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Fusbodenheizung darf nicht an Heizstrang mit anderen Heizkörpern angeschlossen werden

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  1. #1

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    Fusbodenheizung darf nicht an Heizstrang mit anderen Heizkörpern angeschlossen werden

    Hallo liebe Experten,
    ich hoffe Ihr könnt uns helfen.

    Wir haben im Dezember eine Eigentumswohnung im 4. Stock einens Mehrfamilienhauses in Berlin-Charlottenburg gekauft und im März mit der Komplett-Sanierung unter anderem auch des Bades begonnen. Hierzu hatten wir einen Gas-Wasser-Heizungs-Monteur beauftragt (Meisterbetrieb), welcher uns beim ersten Gespräch den Einbau einer Fusbodenheizung empfahl. Die Idee dazu kam von ihm. Wir hatten das eigentlich gar nicht vor, weil ich immer dachte, dass das zu aufwändig und somit auch zu teuer wäre. Sein KVA war aber gar nicht teuer und da er beim Einbau und Betrieb keinerlei Probleme sah (haben wir leider nicht schriftlich), da wir ja Fernwärme beziehen, haben wir ihn damit beauftragt.

    Im April war die Sache dann soweit gediehen, dass ein Wärmemengenzähler vor die FBH eingebaut werden konnte und diesen haben wir dann auch über die Hausverwaltung bestellt. Leider war der Verwalter nicht in der Lage das richtig an die mit der Ablesung der Heizmengenzähler(heißen die so?) beauftragte Firma (Brunata) weiter zu leiten und somit dauerte es bis vorletzte Woche, dass wir endlich einen Kostenvoranschlag für den Einbau und die Mietkosten des Wärmemengenzählers bekamen. Das gesamte Bad ist inzwischen fertig gestellt und wir würden uns auch sehr über eine Fusbodenheizung freuen, da es doch langsam kalt wird. Wir haben zwar noch einen großen Handtuchheizkörper, aber ob der im Winter ausreicht die gesamten ca 12 qm zu beheizen weiß ich nicht.

    Inzwischen waren von der Ablesefirma auch Monteure da, um neue Wasseruhren und auch einen Heizmengenzähler am Handtuchhalter zu montieren. Insgesamt waren ca 4 unterschiedliche Monteure da, die sich auch alle die Anschlüsse der Fusbodenheizung angesehen haben und auch mit meinem Sanitärinstallateur, der die FBH eingebaut hat, die korrekte Einbauweise des Passstücks für den Wärmemengenzähler zu besprechen und inzwischen auch zu bestätigen, dass das korrekt vorgebaut ist.

    Ich hatte im Verlauf auch des öfteren mit der Brunata telefoniert und nachgefragt, ob man die Anlieferung des Wärmemengenzählers nicht beschleunigen könnte. In dem Zusammenhang habe ich immer wieder erklärt, was wir da einbauen und auch wie wir das einbauen. Niemand hatte bis letzte Woche ein problem damit.

    Um so unschöner war unser Erwachen, als uns nun von der Brunata mitgeteilt wurde, dass die Fusbodenheizung gar nicht an den Heizstrang angeschlossen werden darf, weil dann die gesamte Heizkostenabrechnung nicht mehr der Heizkostenverornung entspreche und somit anfechtbar wäre. Es müsse hierzu zunächst die Zustimmung der Verwaltung eingeholt werden.

    Auf meine telefonische Rückfrage erklärte man mir, dass für die FBH ein gesonderter Heizstrang vom Keller aus hätte verlegt werden müssen, an dem keine anderen heizkörper montiert werden dürfen.

    Mein Heizungsbauer sagt, das hätte er noch nie gehört und in allen anderen Fällen, in denen er das bisher gemacht hat wäre das nie ein Problem gewesen und die Ablesefirmen (z.B. Techem) hätten ihm einfach den entsprechenden Wärmemengenzähler zum Einbau gegeben und seit dem hätte es da nie probleme gegeben.

    Was ist nun richtig?

    Ich hoffe ihr könnt uns helfen.
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  2. Fusbodenheizung darf nicht an Heizstrang mit anderen Heizkörpern angeschlossen werden

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Was für eine "Fußbodenheizung" wurde denn da verbaut? Nur für einen Raum? Wurde dieser FBH Kreis direkt mit dem Heizkreis verbunden? oder über eine Regelstation? oder ein RTL Ventil?

    Ich sehe keinen Grund warum hierfür ein eigener Heizkreis vom Keller hätte aufgebaut werden müssen. Das Mischen auf FBH verträgliche Temperaturen kann man auch vor dem FBH Verteiler machen, und die Wärmemenge kann man auch zählen.

    Ich sehe jetzt keinen Grund warum man hier die Wärmemenge nicht korrekt zählen könnte. Ob an diesem Kreis nun ein Heizkörper hängt oder ein gemischter FBH Kreis ist dem Wärmemengenzähler egal. Er schaut nur nach VL und RL Temperatur und dem Volumenstrom, und ermittelt daraus die Wärmemenge.

    Vielleicht sollten die sich mal etwas klarer ausdrücken.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Hallo noch mal und danke für die schnelle Antwort.

    Ja, es wurde nur in diesem einen Raum eine Fusbodenheizung eingebaut. Auf der Rechnung steht Fusbodenheizung "Cosmoroll".

    Sie ist über ein RTL-Ventil angeschlossen.

    Für den Wärmemengenzähler wurde ein Einbauset "Sensus PolluStat E 1/2" eingebaut.

    Die Ablesefirma argumentiert, das nach der Heizkostenverordnung angeblich keine über Wärmemengenzähler erfassten Heizgeräte an Heizsträngen montiert werden dürfen an denen schon Heizkörper montiert sind, die mittels Heizkostenverteiler erfasst werden. Angeblich wäre die Heizkostenabrechnung dann Anfechtbar.

    Unser Installateur sagt, das wäre Quatsch.
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  5. #4

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    http://www.as-gmbh.de/de/wissenswert...3-vorerfassung

    Häufiges Beispiel ist der atypische Nutzer: In einem Haus sind grundsätzlich Heizkörper mit Heizkostenverteilern vorhanden, eine Wohnung ist jedoch mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Bei der Fußbodenheizung können Heizkostenverteiler nicht eingesetzt werden, hier erfolgt eine Verbrauchsmessung mittels Wärmemengenzähler.

    Teilmessungen mögen aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nahe liegen, wenn die gemessenen Anlageteile nur einen geringfügigen Anteil an der Gesamtanlage ausmachen und die Einzelmessung demgegenüber unverhältnismäßige Kosten verursacht. Immerhin sind Wärmemengenzähler hinsichtlich Einbauvoraussetzungen, Anschaffungs-, Wartungs- und Eichaustauschkosten deutlich teurer als Heizkostenverteiler. Ordnungsgemäß ist jedoch nur die Verteilung anhand Messergebnissen für jede einzelne Nutzergruppe.
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  6. #5
    feelfree
    Gast
    Das ist bei mir schlauer gelöst: FB-Temperierung über RTL-Ventil in Bad und Küche, aber überhaupt keinen Wärmemengenzähler...
    Stand beim Bau der Wohnung irgendwie überhaupt nicht zur Debatte und der Installateur hat das einfach brav eingebaut.
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Ottmar Beitrag anzeigen
    ...

    Um so unschöner war unser Erwachen, als uns nun von der Brunata mitgeteilt wurde, dass die Fusbodenheizung gar nicht an den Heizstrang angeschlossen werden darf, weil dann die gesamte Heizkostenabrechnung nicht mehr der Heizkostenverornung entspreche und somit anfechtbar wäre. Es müsse hierzu zunächst die Zustimmung der Verwaltung eingeholt werden.

    Auf meine telefonische Rückfrage erklärte man mir, dass für die FBH ein gesonderter Heizstrang vom Keller aus hätte verlegt werden müssen, an dem keine anderen heizkörper montiert werden dürfen.

    Mein Heizungsbauer sagt, das hätte er noch nie gehört und in allen anderen Fällen, in denen er das bisher gemacht hat wäre das nie ein Problem gewesen und die Ablesefirmen (z.B. Techem) hätten ihm einfach den entsprechenden Wärmemengenzähler zum Einbau gegeben und seit dem hätte es da nie probleme gegeben.

    Was ist nun richtig?
    Alles stimmt.
    - Man kann eine Fußbodenheizung anschließen und über Wärmemengenzähler erfassen.
    - Man darf das nicht einfach bei einem bestehenden WEG-System tun.
    - Man kann auch eine Differenzmessung ausführen (kein separater Strang), aber das ist ungern gesehen und hat seine Tücken.
    Es muss dann die Abrechnung neu austariert werden. Die Änderung darf erst nach Zustimmung der WEG erfolgen, weil davon alle betroffen sind.

    Warum:

    Die Wärme wird ins Gebäude hineingeschoben und verteilt sich. Der Wärme ist es erst mal egal von welchem Heizkörper/FB, welcher Leitung es kommt.
    Es erfolgt über alle Innenbauteile ein mehr- oder weniger ausgleichender Wärmestrom zwischen den Abrechnungsbereichen.
    Die Wohnungen mit mehr Außenfläche benötigen mehr Heizlast, sowie die Wohnbereiche mit höheren Temperaturen neben welche mit niedrigeren Temp.
    Mitheizen über Luftraumverbund - nur einen Raum heizen alle anderen über die offenen Türen
    oder innenliegende Wohnungen habens recht war durch die Nachbarn.

    Daher darf ja auch nicht 100% über Wärmemenge abgerechnet werden.

    Die FB ist anders als Heizkörper. Der Verteilungsschlüssel muss anders betrachtet werden.
    Das wird festgelegt vom Abrechnungsdienstleister , muss aber von der WEG dann beschlossen werden. Das darf auch nicht einfach rückwirkend erfolgen. -> das hätte im Vorfeld bei der Verwaltung beantragt werden müssen. Ändert der Dienstleister einfach so oder rückwirkend zum Beschluss hat er ggf. ein Problem. Bei WEG findet immer einer ein Harr in der Suppe.
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