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  1. #1

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    Trittschalldämmung und Elektroinstallation

    vorab: Das Thema resultiert aus dem Thema "Laminat klicken oder vollflächig verkleben"

    Stand: Ich werde Laminat entsprechend Herstellerrichtlinie auf Estrich mit Fußbodenheizung verlegen, unter der Ebene mit dem Heizestrich liegt eine 2 cm starke Trittschalldämmung und darunter die Geschossdecke bzw. die Bodenplatte. (Unter der Bodenplatte liegt dann Technopor)
    Es liegen keinerlei Verrohrungen (Wasser / Abwasser) im Estrich oder der Trittschalldämmung darunter , aber es liegen zahlreiche Elektroinstalltionen (Kabel / Kabel im Leerrohr) in der Ebene der Trittschalldämmung und die Elektroinstallationen bauen bis zu 35 mm an einzelnen Stellen auf bzw. liegen sehr nah an den Innenwänden.

    Aussage meines Planers: Kein Problem bei Elektroinstallationen, da darüber noch die FBH bzw. der Heizestrich kommt und die Elektroinstalltionen elastischer als Verrohrungen snd.

    meine Befürchtungen:
    - Die Trittschalldämmung und der Randdämmstreifen sollen den Estrich "einrahmen" , aber an der Stelle der Elektroinstalltion ist keine Trittschalldämmung mehr und folglich könnte eine Schallbrücke entstehen. (Ich werde darauf achten, dass der Randdämmstreifen die Elektroinstalltionen korrekt von der Wand trennt.)
    - Die Elastizität bzw. das Setzungsverhalten der Elektroninstallation ist ein anderes als das der Trittschalldämmung und folglich setzt sich in diesem Bereichen der Estrich anders. (laut LV: Estrich CT mit Estrich- Gitter- Bewehrung; Stärke des Estrich: 70 mm) Kann der Estrich in den Bereichen der Elektroinstalltionen Schaden nehmen bzw. brechen?

    meine Bitte:
    Meinungen bzw. Normverweise

    Danke!
    Mathias
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  2. Trittschalldämmung und Elektroinstallation

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Themenstarter

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  4. #3

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    Leitungsführung ist falsch! Da gehören 20 cm Platz zwischen Wand und Kabel damit dich der Estrich dort wieder abstützen kann.
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  5. #4

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    beschreib mal den gesamten fussbodenaufbau von unten nach oben oder umgekehrt - auch auf der bodenplatte.
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  6. #5
    Lebski
    Gast
    Zentralverband Deutsches Baugewerbe:

    In der Praxis werden Rohre und Rohrleitungen immer häufiger auf Rohdecken installiert. Dabei sind einzelne Rohre mit geringem Rohrdurchmesser und möglicher Dämmung unproblematisch. Problembehaftet ist vielmehr die Bündelung von Rohren als Rohrtrassen und die unkoordinierte Verlegung von Elektro- und Sanitärinstallationen. Aber auch große Rohrdurchmesser und Rohrkreuzungen stellen für den nachfolgenden Fußbodenaufbau eine besondere Herausforderung dar.

    Die DIN 18560, Estriche im Bauwesen, Teil II, Estriche und Heizestriche auf Dämmschichten, fordert, dass der tragende Untergrund eine ebene Oberfläche haben muss und keine punktförmigen Erhebungen, wie Rohrleitungen oder ähnliches aufweisen darf, um Schallbrücken (DIN 4109 Schallschutz im Hochbau) oder unterschiedliche Estrichdicken (Rissbildungen) zu vermeiden.

    Sind Rohre oder ähnliches auf der Estrichdecke vorhanden, so ist durch eine entsprechende Ausgleichsschicht wieder eine ebene Oberfläche zur Aufnahme der Dämmschichten, mindestens jedoch der Trittschall-Dämmschicht, herzustellen.

    Das Merkblatt "Rohre, Kabel und Kabelkanäle auf Rohdecken" beschreibt, wie und mit welchen Materialtypen ein solcher Ausgleich erfolgen kann und welche Randbedingungen, z. B. maximale Breite der Rohrleitungstrassen und minimale Wandabstände von Rohrleitungen, bei der Planung zu berücksichtigen sind. Zeichnerische Darstellungen erleichtern das Verständnis.

    Geordnet verlegte Rohre in Trassen bieten den Vorteil der einfachen und kostengünstigen Installation und lassen später anfallende Reparaturen oder Änderungen der Planvorgaben problemlos zu.

    Zu diesem Thema wurde das Merkblatt "Rohre, Kabel und Kabelkanäle auf Rohdecken" - Hinweise für Estrichleger und Planer, Teil Estrichtechnik jetzt veröffentlicht. Daran haben der Bundesverband Estrich und Belag sowie mehrere Bundesfachgruppen des ZDB mitgewirkt. Zu beziehen ist dieses Merkblatt über den Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. Kronenstraße 55-58, 10117 Berlin, Fax: 030/203 14-499, Kosten: Euro 8,50 inkl. MwSt. zuzüglich Versand.

    Weitere Merkblätter und Richtlinien zu Belagskonstruktionen unter www.fachverband-fliesen.de
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  7. #6
    Themenstarter

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    @rolf: anbei ein Auszug aus dem Werkplan
    @H.PF: Ist auch meine Meinung als Laie - lässt sich mechanisch erklAuszug aus Werkplan_Trittschalldämmung.jpgären. Ist das Erfahrung oder ist das in einem Dokument schriftlich festgehalten?
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  8. #7
    Themenstarter

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    @Lebski: Danke für den Hinweis mit der DIN.
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  9. #8

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    sieht eher nach dem entwurfsplan (schnitt) aus, in dem der bodenaufbau eingetragen wurde. ausführung ohne ausführungsplanung???

    was hier erforderlich, ist eine ausgleichsschicht, in der die Installationen liegen. da die die 20 mm trittschalldämmung gleichzeitig die trägerplatte für die fussbodenheizung ist, ist eine unterbrechung der trägerplatte kritisch.

    ich sag mal planungsfehler.
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  10. #9
    feelfree
    Gast
    Wenn Da Installationen bis zu 35mm hoch liegen, gehört da eine Ausgleichsschicht von 35mm hin. Darüber dann ununterbrochene 20mm Trittschalldämmung.
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  11. #10
    feelfree
    Gast
    Außerdem sind die Leitungen nicht normgerecht verlegt. Wie H.PF schrieb, Abstand zur Wand einhalten. Und NYM ohne weiteren Schutz gegen Beschädigung ist auch irgendwie fragwürdig.
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  12. #11
    Themenstarter

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    @rolf aib: Das ist der Ausführungsplan meines Architekten. (einer der Ausführungspläne; LP1 - LP 8 beauftragt meinerseits)
    technisch gilt also folgendes: Schicht geschlossen über den Installationen ausführen, richtig verstanden? Wo steht das? (Ich möchte meinem Planer nicht sagen "Falsch", sondern "Falsch" nach "XYZ" und erbitte Abstellung bzw. Umplanung.
    @feelfree: sehe ich -wie zu rolf geschrieben- auch so
    @feelfree: Was ist die Quelle für den Abstand zur Wand? (technisch keine Diskussion und beieinander)
    Ich danke euch vielmals!
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  13. #12
    feelfree
    Gast
    Verlegezonen: DIN 18015-3:2007-09 Kap. 3.4
    Trittschall: Keine Ahnung. Meine Meinung: Wem nicht unmittelbar klar ist, dass ein Kabel, das sogar in den Estrich hineinragt, die Funktion der Trittschalldämmung zunichte macht, der braucht auch keine DIN-Norm mehr dafür.
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  14. #13

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    ich bleibe dabei - der schnitt ist ein auszug aus der entwurfsplanung mit Ergänzung der bodenaufbauten, der schnitt eines werkplans beinhaltet mehr informationen als dieser hier.

    du musst deinem planer nicht begründen oder für ihn klären, dass das mangelhaft ist, er muss dir begründen, dass es mangelfrei ist - stichhaltig und nachvollziehbar. machen wir immer so, reicht dann nicht.

    du hast 20 mm dämmung und 35 mm installationen. da gilt das erste physikalische gesetz - wo ein körper ist, kann kein zweiter sein.

    wenn auf die 35 mm der heizschlauch der fußbodenheizung kommt, bleibt noch eine überdeckung von 35 mm estrich über dem schlauch, bei zementestrich deutlich zu wenig. durch die querschnittsänderung neigt der estrich zur rissbildung. jetzt trägst du deinem planer die mängel vor und er soll dir nachweisen, dass das nicht der fall und seine planung den anerkannten regeln der technik entspricht - schwarz auf weiss!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    @alle: Danke für euer Interesse! Klasse!
    aktueller Stand: Planer und Heizungsbauer (bringt Trittschalldämmung mit) haben das Problem verstanden und schlagen folgende Lösung vor:
    - Leerrohre von der Wand weg in Anlehnung an DIN 18015 (Inst.- Zonen auf Rohdecke)
    - Trittschalldämmung von 20 auf 30 mm
    - Elektro- Installationen "breiter" ausführen , d.h. nicht gebündelt sondern flacher (Leerrohrdurchmesser mit 25 mm)
    - "Lücke" im Trittschall mit Perlitdämmung (so die mündl. Aussage) aus- und auffüllen

    ansonsten Fazit: Da kommen 7 cm Estrich, d.h. völlig unproblematisch und es gab noch nie Probleme...
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  17. #15
    Lebski
    Gast
    Das ist Murks.

    Enstpricht in keiner Weise den Vorschriften, also immer noch eine mangelhafte Planung. War klar, der Planer hat zu wenig Aufbauhöhe eingeplant und nun ein Problem.
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