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  1. #1

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    Fachgerechte Flachdachabdichtung. Brauche Hilfe...

    Hallo zusammen,

    Ich brauche Eure Hilfe und hoffe auf Rat. Wir bauen z.Z. Ein Haus mit Flachdach.
    Ich probiere mal den bislang erfolgten Dachaufbau zu beschreiben. Auf der Decke wurde vielflächig eine Dampfsperrbahn verklebt. Anschließend wurde ringsum eine Attika aus osb Platten angebracht. Der Aufbau der Attika sieht folgendermaßen aus. Die Platten sind als Kammer zusammengeschraubt. Unten und oben ist als Verbinder jeweils eine Bohle eingesetzt. Der Hohlraum ist mit Glaswolle oder einem ähnlichen Material gefüllt. Die Deckplatte oben hat eine leichte Neigung nach innen (wasserablauf Richtung Dach). Die senkrechte Außenplatte ist von Außen auf das Mauerwerk verschraubt. Weiterhin wurde eine zweite Bahn Dampfsperre auf der Decke gelegt die an der Attika auch hoch geklebt wurde. Weitere Arbeiten wie die Gefälledämmung sind noch nicht ausgeführt worden.
    Nun zu unserem Problem. Wasser. Uns lief und läuft Wasser aus den Innenwänden was ganz offensichtlich vom Dach kommt. Dort in das Mauerwerk eindringt und an verschiedenen Stellen wieder innen aus der Wand läuft. Das teilweise so stark, das sich im Erdgeschoss pfützen bilden. Das Wasser läuft definitiv durch die Dampfsperre die an der Attika hochgelegt wurde. Teilweise sieht man auch die Nassen Bereiche weil die Außenplatte der Attika weil es richtig durchgeweicht ist und trotz mehrfacher Nachbesserungsarbeiten es dort nicht nachtrocknet.

    Was sollen wir da tun? Ist das nicht schlimm, dass die Dampfsperre Wasser durchlässt. Für mich klingt das halt nicht logisch. Wenn eine Sperrbahn schon gegen Wasser nicht dicht ist, wie soll sie dann gegen Dampf dicht werden.

    Bitte Euch um Rat. Was würdet Ihr machen?

    Viele Grüße
    Planters
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  2. Fachgerechte Flachdachabdichtung. Brauche Hilfe...

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    dachdecker oder sachverständigen hinzuziehen und die undichtigkeit untersuchen und feststellen lassen. wenn durch die dampfsperren niederschlag in dem umfang eindringt, besteht der verdacht, dass der komplette dachaufbau abgesoffen sein kann. du solltest die zeit bis november noch nutzen und das dach in ordnung bringen lassen. wie alt ist das dach?
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  4. #3

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    Wie alt?
    Es ist doch gerade erst im Bau, noch gar nicht fertig...
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  5. #4

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    Deckenmaterial? Stahlbetondecke, OSB, Spundschalung? Was für ne Pappe wurde verwendet? Wie entwässert das Dach? Wurde die Dampfsperre, verschweißt oder verklebt? (heiß/ kalt Verfahren?) Ist sie vollflächig verlegt wurden, also auch unter der Attika? Steht aktuell Wasser auf dem Dach?
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  6. #5
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    Vielen Dank erstmal für die zügige Reaktion.

    Wie Julius es schon erwähnt hat. Es ist ein Neubau...

    Die Decke ist eine Stahlbetondecke. Es wurde ein Material verwendet das Baudertherm DS1 Duo heißt. Inzwischen wurde an den Nähten und Ecken verschweißt. z.Z. Sind nur seitliche Notabläufe. Leider nicht an den tiefsten Stellen der Betondecke.

    Welche genaue Funktion hat die Dampfsperre und wie muss diese fachgerecht verarbeitet werden? Die Bahnen sind zum Beispiel nicht vollflächig an der Attika verklebt. Macht meiner Meinung auch wohl Sinn, damit das Material am Holz arbeiten kann.
    Das Wasser läuft durch die obere Dampfsperre (vermutlich durch die Schweissnähte im Übergangsbereich Attika und Deckenplatte) und dringt seitlich am Rand in das Mauerwerk ein. Die erste Lage stand eine Zeitlang etwas über und ist mit der Anbringung der Attika bündig abgeschnitten worden.
    Wenn nun die Gefälledämmung aufgebracht wird und die beiden Deckbahnen fachgerecht verarbeitet werden sollte ja alles dicht sein. Wenn allerdings doch mal Feuchtigkeit von außen in diesen Zwischenbereich eindringen würde habe ich unweigerlich wieder ein nasses Mauerwerk...



    Habt Ihr weitere Ratschläge?

    Viele Grüße
    Planters
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  7. #6
    Themenstarter

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    Achso. Teilweise steht aufgrund der ungünstigen Lage der Notabläufe Wasseraufbereitung dem Dach...
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  8. #7
    Themenstarter

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    Scheiß Autovervollständigung. Sollte natürlich heißen: Wasser auf dem Dach.
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  9. #8

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    [QUOTE=Planters;831843]Vielen Dank erstmal für die zügige Reaktion.

    Wie Julius es schon erwähnt hat. Es ist ein Neubau...

    Die Decke ist eine Stahlbetondecke.
    Wurde diese vorher behandelt? Schwarzanstrich?

    Es wurde ein Material verwendet das Baudertherm DS1 Duo heißt.
    Also ne Selbstklebebahn, das DUO steht übrigens für Heiß wie Kaltverfahren geeignet. Für ganz dumme, hats in der Überdeckung auch noch farbliche Hinweise. Rot für warm und blau für kalt... Ich geh jetzt mal davon aus, dass die Bahnen heiß verklebt wurden? Oder sind die blauen Streifen zu sehen?


    Inzwischen wurde an den Nähten und Ecken verschweißt. z.Z. Sind nur seitliche Notabläufe. Leider nicht an den tiefsten Stellen der Betondecke.
    Da gehören sie auch nicht hin... Notabläufe verhindern, dass nicht zuviel Wasser auf dem Dach stehen bleibt oder im Falle einer Verstopfung der Regelentwässerung ein Ablauf dennoch gewährleistet ist.

    Welche genaue Funktion hat die Dampfsperre und wie muss diese fachgerecht verarbeitet werden?
    Sie hält Feuchtigkeit von der Dämmebene ab. Zumindestens so, dass kein Wasser in den Innenbereich fließt. An aufgehenden Bauteilen muss sie hochgehen und bis Oberkante Wärmedämmung später geführt werden. Wir machen es immer so, dass die Sperre bis auf die Attika gezogen wird. So kann man Gewährleisten, dass Dampfsperre und Abdichtung nachher ein Paket ergibt. Die Dämmung somit vor Feuchte geschützt bleibt.

    Die Bahnen sind zum Beispiel nicht vollflächig an der Attika verklebt. Macht meiner Meinung auch wohl Sinn, damit das Material am Holz arbeiten kann.
    Passiert, wenn der Untergrund nicht behandelt ist und bei Selbstklebebahnen der Anpressdruck und die Temp. zu gering waren. Man hätte sich das Problem garnicht machen müssen... Ich würde ggf. Sachverstand dazu ziehen, klingt alles nicht cool...


    Das Wasser läuft durch die obere Dampfsperre (vermutlich durch die Schweissnähte im Übergangsbereich Attika und Deckenplatte) und dringt seitlich am Rand in das Mauerwerk ein. Die erste Lage stand eine Zeitlang etwas über und ist mit der Anbringung der Attika bündig abgeschnitten worden.
    Bei einer V60 S4 oder ähnlichem im Flammverfahren wäre das sicherlich nicht passiert... Auf alle Fälle nacharbeiten lassen! Zur Not sollen sie die Randstreifen mit ner Schweißbahn verschweißen, kann ja nich so schwer sein als Dachdeckmann...

    Wenn nun die Gefälledämmung aufgebracht wird und die beiden Deckbahnen fachgerecht verarbeitet werden sollte ja alles dicht sein. Wenn allerdings doch mal Feuchtigkeit von außen in diesen Zwischenbereich eindringen würde habe ich unweigerlich wieder ein nasses Mauerwerk...
    Wie gesagt arbeiten mit Sachverstand prüfen lassen. Beim Flachdach gibts schon ein paar Dinge wie man beachten sollte. Wenn es jetzt schon Probleme gibt, bei ner einfachen Sperrlage, dann wäre ich da misstrauisch. Aber bitte den Handwerker jetzt auch nicht als Pfuscher hinstellen. Deshalb Sachverstand einholen, überprüfen lassen und im Falle des Falles handeln!

    :
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  10. #9
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    Hallo Kalle,

    Der Schwarzanstrich wurde vorher gemacht.

    Teilweise sind noch blaue Streifen zu sehen.

    Muss deiner Meinung denn die Dampfsperre gegen Wasserdurchdringung dicht sein oder wie ist die Definition des Dichtseins bei so einer Dampfsperrlage?

    Brauch wohl kurzfristig nen Sachverständigen... Da scheint echt der Hase im Pfeffer zu liegen.

    Grüße
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  11. #10

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    Es kann nicht sein, dass eine Sperre so schlampig ausgeführt wird. Hier liegt der Fehler schon in der Wahl der Materialien. Klatklebebahnen mögen ne tolle Erfindung sein, sind bei 30 Grad Außentemperatur aber auch nie 100 Prozent dicht. Eine AL V60 S4 hätte hier besser funktioniert. Aber das tut nun auch nichts mehr zur Sache.

    Dachdecker anrufen und auf Abstellen des Mangels "unsachgemäße Randeindichtung" bestehen. Am besten sofort. Theoretisch dürfte bis zur OK Attika das Wasser stehen und es dürfte über den Randanschluss nicht weglaufen dürfen. Hier muss definitiv nachgearbeitet werden. Genauso ist zu prüfen wie viel Feuchtigkeit schon in der Attika steckt.

    Diese ganzen Dinge sollte ein Sachverständige vor Ort begutachten. Die Wahl des SV aber bitte sorgfältig wählen. Ein Laberkopp als SV ohne fundiertes Wissen kann enorm zur Verunsicherung beitragen.
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  12. #11
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    Danke für die Info. Wo ist guter Sachverstand zu finden? Bundeseinheitliche Sachverständigen-Datenbank des Handwerks? Gibt's Zusatzqualifikationen die so ein Mann unbedingt vorweisen sollte?

    Grüße
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12

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    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger hat schon mal Qualität, da rechtlich Geschützter Begriff. Abkürzung dafür: ö.b.u.v. Auskunft über gelistete Sachverständige sollte die zuständige Handwerkskammer führen.
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  15. #13

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    wie auch immer - wenn die dampfsperrbahn oder dampfdruckausgleichsbahn als notabdichtung im bauzustand funktionieren soll, müssen die stöße dicht verschweißt sein. dazu sind kaltklebungen weniger geeignet. du kannst deinem dachdecker mitteilen, da wo wasser durchgeht, kann auch mit wasser angereicherte luft durch und kondensiert irgendwo im warmdachaufbau.
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