuchtigkeit aufweißt? (der Dachboden ja durchlüftet ist...)
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  11. #9

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    Zitat Zitat von muenster Beitrag anzeigen
    Die Überlegung ist nun, auf diese alte, dünne Dämmung die zwichen den Dachbalken auf die Rigips-Decke aufgelegt ist,
    einfach eine weitere, neue Schicht aus ca.18- 20cm dicke Klemmfilz aufzulegen (wieder nur zwischen die Dachbalken).
    Theoretisch möglich, jedoch baulich kaum zu lösende Probleme, gerade wenn am Bestand keine Veränderung geschehen sollen. Der Anschluss einer homogenen dampfbremsenden Hülle ist in diesem Fall nicht umsetzbar. Was passiert mit den restlichen Dachschrägen?

    (Vorteil, keine aufwändige Entsorgung der alten Glas- oder Steinwolle)
    Was ist daran jetzt aufwendig? 2 Rollen Müllsäcke, ne Atem-Maske und 1 Std. Zeit am Sonnabend. Entsorgung dürfte als Privatperson sogar günstiger sein, als wenn ein Unternehmer dies Entsorgen ließe.

    Macht das so Sinn bzw. wird das einen Effekt bringen, die Wärme im Haus zu halten und geht das ohne Dampfsperre?
    Vielen Dank im voraus.
    MfG Peter
    Sinn macht es nicht, nein. Es geht ohne Dampfsperre, im Altbau würde ich da eh die Finger von lassen, aber ohne eine Dampfbremse, einiges an Abriss und einigen Mehrarbeiten ist das sicherlich nicht umsetzbar. Mein Tipp: Finger weg, Fachmann ran lassen und ggf. eine komplette Dachsanierung anstreben. Kostet Geld, aber dem sollte man sich im Vorfeld bewusst sein, wenn man ein Altbau erwirbt.
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