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  1. #1

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    Wasserhaltung und Regenschutz

    Hallo liebe Bauexperten,

    wir haben am 03.09.2013 angefangen zu bauen. Der Erdbauer hat die Grube ausgegraben und wie erwartet, standen wir im Wasser. Wir bauen mit Keller (weißer Wanne) und wussten, dass wir auf Grundwasser treffen können. Unser Bauleiter war aber optimistisch, dass wir nicht auf Wasser treffen würden, weil es ja schon länger trocken war. Jetzt haben wir den Salat und nach einem erfolglosen Versuch das Grundwasser mit einer offenen Wasserhaltung in den Griff zu bekommen, haben wir nun eine geschlossene Haltung mit Spüllanzen. Nach einem Tag sind wir bereits 40cm unter Baugrundsohle. Der Bodengutachter meinte, 50cm unter dieser würden ausreichen, um die Tragfähigkeit zu gewährleisten. Jetzt haben wir aber das nächste Problem. Es regnet, und zwar nicht zu knapp. Der Boden muss wohl trocken sein, um die Sauberkeitsschicht aufzubringen. Jetzt will unser Bauleiter 5 Tage(!!!) warten, bis es trocken ist. Jeder Tag kostet uns mind. 600€ zusätzlicgh zu den 9000€, die wir sowieso schon für die GWA zahlen. Und was ist wenn es dann ausgerechnet am 5. Tag wieder regnet? Einen Bodenaustausch will der Bauleiter nicht vornehmen, weil er mit dem Bagger nicht mehr in die Grube kommt. Die Grube wurde nämlich inzwischen vollständig ausgegraben. Ich glaube das hätte auch nicht passieren dürfen (die rechtliche Frage hier, ist auch noch zu klären)... Jetzt stehen wir da und wissen nicht was wir tun sollen. Bringt es etwas eine Folie o.ä. über die Baugrube zu legen, sodass das Regenwasser abgehalten wird?

    Danke schon mal für Eure Antworten.

    Beste Grüße, Viola
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  2. Wasserhaltung und Regenschutz

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  3. #2

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    Du kannst die Baugrube einhausen. Die Kosten dafür liegen deutlich > 600€ / Tag

    An sonsten - Baugrund- und Wetterrisiko trägt immer der Bauherr
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  4. #3

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    gut kenne eure Baustelle nicht, aber warum keinen Min-Bagger in die Grube setzen - oberste vernässte Schicht rückschreitend abziehen, geeignetes Austauschmaterial einbauen - fertig.
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  5. #4

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    gibt es ein bodengutachten mit empfehlung zum grundwasser? in der haut des bauleiters möchte ich nicht stecken. das ist alles riskant, wie der vorgeht!

    baut ihr mit eigenem bauleiter oder ist er angestellter des unternehmers?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke für Eure Rückmeldungen.
    Wir bauen mit einem Generalunternehmen, der Bauleiter ist also von denen.
    Er hat ja gar nichts veranlasst, die Wasserhaltung haben wir veranlasst. Das Bodengutachtenn empfiehlt eine Absenkung auf 50cm unter Baugrubensohle. Dieses streben wir derzeit an. Wir haben den Bauleiter jetzt so weit, dass er morgen die Sauberkeitsschicht einbauen will, also ein Fortschritt! Jetzt habe ich nur noch Sorge, dass wir die 50cm nicht ganz erreichen. Was ist, wenn es nur 48 werden :-( Mir ist schon klar, dass wir das Risiko in dem Fall tragen und dafür zuständig sind, dass die Grube bebaubar ist, aber das kann man doch als Messtoleranz gelten lassen, oder?
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  7. #6

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    hat der gu das bodengutachten zur angebotserstellung zur verfügung gehabt und ist das bodengutachten vertragsbestandteil geworden? hat der unternehmer eventuell die grundwasserabsenkung mit einkalkuliert und ihr bezahlt jetzt eventuell doppelt?

    bei diesem bauleiter solltet ihr euch eigenen sachverstand zulegen!

    aufgrund der fehlerhaften vorgehensweise sind euch schon mehrkosten entstanden, die vermeidbar gewesen wären!?!
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