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  1. #1

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    FBH. Fragen zum Rücklauf.

    Hallo Heizungsexperten,
    nach dem stillen Mitlesen , bin ich jetzt auf ihren Rat angewiesen.

    Vor einem Jahr habe einen Mittenreihenhaus (ca.150qm) von Bauträger schlüsselfertig gekauft.
    Ich habe sehr hohe Jahresheizkosten (über 2000€ mit Warmwasser) aufgrund falsch eingestellten Wärmeübergabestation.
    Jetzt versuche ich selbst die Anlage ( Heizbetrieb) zu optimieren.
    Über den Vorlauf konnte ich sehr viel Informationen finden , zum Rücklauf aber so gut wie keinen.

    Jetzt zu meinen Daten.
    Geheitzt wird mit Fernwärme, FBH mit 1 Heizkreis, Wärmeübergabestation PEWOCOMPACT mit Samson-Steuerung.

    Momentan habe ich folgende Einstellungen vorgenommen:

    Sollwert Tag 20°C
    Sollwert Nacht 16°C
    Vorlauftemperatur 31,5°C
    Rücklauftemperatur 28,7°C

    Steigung Vorlauf 0,5
    Niveau (Parallelverschiebung) 0,0
    Minim.Vorlauftemperatur 20°C
    Maxim.Vorlauftemperatur 45°C

    Steigung Rücklauf 0,8 (muss die Steigung Rücklauf grösser oder kleiner als beim Vorlauf für optimalen Betrieb werden? Was genau bewirkt es?)

    Niveau Rücklauf 0,0

    Fusspunkt rÜcklauftemperatur 30°C ( verkleinern für optimalen Betrieb?)
    Maximale Rücklauftemperatur 45°C
    Müssen die letzten 2 Werte identisch sein? Bedeutung ? Optimale Einstellung?

    Insbesondere zu Rücklauf Steigung und Rücklaufwerten (Fußpunkt) konnte weder der Techniker noch der Heizungsbauer keine Erklärung liefern.
    Ich habe nur 2°C Temperaturunterschied zwischen den Vor-und Rücklauf . Ist es nicht zu wenig?

    Ich wäre sehr froh über Aufklärung und Tipps insbesondere was Rücklaufwerten betrifft.

    Vielen Dank im Voraus.

    MfG
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  2. FBH. Fragen zum Rücklauf.

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zunächst eines vorweg: Energie wird nicht in Euro, sondern in kWh gemessen. Wir wissen nicht, wie viel Du für eine kWh bezahlst und können daher keinen Zusammenhang zu Deinem Energieverbauch herstellen.

    Du schreibst einerseits, dass Du eine Steigung und ein Niveau eingestellt hast, andererseits gibst Du aber die Vorlauf- und Rücklauftemperatur vor. Das erscheint mir schon etwas seltsam.

    In welchen Zeiten senkst Du die Raumtemperatur ab und welche Temperaturen herrschen in den Räumen tatsächlich? Hast Du Deinen Energieverbauch monatsweise aufgezeichnet?
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  4. #3

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    Wie warm ist es in den Räumen?
    Deine VL/RL Temperaturen scheinen mir etwas hoch zu sein. Vermutlich wird die FBH durch Einzelraumregler abgewürgt. Deine Heizkurve kann ein ganzes Stück runter!
    (Richtwert für Steigung bei FBH etwa 0,1 - 0,3)
    Die Regelung kann über die RL oder die VL-Temperatur gemacht werden - die Steigung ist dann normalerweise bei der Regelung über RL-Temperaur etwas niedriger.

    Die Spreizung zwischen VL und RL ist bei dir so niedrig, weil die Räume anscheinend kaum noch Wärme abnehmen.



    Cu KyleFL
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  5. #4
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    logisch in KWh, in meinem Fall 17 Mwh pro jahr.

    Ich habe alle Parameter(mit momentan eingestellten Werten)aufgeschrieben , die an meiner Anlage vorhanden sind. Ich habe nur Steigung Vorlauf (Heizkurve) von 1,2 auf 0,5 abgesenkt.Das ist einziger Parameter wo ich sicher bin , dass es zu hoch eingestellt war.

    Absenkzeiten von 21.30 bis 5.00 Uhr
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  6. #5
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    [QUOTE=KyleFL;848741]Wie warm ist es in den Räumen?
    Deine VL/RL Temperaturen scheinen mir etwas hoch zu sein. Vermutlich wird die FBH durch Einzelraumregler abgewürgt.


    genau !!!"

    Deine Heizkurve kann ein ganzes Stück runter!
    (Richtwert für Steigung bei FBH etwa 0,1 - 0,3)
    Die Regelung kann über die RL oder die VL-Temperatur gemacht werden - die Steigung ist dann normalerwei
    se bei der Regelung über RL-Temperaur etwas niedriger.


    D.h wenn ich über Vorlauf Steigung regle, dann sind oder müssen die anderen Parameter inaktiv sein?


    Die Spreizung zwischen VL und RL ist bei dir so niedrig, weil die Räume anscheinend kaum noch Wärme abnehmen.


    Was genau bedeutet das? Muss ich max.Rücklauftemperatur absenken oder Steigung Rücklauf verändern?
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  7. #6

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    Steht alles in der Bedienungsanleitung des Reglers.

    Die zusätzliche Rücklaufregelung ist nur eine Begrenzung. Wird der Sollwert des Rücklauf überschritten, dann ist das ein Zeichen für unzureichende Wärmeabnahme auf der Heizkreisseite. In dem Fall wird die Vorlauftemperatur über die voreingestellte Heizkurve hinaus reduziert.

    Es wird quasi eine Rücklaufkurve unterhalb der Vorlaufkurve gebildet, die der Regler zusätzlich überwacht. Bitte daran denken, Heizkreis nicht mit Netzkreis verwechseln. Steht aber alles in der Anleitung zum Regler.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hallo Ralf!
    Leider fehlen in der Anleitung jedliche Beschreibungen.
    Z.B
    Steigung Rücklauf ( von 0° bis 95°).

    Das wars dann.

    Ich verstehe das mit Vorlaufsteigung und min. oder Max. Vorlauftemperatur, aber wie es bei Rücklauf sein soll, habe ich keine Ahnung. Wozu sind diese Werte da? Welche Werte soll ich eingeben?
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  9. #8

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    Zitat Zitat von aj 549 Beitrag anzeigen
    Hallo Ralf!
    Leider fehlen in der Anleitung jedliche Beschreibungen.
    Das sind fast 200 Seiten, da findet sich so ziemlich alles.

    Kapitel 7.4 "Rücklauftempreaturbegrenzung".

    Die Werte für den Rücklauf beziehen sich nicht auf den Heizkreis, sondern auf den Netzkreis. Für den Rücklauf kann entweder eine konstante Temperatur vorgegeben werden (Bsp.: 65°C) oder eben eine Rücklaufkurve.

    Für Deine Einstellung ist erst einmal die Heizkurve (Vorlauf) wichtig, denn die bestimmt die Energie die in die Räume geliefert wird. Da bist Du mit den eingestellten Werten schon einmal auf dem richtigen Weg. VL 20°C bei AT 20°C, VL 30°C bei AT 0°C und VL40°C bei AT -20°C, das würde der Steilheit 0,5 entsprechen. Ob das ausreicht um die Räume warm zu halten, das kann ich nicht sagen. Ich weiß ja nicht wie Deine FBH dimensioniert wurde. Die Begrenzung (VL45°C) würde bei AT -30°C erreicht.
    Jetzt kannst Du die Steilheit etwas runter nehmen, sagen wir mal auf 0,3. Dann hättest Du bei AT 0°C eine VL Temperatur von etwa 26°C, bei -20°C etwa 32°C. Ob die Kurve zu Deinem Haus passt, da kann man nur raten.

    Das alles hat mir der RL Temperatur noch nichts zu tun. Mit den bisher eingestellten Parametern wird diese Notbremse wohl nie eingreifen müssen. Das kann bei der Optimierung sogar von Vorteil sein, weil sonst die Folgen der Einstellungen von der Notbremse kaschiert werden.

    Ich habe mir jetzt nicht alle Anlagenschemen angeschaut, und ob es da auch eine Variante gibt, die den RL des Heizkreis direkt abgreift. Ich tippe mal Dein RL Fühler sitzt am Rücklauf der Übergabestation (Netzseite).

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    Themenstarter

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    Ralf,

    vielen Dank für deine ausführlich und klärende Antwort.

    Kapitel 7.4 gelesen , leider als Laie daraus nicht schlau geworden

    Eine weitere Frage habe ich dir per PN gesendet
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  11. #10

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    Zitat Zitat von KyleFL Beitrag anzeigen
    Wie warm ist es in den Räumen?
    Deine VL/RL Temperaturen scheinen mir etwas hoch zu sein. Vermutlich wird die FBH durch Einzelraumregler abgewürgt. Deine Heizkurve kann ein ganzes Stück runter!
    (Richtwert für Steigung bei FBH etwa 0,1 - 0,3)
    Die Regelung kann über die RL oder die VL-Temperatur gemacht werden - die Steigung ist dann normalerweise bei der Regelung über RL-Temperaur etwas niedriger.

    Die Spreizung zwischen VL und RL ist bei dir so niedrig, weil die Räume anscheinend kaum noch Wärme abnehmen.



    Cu KyleFL
    Hallo Kyle,

    meinst Du die Höchsteinstellungen oder den tatsächlichen Wert der VL-Temperatur, bzgl "diese sei zu hoch"?

    Gruss
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  12. #11

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    Der tatsächliche erreichte Wert anhand deiner Steigung / Parallelverschiebung scheint zu hoch zu sein. Dafür sprechen die geringe Energieabnahme (Unterschied VL-RL Temperatur zu gering).
    Lösung: Heizkurve entsprechend senken und testen. Die Heizkurve kann solange runter, bis es im ersten Raum nicht mehr warm genug wird.


    Cu KyleFL
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  13. #12

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    Hi ich hab die selbe Steuerung ist ganz easy . Heute Abend mehr.
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  14. #13

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    hat mal was vernünftiges gelernt
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    aj549: sag mal was zum Zeitraum der 17.000kWh.

    Vor einem Jahr habe einen Mittenreihenhaus (ca.150qm) von Bauträger schlüsselfertig gekauft.
    Ich habe sehr hohe Jahresheizkosten (über 2000€ mit Warmwasser) aufgrund falsch eingestellten Wärmeübergabestation.
    Sind die 17.000kWh wirklich nur durch normales heizen und WW ab Einzug entstanden, oder war da evtl. Estrich-, Bautrockung vor Einzug mit drin?
    Für ein Neubau RMH nach EnEV2009 mit 150m² und "normalem" WW Bedarf, hätte ich weniger als die Hälfte erwartet. Die Heizkurve/Einstellung der Wärmeübergabestation allein erklärt so einen Unterschied nicht.
    Falls Estrich- oder/und Bautrockung mit drin, ist das aber durchaus ein realistischer Wert.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Was mir nicht einleuchtet ist laut der Anleitung erreicht man bei 0,2 Steigung bei 0 grad 30 grad vl. Ob ich die Steigung erhöhe oder etwas das Niveau ist doch im unteren Bereich fast egal oder?
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  17. #15
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    Ob ich die Steigung erhöhe oder etwas das Niveau ist doch im unteren Bereich fast egal oder?
    Irren ist menschlich sprach der Igel und stieg von der Bürste ....
    Wie so oft im Leben gibts die Einstellmöglichkeit weils eben nicht egal ist.

    Es kommt drauf an was bei welchem Betriebszustand erreicht werden will.

    Sehr vereinfacht dargestellt wirkt die Niveauverschiebung vorzugsweise im +Temperaturbereich heisst bei Aussentemperaturen über dem Gefrierpunkt (ggf mit Anpassung der Steigung).
    Abweichungen bei Aussentemperaturen unter dem Gefrierpunkt werden mit der Steigung korrigiert.

    Gruß
    Achim Kaiser
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