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  1. #1

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    MFH auf PKW-Parkplatz

    Ich stehe vor folgendem Problem. Mir wird ein Grundstück angeboten. Das war angeblich(!) vor rd. 20 Jahren mit Bäumen bewachsen. Dann wurde es gerodet. Nun kommt das Problem. Niemand weiss heute mehr genau, was dann passierte. Eine Version besagt, der Oberboden wurde abgetragen, danach rd. 40 cm Schotter aufgefüllt, darauf Betonsteinpflaster und seither ist dort ein PKW-Stellplatz, nicht öffentlich, sondern privat. Die andere Version sagt, das Grundstück wurde nur aufgefüllt mit Schotter (wo blieb der Mutterboden?) und darauf kam das Pflaster. Das MFH sollte vom Grundsatz her auf einer tragenden Bodenplatte, also ohne Streifen-Fundamentierung, errichtet werden. Meine Frage an den jetzigen Eigentümer, könnte man auch unterkellern, wurde eher abwehrend beantwortet, abwehrend, weil der Besitzer meint, man stoße bei tieferen Ausgrabungen auf alte Baumwurzeln. Ich persönlich vermute, ich stoße eher auf Mutterboden, feuchte Erde, stellenweise sogar etwas Wasser. Ich habe Sorge, wenn ich hier keine Vorkehrungen treffe, habe ich hinterher einen Sohlenbruch o.ä.
    Meine bisherigen Einschätzungen:
    Ohne genaue Bodenuntersuchung möchte ich hier nicht bauen.
    Das einmal vorausgesetzt, habe ich die Vermutung, der alte Mutterboden ist noch unter dem Schotter, was natürlich sowohl verboten wäre als auch die aufstehenden Gebäude auf nicht tragfähigem Grund stehen lassen würde. Das ginge überhaupt nicht.
    Wenn die Bohrungen im Untergrund zeigen, hier ist kein Wasser, hier sind auch keine Baumwurzeln, hier ist aber noch rd. 30 cm Mutterboden unter dem Schotter, sollte ich dann
    a) den Schotter ausbaggern lassen bis ich auf den Mutterboden stosse, diesen dann ausbaggern und seitlich lagern, den Schotter wieder einfüllen und darauf das Haus auf einer tragenden Bodenplatte errichten lassen, oder
    b) Streifenfundamente nach unten baggern, bis ich auf die Lehmschichten unter dem Mutterboden stosse, diese mit Beton verfüllen lassen und darauf eine Decke giessen lassen, also keine tragende Bodenplatte oder
    c) Streifenfundamente nach unten baggern, bis ich auf die Lehmschichten stosse, diese mit Beton verfüllen lassen und darauf sogar eine tragende Bodenplatte errichten lassen?
    d) bei dieser Ausgangslage am besten die Finger von diesem Baugrund lassen und hier nicht bauen? Ich denke, das passiert in Deutschland tausend MAL im Jahr, das auf Mutterboden betoniert wird und keiner bekommt etwas mit aber ich möchte, das bei mir Qualität gebaut wird und kein Pfusch.
    Danke für eine fachliche Antwort.
    FeldEDV
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  2. MFH auf PKW-Parkplatz

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wo ist das Problem?

    Wenn bebaut werden darf, dann kann auch.
    Ohne Keller, aber auch mit Keller.

    Man sollte sowieso IMMER vorher ein Bodengutachten erstellen lassen!
    Mit dessen Angaben kann dann eine Planung der notwendigen Gründung erfolgen.

    Baumwurzeln sind regelmäßig ebensowenig ein ernstzunehmendes Hindernis wie überdeckter Oberboden.
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  4. #3

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  5. #4
    Avatar von alex2008
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    bei dermaßen schwammigen Aussagen...

    naja wer weiß was da alles vergraben wurde. Baumwurzeln und Oberboden wären da das kleinste Problem. Evtl. ist darunter aber auch ne Bauschuttdeponie.

    ich würde da nicht nur bohren und rammen sondern auch mal mehrere Schlitze graben um zu sehen was da alles kommt.
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