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Grundrisse, Schnitte, Ansichten zur Diskussion

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  1. #1

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    Grundrisse, Schnitte, Ansichten zur Diskussion

    Liebes Forum,

    nachdem ich hier schon die eine oder andere "Einzelfrage" gestellt habe, geht es nun ans Eingemachte.

    Kurze Schilderung des Vorhabens: Wir haben einen 2-Seiten Hof, Bj. 1842, erworben. Diesen wollen wir sanieren. Da uns der verfügbare Wohnraum allerdings zu gering ist, möchten wir einen Querbau errichten, der an das alte Wohn/Stallgebäude anschließt, diesem damit eine L-Form gibt und aus dem Hof optisch einen 3-Seiten Hof macht. Durch die vorhandene Bausubstanz, Budget, das Gelände, das gen Osten recht steil ansteigt, und der Tatsache, dass wir haarscharf am Außenbereich entlang rutschen, sind wir einigen Restriktionen ausgesetzt, die ich sicher an der einen oder anderen Stelle noch genauer ausführen kann.

    Es handelt sich hierbei natürlich noch nicht um fertige Pläne, sondern ein vorläufiger Stand der Diskussion, auf dem jetzt aufgebaut werden kann.

    Von unten nach oben sieht die Idee in etwa so aus:
    KG: In den Keller wird Elektrik verlegt, die "Lichtschächte" oben mit Fenstern verschlossen und ansonsten wird da nichts passieren. Er dient als Weinkeller/Gemüsekeller/Warteraum für ungebetene Gäste.
    EG: hier werden sind prinzipiell die "Technikräume" und die weniger genutzten Wohnräume befinden. Falls es viel Nachwuchs gibt, zieht ein Teil dort ein. Der Hauptzugang soll von Norden her erfolgen, damit wir der Innenhof mit seinem ca. 12m tiefen, bruchsteingemauerten Brunnen zu einem "privateren Bereich" haben. Er ist im EG (nicht immer optimal, ich weiß) weil er oben zu viel vom Wohn/Essbereich weg nehmen würde. Für schwere Einkäufe gibt es einen Zugang oben, der dann über eine Schräge im Gelände runter zu Parkbereich auf Ebene des EG führt. Ist halt mit Umweg verbunden. Im alten Kuhstall sind HWR und Heizung untergebracht, weil eine Sanierung der Wände auf "Wohnniveau" auf Grund der Salzrückstände von der Rinderjauche finanziell nicht sinnvoll darstellbar ist und die Räume eh irgendwo hin müssen.
    OG: Hier gibt es einen "Kindertrakt" der im Altbau ist (niedrige Decken!); der Neubau dient als Wohn/Essbereich. Da die Ostwand im OG Fachwerk ist, werden wir die Gefache zur Küche hin öffnen und eine halboffenen Tresen/Durchgang zur Küche haben. Wermutstropfen ist das kleine Kinderbad und Kind Nr. 3, dass mit einem kleineren Nordzimmer vorlieb nehmen muss. Aber wir wollten unbedingt eine getrennte Toilette... und einen "Spielflur" (geheime Hoffnung: in 10 Jahren reicht's zum Ausbau/Integration der Scheune und kommen alle Kinder in die Scheune und das Wohnhaus gehört ganz uns...). Vom Wohnzimmer aus haben wir Zugänge zum Innenhof (Treppe), in den Garten und geplant, aber noch nicht eingezeichnet ist der Zugang zur Dachterrasse. Der Blich nach Westen geht zur Elbe und in den Innenhof.
    DG: Das DG ist Elternteil; das Fachwerk am Ostgiebel wird verglast und wir haben einen Zugang zu einer schön großen Dachterrasse. Das Bad ist etwas "naja" weil wir uns gegen eine Gaupe entschieden haben: Fledermaus ist schwierig und damit teuer und die Kehle dann gut hinzukriegen ist wohl nicht mehr üblicher Standard (lt. Archi) naja und was anderes sähe einfach brutal reingefräst aus. Also Dachfenster auf der Nordseite. Ist auch die kostengünstigste Möglichkeit. Ein Kompromiss mit dem wir hoffentlich leben können.

    Nachher kann ich noch einen Link zu Bildern des Ist-Zustands und Flurkarte schicken.

    Zu den Ansichten muss noch gesagt werden, dass Ansicht F so nicht ganz realistisch ist, da man zu dicht am Gebäude stehen müsste um die Blickhöhe zu haben. Durch den steilen Anstieg des Geländes wird die Ansicht wohl eher eine "Draufsicht" werden.
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  2. Grundrisse, Schnitte, Ansichten zur Diskussion

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  3. #2
    Themenstarter

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    Hier noch die letzte Ansicht (D-F). Link mit Fotos muss noch um ein paar recht unvorteilhafte Ablichtungen bereinigt werden.
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  4. #3
    wasweissich
    Gast
    deine annonymisierung ist aber recht ungeschickt ...... v.Z. will be not amused
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    wenn bauen das letzte abenteuer ist, was ist dann
    umbauen?

    wie das so ist, beim bauen im bestand:
    da warten ein paar spannende herausforderungen,
    aber nichts, was nicht lösbar wäre.

    ich hoffe, dass mit ausreichendem vorlauf vor
    bauausführung e. bestandserkundung und die
    lösung der konstruktiven aufgaben erfolgt - nicht,
    dass die baufirmen alles selbst und im galopp
    erledigen sollen.

    soll die hofseitige aussenwand im og rückgebaut
    und "verdünnt" werden - oder ist die so .. mager?
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  6. #5
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    Die hofseitige Außenwand ist Fachwerk. Der Erbauer hat sich wohl gedacht: Nord-Westseite = Wetterseite --> alles in Stein und der Rest ist ab dem OG in Fachwerkausführung.
    Generell wird der Umbau ein spannendes Abenteuer, da wir aber eh erst ab März richtig loslegen können, haben wir noch gut Zeit für Planung, Erkundung und Rodung der umstehenden Büsche... (hoffe ich). Grundsätzlich wird's wohl so aussehen, dass wir die Gewerke einzeln beauftragen, weil wir eigentlich hauptsächlich mit regionalen Firmen arbeiten wollen, von denen wir oder andere wissen, dass sie zuverlässig und gut arbeiten. Koordination und Bauleitung wird entweder der Architekt oder in Koordination ein BauIng unseres Vertrauens übernehmen.


    @wwi : ich habs jetzt nicht besser hinbekommen und hoffe, dass die anderen Nutzer schnellere Rechner haben ;-)
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  7. #6
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    Fast eine Woche ist um, und es kam noch kein "Ist für die Tonne". Das werte ich mal als höchstmögliches Lob...
    Fotos, fall jemand gewartet hat, sollen nicht reingestellt werden, hat die Regierung so verfügt.
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  8. #7
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    So, nach dem überwältigenden Echo hier...

    Bauantrag ist eingereicht. Jetzt geht es darum Fördermittel aus dem LEADER-Topf zu beantragen; da könnten Zuschüsse bis zu 50% bei der Sanierung des Altbaus fließen. Hat hier jemand damit Erfahrung?
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  9. #8

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    Schönes Projekt! Bestandsfotos wären interessant, ansonsten sind Bewertungen der allg. Situation meist schwierig. (wirds nicht geben, schade ) Die An-/ Einbindung der neuen Elemente wie Wände/Fenster und dgl. in den Bestand werden spannend. Ausführung in Einzelgewerken ist sinnvoll, wird aber den Vollzeiteinsatz des Archi/BauIng verlangen. Ich hoffe die sind fit, was die Materie anbelangt.

    Zum Grundriss:
    Mir gefällt er. Der Bestand wird nur minimal geändert, der Neubau stellt im Wesentlichen den Eingangs- und Wohnbereich (großzügig). Nach meiner Auffassung sehr schön gegliedert. Vielleicht kannst Du Deine Regierung ja doch erweichen, Fotos vor, während und nach der Bauphase einzustellen.

    TGA-Pläne wären bei dem BVH auch sehr interessant, das wird ebenso spannend. Bauen im Bestand halt.

    Und nochmal: Mir gefällts
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  10. #9
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    Also ich habe jetzt die "Freigabe" für ein paar Fotos bekommen, dazu ein Dropbox-Link hier: Bilder vom Objekt

    Also die Herausforderungen sind - denke ich - schon recht klar zu erkennen. Vielleicht auch die eine oder andere Chance.
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  11. #10

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    einige fenster mit sprossen in aspik hast du schon mal. ansonsten tolle lage, kannst du den talblick noch ein wenig freischneiden?

    ich hoffe der alstbestand wurde gut untersucht und die standsicherheit besteht. viel glück, lass uns am fortschritt der bauarbeiten teilhaben!
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  12. #11

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    Den Fotos nach zu urteilen werden da sicherlich noch einige Überraschungen, gute wie schlechte, auf euch warten, was den Bestand angeht.

    Wäre echt schön, wenn Du ab und zu was um Fortschritt schreiben könntest.

    P.S.: Schöner Folterkeller
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  13. #12

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    Auch wenn das nicht gewollt ist, das Teil brauch ne Fledermausgaube und ne schöne Biberdeckung Schön, wenn Leute auch alte Eisen wieder zum Glanz verhelfen wollen. Ich wünsch schon ma gutes Gelingen.
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  14. #13

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    Da hast du ja einiges vor. Ich wünsche dir viel Erfolg, genügend Kohle und nie endende Energie für dieses tolle Projekt.
    Für mich wäre es ein bisschen zu weit weg vom Schuss, scheint ein wenig abseits gelegen, das nächste Dorf und die nächste Nachbarin wären mir zu weit weg. Aber sonst klasse, ist ne schöne Aufgabe für die nächsten Monate.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Der Bauamateur Beitrag anzeigen
    So, nach dem überwältigenden Echo hier...

    Bauantrag ist eingereicht. Jetzt geht es darum Fördermittel aus dem LEADER-Topf zu beantragen; da könnten Zuschüsse bis zu 50% bei der Sanierung des Altbaus fließen. Hat hier jemand damit Erfahrung?
    Indirekt. M.W. nach endet die derzeitige Foerderperiode ILE/LEADER Ende 2013. Fuer den neuen Foerderzeitraum ab 2014 gibt es noch keine klaren Regelungen, was in welchem Umfang gefoerdert wird. Vermutlich wird zu Beginn der neuen Foerdermittelperiode keine Verwaltungsvorschrift dazu fertig sein. Es koennte also sein, das es 1 oder 2 Jahre lang eine Uebergangsregelung geben wird, nach der alles so weiter wie bisher gefoerdert wird. Bis dann irgendwann mal die neuen Foerdergrundsaetze festgezurrt sind.
    Genaueres sollte euer Regionalmanagement dazu wissen. Oder mal direkt beim saechsichsen EU-Abgeordneten fuer diese Thematik anfragen.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Auch wenn das nicht gewollt ist, das Teil brauch ne Fledermausgaube und ne schöne Biberdeckung Schön, wenn Leute auch alte Eisen wieder zum Glanz verhelfen wollen. Ich wünsch schon ma gutes Gelingen.
    Haha, ja Fledermausgaube wollte ich auch. Aber dazu muss ich leider auf meinen ersten Post verweisen. Der Biber kommt aber.

    das nächste Dorf und die nächste Nachbarin wären mir zu weit weg.
    Naja, die Nachbarn rechts und links sind je ca. 30-35m. Das ganze liegt auch in einem Dorf, aber das Grundstück ist halt ca. 80x130 m groß und da sieht man halt nicht so viel von den Nachbarn. Die Aussicht auf die Elbe wird noch etwas freigeschnitten, aber natürlich wollen wir viele der alten Eichen am Hang auch gerne behalten.

    @karo1170: LEADER-Antrag ist eingereicht; bin mal gespannt wie es an der Front jetzt weiter geht.

    @ rolb aib: ja, die Plastefenster in der Westfront sind grauenhaft und werden ausgetauscht. Allerdings werden wir an der Stelle auch wieder Fenster nach altem Vorbild einbauen. Die freie Sicht ohne Sprossen gibt's im modernen Anbau.

    Ja, der Altbau wurde ganz gut untersucht, aber wie das so ist: Vieles entdeckt man doch erst wenn man so richtig in den Eingeweiden rumbohrt, zumal die letzten Bewohner tot sind und die Erben erst ermittelt wurden...
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