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Überprüfung Energieausweis / ENEV Nachweis

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  1. #1

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    Überprüfung Energieausweis / ENEV Nachweis

    Hallo,

    jetzt muss ich auch mal wieder eine Frage stellen.

    Ich habe nun endlich den Energieausweis / ENEV Nachweis für unseren im Dez. bezogenen Neubau (über GU) erhalten.
    Gut Ding will Weile haben.....dachte ich..
    Gerechnet wurde der Nachweis vom Ziegelhersteller.

    Jetzt kommt mir das Ergebnis doch sehr komisch vor:
    Mal grob die Eckdaten:
    REH mit ca. 130m² Wfl, Keller und DG alles in thermischer Hülle
    Ziegel: 36,5er Coriso 0,07
    Fenster: Uw=0,95
    Dach: 22cm Zwischensparrendämmung WLG35
    22cm Betonkeller mit 12cm Perimterdämmung, keine Dämmung unter BoPla sondern im FB Aufbau
    Ausrichtung S-SW, normale Fensterflächen, ein paar bodentiefe
    KWL mit WRG
    GBWT, FBH, 5,5m² ST für WW
    einfacher RLU Kaminofen

    Die einzelnen Bauteile stimmen soweit ich das bisher überflogen habe, bis auf die Dachdämmung die mit WLG40 angegeben wurde (haben aber def. WLG35)

    Jetzt steht z.B. beim Transmissionswärmeverlust: 94,5% bezogen auf das Referenzgebäude.
    Mit nem 0,07 Ziegel (Wand gesamt hat U=0,18) und Fenster mit U<1 kommt mir das deutlich zu hoch vor. Die falsche WLG40 Dämmung allein kann es mMn auch nicht ausmachen.
    Für den Transmissionswärmeverlust hätte ich eher etwas in Richtung 70% im Vergleich zum Ref Gebäude erwartet...

    Den Primärenergiebedarf und den Endenergiebedarf hab ich jetzt nicht genau im Kopf (hab den Nachweis zuhause), aber beide waren ca. 52 kWh/(m²a). Kommt mir auch zu hoch vor. Kaminofen wurde noch nicht berücksichtigt, aber auch ohne finde ich das aus dem Bauch raus zu hoch.

    Einige andere Sachen verstehe ich einfach nicht (z.B. wie Einbeziehung der KWL, Solarertrag für WW etc.), kann es aber auch nicht nachprüfen.

    Sind für Euch erfahrene Planer/Rechner aus dem Bauch heraus die Wert auch komisch oder gefühlt ok?
    Ich kann gerne versuchen den ganzen Nachweis einzuscannen und hier i-wie rein zu stellen.

    Oder gibt es hier jemanden der das sauber nachrechnen kann/will, gerne gegen Bezahlung (wenns nicht allzu teuer ist...)

    vg

    Zellstoff
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  2. Überprüfung Energieausweis / ENEV Nachweis

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von coroner
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    Gegenüber welcher EnEV Version soll das denn gelten?
    Wann wurde der Bauantrag gestellt?
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  4. #3
    Themenstarter

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    sorry, vergessen anzugeben:
    Nach ENEV 2009, Bauantrag wurde 9/2011 gestellt.
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Erster Schritt ist eine Durchsicht.
    Es gibt Bauteile die sind direkt mit den Werten für das Referenzgebäudes einfach gegenüberstellbar.
    Es gibt aber auch Wärmeübergangsflächen, die sind nicht direkt im Blick/vergleichbar. Da klemmt es meist.
    Sinnvoll ist jemanden suchen, der den Nachweis durchsieht, mit dem Aufsteller in Kontakt treten kann und der Aufsteller korrigiert ggf.
    Aufwändiger: alles selbst nochmals nachrechnen, dann aber gleich mit aktuellen Werten, Prüfung der aller Angaben.
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  6. #5
    feelfree
    Gast
    Vielleicht blöde Frage: Was nützt mir denn so ein korrigierter EnEV-Nachweis?
    Ich habe meinen auch gerade erst bekommen, und verstehe da eigentlich fast nur Bahnhof. Andererseits will ich die nächsten >10 Jahre in der Hütte selbst wohnen, und da werden die Heizkosten zusammenkommen, die ich eben brauche. Ein Papier, auf dem steht wie wenig Energie das Haus braucht, hilft mir da auch nichts.
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  7. #6
    Themenstarter

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    ich sehe den ENEV Ausweis schon als Wertdokument, bzw. nur als solches. Den realen Wärmebedarf spiegelt der sowieso nicht wider.
    Aber wenn man doch mal verkaufen will/muss (auch in 10a), dann hätte ich schon gerne einen korrekten Nachweis und wenn da steht: zur damaligen Zeit wurde nur 5,5% (94,5%) besser gedämmt als Vorschrift, dann ist das ein Argument, das den Preis drückt. Da kann ich noch so oft sagen, dass der Ausweis vermutlich nicht korrekt erstellt wurde.

    @ PeMu: Danke und ja, genau so jemanden suche ich durch diesen thread gerade
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Zellstoff Beitrag anzeigen
    ich sehe den ENEV Ausweis schon als Wertdokument, bzw. nur als solches. Den realen Wärmebedarf spiegelt der sowieso nicht wieder.
    Aber wenn man doch mal verkaufen will/muss (auch in 10a), dann hätte ich schon gerne einen korrekten Nachweis und wenn da steht: zur damaligen Zeit wurde nur 5,5% (94,5%) besser gedämmt als Vorschrift, dann ist das ein Argument, das den Preis drückt. Da kann ich noch so oft sagen, dass der Ausweis vermutlich nicht korrekt erstellt wurde.
    Recht hast du - habe meinen auch korrigieren lassen - auch wenn es von 17.5 kWh/m²nur auf 17.1 kWh/m² runterging... aber ich wollte es korrekt haben...
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  9. #8

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    Wie ich unsere bzw die EU Bürokraten so kenne wird der E-Ausweis maximal 10 Jahre gültig und dann musst du einen neuen erstellen lassen (bei Verkauf/Vermietung).
    Da in 10 Jahren das Passivhaus Quasi-standard im Neubau sein wird würde ich mir jetzt keinen Kopf machen, die konkreten Verbräuche werden den potentiellen Käufer/Mieter mehr interessieren als ein 10 Jahre altes Papier über einen vergleichsweise schlechten Dämmstandard (ggü PH).

    (Wen interessietr heute schon ob ein PkW-Motor Euro-4 oder Euro-5 erfüllt? Beide haben die grüne Plakette. )
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  10. #9
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    ich wollte hier eigentlich nicht den Sinn des ENEV Nachweis / Energieausweis diskutieren
    Wenns Ihn schon gibt und ich Ihn im Zweifel auch vorweisen muss, dann hätte ich Ihn auch gerne korrekt; andere können das gerne anders sehen.
    Wäre schön, wenn wir wieder zum inhaltlichen kommen könnten. Danke..
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  11. #10

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    Hier gibt es nichts zu reden. Die EnEV ist das glasklar fomuliert (§16 Abs.1) und es kann richtig Geld kosten, wenn der Ausweis wissentlich falsch ist.

    - Die Bauteile haben angenommen zu werden, wie sie sind
    - Der Wärmebrückenzuschlag muss korrekt sein
    - Kaminofen darf (wahrscheinlich) nicht eingerechnet werden
    - ....
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  12. #11

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    Hallo Zellstoff,

    da wir ja den selben GU hatten, nehme ich mal an, dass wir auch den ENEV Ausweis von der gleichen Quelle bekommen haben.
    Bei uns ist nämlich das gleiche passiert.
    Ich hatte ja alles bereits genau selber recherchiert und auch vorab von einem anderen Bauträger (Konkurrenzangebot) durchrechnen lassen, so dass klar war, dass wir KfW 70 nach ENEV 2009 weit übertreffen würden. Wir haben:
    -coriso 36,5cm W 08
    -3 fach Verglasung Uw 0,95
    -Dachdämmung 24cm WLG 035
    -Perimeterdämmung 12cm WLG 035
    -Dämmung auf Bodenplatte 10cm WLG 035
    -thermische Solaranlage 4qm
    -PV Anlage 2,5 kWp

    Dann kam nach vielen vielen NAchfragen endlich die ENEV Berechnung vom Ziegelwerk und der Schock war groß: von wegen KfW 70, sondern nur mit Ach und Krach die ENEV erfüllt. Schock!! Wir hatten ja nicht nur KfW 70 KRedit, sondern auch das Münchener Förderprogramm Energieeinsparung beantragt, da ging es nochmal um satte EUR 10.000.- Zuschuss!

    Nachdem sich der erste Schock gesetzt hatte, haben wir die Berechnung in Ruhe durchgesehen, und siehe da,die strotzte nur so von Fehlern.
    -Da war eine Gaube drin, die es gar nicht gibt
    -Kubatur war um fast 100m³ falsch berechnet (Walmdach!)
    -Haustüre war mit Uw 1,5 drin, statt den tatsächlichen Uw 0,95
    -Keller in fließendem Grundwasser war angeklickt, obwohl das hier 15m tief, also weit weg ist.
    -Perimeterdämmung war mit 10cm angegeben, obwohl wir 12cm haben.
    -Der thermische Solarkollektor war nicht einbezogen worden

    Wir haben uns dann direkt an den Ersteller der Berechnung gewendet, der hat es sich dann durchgesehen und leicht widerwillig eine korrigerte Version erstellt.
    Leider enthielt auch diese Fehler, haben wir also noch eine Korrektur benötigt.

    Und siehe da, schwupps hatten wir KfW 70 locker erfüllt.

    Auf unser Drängen wurden jetzt noch die tatsächlichen Geräte der Haustechnik (Heizung etc.) einberechnet, anstatt nur der Standardwerte im Programm, was das Ergebnis nochmals deultich verbessert.

    Jetzt baten wir noch um Einberechnung der PV Anlage, da musste das Ziegelwerk aber dann passen, Lust hatten die ja schon lange keine mehr.
    Also haben wir einen Energieberater beauftragt (Kosten EUR 680.-), der alles jetzt nochmal ganz genau und völlig korrekt berechnet hat, mit konkreten Geräten, PV und therm. Solar und ENDLICH hatten wir die korrekten Werte, die sich nochmals deutlich von den Berechnungen des Ziegelwerkes unterschieden.

    KfW 70 war nun meilenweit übertroffen und auch die Werte des Förderprogrammes wurden nun alle erfüllt. Diese 680.- EUR waren also wirklich sehr gut investiert!

    Kurzum: gibt nicht viel auf die Berechnung des Ziegelwerkes! Sieh genau hin, rechne alles genau nach, insbesondere die Gebäudegeometrie.
    Falls Du die ENEV Berechnung ins Internet hochladen kannst, schaue ich gerne mal drüber, vielleicht kommen mir manche Fehler ja bekannt vor...

    LG
    Corinna
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  13. #12
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    Zitat Zitat von Taipan Beitrag anzeigen
    - Kaminofen darf (wahrscheinlich) nicht eingerechnet werden
    meines Wissens, darf ein Kaminofen für die ENEV pauschal mit 10% der Heizleistung durch Holz angesetzt werden.
    siehe hier
    Wird ein Kaminofen zumindest anteilig mit Holz befeuert, so darf aufgrund vorstehender Überlegungen regelmäßig auch ohne Nachweis im Einzelfall angenommen werden, dass er 10 vom Hundert der erforderlichen Heizarbeit mit dem Brennstoff „Holz“ erbringt.
    Die flächenanteiligen, nach DIN V 4701-10 auf die Gebäudenutzfläche AN bezogenen Verluste sind im nachfolgend beschriebenen Berechnungsgang demzufolge zu 10 vom Hundert für den Kaminofen und zu 90 vom Hundert für die Zentralheizung zu berücksichtigen.
    das andere sehe ich genauso...
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  14. #13
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    Mal ne Frage: Berechnung des Ziegelwerks, wirklich?
    Oder ist da nur ein Ziegelverbandslogo drauf?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    nö, die sitzen wirklich im Ziegelwerk, gleiche Adresse! (jedenfalls bei uns)
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  17. #15

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