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Witterungsgesteuerte Heizung / prgrammierbare Heizungsventile sinnvoll?

Diskutiere Witterungsgesteuerte Heizung / prgrammierbare Heizungsventile sinnvoll? im Forum Heizung 2 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Witterungsgesteuerte Heizung / prgrammierbare Heizungsventile sinnvoll?

    Ich habe da mal eine Frage an die Experten und würde mich über Antworten freuen:

    Ich wohne in einem eigenen Haus.
    Ich hatte mir vor einigen Wochen von RWE auf Anraten eines Bekannten u.a. 8 Heizungsthermostet von RWE in deren Smart Home Linie gekauft inklusive Basistation. Damit solle man Energie sparen können war der Tenor. In dem Objekt ist eine Gasheizung von Buderus installiert mit einem Speicher-Warmwasserwärmer. Die Buderus Heizung hat ein gesondertes Regelgerät für Nachtabsenkung etc.

    Wegen einer anderen Problemtik war vor einigen Tagen ein Fachmann vor Ort. Angesprochen auf die RWE Thermostate, die ich in verschiedenen Räumen einsetzen wolle, riet er mir ab. Die Steuerung erfolge schon über die Heizungsanlage im Keller - eine Feinsteuerung mache keinen Sinn und würde aus Sicht des Energieverbrauches eher zu dem gegenteiligen Ergebnis führen, wenn die Einzelsteuerung der Thermostate anders eimgestellt wäre als die Heizungsanlage im Keller.

    Macht es denn aus Einsparungsgesichtspunkten nun Sinn, die Thermostate zu nutzen oder sollte man lieber alles so lassen, wie es ist? Ich dachte, dass es über die Feinsteuerrung schon sinnvoll wäre, die einzelnen Räume individuell zu beheizen oder tagsüber, soweit wir arbeiten, auch gar nicht. Nun bin ich extrem verwirrt.
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  2. Witterungsgesteuerte Heizung / prgrammierbare Heizungsventile sinnvoll?

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  3. #2

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    Wenn die Heizkurve und die Heizzeiten den gewünschten Nutzerbedingungen entsprechen, dann kann man durch die programmierbaren Thermostate kaum noch eine Einsparung erzielen. Das würde höchstens funktionieren, wenn die Nutzung eines einzelnen Raums stark von der Gesamtnutzung abweicht, und die Heizzeiten innerhalb der Hauptheizzeiten liegen. Man müsste dann aber noch berücksichtigen, dass der Heizkörper anders abgeglichen werden muss, damit dieser mehr Leistung für Aufheizphasen zur Verfügung hat.

    Unter´m Strich kann man sagen, das Einsparpotenzial ist moderat bis nicht vorhanden.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Danke für die schnelle Reaktion - mit Ausnahme von etwas mehr Komfort (wenn ich z.B. einstellen will, dass morgens nur die Küche ab 5 Uhr geheizt wird, weil ich dort frühstücke) dürfte es sich also lohnen; wenn man dann noch den Energiebedarf jedenfalls der Basisstation abzieht, wird da schnell aus dem vermeintlichen Einsparpotential das Gegenteil. Hmm, gibt es dann überhaupt Argumente für die Verwendung der RWE smartHome Thermostate?
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  5. #4

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    Es gibt Anwendungsfälle da kann sich der Einsatz programmierbarer Thermostate lohnen, egal von welchem Hersteller bzw. Vertreiber.
    Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn in einem größeren Haus mehrere Wohnungen sind, und die Heizungsanlage die Nutzergewohnheiten aller Bewohner abdecken muss. Sie läuft dann beispielsweise von morgens 03:00 Uhr bis Mitternacht. Ein einzelner Bewohner hat aber ein davon abweichendes Nutzerverhalten und kann mit Hilfe der Thermostate das Heizverhalten in seiner Wohnung seinen Wünschen entsprechend anpassen, beispielsweise tagsüber bei Abwesenheit absenken.

    In einem EFH programmiere ich bereits den Wärmeerzeuger so, dass er nur dann heizt wenn ich es möchte. Für sporadisch genutzte Räume kann ich eine Programmierung eines Raumthermostats nicht verwenden, weil dieser dann nur nach festen Zeiten heizt, ich diese aber nicht vorhersehen kann. Man erreicht dann mit einem manuellen Eingriff den gleichen Effekt.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Warum wird eigentlich so scheinbar selten die Witterungsführung mit einer Raumführung verbunden? Wir haben heute Vormittag draußen 8 °C gehabt, aber Dank des schönen Sonnenscheins waren die Aufenhaltsräume auch ohne Heizung angenehm warm. Dank Raumfühler sprang die Gas-Heizung gar nicht mehr an.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    Warum wird eigentlich so scheinbar selten die Witterungsführung mit einer Raumführung verbunden? Wir haben heute Vormittag draußen 8 °C gehabt, aber Dank des schönen Sonnenscheins waren die Aufenhaltsräume auch ohne Heizung angenehm warm. Dank Raumfühler sprang die Gas-Heizung gar nicht mehr an.
    Das ist ja ein Argument das ich immer wieder anführe wenn es um Raumthermostate geht. Ob man hier direkt auf den Wärmeerzeuger zugreifen sollte ist aber fraglich, denn dazu müsste man ja alle Räume im Haus überwachen und intelligent miteinander verknüpfen. Bisher wird meist nur ein Referenzraum bzw. dessen Raumeinfluss mit einbezogen. Scheint in dem Raum durch große Fensterflächen die Sonne und führt zu einem Abschalten des Wärmerzeugers, dann kann es beispielsweise in den Kinderzimmern die sich vielleicht in einer anderen Himmelsrichtung befinden, schon etwas kälter werden.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    denn dazu müsste man ja alle Räume im Haus überwachen und intelligent miteinander verknüpfen.
    Die Sensoren zur Erfassung der Raumtemperatur sind preisgünstig (2,20 Euro) zu haben und die Regelungen der modernen Heizungen besitzen heute mehr Rechenleistung als die Mondfähre von 1969.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    Die Sensoren zur Erfassung der Raumtemperatur sind preisgünstig (2,20 Euro) zu haben und die Regelungen der modernen Heizungen besitzen heute mehr Rechenleistung als die Mondfähre von 1969.
    Jepp. Aber die Mondfahrer waren Pioniere, und erst Recht die Entwickler der ganzen Technik.

    Im Heizungsbau sieht das anders aus, da gibt es sogar noch Leute die verbrennen Holz mit unterirdischem Wirkungsgrad in einer Blechkiste.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    @ mastehr

    Welche gängige Heizungssteuerung mit mehr als einem halben Dutzend Fühlereingängen meinst Du da genau...?
    Die tolle Rechenleistung ist für so eine Aufgabe völlig unnötig, aber auf die Sensoranschlüsse käme es an!
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  11. #10

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    Witterungsgesteuerte Heizung / prgrammierbare Heizungsventile sinnvoll?

    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    Warum wird eigentlich so scheinbar selten die Witterungsführung mit einer Raumführung verbunden? Wir haben heute Vormittag draußen 8 °C gehabt, aber Dank des schönen Sonnenscheins waren die Aufenhaltsräume auch ohne Heizung angenehm warm. Dank Raumfühler sprang die Gas-Heizung gar nicht mehr an.
    Weils was kostet...

    Die Küche ist repräsentativ- da kann man was herzeigen, wenn die Nachbarn kommen...
    In die Heizungsregelung 2-3 Tausender zu investieren, das kann man schlecht prahlen damit...
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Welche gängige Heizungssteuerung mit mehr als einem halben Dutzend Fühlereingängen meinst Du da genau...?
    Ich meine keine bestimmte Heizungssteuerung, da aber die Regelung der Heizkreise nicht besonders reaktionsschnell erfolgen muss, sind die Anforderungen wirklich sehr gering. Ich habe hier einen Ein-Platinen-Rechner vor mir liegen, dessen Endkunden-Preis bei 35 Euro liegt, der weit mehr kann.

    Besonders viele Fühlereingänge braucht es auch nicht. Dank Bussystem reicht eigentlich ein einziger Anschluss.
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  13. #12

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    Die Anzahl der I/Os ist bei den Regelungen bzw. der darin verwendeten µC normalerweise kein K.O. Kriterium. Da sind selbst bei den billigsten µC mehr als ausreichend I/Os vorhanden. Geht es nur um so simple Sachen wie Temperaturerfassung, dann sind die I/Os sowieso kein Thema. 1-wire oder I/O-Extender usw., da könnte man mehr Temperatursensoren anschließen als man in einem Haus jemals unterbringen kann.

    Ich vermute eher, die Entwickler scheuen den Aufwand und evtl. auch das Risiko, um mal ein wirklich komplett neues Konzept aufzusetzen. Da ist es halt einfacher in eine 20 Jahre alte hardware ein paar Zeilen reinzuhacken, und der Rest bleibt wie es war.

    Tja, und wenn mal Einer auf die Idee kommt wirklich was Neues zu machen, dann werden aus 30,- € Herstellungskosten 500,- € Verkaufspreis und die Sache hat sich damit schon erledigt.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13
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    Danke euch für die Infos - auch wenn ich die letzte Diskussion nicht mehr so ganz verfolgen kann ;-)
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Auf jeden Fall haben die Smarthomedinger den Vorteil das die Heizung auch per App vom Smartphone oder generell über Internet steuern kannst. Und du kannst halt die Räume einzelnd regeln, die Regelung der Heizung agiert meistens abhängig von der Außentemperatur für die ganze Hütte.
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  17. #15
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    Dank Bussystem reicht eigentlich ein einziger Anschluss.
    Du unterschätzt die Thematik.

    Wenn du deiner Durchlaufblechbüchse den Durchsatz abdrehst, dann hat sie mit 3 bis 10 l Wasserinhalt ein deftiges Problem. Zudem sind alle Kesselhersteller äusserst *offen* was die Bus-Schnittstellen angeht ... ne Auster ist da vergleichsweise ein sehr gesträchiges Gegenüber

    Da gibts bei Kleinkesseln im allgemeinen eine schnöde 0-10 V Schnittstelle und ne Bus-Anbindung direkt auf die Kesselregelung geht - wenn überhaupt - nur mit firmenspezifischem Gedönse.

    Da werden die *heiligen Grale* noch heftigst gehütet .... und wenn überhaupt geht da ein Türchen nur für teuer Geld auf in Form einer direkten Bus-Schnittstellen-Applikation für eigene Erweiterungen.

    Gruß
    Achim Kaiser
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