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  1. #1

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    Frage Wie ist der Nachweis von giftigen Holzschutzmitteln möglich?

    Moinsen zusammen,

    ich plane einen alten Resthof zu kaufen und prüfe zur Zeit die erhaltenswerte Bausubstanz. Das Haupthaus hatte Anfang der 60er Jahre einen Brand, bei dem der alte 200 Jahre alte Dachstuhl zerstört wurde. Daraufhin erhielt das Gebäude einen neuen Dachstuhl mit (wahrscheinlich asbesthaltiger) Eternitdeckung.

    Da ich das Gebäude vongrund auf sanieren möchte, stellt sich die Frage, ob der Dachstuhl und eventuell auch anderes nach dem Brand ersetztes Gebälk mit gängigen Holzschutzmittel (z.B. Lindan ...), mit denen "man" in der Zeit ja noch sorgloser umgegangen ist, behandelt wurde.

    Wie kann ich am Besten feststellen lassen, ob und wie das Holz behandelt wurde? Welche Methoden bieten sich an?

    Gruß aus dem Norden
    JayC
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  2. Wie ist der Nachweis von giftigen Holzschutzmitteln möglich?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Um eine verlässliche Aussage zu erhalten, sollte eine Probe des Holzes von einem Labor, das sich auf Umweltanalytik versteht, auf Holzschutzmittel untersucht werden. Bitte, nicht einfach eine Probe entnehmen und beim Labor abgeben, sondern vorher die Probenahme mit dem Labor abstimmen.
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  4. #3
    Avatar von Flocke
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    Mit viel Glück findet sich irgendwo noch ein kleines Kärtchen am Holz angeschlagen wo Zeitpunkt und vor allem das Verwendete Holzschutzmittel draufstehen.
    Ansonsten hilft nur die Laboranalyse
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  5. #4

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    Du solltest versuchen, durch Informationenirgendetwas noch rauszufinden und einzugrenzen, den eine vollständige Analyse ist sehr teuer.

    Da als Holzschutzmittel über diese Zeit jede Menge verschiedener Substanzen in Frage kommen können, ist die Spannweite enorm:

    Wasserlösliche anorganische Salze mit Arsen, Bor, Chrom, Fluor und Kupfer. Die sind hochtoxisch, aber gehen nicht in die Raumluft über. Also nur etwas wenn Du an den Balken rummachst.

    Organische Verbindungen wirken entweder als Insektizide oder Fungizide. Als Insektizide wurden Lindan, Endosulfan, Pyrethroide und Ethylparathion verwendet. Als Fungizide dann PCP, Dichlorfluanid, Furmecyclox, Tributylzinn-Derivate und Chlornaphthaline. Dann gibt es noch diverse Teeröle, die in beide Rubriken fallen können.

    Es gibt auch Labors, die biologische Vortests machen können und dann in der Analytik gezielter sind.

    Arbeitete 5 Jahre in der chemischen Industrie, bei einem Unternehmen, was auch groß dabei war. Weiß, was da alles in dieser Zeit legal zusammengemischt werden konnte, was zum Glück heute nicht mehr möglich ist ...
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  6. #5

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    Hallo JayC,
    die Probennahme von Frischstaub (10-14 Tage alt) mit dem Staubsauger und anschließende Laboruntersuchung auf Holzschutzmittel wäre eine Alternative. Die Kosten richten sich nach dem Untersuchungsumfang. Bei Materialproben wäre lediglich eine Probe zuwenig.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Sorry, daß ich mich jetzt erst wieder melde > war beruflich sehr eingebunden. Vielen Dank für die Antworten und Hinweise.

    Ich werde die "Ruine" mit einem Experten für alte Bauernhäuser, der sich angeboten hat, begehen, um das Gebäude auf von mir übersehene, gravierende Mängel zu untersuchen. Dabei werde ich versuchen, auch dieses Thema zu besprechen / klären.

    Gruß
    JayC
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