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Schwammige Baubeschreibung: Bauwerksabdichtung

Diskutiere Schwammige Baubeschreibung: Bauwerksabdichtung im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Schwammige Baubeschreibung: Bauwerksabdichtung

    Hallo zusammen,

    ich stehe kurz davor, einen Bauträgervertrag zu unterschreiben und habe nun die Baubeschreibung vor mir liegen. Diese ist größtenteils sehr aussagekräftig und detailliert (zumindest aus Sicht eines Laien), der Part der Bauwerksabdichtung kommt mir aber sehr kurz und ungenau vor. Und ich persönlich habe beim Hausbau mit die größte Angst vor Undichtigkeit im Keller oder im Dach.

    Folgendes steht in der Baubeschrebung:
    Fundamente
    Betonfundamente und Stahlbetonbodenplatte nach statischer Berechnung, frostfrei gegründet.

    Entwässerung
    Die Schmutzentwässerung erfolgt über Lage- und Fallstränge aus PVC-Rohr und wird unter der Kellerdecke abgeleitet. Zur Entwässerung von Waschmaschine und Ausgussbecken wird ein Hebefix-Überflurschacht mit Tauchpumpe im Keller eingebaut.
    Die Regenentwässerung erfolgt über die Dachrinnen bzw. Fallrohre, welche an den städtischen Kanal angeschlossen werden oder über Rigolen auf dem Grundstück versickern.

    Außen- und Innenmauerwerk, Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
    Die Kellerwände werden aus Beton C25/30 36,5 cm stark schalungsglatt erstellt. Die Kelleraußenwände erhalten einen Außenanstrich nach DIN gegen Erdfeuchtigkeit. Die Umfassungswände werden zweischalig hergestellt.[...]
    Was sagen die Experten dazu? Was sollte eurer Meinung nach in einer Baubeschreibung zu dem Thema stehen?

    Danke im Voraus für Tipps!

    Gruß,
    Markus
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  2. Schwammige Baubeschreibung: Bauwerksabdichtung

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  3. #2

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    die beschreibung sagt nur zum lastfall erdfeuchtigkeit etwas aus. was tatsächlich für ein lastfall ansteht, weiss wohl niemand. den erfährst du nach vorlage eines bodengutachtens. dann kannst du klare vertragliche vereinbarungen zur abdichtung treffen.
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  4. #3
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    Hi,

    danke für die schnelle Antwort. Ist ein Bodengutachten für jedes Baugrundstück üblich? Hintergrund: Es handelt sich um ein Neubaugebiet, wo der Bauträger 20 Häuser "auf einmal" baut. Soweit ich das vom Makler gehört hatte, sind nur an 1-2 Stellen Bodengutachten gemacht worden (muss ich beim nächsten Termin genau nachfragen). Sollte ich sicherheitshalber auf ein Bodengutachten direkt auf meinem Grundstück bestehen?
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Duesseldorfer Beitrag anzeigen
    Ist ein Bodengutachten für jedes Baugrundstück üblich?
    üblich: leider nein
    notwendig: meiner Meinung nach ja, und zwar mit mehr als einer Bohrung pro Gebäude!

    Zitat Zitat von Duesseldorfer Beitrag anzeigen
    Sollte ich sicherheitshalber auf ein Bodengutachten direkt auf meinem Grundstück bestehen?
    ja.

    Zu Deiner Baubeschreibung: Die ist genau so schwammig wie die allermeisten, die ich bisher gelesen habe. Die Wandstärke ist ungewöhnlich dick und für mich zumindest erläuterungsbedürftig. Eine StB-Wand > 30 cm habe ich selbst bei echten Hochhäusern noch nicht gehabt. Ich hege den Verdacht, dass hier eine Wand mit integrierter Dämmung gebaut werden soll. Auf jeden Fall die Stärke erklären lassen. Bei der Abdichtung gegen Boden wundert mich der Begriff "Anstrich". Dieses Wort ist mir aus keiner der einschlägigen Regeln geläufig. Auf die fehlende Aussage zum Lastfall nach DIN 18195 hat Norbert ja bereits hingewiesen.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Duesseldorfer Beitrag anzeigen
    Sollte ich sicherheitshalber auf ein Bodengutachten direkt auf meinem Grundstück bestehen?
    Ja

    Wie soll den ordentlich geplant werden ohne ein solches? Kann ja niemand in den Boden reinschauen. Mit dem Bodengutachten erhältst du eine Empfehlung zur Abdichtung und eine zur Gründung.

    Die paar hundert EUR sollte man investieren - es geht hier im wahrsten Sinne des Wortes um fundamentale Sachen!
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo Skeptiker,

    danke für die Tipps. Ich werde zum Thema Baugutachten nächste Woche auf jeden Fall intensiv nachhaken. Habe gerade mal ein bisschen Google bemüht. Ein Bodengutachten kostet um die 500€? Dann würde ich dies zur Not auch zu meinen Lasten durchführen lassen, wenn sich dadurch später Ärger vermeiden lässt.
    Die Wanddicke werde ich auch ansprechen. Wäre denn eine integrierte Dämmung negativ? Nach einem ersten Überfliegen hier im Forum scheint es mir, dass es hier hauptsächlich darauf ankommt, dass sauber gearbeitet wird um eine durchgehende Dämmung zu gewährleisten.

    Gruß,
    Markus
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Duesseldorfer Beitrag anzeigen
    Ein Bodengutachten kostet um die 500€?
    Das ist schon sehr sehr niedrig angesetzt. Ich würde vom mehrfachen ausgehen. Nur konkrete Angebote für "Dein" Grundstück (eigentlich ja das des BT) sind aussagekräftig und für Dich verwertbar.

    Zitat Zitat von Duesseldorfer Beitrag anzeigen
    Die Wanddicke werde ich auch ansprechen. Wäre denn eine integrierte Dämmung negativ?
    Stellen wir das 'mal zurück. Die Frage ist erstmal nur: Weshalb verpflichtet sich ein Bauträger zur Errichtung ungewöhnlich starker Kellerwände? Das kostet doch Platz und Geld und bringt eigentlich nichts. Vielleicht gibt es ja einen stichhaltigen Grund dafür.

    Du solltest die Bau(leistungs)beschreibung von jemandem mit technischem Sachverstand lesen und Dir erklären lassen. Da sind vielleicht noch andere Punkte erklärungsbedürftig. Und parallel solltest Du den BT-Vertrag auch von einem versierten und von Dir beauftragten Anwalt durchführen lassen. Beides übersteigt die Möglichkeiten eines Forums.
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  9. #8

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    Mopment mal....wenn es sich tatsächlich um einen Bauträger handelt, so baut er ja auf seinem Grundstück (also dem des Bauträgers).

    Baugrundrisiko ist Bauherrenrisiko....so weit die Theorie.

    Auch darf der TE m.E. auf fremdem Grund (dem des Bauträgers) nicht eigenmächtig Bohrungen veranlassen.

    Daß solche Baubeschreibungen oft wischi-waschi sind ist ja hinlänglich bekannt. Ich würd empfehlen diese auch in allen anderen Punkten von einem Fachmann checken zu lassen. Ist ja doch eine hohe Investition, so ein Haus....
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  10. #9

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    Thomas - es hat niemand gesagt, dass der erwerber selbst den bohrer beauftragen soll. TE hatte auch signalisiert, den bauträger wegen baugrundgutachten anzusprechen. er kann ja aufpreispflichtig das für sein haus in den vertrag einfügen und dann die dazu passende abdichtung vereinbaren.

    er spricht doch nichts dagen, den bauträger richtig aufs pferd zu setzen.
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  11. #10

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    Ja, Norbert, aber: wie gesagt: Buagrundrisiko = Bauherrenrisiko. Bei BT: Bauherr ist der BT.

    Demzufolge hat er dafür Sorge zu tragen. Läßt er es weg (Sparsamkeit, Dummheit???), wäre es m.E. sein Risiko, wenn sich nachher herausstelt, daß der Baugrund zusätzliche Maßnahmen erfordern, die das Bauwerk verteuern.

    Ob das aber gerichtsfest ist, ist mindestens mal fraglich. Bauträger....ach lassen wir das Thema......
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  12. #11

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    auch richtig, Thomas, baugrundrisiko liegt momentan beim bauträger. wenn jedoch die baubeschreibung auffällig schwammig an dieser position ist, kann im sinne des erwerbers nachgebessert werden. ebenso kann der erwerber von seiner absicht zurücktreten.
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    wenn dem anbieter bei "36,5" nicht irgendwas durchgerutscht ist,
    finde ich das ob der vorgesehenen betonsandwiches in ordnung.
    das ist allerdings noch keine abdichtung oder abdichtungskonzept.

    was, wenn sich beim aushub wasser/schlechter boden/altlasten
    rausstellen? wenn das kein nennenswertes risiko ist, kanns der
    anbieter zu seinen lasten in den vertrag aufnehmen
    für den erwerber kanns sonst ein 5-stelliges kostenrisiko bedeuten.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    wenn dem anbieter bei "36,5" nicht irgendwas durchgerutscht ist,
    finde ich das ob der vorgesehenen betonsandwiches in ordnung.
    Wenn's denn ein Sandwich wäre, was da so ja nicht drin steht. Die mir bekannten Kellersandwichwände mit o. ohne integrierter Dämmung haben alle Gesamtstärken in ganzzahligen cm. Es könnte sich aber auch um ein hier falsch eingesetztes Mauerwerksmaß handeln. Da hilft nur textliche Nachbesserung durch den BT. Das gilt auch für:

    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    ... abdichtungskonzept. ... kanns der anbieter zu seinen lasten in den vertrag aufnehmen für den erwerber kanns sonst ein 5-stelliges kostenrisiko bedeuten.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Anregungen. Nein, natürlich würde ich nicht einfach auf fremden Grundstücken losbohren lassen. ;-)
    Auch werde ich das Ganze natürlich vor Vertragsabschluss noch von einem Bausachverständigen prüfen lassen. Ich wollte mich einfach vor den ersten Gesprächen mit dem Bauträger schon ein paar Informationen einholen um mich auf das Gespräch vorzubereiten. Ich halte euch aber auf dem Laufenden, was bei dem Gespräch diese Woche herauskommt.

    Gruß,
    Markus
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  17. #15

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    Kann es sein, dass der BT die isdochegal ist? Die hatten bei uns auch so dicke Kellerwände eingeplant. Erst hinterher stellte sich dann heraus, dass quasi als Kompensation bei Bewehrung und Betonierung gespart wurde. Jetzt stehen wir immer noch im Rechtsstreit
    Also - ich kann nur empfehlen, sich nicht auf schwammige Formulierungen und Bauherrenrisiko zu verlassen. Alles ist besser als hinterher in einem Rechtsstreit zu enden! Da Feuchteschäden kein Spaß sind, würde ich hier 1. die Bodenverhältnisse aufklären und 2. die Bauausführung (nach unabhängiger Beratung) so detailliert wie möglich vereinbaren.
    Geändert von Ralf Dühlmeyer (11.11.2013 um 14:07 Uhr) Grund: nw
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