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  1. #1

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    Frage Dachspitz - Fußbodenaufbau

    Hallo zusammen,

    nachdem wir nun ewig gegooglet haben und immer wieder bei euch gelandet sind (das will was heißen), aber leider keine Antwort gefunden habe, die zu 100% unsere Fragen abdeckt, hier nun unser eigenes Thema.

    Wir lassen gerade ein fast schlüsselfertiges EFH (E+D) in Massivbauweise (Porenbeton, 30cm) und teilweise (Innenwände DG) Trockenbau erstellen. Das Kehlbalkendach ist fertiggestellt. Das Dach ist mit Harzer Pfanne eingedeckt. Darunter befindet sich eine grüne Unterspannbahn. Das Dachgeschoss ist zwischen den Sparren mit Glaswolle gedämmt, darunter befindet sich eine Dampfbremse.

    Im Dachspitz wird laut Vertrag nichts gemacht - also weder Zwischensparrendämmung noch Putz noch Fußboden. Es geht eine Bodeneinschubtreppe nach oben. Zwischen den Kehlbalken befinden sich 24cm Glaswolle, darunter - wie gesagt - ist die Dampfbremse.

    Da wir den Stellraum (9,40m x 4,33m x 2,33m) oben nutzen möchten - und vielleicht später sogar ein Zimmer rauf machen wollen - wollten wir den Ausbau baldmöglichst selbst machen: Fußboden, Dachdämmung und -verkleidung, Innenputz.

    Wir sind uns jetzt nicht ganz sicher in welcher Reihenfolge das gemacht werden sollte. Wahrscheinlich erst mal begehbar machen, dann Putzen, dann austrocknen lassen (wie lange?) und dann die Dachdämmung?

    Zum Fußbodenaufbau: Wir hatten uns gedacht, hierfür OSB-Platten (22mm) zu verwenden. Unser Bauleiter hat uns empfohlen, zuerst Lattung und Konterlattung (5cm) auf den Kehlbalken anzubringen, damit die Luft zwischen Glaswolle und OSB-Platten zirkulieren kann. Die OSB-Platten wirken doch fast als Dampfbremse und lassen kaum Feuchtikeit diffundieren. Nicht, dass wir dann unter die OSB-Platten Schimmel bekommen. Gibt's hier andere/bessere Varianten? Sollte man die OSB-Platten verschrauben oder schwimmend verlegen? Wir fragen wegen der Schallübertragung nach unten. Auf die OSB-Platten wollen wir eine Trittschalldämmung und dann einen Vinylboden legen. Macht das alles Sinn? Welche Alternativen (bitte wenn möglich mit Vor- und Nachteilen) gibt es zu OSB-Platten? Es sollte auch möglichst wenig Höhe verlorengehen. Wie sieht es mit der Stabilität der genannten Konstruktion aus? Die Kehlbalken haben einen Abstand von 60 bis 65cm.

    Zum Dach: Hier dachten wir an eine Zwischensparrendämmung mit Glaswolle, dann Dampfbremse, dann 2,5cm Lattung, dann Gipskartonplatten. Oder lieber doch was anderes? Bitte an die Raumgröße denken...

    Wir freuen uns auf eure hoffentlich zahlreichen Antworten.


    Schöne Grüße,

    baudummie
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  2. Dachspitz - Fußbodenaufbau

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Statt OSB würde ich Rauspund nehmen - kann besser atmen, wirkt nicht als Dampfbremse und sieht auch direkt schöner aus. Abstand zur Dämmung muss mit einem Fachmann geklärt werden.
    Vinylboden würde ich ganz weglassen.

    Nebenbei können Rauspunddielen besser über die Bodentreppe hineingetragen werden.


    Zusätzlich bitte erfragen/berücksichtigen:

    - Zulassung als Wohnraum vorhanden?
    - zulässige Last in/auf der Kehlbalkenanlage (Statiker/Architekt)
    - notw. Stärke der Rauspunddielen für Balkenabstand 65cm.

    Noch eine Anmerkung: Du scheinst nicht richtig zu googlen....
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  4. #3
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    Danke für die Antwort. Und unter den Rauspunddielen Lattung+Konterlattung (genügen 2x2,5cm) oder nichts?

    Im Hinblick darauf, dass vielleicht mal ein Wohnraum daraus werden könnte: Knarzen die Dielen nicht ziemlich dort oben? Nageln/Schrauben? Trittschalldämmung?

    Die Zulassung/Statik werden wir erfragen.
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  5. #4

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    Macht das alles Sinn?
    Klare und eindeutige Antwort: N E I N

    Was sollen diese blöden Latten bringen - ausser Problemen??? Der Belag (egal ob OSB, Rauhspund oder Spanplatte) muss in bestimmten Abständen aufliegen. Bei Lattung und Konterlattung wird er immer nur an den Kreuzungspunkten unterstützt.
    Besser kann man sich gar keine Probleme einfangen!

    Die Dicke des Belags richtet sich nach dem Abstand der Balken, wobei 22 mm eigentlich die untere Grenze sind!

    Ob unter den Belag nun 2mm Schaum als "Trittschalldämmung" kommen oder in China ein Sack Reis platzt,.......

    Wenn es um echten Trittschallschutz geht, muss auch eine Masse-Feder-Masse Konstruktion da hin!
    Also auf die Dielung z:b. ein Gipsfaserplattenboden mit untergelegter Trittschallmatte von 1 - 2 cm.
    Das müsste aber erstmal die Statik hergeben!!!

    Bei der Dämmung des Dachspitz muss die luftdichte Ebene mit der darunter absolut luftdicht verbunden werden.
    Und vor dem Ausbau einen Blower-Door_Test durchführen (lassen).
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  6. #5

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    Unser Bauleiter hat uns empfohlen, zuerst Lattung und Konterlattung (5cm) auf den Kehlbalken anzubringen, damit die Luft zwischen Glaswolle und OSB-Platten zirkulieren kann. Die OSB-Platten wirken doch fast als Dampfbremse und lassen kaum Feuchtikeit diffundieren. Nicht, dass wir dann unter die OSB-Platten Schimmel bekommen.
    Wenn du das Dach im Spitzboden Dämmst und ihn evtl sogar als Zimmer nutzt und beheizt existiert ja kaum ein Temperaturgefälle, es sollte also kein Wasser kondensieren, es sei denn du hast eine zu hohe Luftfeuchtigkeit bei dir...
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Bei der Dämmung des Dachspitz muss die luftdichte Ebene mit der darunter absolut luftdicht verbunden werden.
    Wie bekommt man das hin? In der unteren Ebene befindet sich die Dampfbremse ja unter den Kehlbalken und in der oberen Ebene kommt die Dampfbremse auf die Sparren. Man muss also sicherstellen, dass die beiden Folien mit Dichtklebeband verbunden sind und die von oben mit Dichtkleber mit den Kehlbalken verbinden? Oder habe ich da was falsch verstanden?
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  8. #7

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    Zitat Zitat von baudummie Beitrag anzeigen
    Wie bekommt man das hin?
    Tja - das ist die Kunst! Planung und handwerkliches Können sind gefragt!
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Was sollen diese blöden Latten bringen - ausser Problemen??? Der Belag (egal ob OSB, Rauhspund oder Spanplatte) muss in bestimmten Abständen aufliegen. Bei Lattung und Konterlattung wird er immer nur an den Kreuzungspunkten unterstützt.
    Besser kann man sich gar keine Probleme einfangen!
    Wie macht man es dann am besten? Kehlbalken aufdoppeln und Querstreben rein? In welchem Abstand?
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  10. #9
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    Wäre ein Trockenestrich auf einer Schüttung auch eine Option?
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  11. #10

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    Wir machen das mit Rauspund als Unterkonstruktion und OSB drüber, Rauspund 21mm mit 60cm Abstand über Kehlbalken verlegt, OSB 22mm NF verklebt und schwimmend verlegt. Die Dampfsperre lassen wir zum späteren Anschluss nach oben verlegen.

    (irgendwie kommt die Frage jetzt 3-4 mal pro Woche, bekommen jetzt alle die Dächer fertig oder wie?)
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  12. #11

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    Zitat Zitat von baudummie Beitrag anzeigen
    Wäre ein Trockenestrich auf einer Schüttung auch eine Option?
    Was willst Du da oben machen? Wenn das ein EFH ist hält sich die Geräuschbelastung doch in Grenzen?

    Tipp: Erst mal die elementaren Fragen (Dampfsperre und Tragfähigkeit) klären, dann den Rest.
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  13. #12
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    Zitat Zitat von Einmal Beitrag anzeigen
    Wir machen das mit Rauspund als Unterkonstruktion und OSB drüber, Rauspund 21mm mit 60cm Abstand über Kehlbalken verlegt, OSB 22mm NF verklebt und schwimmend verlegt.
    Rauspund kommt auf die Kehlbalken, also quasi als "Aufdoppelung". Und entgegengesetzt zu den Kehlbalken nichts? Wird das dann begehbar bei 60 bis 65cm zwischen den Kehlbalken oder biegt sich das durch? Was heißt "NF verklebt"? Kommt bei euch noch ein Belag drauf? Wenn ja, welcher?
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  14. #13
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    Zitat Zitat von Einmal Beitrag anzeigen
    Was willst Du da oben machen? Wenn das ein EFH ist hält sich die Geräuschbelastung doch in Grenzen?

    Ja, es handelt sich um ein EFH. Ich dachte halt, dass durch die Verschraubung der Schall ziemlich stark nach unten ins DG übertragen wird und eine schwimmende Verlegung deshalb vorteilhafter wäre. Nur falls es doch mal irgendwann ein Kinderzimmer werden sollte, damit einem das Kind nicht aufm Kopf rumtrampelt. :-)
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von baudummie Beitrag anzeigen
    Rauspund kommt auf die Kehlbalken, also quasi als "Aufdoppelung". Und entgegengesetzt zu den Kehlbalken nichts? Wird das dann begehbar bei 60 bis 65cm zwischen den Kehlbalken oder biegt sich das durch? Was heißt "NF verklebt"? Kommt bei euch noch ein Belag drauf? Wenn ja, welcher?
    Auf die Kehlbalken legen wir Rauspund, den wir sowieso haben. Abstand Kehlbalken ca. 95 cm, Verlegeabstand Rauspund ca. 60 cm. Darauf dann 22mm OSB Platte mit Nut und Federverbindung, die wir verkleben. OSB ist schwimmend, Abstand zum Rand nicht vergessen! Mehr nicht, ist ein reiner Lagerbereich.

    Wenn Ihr mehr machen wollt, wie kommt Ihr dann hoch? Bei fester geplanter Treppe ggf. über einen Wechsel(kehl)balken nachdenken, muss aber in der Statik berücksichtigt werden. Wie sieht das mit Beheizung und Lüfung aus? Fenster/Licht etc. etc.
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  17. #15

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    1. Statiker konsultieren und mögliche Verkehrslasten erfragen.
    2. Statiker damit beauftragen möglichen Fußbodenaufbau durchzurechnen.

    Meinem Bauchgefühl mach: Rauspund, irgendwas um die 25/30 mm, verschraubt, anschließend Trockenestrich mit Holzweichfaserplatte unter (ca. 3cm Aufbau) und anschließend den gewünschten Fußbodenaufbau (Vinyl, Laminat etc.) Ob das deine Balkenlage nachher überhaupt aushält? Keine Ahnung...
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