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  1. #1

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    Dämmung oberste Geschoßdecke . ehemals Flachdach

    Hallo Bauexperten,

    habe paar Fragen zum Thema Dämmung o.Geschoßdecke. Der Spitzboden ist begehbar (ca.170cm Höhe) und nur von aussen mit Leiter erreichbar (Aussentür auf Giebelseite). Er wird also selten betreten.

    Ich möchte nun die o.GD dämmen. Habe mich in das Thema eingelesen bezüglich der Möglichkeiten und worauf geachtet werden muss (Stichwort Dampfbremse unter der Dämmung). Der Haken an der Sache ist, dass es sich um ein ehemaliges Flachdach handelt, auf das vor 17 Jahren ein 15 Grad Satteldach kam. Der Aufbau ist somit folgender (innen nach aussen):
    - Rigpsplatten verspachtelt
    - 24 * 10 Balken / Luftschicht
    - Spanplatten
    - ca 3 - 4 Lagen Dachpappe

    Bei der Luftschicht zwischen den Balken bin ich nicht 100 % ig sicher, da ein Einblicknehmen schwer möglich ist. Von oben ist vollflächig die Dachpappe drauf und von unten die verspachtelten Rigipsplatten. Nach meinem Verständnis müsste aber, sofern da Dämmung drin ist, diese schon komplett vergammelt sein, wenn keine Dampfbremse innen liegt, weil die Feuchte ja nicht Richtung Dach durch kann.

    Eigentliche Fragen sind aber:
    1. Kann ich die Dämmung auf dem Boden ohne Dampfbremse aufbringen, da ja bereits dicht durch die Dachpappe?
    2. Wenn von oben gedämmt wird, müsste es doch egal sein, ob zwischen Rigips und Spanplatte noch Dämmung liegt bzw. Luft ist oder? Wenn ich den U-Wert Rechner richtig bedient habe, dürfte dann in beiden Fällen kein Problem mehr mit Taupunkt / Feuchte bestehen
    3. Wollte vlieskaschierte Glaswolle WLG 035 in 160mm nehmen. LAut U-Wert Rechner komme ich dann auf 0,20 W/m2K - also unter die geforderten 0,24. Hat jemand Erfahrung mit sowas insbesondere auf Anfälligkeit bei (seltenem) Betreten und mal paar Tropfen vom Dach wenn z.B. Regenwasser bei Sturm seitlich "reingedrückt" wird?
    4. Satteldach hat jetzt Überstände. Diese sind aussen verschalt und innen nicht vom ehemaligen Flachdach und Dachpappe "überdeckt", Balken liegen also frei. Vorbesitzer hat hier angefangen rundum Glaswolle reinzustopfen, die trocken ist. Kann man das so lassen bzw. das Ausstopfen vollenden, wenn ich nur auf die Fläche des ehemaligen Flachdaches Dämmmatten ausbringe?

    Vielen Dank für Antworten, Hinweise und Kritik!

    Gruß
    Mathias
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  2. Dämmung oberste Geschoßdecke . ehemals Flachdach

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Möglicherweise handelte es sich um ein belüftetes Flachdach. War früher häufig anzutreffen.
    Um eine konkrete Aussage zu machen, müsste man erst mal untersuchen, was vorhanden ist. Wir nennen das "Grundlagenermittlung" ;-)
    Also: Aufmachen und reinschauen und (fachgerecht!) bewerten.

    Möglicherweise wird man die ehemalige Hinterlüftung (fachgerecht!) schließen müssen, vorher den bauphysikalischen Einfluss dieses Handelns bewerten.
    Dann kann man möglicherweise obendrauf Dämmung legen. Kann nur sein, dass die genannten 16cm nicht ausreichen. Das hängt davon ab, wieviel Dämmung im Bestand drin ist.

    Haben wir schon gemacht und funktioniert.
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  4. #3

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    Kann mich da Fischer anschließen. Luftschicht, falls vorhanden muss zu. Pappe als Art Dampfsperre zu nutzen geht auch, wenn gewährleistet ist, dass sie A. Intakt ist und B. durch nachgehende Maßnahmen in den Anschlussbereichen nicht zerstört oder allgemein durchdrungen wurde.

    Handelt es sich um ein Pfannendach? Wenn ja, sind 15 Grad schon mal eindeutig zu wenig. Mit eintreibendem Wasser in Form von Schlagregen oder Schnee ist zu rechnen. Wurde eine Unterdeckbahn verwendet? Wenn Stahlprofile verbaut wurden, wird die Konstruktion schon weitaus heikler.

    Ich würde auf MiWo verzichten und dafür Flachdachdämmung benutzen. Hat gleiche Dämmeigenschaften, ist dazu begehbar und wäre vor Feuchtigkeit mittel einer selbstklebenden Bahn besser zu schützen. Hierbei wäre eine Belüftung des Daches oberhalb der Dämmung aber ratsam. Zu- und Abluft.
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