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Parkettkleber mit "integrierter" Dampfbremse

Diskutiere Parkettkleber mit "integrierter" Dampfbremse im Forum Estrich und Bodenbeläge auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Parkettkleber mit "integrierter" Dampfbremse

    Hallo liebe Forengemeinde,

    es geht um einen Neubau, in dem ich demnächst Parkett verlegen möchte.
    Hier die Eckdaten:
    - Fußbodenheizung --> deshalb verkleben
    - Landhausdiele 1-Stab Eiche
    - direkt auf Estrich im EG (kein Keller)
    - keine Trittschalldämmung

    Nun habe ich ein Problem: Ich habe zwei Meinungen von Fachleuten und kann leider nicht einschätzen wer jetzt recht hat.

    1. Meinung: ich benötige eine Dampfsperre. Und da ich eh verkleben will, hat er mir einen Kleber mit integrierter Dampfsperre (ich glaube Stauf 570 ist so einer?) vorgeschlagen, ... Dampfsperre: da der Estrich gerade beim Neubau auch immer wieder Feuchtigkeit "ziehen" kann.

    2. Meinung: ich brauche keine Dampfsperre. Also kann "normalen" Parkettkleber verwenden.

    ich würde mich über Anregungen freuen ... vllt sind sich ja hier alle einig, und ich kann mit diesem ergebnis einen meiner Fachleute korrigieren
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  2. Parkettkleber mit "integrierter" Dampfbremse

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  3. #2

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    Mein Verständnis als Laie war bisher dies: Dampfsperre gehört normalerweise unter den Fußbodenaufbau (über Rohdecke) wenn von unten nachstossende Feuchtigkeit droht. Also bei Decken über Aussenluft und bei Böden (Erde drunter). Oberhalb des Estrichs kenne ich das nicht, gerade bei Fußbodenheizung nicht. Erscheint mir auf nicht sinnig. Der Estrich darf bei Parkett ja nur noch eine geringe Restfeuchte besitzen, wenn dies nicht sichergestellt wird (Funktions und Belegreifeheizen), dann würdest Du das Restwasser auf jeden Fall raustreiben, das dürfte dann mit Dampfsperre den gleichen unlustigen Effekt für das Parkett geben wie ohne.
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  4. #3
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    Der Estrich darf bei Parkett ja nur noch eine geringe Restfeuchte besitzen, wenn dies nicht sichergestellt wird (Funktions und Belegreifeheizen), dann würdest Du das Restwasser auf jeden Fall raustreiben,
    mir ist klar, dass der estrich trocken sein muss, bevor ich verlege (egal mit welcher art von kleber), Aber der eine Fachmann sagte, dass der Estrich (auch wenn er vor dem Verlegen trocken war) mit der Zeit Feuchtigkeit ziehen kann...die er dann (wahrscheinlich aufgrund der Fußbodenheizung) auch wieder abgibt!!!???!!!
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  5. #4

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    Korrekt, und deshalb gehört eine Dampfsperre im eigentlichen Sinn eben zwingend auf die Bodenplatte.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Melsdorfer Beitrag anzeigen
    mir ist klar, dass der estrich trocken sein muss, bevor ich verlege (egal mit welcher art von kleber), Aber der eine Fachmann sagte, dass der Estrich (auch wenn er vor dem Verlegen trocken war) mit der Zeit Feuchtigkeit ziehen kann...die er dann (wahrscheinlich aufgrund der Fußbodenheizung) auch wieder abgibt!!!???!!!
    Korrekt, nichts falsches in der Aussage, aber: Wenn Du den Estrich trocknest und dann Belegreife gegeben ist, musst Du direkt Parkett drauf legen. Wenn nicht, musst Du sicherstellen, dass die Belegreife erhalten bleibt, dies muss direkt vorm Verlegen auch nochmal geprüft werden. Sollte nicht mehr belegreif sein, musst Du halt nochmal heizen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert würde ich so langsam für geringer halten, da wir ja auf den Winter zugehen. Kalte trockene Luft draussen wird das nicht schaffen. Lässt Du natürlich ganze Kolonnen drinnen noch Wasser verkippen, dann vielleicht schon.

    Sollte der Kollege aber meinen, dass der Estrich nach dem Verlegen noch Wasser zieht, dann frag doch mal woher? Von unten sollte das abgesperrt sein. Von oben? Da kommt doch erst das Parkett, du würdest den Estrich dann mit der Dampfsperre vor dem Wasser im Parkett schützen.
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  7. #6
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    hehe...wär ja auch zu schön gewesen. Jetzt bin ich wieder bei der Ausgangssituation: ZWEI Meinungen

    Korrekt, und deshalb gehört eine Dampfsperre im eigentlichen Sinn eben zwingend auf die Bodenplatte.
    Da kommt doch erst das Parkett, du würdest den Estrich dann mit der Dampfsperre vor dem Wasser im Parkett schützen.
    ... nix gegen euch: aber WEM soll ich denn nun glauben? ich glaub ich machs einfach auf die hausfrauen-methode. Schaden tuts ja nix mit der Dampßfbremse (außer mehrkosten)

    Hat Jemand einen Tipp: gesucht wird Parkettkleber mit integrierter Dampsfperre
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  8. #7

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    mach eine abdichtungslage auf die bodenplatte, die muss in erster linie die aufsteigende feuchtigkeit aus dem boden verhindern. das musst du auf jeden fall machen. meiner meinung nach brauchst du dann keinen parkettkleber mit dampfsperrfunktion. noch nie gehört, dass es solch einen geben soll!
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Melsdorfer Beitrag anzeigen
    ... nix gegen euch: aber WEM soll ich denn nun glauben? ich glaub ich machs einfach auf die hausfrauen-methode. Schaden tuts ja nix mit der Dampßfbremse (außer mehrkosten)

    Hat Jemand einen Tipp: gesucht wird Parkettkleber mit integrierter Dampsfperre
    Beiden, weil beide das identische geschrieben haben. Auf die Bodenplatte gehört eine Abdichtung, Sperre für aufsteigende Feuchtigkeit. Das Verlegen des Parketts muss dann erfolgen, wenn erforderliche Bodengüte erreicht ist. Zieht der Estrich aber wieder Feuchtigkeit, die im Bau eingetragen wird. Warten bis die Bodengüte zum Verlegen wieder erreicht ist. Anschließend zieht der Estrich kein Wasser mehr. Die Feuchtigkeit muss ja dann durchs Parkett in den Estrich. Und was reinkommt, kann auch wieder raus.

    Ansonsten Trockenstrichplatten benutzen, kost nur mehr. Und kommt auf die FBH an.
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  10. #9
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    Auf die Bodenplatte gehört eine Abdichtung, Sperre für aufsteigende Feuchtigkeit.
    also da war letztens einer da und hat so schwarze bitumen-matten verlegt (bzw. verklebt) ... sieht aus wie dachpappe. MEINST DU (meint er) DAS DAMIT?
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  11. #10

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    jepp, das ist das
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  12. #11

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    Ist zwar keine Dachpappe, dann würde ich mir Gedanken machen ums Wohnklima. Aber ja, das wird schon das richtige seien und ist die übliche Vorgehensweise. Wenn der Estrich abgetrocknet ist, ist es für dich Zeit, die Verlegung des Parketts zeitnah zu deligieren/auszuführen.
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  13. #12
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    zeitnah
    wieso das denn??? ich hätte jetzt gedacht: je länger der estrich zum trocknen hat, desto besser (also ich wollte erst so 6 Wochen nach estrich mit dem boden anfangen...wobei der ja wahrscheinlich schon nach 3 wochen trocken wäre)

    PS: JA, mir ist klar, dass ich eigentlich nur mit ner CM-Messung auf der sicheren seite wäre/bin
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  14. #13

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  16. #14
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    naja ich würde dieses belegheizen natürlich dann erst kurz vor dem verlegen machen (und nicht kurz nach dem estrich-gießen)
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  17. #15
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    Von welchen Zeitfenstern reden wir denn da ?
    Ist der Estrich schon gegossen und wieviel Zeit hats bis zum Einzug ?

    Sobald geheizt wird (aka über die Winterzeit) ist mit einem Rückfeuchten des Estrichs über Luftfeuchtigkeitseintrag normalerweise nicht zu rechnen.
    Allerdings ists meistens so, dass nach der Estricheinbringung regelmäßig *Eile* angesagt ist und der Einzugstermin teilweise gewaltig drückt ....

    Je nach Baustellenablauf ist oftmals auch einfach wesentlich zu viel Feuchtigkeit im Gebäude ...
    Beim Verputzen ist der Feuchtigkeitseintrag hoch. Wirklich durchgetrocknet ist weder Putz noch Mauererk.
    Dann kommt nach kurzer Zeit nochmaliger Feuchtigkeitseintrag durch den Estrich ...
    Durchs Funktionsheizen wird einiges an Feuchtigkeit ausgetrieben aber wirklich trocken ist er dadurch noch lange nicht.

    ich hätte jetzt gedacht: je länger der estrich zum trocknen hat, desto besser (also ich wollte erst so 6 Wochen nach estrich mit dem boden anfangen...wobei der ja wahrscheinlich schon nach 3 wochen trocken wäre
    Die 3 Wochen kannste bei *normalem* Estrich nur dann erreichen wenn unmittelbar nach dem Funktionsheizen im Anschluss das Belegreifheizen durchgeführt wird ... 5000 bis 8000 kWh später und meistens nach 4 bis 5 Wochen ab Funktionsheizen kommste dann in Bereiche in denen der Parketleger nicht mehr kopfschüttelnd die Baustelle verlässt.
    Heisst deine 6 Wochen vergehen bei normalen Baustoffen sowieso .... und der Maler bring nochmal Feuchtigkeit rein, die ein weiteres Trocknen zwar nicht verhindert aber doch ausbremst ....

    naja ich würde dieses belegheizen natürlich dann erst kurz vor dem verlegen machen (und nicht kurz nach dem estrich-gießen)
    Das ist pures Bauherren Wunschdenken das in der Praxis regelmäßig für großes Gefluche sorgt ....
    Wenn nen Heizestrich in 6 Wochen ab Funktionsheizen ! belegreif kriegen willst, dann musst ihm gewaltig Feuer unterm Hintern machen ... ohne größere Pausen.
    Das kostet ordentlich Energie oder es dauert und der Einzugstermin verschiebt sich um min 4 Wochen.
    ... oder der Estrichleger greift zur Tempokeule und dann hat der Estrich so Bezeichnungen wie Rapid- oder Schnell- und kostet einige Taler mehr.

    Das Theater mache ich bei fast jeder Baustelle mit ....
    Was bei dem Ablauf dann noch Rückfeuchten will/soll kann ich da nicht nachvollziehen ...
    Der Estrich hat schon fast keine Zeit zum trocknen ... wann soll der denn dann noch Feuchtigkeit ziehen wenn ihm ständig mit allem was das die Anlage hergibt in den Hintern getreten wird ?
    Was es bringen soll eventuelle minimale Restfeuchte des aus den unteren Bereichen des Estrichs nach oben zu sperren, damit sie noch länger im Bauteil verbleibt ... konnte mir auch noch nie einer wirklich schlüssig erklären.

    Bei Dampfbremsen oder -sperren unterm Belag stellen sich bei mir die Nackenhaare ... denn bauphysikalisch halte ich das für Krampf. Solange es keinen wirklich zwingenden Grund dafür gibt könnte ich mich da sehr beherrschen ...
    Könnte allerdings sein, dass das andere anders sehen.

    Gruß
    Achim Kaiser
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