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  1. #1
    Avatar von butterbär
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    bodenplatte ohne unterbau und frostschürzen

    hallo werte kollegen,

    seit längerer zeit stelle ich fest, daß immer mehr bauunternehmer biegesteife bodenplatten ohne jeglichen unterbau oder frostschürzen an den mann bringen.

    wenn man sie darauf anspricht ob dies den den anerkannten regeln der technik wir einem meist der hinweis auf die skandinavischen bauweisen gegeben.

    diese sind jedoch meines wissen im randbereich sehr stark gedämmt und somit vor frost geschützt.

    meine frage nun:

    wer hat erfahrungen mit dieser bauweise der bodenplatte (meist wir nur der mutterboden weggeschoben, randschalungen aufgestellt...stahl rein...fertig).

    gibt es hier bilder von frostschäden, brüchen, entsprechende berichte in der literatur oder ähnliches?

    da ich diese art des bauens als scharlatanerie betrachte, die bauherren jedoch meist nur den preis im auge haben, sollte man hier deutliche beispiele aus der praxis vorzeigen können.


    besten dank schon mal im vorraus
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  2. bodenplatte ohne unterbau und frostschürzen

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    pauschal "mutterboden weg, beton drauf, fertig" ist sicher nicht richtig

    man kann u.u. auf streifenfundamente verzichten - das bedeutet aber dann in punkto "statik" kompensationsmassnahmen hinsichtlich standsicherheit und besonders gebrauchstauglich, sowie hinsichtlich frostschutz.

    i.e. hängt das nicht nur vom baugrund, sondern auch von der bauweise, der geometrie des baukörpers und natürlich dem wohlwollen des baugrundgutachters ab.
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  4. #3
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    Hat aber auch was mit der Annahme zu tun "wo kein Wasser, da keine Eislinse" Will sagen, wenn Dauerhaften Maßnahmen ergriffen werden, das Wasser von unter der BP fern zu halten, oder abzuleiten, kann es sicherlich funktionieren. Ob man dann noch Geld spart ???????
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  5. #4

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    Zitat Zitat von butterbär
    da ich diese art des bauens als scharlatanerie betrachte, die bauherren jedoch meist nur den preis im auge haben, sollte man hier deutliche beispiele aus der praxis vorzeigen können.
    Wieso soll den die Bauart preiswerter sein, als die mit Streifenfundementen, die zur Not auch unbewehrt sein könnten? schließ muß es ein Baugrundgutachter und ein Hinrechner geben, (mehr) Stahl wird doch auch gebraucht, und so teuer ist der Baggerfahrer fürs ausheben auch nicht.
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  6. #5
    Avatar von JDB
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    Wieso?
    Weil der Beton einfach unter dem Deckmäntelchen der innovativen Bauweise ("schau doch mal nach Schweden!") hingerotzt wird !
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  7. #6
    Themenstarter
    Avatar von butterbär
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    Zitat Zitat von C. Schwarze
    Wieso soll den die Bauart preiswerter sein, als die mit Streifenfundementen, die zur Not auch unbewehrt sein könnten? schließ muß es ein Baugrundgutachter und ein Hinrechner geben, (mehr) Stahl wird doch auch gebraucht, und so teuer ist der Baggerfahrer fürs ausheben auch nicht.
    Diese Bauart ist dann "preiswerter" ("wert" ist hier sowieso falsch) weil irgendwelche Halbwissenden irgendwelche Viertelswissenden über den Geldbeutel bescheissen (Die Viertelwissenden lassen sich hierbei natürlich erstmal gerne bescheissen). Und die Viertelswissenden sagen sich... wenn´s nicht passt... ich hab ja Rechtsschutz. Nur das die teilweise ein lebenlang auf dem Murks sitzenbleiben bedenken diese Leute nicht. Der Wiederverkaufswert ist dabei ebenfalls gleich null.

    Ich will nur klarstellen, dass ich diese "Bauweise" hier nicht propagieren möchte. Mir fehlen nur derzeit noch die bild- und beispielhaften Argumente um den Leuten die Auswirkungen solcher Murkserei vor Augen zu halten.

    Meistens muss für diesen Schrott dann jemand den Kopf hinhalten den sowieso Keiner mehr auf einer Baustelle möchte - nämlich der Architekt. Meist hat er ja nur nen halblebigen Auftrag ein paar Bildchen für den Bauantrag zu malen... den Rest holt man sich dann bei den "Profis vom Bau".

    Meist heisst es dann.. der Architekt hätte das sagen müssen... wie zum Beispiel das nicht mehr erforderliche Bodengutachten ("da schaun mer erstmal in die Baugrube und entscheiden dann")... da reicht es ja nicht mal wenn man es nur sagt oder darauf hinweist... hier ist unbedingt ein rechtssicher formulierter Haftungsauschluss erforderlich.



    Also... wenn jemand was kennt zum Thema Bauschäden diesbezüglich... für sachdienliche Hinweise wäre ich dankbar.
    Geändert von butterbär (12.11.2005 um 10:10 Uhr)
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    "mmmh"

    Hallo Butterbär,
    .
    ich denke wir sind auf gleicher Wellenlänge ?
    .
    http://www.baumurks.de/schluesselloc...es-east-01.htm
    .
    ich möcht zu Ihren Beitrag "nur" anmerken daß bei Auftreten von Schäden Risse usw. (setzungsrisse bedingt Frosteinwirkung u.a.) "KEINER" mehr an die Gründung denkt ... da iss es egal ob die Bodenplatte gegen Erdreich mit Stahlfaserbeton hingerotzt wurde ... "NEIN" für diese Schäden (Risse) werden dann meist andere ausgemacht ... z.b. der Verputzer der iss dann plötzlich der Schuldige
    .
    Thema Setzung hatten wir im Forum schon einige Male z.b. "hier": ... da war doch die Geschichte mit dem Robert und dem unterspülten Haus ... "weil" man Schichtenwasser per Filterschicht unter der Bodenplatte durch geleitet hat ... "mmmh" weiß jemand wo der Beitrag ist ???
    .

    .
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  9. #8
    Themenstarter
    Avatar von butterbär
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    Hallo Josef,

    coole Seite... vorallem der Beitrag zum Thema Mischmauerwerk!
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9

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    Ich will nur klarstellen, dass ich diese "Bauweise" hier nicht propagieren möchte. Mir fehlen nur derzeit noch die bild- und beispielhaften Argumente um den Leuten die Auswirkungen solcher Murkserei vor Augen zu halten.
    guck mal ins www.diestatiker.de forum, suchworte wie sandbett etc.. bringt ne menge lesestoff.
    . den Rest holt man sich dann bei den "Profis vom Bau".
    Das Problem ist, die sterben aus oder gehen in Rente.
    Und die Polen verstehen nur "curva"
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  12. #10
    Bauexpertenforum
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    Aber ein paar leben noch - nicht war Josef
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