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Dachsanierung: Material nicht imprägniert?

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  1. #1

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    Dachsanierung: Material nicht imprägniert?

    Hallo zusammen,

    ich möchte mal kurz zum Meinungsaustausch anregen: wie haben einen 1969er Altbau, den wir sanieren möchten.

    Die erste Baustelle war dabei die Dachsanierung: vorhanden war ein Sparrendach (Wiederlagerdach) mit Sparrenquerschnitten 180x80mm, der Dachstuhl ist einem sehr guten Zustand (wurde durch Sachverständigen und Zimmermann bestätigt). Dachüberstände an der Giebelseite mit Betoneinfassung.

    Das Dach sollte nun wie folgt saniert werden. Entfernung der gesamten Eindeckung (Betonziegel), Regenrinnen etc. Danach: Audopplung der Sparren, Folie neue Eindeckung. Abkastung der Dachüberstände. Dazu noch die Sanierung eines Flachdaches/Balkons.

    Für die Sanierung wurde an einigen Stellen folgende Materialien verwendet, die ich hier zur Diskussion stellen möchte.

    Dachlatten unbehandelt, nicht imprägniert. S10 30/50
    Wechsel für Dachfenster: KVH 220/60
    Konstruktion am Dachüberstand, teilweise wenig belüftet: Dachlatten S10 30/50 unbehandelt.

    Beim Balkon folgende Lösung, die ich insbedondere zur Diskussion stellen möchte:
    Das Falchdach wurde abgedeckt, dann ein Rahmen aus KVH bis an die Mauerkante montiert. Innen wurde mit 10cm Styropor gedämmt. Das Holz (unbehandelt) und die Dämmung wurden mit Dachpappe abgeklebt.

    Folgende Fragen: wie ist die Nutzung von unbehandeltem Holz, das nicht gut belüftet aber konstruktiv gegen Nässe geschützt ist, zu bewerten?

    Ich kenne von früher her nur die Verwendung von KDI-behandelten Materialien, aber das scheint sich ja grundlegend geändert zu haben...

    Grüße und vielen Dank für die Antworten
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  2. Dachsanierung: Material nicht imprägniert?

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  3. #2
    wasweissich
    Gast
    aber das scheint sich ja grundlegend geändert zu haben...
    da brauchte sich nicht viel zu ändern .

    KDI wurde schon immer für bewittertes holz benutzt : zäune , pergolen .......
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  4. #3
    Avatar von Flocke
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    KDI ist was für den Garten und hat im Dach nichts verloren. Die aktuelle Holzschutznorm schreibt sogar vor, das Dachlatten und Konterlattung nicht mehr imprägniert sein dürfen.
    Holz, wenn es allseitig umschlossen ist, braucht ebenfalls keinen chem Holzschutz. KVH ist sowieso weniger anfällig für Insektenfraß, da bei der techn. Trocknung viele Eiweiße-Nahrung für die kleinen-zerstört werden.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo Flocke,

    Danke für die Antwort. Es ist also kein Thema, dass auf dem Flachdach ein Rahmen aus KVH aufgedübelt und mit Dachpappe abgeklebt wurde??? Kann das denn noch trocknen? Die Riegel haben ein paar Tage im Regen gelegen, bevor sie verarbeitet wurden.

    Grüße
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  6. #5

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    Nach der Beschreibung wussten die Menschen was sie tun. Wie Flocke schon schrieb, Dachlatten dürfen nur noch unbehandelt verarbeitet werden.

    Im Grunde sind es dennoch S10 impr. Latten, die nur vorher einmal kurz durchn Dickenhobel gesteckt werden...
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  7. #6
    Avatar von Flocke
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    Nein, das ist falsch. Normale impr. S 10 latten sind nicht getrocknet, das aber müssen die Latten sein. Es sollte KVH oder BSH sein. Ok, ich würde niemals mit BSH Latten, aber so steht es geschrieben.
    Vorteil KVH: ist bis 13 m Länge erhältlich...Jede Reihe nur noch eine Latte ;-)
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  8. #7

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    Ich hab die letzten Tage erst gefühlte 3000 Meter verschossen und ich garantiere dir, dass unser Holzlieferant (dir sicher geläufig ) da impr. Latten mit untergemogelt hat. Das das nicht seien darf stimmt natürlich. Ändert aber nichts an den "Machenschaften" der Holzlieferanten. Oder zumindestens in dem einen Falle. Mein Meister und Chef wollts mir auch nicht glauben, als ich ihm das Foto geschickt hab, war Ruhe
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  9. #8
    Avatar von Flocke
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    Das stimmt. Was so noch an impr Latten ausgeliefert wird ist verrückt. Die meisten aber wissen es auch noch nicht besser und in vielen Ausschreibungen wird es auch verlangt weil es selbst in Planerkreisen noch nicht angekommen ist
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  10. #9

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    Zitat Zitat von claver Beitrag anzeigen
    Hallo Flocke,

    Danke für die Antwort. Es ist also kein Thema, dass auf dem Flachdach ein Rahmen aus KVH aufgedübelt und mit Dachpappe abgeklebt wurde??? Kann das denn noch trocknen? Die Riegel haben ein paar Tage im Regen gelegen, bevor sie verarbeitet wurden.

    Grüße
    Der Rahmen ist dafür da, die Dampfsperre bis OK Dämmung zu führen. Oder wurde dieser bei Ihnen vollflächig eingepackt? Wie sieht der Aufbau Ihrer Sanierung genau aus?
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  11. #10

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    Hallo ich bin neu hier, also guten Tag an Alle.
    Nach meiner Anmeldung bin ich ein wenig über die Threads geflogen und bin bei diesem
    hängen geblieben.

    Zu Dachlatten und Lattnägel möchte ich einige Komentare loswerden, besonders zu den
    folgenden Aussagen in diesem Thread.
    Aussage1: Dachlatten müssen technisch getrocknet sein
    Aussage2: Dachlatten dürfen nicht mehr imprägniert sein

    Als Fazit möchte ich folgendes posten:
    Dachlatten müssen nicht getrocknet werden und dürfen auch „naß/frisch“ eingebaut werden.
    Dachlatten dürfen auch imprägniert sein.

    Meine Ausführungen sind etwas detailiert, wen sie interssieren kann ja im Anhang weiterlesen.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
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  12. #11

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    @ Wiener - welches Datum trägt denn dein dachlatten-anhang?
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  13. #12

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    Das Heutige, den Anhang habe ich geschrieben.
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  14. #13

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    Nachtrag zu meinem Anhang:

    Nach DIN EN 1995-1-1:2010-12, 8.3.2 (8) müssen die Tragfähigkeitswerte für Nägel auf Herausziehen abgemindert
    werden, wenn Bauholz mit erhöhter Holzfeuchte eingebaut wird.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Flocke
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    Was ich von Abhandlungen vollgespickt mit rechtschreibefehlern halte möchte ich hier nicht schreiben.
    Aus Erfahrung kann ich sagen, das eine Dachlatte es meistens nicht schfft zu trocknen bevor sie massiv mit Pilzen überzogen ist( nicht impr. mit einer Lieferfeuchte von gut 60%. Auch sind mir diverse Gerichtsverhandlungen bekannt die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.
    Die Empfehlungen der DIN 68800 sind deutlich formuliert, jede freie interpretation endet leider all zu schnell vor Gericht. Was diese diskussion soll weiß ich auch nicht, sprechen wir doch von einem Bauartikel der stolze centbeträge pro Meter kostet
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  17. #15
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    Irgendwie sind da ein paar Thema an mir (und wohl auch anderen vorbeigelaufen... man wird alt):
    Nägel dn<4mm waren in 1052 nicht genormt - upps, da sollte man auch mal alle Tabellenbücher und Bemessungshilfen umschreiben lassen nachträglich. Haben das die Prüfer auch nicht gewusst?

    Dass mit dem Abverkauf der blanken Nägel < 4mm habe ich auch noch nicht bemerkt.

    Nun denn.
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