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400.000€ für EFH zu wenig?

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  1. #1

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    400.000€ für EFH zu wenig?

    Hallo zusammen,

    ich weiss, dass Kostenschätzungen aus der Ferne sehr schwierig sind. Trotzdem wollte ich Euch um Meinungen bitten.

    Wir planen gerade unser EFH. Wir haben drei Architekten in die nähere Auswahl genommen und uns von diesen jeweils eine Vorplanung machen lassen. Unser Budget beträgt ca. 400.000€, Grundstück ist vorhanden und bezahlt.

    Architekt A und B meinten zum Budget: "Das passt".
    Architekt C meinte schon nach kurzem Gespräch, dass wir mit 400.000€ niemals auskommen werden. Für seinen später präsentierten Entwurf (mit nur Teilunterkellerung) rechne er eher mit 500.000€.

    Wir nehmen die Warnung von Architekt C sehr ernst und machen uns große Gedanken, ob unser Budget wirklich reicht. Auffallend ist allerdings, dass Architekt A und B sehr klare, einfache Grundrisse geplant haben, der Entwurf von Architekt C ist sehr aufwendig, viele Wände, Ecken, Vorsprünge usw.

    Unsere Vorgaben waren:
    Massive Bauweise, Satteldach
    180-200qm Wohnfläche (werden wohl eher 220qm)
    2 Vollgeschosse
    Dachgeschoss teilausgebaut
    Keller
    Doppelgarage 6x6m
    Möglichst KfW-70, Gas oder Nahwärme, KWL
    als Schmankerl eigentlich nur KNX für Licht, Heizung und Rollläden in Eingenleistung.
    Über Innenausstattung und Details wurde noch nicht gesprochen.

    Umgebung ist dörflich, Bauplatz groß, flach, Bebauungsplan relativ großzügig.

    Müssen wir uns wirklich Sorgen machen? Ist es wirklich unmöglich, für 400.000€ (eigentliche eine ganze Menge Geld) ein etwas größeres EFH zu bauen? Sind Architekt A und B zu blauäugig oder plant Architekt C vielleicht zu teuer?


    Vielen Dank für Meinungen, Hantago
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  2. 400.000€ für EFH zu wenig?

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  3. #2
    feelfree
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    Zitat Zitat von Hantago Beitrag anzeigen
    Auffallend ist allerdings, dass Architekt A und B sehr klare, einfache Grundrisse geplant haben, der Entwurf von Architekt C ist sehr aufwendig, viele Wände, Ecken, Vorsprünge usw.
    Da hast Du dir die Frage doch schon selbst beantwortet.
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  4. #3

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    Bei ca. 200 m2 sollten 400 k schon passen. Grundsätzlichz.

    Klar...da ist Luft nach oben. Je nachdem wieviele Spezialwünsche der Bauherr hat.

    500k kann man sicher auch verplanen, das muß aber nun wirklich nicht sein...

    Architekt C ist sehr aufwendig, viele Wände, Ecken, Vorsprünge usw.
    Klar und einfach erzeugt (zumeist) die besseren Grunf drisse und ist (natürlich) auch preisgünstiger als kompliziert und verwinkelt.

    Arch. C muß damit nicht falsch liegen (ich kenne ja den Entwurf nicht), aber grundsätzlich würde ich dem einfacheren Grundriss den Vorzug geben.
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  5. #4

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    Da hast Du dir die Frage doch schon selbst beantwortet.
    Naja...nicht so ganz, finde ich.

    Eckchen und Versprünge mag mögen, wer es mag. Aber damit lassen sich nicht so ohne Weieteres 100k Unterschied begründen.
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  6. #5

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    1800 €/m² ist nicht gerade ein Schnäppchen. Aber wenn darin

    - Keller
    - Doppelgarage
    - KfW-70
    - KNX

    mit drin sind, finde ich den Preis schon ok.
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  7. #6

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    @mastehr: Preise im Süden sind deutlich höher als in N-Deuschland. Das geht durchaus in den Bereich 2.000EUR/m2. Wobei sich der m2-Preis bei zunehmender Größe reduziert (bei 200 m2 dürfte der reine m2-Preis also -wahrscheinlich- niedriger einzuordnen sein).

    Der Preis des Kollegen C (200 m2 = 500k EUR = EUR 2.500/ m2) ist dann auch m.E. im Hochpreisniveau.

    Aber auch das mag durchaus begründbar sein (Ecken, Versprünge...aber auch extrateure Supi-Dupi-Fliesen im Großformat, kalibriert und vom Hersteller höchstselbst handverpackt...wer weiß das schon).
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  8. #7
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    Die Aussage, dass 400.000€ niemals reichen, kam schon, bevor er irgendwas geplant hat. Beim Durchlesen unserer Wunschliste.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Hantago Beitrag anzeigen
    Ist es wirklich unmöglich, für 400.000€ (eigentliche eine ganze Menge Geld) ein etwas größeres EFH zu bauen? Sind Architekt A und B zu blauäugig oder plant Architekt C vielleicht zu teuer?
    natürlich ist es möglich für 400T€ ein Haus zu bauen. Ich vermute die Differenz zwischen Architekten A, B und C ergibt sich aus den unterschiedlichen Vorstellungen, was da letztendlich gebaut werden soll. Einmal ist von 180m2 die Rede, es könnten auch 200m2 sein, dann "es werden wohl eher 220qm". Wie Du siehst, legt allein bei dieser Schätzung die Wohnfläche um mehr als 20% zu. Rechne ich jetzt die geplante Ausstattung etc. so, dass bei 180m2 die 400T€ fällig werden, dann sind bei 220m2 die 500T€ gar nicht so abwegig.
    Kommen dann noch ein paar Spielereien dazu, Du schreibst ja selbst von aufwendig, Ecken, Vorsprüngen etc. dann ist der Kostenunterschied schon plausibel.

    Es gibt verschiedene Methoden für eine erste Abschätzung, das können die Architekten hier besser erklären. Nehme ich aber mal die 400T€ und teile diese durch 200m2, dann komme ich auf 2.000,- €/m2. Vergleicht man das mit anderen Bauvorhaben, dann sollte das doch machbar sein.

    Ich glaube es wäre wichtig, dass Du Deine Wünsche und das budget eindeutig kommunizierst. Es ist dann Aufgabe des Architekten Dir zu sagen, ob das machbar ist, wie das machbar ist, oder ob Deine Vorstellungen völlig abgehoben sind. Und immer daran denken, dass man in dieser Phase die zu erwartenden Kosten nur grob abschätzen kann, also einen Puffer einplanen.

    Um Deine Frage also deutlich zu beantworten, ich glaube alle 3 Architekten haben richtig geschätzt, sie sind nur von unterschiedlichen Voraussetzungen ausgegangen.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    verstehed das wer mag...Kollege sagt: Kohle reicht nie und nimmer.

    So....und jetzt mache ich erstmal einen Entwurf....????
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  11. #10
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    Vielen Dank schonmal für die Antworten.

    Ich denke unsere Vorgaben waren relativ klar: Budget, die gewünschten Zimmer und Gesamtwohnfläche war vorgegeben. Über Innenausstattung wurde noch nicht geredet. Das man damit den Preis hochtreiben kann ist klar. Mich macht halt die Aussage stutzig "So ein Projekt ist mit 400.000€ nicht machbar".
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  12. #11

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    einen Puffer einplanen.
    Also unser Haus (in 86xxx) entspricht in etwa deinen Vorgaben, wobei die Garage um einiges größer und das Haus dafür bei knapp 200 m² liegt. Das Budget halte ich aus unserer Erfahrung für realistisch, - aaaaber: vergesst wirklich nicht den Puffer. Selbst nach vermeintlich abgeschlossener Werkplanung, wenn es an die eigentliche Bemusterung geht, kommt gern noch der ein oder andere Tausender dazu. Dann will man eben doch Landhausdielen und kein Schiffsparkett im WZ (geschweige denn das Laminat der Baubeschreibung), und DIE Badewanne ist SOOOO schön, nur dass alle passenden Elemente der Serie zusammen dann eben doch das gesetzte Budget wieder ein bischen überschreiten. Macht man trotzdem, man stattet ja nur einmal aus. Und dann addiert es sich eben doch. Und unser Fehler war, dass wir die Ausstattungskosten (Lampen, Gardinen, Garderobe, Gästezimmer, Gartengeräte etc) dann doch deutlich unterschätzt haben. Geht alles, dauert dann nur halt länger, bis es den geplanten Einbauschrank im Flur gibt etc..
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  13. #12

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    (geschweige denn das Laminat der Baubeschreibung)
    TE baut mit Architekt und nicht mit GU!!

    Da gibt es idR keine solche Baubeschreibung.
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  14. #13

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    und DIE Badewanne ist SOOOO schön
    so was kann durchaus mal EUR 15.000 kosten....
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    TE baut mit Architekt und nicht mit GU!!

    Da gibt es idR keine solche Baubeschreibung.
    Vielleicht meint er eine ausführliche Kalkulation?

    Wir haben vom Architekten - natürlich nicht ganz am Anfang, sondern als gewisse Details dann klar waren - eine relativ ausführliche Kalkulation bekommen die dann auch Positionen wie x qm Parkett und y qm Fliesen enthielt, so dass im Prinzip alles einmal mit Schätzwerten versehen war.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    so was kann durchaus mal EUR 15.000 kosten....
    Soo extravagant waren wir dann auch wieder nicht. , aber wenn die einzelnen Wanne dann eben doch z.B. 300 € mehr kostet, als wir vorab kalkuliert haben, dann bedeutet das für das gesamte Bad eben schnell einen vierstelligen Betrag. Und das läppert sich, auch wenn wir von Beginn an immer mit mehr kalkuliert haben, als die Baubeschreibung auswies. (Denn wer legt sich bei einem solchen EFH Laminat ins WZ??) Wir haben übrigens mit einem Architekten gebaut, wobei er als GÜ aufgetreten ist (was wir nicht weiterempfehlen würden, weder diese Vertragsform, noch dieses Büro )
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