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  1. #1

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    Fenster verbogen

    Hallo Experten

    Wir haben 1987 ein Fertighaus von Z.....gebaut/gekauft.

    Eigentlich sollte es mit weißen Kunststoffenster und innenliegenden Sprossen ausgestattet werden.
    Aber meine Oma hat damals ein dermaßiges Theater vollführt, wegen der weißen Fenster.

    Wir machten einen Kompromiss: Innen weiß, außen schwarz.
    Nach etwas mehr als zehn Jahren haben wir bemerkt, daß sich die Fenster anfangen zu verbiegen. ( Z.... wollte nix davon wissen )
    Heute sind sie alle, besonders die südseitigen, derartig verbogen, daß zwischen Fenster und Fensterrahmen im geschlossenen Zustand eine gefaltete Zeitung durchgeschoben werden kann.
    Außerdem sind die innenliegenden Sprossen etwas verrutscht.

    Wir haben das Haus bereits letztes Jahr im Winter kaum mehr warm bekommen.

    Jetzt haben wir Angebote eingeholt für neue Fenster und sind wegen der hohen Kosten sehr geplättet.

    Nun die Frage: Wäre uns das mit weißen Fenstern auch passiert?

    Und auf was muss ich heutzutage achten beim Kauf von neuen Fenstern?

    Herzlichen Dank und viele Grüße
    Geändert von R.B. (20.09.2013 um 17:37 Uhr) Grund: name entfernt
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  2. Fenster verbogen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Dunkle Flächen heizen sich im Sonnenlicht extrem auf. Ein typisches Beispiel wären dunkle Dachpfannen, darauf kannst Du im Sommer Spiegeleier backen. Es gibt Untersuchungen an Fassaden mit verschiedenen Farbtönen, da lag der Unterschied zwischen weißen und schwarzen Flächen bei über 30K.

    Fenster mit dunklen Außenseiten werden sich also ebenso extrem aufheizen, es können Temperaturen deutlich über 60°C auftreten, während die Innenseite relativ (im Verhältnis zu außen) kühl bleibt. Das führt dann dazu, dass sich die Fenster verziehen.
    Fenster mit weißer Außenseite werden sich unter den gleichen Bedingungen weniger aufheizen, hier wird die Oberflächentemperatur vielleicht um die 30° C betragen. Die Differenz zur Innentemperatur ist also deutlich geringer, das Risiko dass sich die Fensterprofile verziehen ebenso.

    Und auf was muss ich heutzutage achten beim Kauf von neuen Fenstern?
    Zuerst mal brauchst Du einen guten Fensterbauer. Das ist das A und O. Er kann Dich auch beraten und Dir die Details erklären. Zudem sorgt er für einen fachgerechten Einbau.

    Ich würde bei den Fenstern selbst auf folgende Punkte achten:

    a.) Profil mit oder ohne Stahlkern (ich würde nur mit Stahlkern nehmen)
    b.) Anzahl der Kammern
    c.) Anzahl der Dichtebenen
    d.) Optik (jeder hat einen anderen Geschmack, mir gefallen abgerundete Kanten besser als eckige)
    e.) U-Wert (Uf, nicht verwechseln mit Uw oder Ug)

    Dann kommt es noch darauf an, was für Anforderungen Du an die Verglasung stellst. Beispielsweise Schalldämmung, Einbruchschutz, Wärmedämmung usw.

    f.) U-Wert (Ug)
    g.) 2fach oder 3fach Verglasung, 3 fach ergibt normalerweise bessere U-Werte, sprich höhere Wärmedämmung
    h.) g-Wert (zeigt an wieviel Sonnenenergie durch die Scheibe hindurch kommt)
    i.) thermisch getrennter Randverbund (auch als "warme Kante" bezeichnet)

    Das sind nur mal so ein paar Stichworte über die Du Dich informieren, und mit dem Fensterbauer besprechen solltest.

    Tja, und letztendlich spielt sicherlich auch der Preis eine Rolle. Deswegen solltest Du schon genau wissen, was Du möchtest. Sollen es möglichst einfache Fenster sein (2fach, Uw=1,3) oder möchtest Du mehr Wärmedämmung (3fach, Ug=0,7) oder benötigst Du Schallschutz (Bsp.: 37dB oder 42dB anstatt nur 32dB) usw.

    Es ist sicherlich nicht möglich in einem Forum alle Details abzuhandeln, schon gar nicht wenn man die Situation vor Ort nicht kennt. Aber vielleicht kannst Du Dich anhand der o.g. Stichworte für das Gespräch mit dem FB vorbereiten.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Was geht es die Oma an, welche Farbe die Fenster meines Hauses bekommen...?
    Oder hat sie kräftig mitbezahlt?
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  5. #4

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    am besten keine kunststofffenster und schon gar keine fenster mit (innenliegenden) sprossen in aspik.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    am besten keine kunststofffenster und schon gar keine fenster mit (innenliegenden) sprossen in aspik.
    Warum keine Kunststoff-Fenster, seit 1987 ist ja einige Zeit ins Land verstrichen und die Profiltechnik hat sich ja deutlich entwickelt?
    Vorallem wenn man auf jeden Euro schauen muss, dann sind für mich Kunststoff-Fenster allererste Wahl - Natürlich sind Holz oder gar Holz-Alu
    wahrscheinlich die "besseren" Fenster, aber nicht jeder hat das Kleingeld bzw. die Zeit diese zu pflegen.

    Auf Sprossen würde ich verzichten, die Optik stammt noch aus dem Mittelalter wo man keine großen Fensterflächen im Stück herstellen konnte.......

    @ Threadstarter

    Pro Quadratmeter-Fenster in brauchbarer Qualität mit 3-fach Verglasung und Einbau kannst du ungefähr 220-250 € rechnen.
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  7. #6

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    @Beckbissinger:

    Wie schon von R.B. geschrieben, sind dunkle Außenfarben generell etwas problematisch, weil das den Verzug begünstigt (besonders bei großen Fenstern).
    PVC Fenster im Jahr 1987 hatten in der Regel einen sehr dünnen Rahmen. Vergleichbar "schlechtes" bekommst du heute eigentlich nur mehr bei Baumärkten als Billigst-Kellerfenster um 49,90 Euro. ;-)

    Ich kenne dein verbautes Fenster (und deren Größen) nicht, aber prinzipiell ist zu sagen, dass du mit weißen Fenstern dieses Problem vermutlich nicht gehabt hättest (oder zumindest nicht so dramatisch).

    Worauf achten beim Neukauf?

    1.) Nichts überstürzen! Du hast jetzt eh schon gesehen, dass es da um eine Menge Kohle geht.
    Lass dich daher nicht auf irgendwelche Spontankäufe ein, weil dir ein Verkäufer erklärt, dass sie dann bei Bestellung bis nächsten Freitag noch 20% Rabatt geben könne, weils eine Herbst-Aktion oder ähnliches gibt.
    Nutze Baumessen (die ab ca. Jänner starten) um dich zu informieren und besuche regionale Anbieter für eine Beratung.
    Das blödeste, was du machen kannst, ist der Kauf beim Billigstanbieter, weil dann hast du wieder in 10 Jahren die Probleme...

    2.) Das Produkt ist bei dir eh eindeutig. Konzentrier dich auf weiße Kunststoff-Fenster.
    Alles andere (Kunststoff-Alu, Holz-Alu usw.) ist teurer, aber im Bezug auf die Wärmedämmung und auf das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht besser.
    Da ginge es eher um Optik, um das Bedürfnis, Holz zu haben usw.

    3.) Zu den Sprossen:
    Abgesehen von der Optik (wenns zum Haus dazu passt) ist jede Sprosse - egal welche du nimmst - absolut kontraproduktiv.
    Wenn sie außenliegend sind (also auf den Scheiben geklebt werden) sind sie relativ teuer, und das Fensterputzen wird für dich aufwändiger.
    Wenn sie inneliegend sind (also zwischen den Scheiben), dann sind sie aus Metall, und verschlechtern die Wärmedämmung.
    Solange also kein unbedingte Bedürfnis besteht, Sprossen zu nehmen, sollte man darauf verzichten.

    4.) Der Preis
    Dein letzten Satz von Bauking, Zitat "Pro Quadratmeter-Fenster in brauchbarer Qualität mit 3-fach Verglasung und Einbau kannst du ungefähr 220-250 € rechnen." vergiss mal ganz schnell wieder!
    Das hast du aber eh schon selbst bemerkt, nachdem du dir Angebote eingeholt hast.
    Bei einem Fenster, das 1,0 x 1,0 Meter groß ist, kannst du alleine schon mit Demontage, Entsorgen, Montage, Abdichten, (eventuell Verputzarbeiten) mit 150 Euro für die Arbeit kalkulieren, und da wäre das Fenster ansich noch überhaupt nicht dabei. Und das ist ein kleines Fenster ....
    Realistischer ist noch immer "der Tausender pro Loch", also aufs ganze Haus gesehen inkl. Fenster, Türen, Sonnenschutz usw.

    5.) Die Ausführung
    Was du tatsächlich brauchst oder haben willst (welche Beschläge, welches Glas, welches Rahmenprofil) kann dir hier keiner sagen.
    Dazu sind die Wünsche und Erwartungen des Sanierers zu unterschiedlich, und das kann auch durch das Schreiben von ein paar Zeilen in ein Internet-Forum nicht konkretisiert werden.
    Dafür brauchts den Termin beim Fachmann, der sich auch die Baustelle vor Ort ansieht, und dich berät.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    am besten keine kunststofffenster und schon gar keine fenster mit (innenliegenden) sprossen in aspik.

    Sehe ich völlig Anders... NIE WIEDER HOLZFENSTER!

    Kunststoff tut bei mir zu Hause seit 30 Jahren genau das was Fenster tun sollen.

    Holz hat nicht mal 15 Jahre gehalten und die 2. Fenster sind auch schon angegriffen. Immer wieder der Blödsinn das Holz SOOO viel Besser ist als Kunststoff und das Kunststoff nix taugt.

    Holzfenster sind Pflegeaufwendig, wenn da mal richtig Schwerwetter draufkommt kann es sein das man alle Fenster überarbeiten muß weil der Hagel den Lack beschädigt hat etc...

    Die Holzfester sind am Wintergarten, genau Schlagseite und ich ärger mich jeden Tag drüber das wir da keine Kunststofffenster eingebaut haben...

    Kunststoff in NORMALEN Größen sind weitaus weniger empfindlich als Holzfenster (Ja, waren Schreinerfenster einer großen Fachfirma...)

    Wenn Holz dann Holz mit ALu-Aussenschale... Holz gehört in den Innenbereich aber nicht frei bewittert *grmp* Ich werd da mal in Ruhe eine Aluschale für kanten und montieren, ich will den Scheiß nicht mehr sehen von Aussen
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  9. #8
    Avatar von sniper
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    moin holger

    wo du recht hast hast du recht ,die einen lernen es früher die anderen später
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  10. #9

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    nöö - das ist eine grundeinstellung zum material. das argument: bei kunststoff brauche ich nicht streichen und billiger ist es auch noch, kenne ich zu genüge. kunststofffenster sind nur in der üblichen fenstergröße sicher vorteilhaft bei den o. g. argumenten. werden die elemente größer und müssen gar gekoppelt werden, z. b. für einen wintergarten, ist es schnell vorbei mit vorteilen und die nachteile überwiegen.

    kunststofffenster sind bei meinen größenordnungen in keinster weise verwendbar, da ungeeignet.
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  11. #10
    Avatar von sniper
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    moin rolf

    wenn schon holz ,dann nur mit aluvorsatzschale ,alles andere ist induskudabel

    denn wenn ich schon mit flügelabdeckprofilen arbeiten muß, dann kann ich auch gleich komplett mit aluvorsatzschale machen

    und ab dimension + dann nur noch alu
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  12. #11

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    Hallo, ich würde mal sagen, wie R.B. schon sagt. Mit vernünftiger innenliegender Stahlarmierung wäre es nicht passiert.
    Selbst wenn du farbige Fenster hast. Hier wäre dann evtl nur die Farbe von der Sonne ausgeblichen. Viele Hersteller verzichten wegen den Kosten auf die Stahlverstärkung. Dann Hände Weg!!!
    Einige Hersteller fügen sie nur an den Seiten und nicht oben und unten ein. Hände Weg !!!
    Wenn dann rundum oder gar nicht ! Was die Entscheidung Holz,Alu,Kunststoff angeht, würde ich persönlich auf Kunststoff setzen.
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  13. #12

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    @ sniper - zustimmung! aber holz mit aluvorsatz ist natürlich auch eine preisfrage. bei großen elementen geht nur alu und wenn noch größer, dann nur stahl.
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  14. #13

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    Wo fangen bei Dir "große Elemente" an? Und, reden wir öffenbare Elemente oder über fest verglaste?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    große elemente fangen bei raumhoch an, öffenbar und fest. öffenbar bis ca. 5,5 m² und fest verglast bis 11 m².
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  17. #15

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    Gibt es eigentlich noch PVC-Profile ohne Stahlarmierung?
    Bei dem größten Hersteller von Kunststoff-Fenstern und Türen gibt es jedenfalls nur "rundum" Stahlarmierung und bei dem neuesten
    Produkt mit optional 4-fach Verglasung sogar mit glasfaserverstärkter Armierung um die Wärmebrücken zu minimieren. (UG: 0,3 / UW: 0,6 )
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