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  1. #1

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    Kosten Kamin bei Neubauplanung

    Hallo liebe Community,

    wir planen gerade mit einem Architekten ein Einfamilienhaus (Massivhaus, KfW 55, Budget ca. 500 TEUR plus Grundstück, 780 m3 BRI). Im Zuge der ersten Planungsgespräche ist eine meiner Wunschkomponenten dem Budget zum Opfer gefallen. Es handelte sich um den Kamin. Der Architekt meinte wir müssten mit ca. 20 TEUR rechnen plus einen leicht erhöhten Planungsaufwand. Eigentlich hätte ich nur gerne einen einfachen Kamineinsatz mit einer Scheibe ... also kein Kunstwerk.

    Habt Ihr ggf. dazu eine Meinung bzw. Erfahrung, was ein einfaches System mit Schornstein im Haus, bei einem KfW-Haus kosten dürfte?

    Danke & Gruß,
    Marc
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  2. Kosten Kamin bei Neubauplanung

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    500T Euro plus grundstück für EFH? Kein wunder das der Architekt 20.000 für kamin plant.
    Schornstein 5000 Kamin 5000 euro. Alles ab natürlich.
    Mfg.
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  4. #3

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    Ein Kamin kostet (abhängig von dessen Baulänge/ Höhe und natürlich auch abhängig von der Örtlichkeit) um die 3.500 - 5.000 EUR (inkl. Verblechuung über Dach usw. usf. Ist ohnehin schon ein Kaminzug vorhanden (für Gasheizung/ Ölheizung/ Pelletsheizung, benötigt man ggf. nur einen Kamin mit 2 Zügen. Dann sind die Mehrkosten überschaubar bzw. deutlich niedriger.

    Der Kamin selber...tja...das geht fvon EUR 3.000 - EUR 25.000 (und mehr). Je nachdem , was man sich so gönnen möchte. Ein "normaler, gemauerter Kamin mit Glasscheibe kostet bei uns in der Region zw. 7. und 10.000 EUR (+/-).

    Insofern liegt der Kollege mit seiner Kostenschätzung so falsch nicht....denke ich.
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  5. #4
    ManfredH
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    Darf ich mal fragen, welche Honorarvereinbarung ihr mit dem Architekten getroffen habt, wenn der für die Berücksichtigung eines Kamins schon einen "leicht erhöhten Planungsaufwand" geltend macht?
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  6. #5

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    Bitte nicht Kamin und Schornstein durcheinander wirbeln.

    Es geht also nur um einen Kaminofen für den ein Schornsteinzug erforderlich wird?
    Wie wird das Haus sonst beheizt?

    Der Architekt meinte wir müssten mit ca. 20 TEUR rechnen plus einen leicht erhöhten Planungsaufwand. Eigentlich hätte ich nur gerne einen einfachen Kamineinsatz mit einer Scheibe
    Für 20T€ kann man sehr viel Holz kaufen.

    Aber 20T€ nur für einen einfachen Kaminofen und einen (zusätzlichen?) Schornsteinzug, das ist schon eine Hausnummer. Ich würde mich zuerst einmal in einem Fachgeschäft beraten lassen, denn KfW55 und Kaminofen ist nicht ganz so einfach wie gerne gedacht. Da kann man nicht einfach irgendeinen Ofen in die Bude stellen, sonst hat man Sauna-feeling pur. Trotzdem kann man das problemlos auch für unter 10T€ bewerkstelligen, vor allen Dingen wenn das Teil nicht großflächig mit Blattgold belegt sein soll.

    Wie hoch der Mehraufwand für diese Variante sein wird, das hängt auch maßgeblich davon ab, was an sonstiger Heizung verbaut werden soll. Evtl. lässt sich der Ofen einfach ergänzen, unter Umständen muss das vorhandene Heizkonzept komplett auf den Kopf gestellt werden. Fragen über Fragen, die man am besten in einem Gesprächt mit einem Fachmann klärt.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Also mein GÜ hat für einen einfachen 1-Zügigen Systemschornstein (9m hoch) und entsprechender Zuluftleitung unter der Bodenplatte für mein KFW70 Haus 3300 als Aufpreis aufgerufen. Mein Ofen Raumluftunabhängig mit DIBT kostet mich nochmal 2800 plus Aufstellung/Anschluss. Als Heizung habe ich eine Gasbrennwert über separatem LAS. Der Schornstein ist also rein für den Ofen...
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  8. #7

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    Edelstahlschornstein
    l = ca. 10 m, davon 6 m F90-Promat ummantelt, Gesamtkosten rd. 6.000 € -> rd. 600 € / m

    Kaminofen
    Einfaches kleines Modell (4 kW, da KfW-Haus) aus dem Kaminstudio (Stahl) einschließlich Anschlüssen, Sockel etc. rd. 3.000 €

    Unter 10.000 € für einen schlichten Kaminofen + Schornstein dürfte das kaum was werden, zumal Dachanschlüsse, Anbindung Ablufthaube etc. nicht mitgerechnet sind. Beim "Kamin" kostet der Einsatz eingebaut mind. das selbe, die Umbauung aus Mauerwerk + Putz, möglicherweise aber Sichtmauerwerk, Naturstein etc. kommen noch drauf.

    Bei einem Gesamtobjekt in der geschilderten Größenordnung würde ich auf einen anspruchsvollen Bauherrn tippen und als Planer und Kostenschätzer auch erst mal mit 15.000 € einsteigen und darauf hinweisen, dass es ja nach Anspruch mehr werden könnte. Der Kollege hat sicher nicht stark übertrieben.
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  9. #8
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    Vielen Dank für Eure hilfreichen Posts! Gruß, Marc
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  10. #9
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    Nach der HOAI. Ich gehe davon aus, dass das durch die Honorarzone ausgeglichen wird?
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  11. #10
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Es geht also nur um einen Kaminofen für den ein Schornsteinzug erforderlich wird?
    Wie wird das Haus sonst beheizt?
    Hallo Ralf,

    wir planen mit einer Sole/Wasser-WärmepumpeWärmepumpe und grundsätzlich ohne Blattgold.

    Gruß, Marc
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  12. #11

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    Zitat Zitat von marcbayern Beitrag anzeigen
    Hallo Ralf,

    wir planen mit einer Sole/Wasser-WärmepumpeWärmepumpe und grundsätzlich ohne Blattgold.

    Gruß, Marc
    Dann wäre noch zu prüfen, was der Kaminofen leisten soll. Wenn es nur um ein kleines Feuerchen im WZ geht, dann wird´s günstiger, fraglich ist nur, ob das bei einem hoch gedämmten Haus auch brauchbar funktioniert. Soll der Ofen aber sinnvoll betrieben werden, sprich wasserführend, dann kommen noch Mehrkosten für Speicher etc. hinzu.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Soll der Ofen aber sinnvoll betrieben werden, sprich wasserführend, dann kommen noch Mehrkosten für Speicher etc. hinzu.

    Gruß
    Ralf
    Interessanter Punkt, den wir auch gerne in der Planung diskutieren: ist das sinnvoll, den Kamin wasserführend auszulegen? Bin gespannt auf Pros / Kons (und Kosten - entsprechend der Fragestellung des TS)
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  14. #13

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    Zitat Zitat von joopy66 Beitrag anzeigen
    Interessanter Punkt, den wir auch gerne in der Planung diskutieren: ist das sinnvoll, den Kamin wasserführend auszulegen?
    Je nach Hauskonzept lässt es sich gar nicht vermeiden, denn ein Ofen produziert sonst so viel Wärme, dass man die im Haus nicht verteilt bekommt. Hier ist ein "Umweg" über einen Speicher eine sinnvolle Alternative. Gleichzeitig steigert man damit die Effizienz des Kaminofens, denn ich kann die raumseitige Leistung besser den Bedürfnissen (Heizlast) entsprechend anpassen und den Ofen trotzdem so betreiben, dass die Verbrennung noch effizient verläuft (soweit man bei einer Holzverbrennung überhaupt von Effizienz reden kann).
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  16. #14
    Avatar von Geodesy
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    Ich frag mal am Rande. Wenn ein Schornsteinzug bestellt wird, für den Anschluss eines Kamins, muss dann eigentlich alles verbaut werden damit der Schorni diesen auch abnimmt? Z.B. Erreichbarkeit des Abzuges von außen über Treppe auf dem Dach? Oder nur Abzug mauern fertig?
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Geodesy Beitrag anzeigen
    Ich frag mal am Rande. Wenn ein Schornsteinzug bestellt wird, für den Anschluss eines Kamins, muss dann eigentlich alles verbaut werden damit der Schorni diesen auch abnimmt? Z.B. Erreichbarkeit des Abzuges von außen über Treppe auf dem Dach? Oder nur Abzug mauern fertig?
    Gute Frage. Ich würde sagen, wenn nicht anders vereinbart, hat er einen funktionierenden Schornstein zu erstellen, mehr nicht. Zugänglichkeit zu den Reinigungsöffnungen etc. liegt weiterhin im Verantwortungsbereich des AG und wäre getrennt zu beauftragen.
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