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  1. #1

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    Dämmig ohne Unterspannbahn

    Hallo!

    es geht um folgendes, RMH, Bj. 78, Satteldach mit ca. 35 ° Neigung, Dachbedeckung mit Betonpfannen ist noch die Erste.

    Ich möchte nun das Dach dämmen und habe gestern die Holzverkleidung und die ca. 5 cm "dicke" alte Glaswolle entfernt.

    Ich habe jedoch gesehen, dass Im Firstbereich fast gar keine Folie mehr unter den Dachfannen vorhanden war. Die mittlerweile schwarze dünne Folie ist wie Asche von der Decke gefallen, als wir die alte Glaswolle entfernten. Von First ca. 1,5 m weiter unten entfernt ist jedoch eine dicke, weiße Folie mit kariertem Muster verlegt, die in einem deutlich besseren Zustand ist. Die untere Folie ist übereinander gelegt worden also gelappt.

    Nun meine Frage ist, kann ich ganz auf eine Unterspannbahn verzichten, bevor ich dämme?
    Ich habe gelesen, dass einige diese Folie befürworten und manche behaupten, die sei überflüssig.

    Ich möchte die neue 160 mm tiefe Glaswolle in den 160 mm tiefen Sparren stopfen und über diesen Sparren und unter den Pfannen hätte ich dann einen 2-3 cm tiefen "Lüftungsschacht".

    Ich möchte in 1-2 Jahren das Dach neu bedecken lassen und hoffe, dass die Dämmung in der Zeit die evtl. Feuchtigkeit und Wasser die von außen eindringen könnte aushalten wird. Dann kommt sowie so eine ordentliche Diffusionsoffenfolie drauf.

    Hinweis; die Sparren, Kehlbalken sind zur Zeit nicht feucht, habe diese Hölzer mit Feuchtigkeitsmesser gemessen und die Feuchte beträgt ca. 8-14 %.

    Was sagt ihr dazu? Kann ich ruhig ohne Unterspannbahn dämmen oder ist das keine gute Idee?
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  2. Dämmig ohne Unterspannbahn

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Grundsätzliche Meinung von mir: Volldämmung nein, pack da statt 160 mm 120 mm rein und füll die 40 mm später dann eben von Oben auf. Oben die fehlende Folie für ich geflissendlich einfach mal übersehen für die Zeit... Wird nix wildes passieren
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  4. #3
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    Nun ja, die 160 er Glaswolle ist vor paar Monaten gekauft und liegt im Keller.
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  5. #4

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    Wenn die Feuchtigkeit nach beiden Seiten wegtrocknen kann und die Sanierung wirklich in 1-2 Jahren ansteht, dann kann man das so machen, wie H.PF schon beschrieben hat.
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  6. #5
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    Okay danke!

    Was heißt nach beiden Seiten? Unten wird ja noch eine Dampfbremsfolie verlegt.
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  7. #6

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    Unten drunter die Dampfsperre halte ich auch für zwingend! Die muß perfekt sauber angeschlossen sein ringsrum...
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  8. #7

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    Winter = bestreben der warmen Luft nach außen; Sommer = bestreben dreht sich ins Hausinnere. Bedeutet, Feuchtigkeit die in die Konstruktion gelangt und nicht abtransportiert wird, kann im Sommer nach innen abtrocknen. Wenn gewährleistet ist, das innen keine Folie benutzt wird die dieses Bestreben verhindert. Feuchtevariable Folien (PA-Folien) sollten hier benutzt werden.

    Denn, ich vermute, dass deine weiße, gemachste Folie relativ wenig feuchte nach Außen lässt. Daher auch eben nicht die Ausdämmung des Gefaches. Damit Luft die Feuchte wegtransportieren kann. Zu- und Abluft vorrausgesetzt.
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
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    Mit der Dampfsperrfolie kriege ich schon hin, dass sie absolut dicht ist. Sollte ich denn lieber die alte weisse Folie unten auch entfernen?
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  11. #9

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    Zitat Zitat von robinc Beitrag anzeigen
    Mit der Dampfsperrfolie kriege ich schon hin, dass sie absolut dicht ist. Sollte ich denn lieber die alte weisse Folie unten auch entfernen?
    Nana, das Thema nicht auf die leichte Kappe nehmen. Da streiten sich schon seit Jahren die Gelehrten drum, wie es denn nun "richtig und fehlerfrei" ist. Nein, die nicht entfernen... Ihr Dach ist 35 Jahre alt und man kann tendenziell nicht entscheiden ob es immer noch absolut dicht ist. So lassen und in den 1-2 Jahren das Dach entsprechend umdecken lassen. Ob nun mit USB oder Holzweichfaserplatte bleibt ihnen dann ja überlassen.
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