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  1. #1

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    U-Wert bein Wandaufbau von 1973 abschätzen

    Hallo Experten,

    wohne in einer ETW Bj. 1973 mit folgendem Wandaufbau: 24 cm Kalksandstein, 4 cm Styropor und Verblender; gesamt 40 cm.

    Einer der seit Anfang an dort wohnenden Nachbarn, sagt, es wäre damals schon Pflicht gewesen - bei hier damals ursprünglicher
    Nachtspeicherheizung -so zu "dämmen".
    Weitere Daten: EG, 105 m², seit 1993 jede Wohnung auf Gastherme umgebaut (bei mir eine Vaillant VC 112 E mit 5-11 kW).
    In die Nischen sind heute die Heizkörper eingebaut. Die Nischen habe ich mit 4 cm Styropor gedämmt.

    Verbrauch Gas: 8000 kWh / a. Heizung ist also zu groß. Optimal wären etwa 4 kW.
    Klimazone ist Niederrhein.

    Bin mal auf eure Meinung gespannt.
    Danke und Gruß
    Jens
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  2. U-Wert bein Wandaufbau von 1973 abschätzen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von jens22 Beitrag anzeigen
    wohne in einer ETW Bj. 1973 mit folgendem Wandaufbau: 24 cm Kalksandstein, 4 cm Styropor und Verblender; gesamt 40 cm.
    Der U-Wert-Rechner spuckt ungefähr0,6 W/m²K aus.
    Verbrauch Gas: 8000 kWh / a. Heizung ist also zu groß. Optimal wären etwa 4 kW.
    Diese Schlussfolgerung kann ich nicht nachvollziehen. Aber Du kannst ja schon mal anfangen, auf eine neue Therme zu sparen. Eine Neuanschaffung wird wohl in nicht all zu ferner Zukunft erforderlich werden.
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  4. #3
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    Es gibt eine sog. Schweizer Rechenformel, die für Anlagen < 1oo kW paßt, sagt: Jahreswärmeverbrauch (8ooo kWh) / Jahresheizstunden (2000) ergibt 4 kW.
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  5. #4

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    Und wie erzeugen die Schweizer bei -14 °C warmes Wasser ohne zu frieren?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    Und wie erzeugen die Schweizer bei -14 °C warmes Wasser ohne zu frieren?
    Schweizer haben Zeit.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    Und wie erzeugen die Schweizer bei -14 °C warmes Wasser ohne zu frieren?
    Je nachdem welche "Schweizer Formel" man ansetzt, ist die WW-Erzeugung enthalten. Nach der "alten" Formel würden hier sogar nur 3kW ausgewiesen. Inkl. WW Erzeugung werden auch keine 2.000 Volllaststunden angesetzt, sondern 2.700 und ohne WW sind es 2.300. Ob man am Niederrhein mit 2.000h rechnen kann, da hätte ich Bauchschmerzen. LIefert aber zumindest mal eine etwas höhere Heizlast.

    Aber denkt bitte daran, dass bei solchen Formeln das Nutzerverhalten extrem mit einfließt. Single, die meiste Zeit auf der Arbeit, nur 1 Zimmer beheizt, und schon bekommt man eine Heizlast die völlig daneben liegt. Man kann solche Formeln also nur heranziehen, wenn auch wirklich alle Räume ständig auf der gewünschten Raumtemperatur gehalten werden.

    In die Nischen sind heute die Heizkörper eingebaut. Die Nischen habe ich mit 4 cm Styropor gedämmt.
    4cm hinter den Heizkörpern? Wieviel Platz ist da noch zwischen Heizkörper und Wand übrig? Daran denken, dass hier ein Mindestabstand gegeben sein sollte, damit die Konvektion überhaupt funktioniert. Ansonsten liefert der Heizkörper nur noch einen Teil seiner Nennleistung.

    Bin mal auf eure Meinung gespannt.
    Was willst Du hören? Oder besser gesagt, was war die Frage?

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
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    Hallo uns sorry für zu späte Antwort; war auf Dienstreise.

    Bei mir nur Heizung; kein WW. Ich würde natürlich bei neuer Heizung rechnen lassen. Aber ne Übersicht / Gefühl dafür zu haben, ist gut.
    Beispiel: Haus, 530 m³, Bj. 1969, Ölheizung mit 400 L-WW, Brenner aus 2007, sonst alles aus 1969. Brenner / Kessel = 91 KW konstant.
    Angebote zur neuen Heizung lauten auf 42-46 kW von 4 verschiedenen Firmen mit 3 unterschiedlichen Heizysytemen: Gas, Öl, Pellets.
    Ölverbrauch 8-9000 Liter/Jahr.

    Ja, mein Nutzverhalten ist klar abzulesen: Single, Heizung per Zeitschaltur und Außenfühler von 7 bis 21 Uhr auf on; alle Ventile auf, alle Räume daher gleich warm; Vorlauf bei 40 °C (Übergangszeit) bis 50/55 °C (Winter bei Minusgraden). Brennersperrzeit 8 min.

    Vertan: 2 cm Styropor in Nische. Konvektion kaum behindert, das sehr viel Platz war.

    Frage war so gemeint: ist das so, das man 1973 mit Stromheizung besser dämmen musste? Die 40 cm Wand mit der Dämmung ist gefühlt für 1973 sehr modern, oder?
    Die 0,6 oder 0,7 W/m²*K sind zwar heute kein Thema mehr, aber vor 15 Jahren noch Standard, oder??

    Gruß
    Jens
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  9. #8

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    Zitat Zitat von jens22 Beitrag anzeigen
    Frage war so gemeint: ist das so, das man 1973 mit Stromheizung besser dämmen musste? Die 40 cm Wand mit der Dämmung ist gefühlt für 1973 sehr modern, oder?
    Kann ich nicht beantworten. In 1973 war mir das egal, Hauptsache es war warm im Kinderzimmer.

    Bei mir nur Heizung; kein WW. Ich würde natürlich bei neuer Heizung rechnen lassen. Aber ne Übersicht / Gefühl dafür zu haben, ist gut.
    Beispiel: Haus, 530 m³, Bj. 1969, Ölheizung mit 400 L-WW, Brenner aus 2007, sonst alles aus 1969. Brenner / Kessel = 91 KW konstant.
    Angebote zur neuen Heizung lauten auf 42-46 kW von 4 verschiedenen Firmen mit 3 unterschiedlichen Heizysytemen: Gas, Öl, Pellets.
    Ölverbrauch 8-9000 Liter/Jahr.
    Du meinst wohl ein MFH mit 530m2, oder?

    Bei 9.000 Liter Heizöl p.a. käme man in Richtung 30-35kW Heizlast. Bei dem vorhandenen Kessel stellt sich natürlich die Frage, ob der Brenner überhaupt auf 91kW eingestellt ist. Es wäre ja denkbar, dass zwar ein großer Kessel verbaut ist, aber der Brenner mit niedrigerer Leistung arbeitet. NUr verstehe ich nicht, warum hier von einem zentralen Kessel gesprochen wird, oben aber schreibst Du, dass in jeder Wohnung eine Gastherme vorhanden ist. Willst Du wieder auf einen zentralen Wärmerzeuger umstellen?

    Gruß
    Ralf
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  11. #9
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Bei 9.000 Liter Heizöl p.a. käme man in Richtung 30-35kW Heizlast. Bei dem vorhandenen Kessel stellt sich natürlich die Frage, ob der Brenner überhaupt auf 91kW eingestellt ist. Es wäre ja denkbar, dass zwar ein großer Kessel verbaut ist, aber der Brenner mit niedrigerer Leistung arbeitet. NUr verstehe ich nicht, warum hier von einem zentralen Kessel gesprochen wird, oben aber schreibst Du, dass in jeder Wohnung eine Gastherme vorhanden ist. Willst Du wieder auf einen zentralen Wärmerzeuger umstellen?
    Sind 2 verschiedene Häuser, und ja, MFH.
    Brenner macht 91 kW konstant; Brenner kann nicht modulieren. Pure Energieverschwendung, so was.

    Die Heizlast mit 30-35 kW passt ja gut in die Angebote, wobei wir hier faktisch kaum Dämmung haben...wie 1969 eben war. Öl für nen paar Pfennig damals....

    Gruß
    Jens
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  12. #10

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    Zitat Zitat von jens22 Beitrag anzeigen
    Sind 2 verschiedene Häuser, und ja, MFH.
    Brenner macht 91 kW konstant; Brenner kann nicht modulieren. Pure Energieverschwendung, so was.

    Die Heizlast mit 30-35 kW passt ja gut in die Angebote, wobei wir hier faktisch kaum Dämmung haben...wie 1969 eben war. Öl für nen paar Pfennig damals....

    Gruß
    Jens
    So isses. Damals unter 10Pfg./Liter, zumal wenn dann 10.000 Liter und mehr pro Jahr getankt wurden.

    Die Frage ist halt, wodurch man das heute ersetzt. Öl ist kritisch, relativ teuer, Preissteigerung vorhersehbar. Gas kostet auch Geld, und hat im Moment Nachholbedarf beim Preis. Strom direkt kann man vergessen, in Verbindung mit einer Wärmepumpe funktioniert das nur brauchbar, wenn auch das Haus auf einem entsprechenden Stand ist (Dämmung, Heizflächen). Bleiben noch Pellets. Die sind im Moment noch relativ günstig, aber die werden sicherlich auch anziehen. Die Frage ist, wie stark der Preis ansteigen wird. Wenn morgen wirklich alle auf Holz umsteigen würden, hätten wir in ein paar Jahren keine Wälder mehr. Aufgrund der aktuellen Verteilung zwischen den Energieträgern kann sich der Preis für Pellets aber noch relativ attraktiv halten.

    Bei einem MFH könnte sich aufgrund der vielen Bewohner auch eine Solaranlage rentieren. Das müsste man einmal genauer rechnen.

    Eine Gastherme wäre die einfachste und komfortabelste Lösung. Vorausgesetzt man kommt einfach an einen Gasanschluss. Ansonsten würde ich auf einen Pelletkessel setzen, wohlwissend, dass dieser mehr Wartungsaufwand hat als eine Gastherme (regelmäßig Asche entleeren, reinigen). Man muss halt klären, wer diese Arbeit übernimmt, was in einem MFH meist nicht so einfach ist.

    Gruß
    Ralf
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